Fussgesundheit/Schuhe

  • Ich bin vermutlich ein bisschen empfindlich an den Füßen ;-). Jedenfalls konnte ich noch nie einfach so irgendwelche Schuhe kaufen und tragen.

    Früher hab ich sehr viel Birkenstock getragen.


    Seit ca 2 Jahren habe ich Schmerzen in den Füßen. Insbesondere wenn ich länger gesessen oder gelegen habe. Wenn ich danach aufstehe, kann ich kaum laufen. Mich schmerzen beide Sprunggelenke und die Zehengrundgelenke. Aber es läuft sich rasch ein. Wenn ich erst mal ein paar Schritte gehumpelt bin, dann gehts wieder.


    Nun gibt es die Theorie, dass durch das Fussbett der Birkenstockschuhe der Fusshalteapparat erlahmt und dadurch Probleme und Schmerzen auftreten können.

    Aha, hab ich mir gedacht und daher Barfussschuhe gekauft. Seit 2 Jahren bin ich nun sehr viel in Barfussschuhen und wenn es geht auch komplett barfuss unterwegs. Auf Arbeit immer noch mit Birkenstock. Aber so wirklich besser werden meine Schmerzen nicht.


    Also ich zum Orthopäden gegangen. Der hat dann Fußfehlstellungen in Form eines Knick-Spreizfusses festgestellt sowie eine vermehrte Gelenkfülle beider Sprunggelenke und vermutet dort Knopelschäden. Er hat mich zum CT geschickt (steht noch aus) und zur Laufbandanalyse/Biomechanik-Check.

    Die Laufbandanalyse hat den Knick-Spreizfuss bestätigt (#heulich dachte immer, ich hätte "schöne" Füße) und eine Überlastung des MFK (Mittelfussknochen?) festgestellt.


    Beide (Orthopäde und Orthopädietechniker) schienen wenig begeistert sowohl von Birkenstock wie auch von Barfussschuhen zu sein.

    Ich kann aber in "normalen" Schuhen kaum laufen. Da hab ich in der Regel schon nach wenigen Minuten das Gefühl, dass ich die Schuhe sofort ausziehen muss. Selbst bei Rieker oder ähnlichem geht mir das so. Schicke Schühchen kann ich allerhöchstens mal für kurze Zeit auf Veranstaltungen anziehen. Meist zieh ich sie heimlich unter dem Tisch aus, sobald das irgendwie geht. #rolleyes#augen


    Der Orthopädietechniker hat mir jetzt Einlagen aufgeschrieben. Er meinte, dass ich die auch in die Barfussschuhe tun könnte . Aber ich müsse dann die Barfussschuhe dalassen, weil die vorne so breit wären, dass ihren normalen Einlagen zu schmal wären. Sie müssten dann die Breite extra beachten.


    Einlagen in Barfussschuhen? Das ist doch irgendwie ein Widerspruch in sich????


    Ich bin jetzt echt maximal verunsichert: Birkenstock? Barfussschuhe? Schuhe (welche?) mit Einlagen? Oder alles im Wechsel anziehen?


    #haare#haare#haare


    Kennst sich hier jemand mit Fussgesundheit aus?

  • Ich leide mit.... stehender Beruf, extrem! breite Füße, bis Anfang 20 nur zu schmale Schuhe getragen...

    Meine absolute Erleuchtung waren die Nimble-Toes mit Archriser-Schnürung.... leider gibt es die nicht mehr, und damit verliert „Barfußschuh“ für mich wieder an Wert...

    Egal: ich mag jedenfalls im Job sehr gerne im mittelfußbereich gut geschnürte Barfußschuhe (ich stoppe immer nach ein paar energischen Schritten mit Schmackes und drehe mich auf der Stelle... nicht so gesund für Füße und Knie, jedenfalls würde ich mit den Zehen vorne anstoßen, wenn die Schuhe nicht fest am Fuß sitzen). Jedenfalls kombiniere ich an langen Arbeitstagen die Barfußschuhe gerne mit solchen Bandagen:

    https://www.bort.com/de/produktdetail.html?product=112070

    Irgendwie macht das alles energetischer, federnder, stärker. Die 10,5 Stunden stehen und laufen sind weniger ermüdend.

  • Ich kenne es so, dass es oft gut ist neben den fusselndstem zur Entlastung auch fusstraining zu machen, um die Muskulatur gezielt zu stärken.

    Schuhe scheinen mir ein heiss debattiertes Thema zu sein und ob Bienenstock oder barfuß oder nich was anderes scheint da von diversen Schulen abzuhängen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • fusstraining zu machen, um die Muskulatur gezielt zu stärken.

    Danach hab ich auch gefragt. Der Orthopädietechniker hat gesagt, dass man dafür eigentlich barfuss gehen müsste. Aber eben auf unterschiedlichem Untergrund und nicht wie in der heutigen Welt auf gleichmäßig hartem Untergrund. Und für diesen Untergrund wären Barfussschuhe zu wenig gedämpft. Nun laufe ich aber tatsächlich recht viel barfuss oder in Barfussschuhen auf Wiese oder sonstigem Naturuntergrund. Daraufhin hat der Orthopädietechniker nur eine beleidigte Schnute gezogen und nichts mehr gesagt.


    Gibts noch anders Fusstraining als barfuss auf Naturgrund? (Weil das mach ich ja schon länger, aber bisher ohne Erfolg)


    @lumme: diese Bandage bekommt man auch vom Orthopäden verschrieben oder wie geht das?

  • Hast du schon mal bei Liebscher und Bracht geschaut. Ich finde die geben super Impulse und haben gute Übungen.


    Sonst laufen ich auch in Barfußschuhen. Schon viele Jahre. Und letzte Woche habe ich plötzlich steife Füße gehabt, wo ich ebenfalls behaupte, dass meine Füße super trainiert sind. Ich habe dann Magnesium hochdosiert genommen und fast sofort waren sie wieder gänzlich verschwunden. Also vielleicht ist auch ein Mangel an den Schmerzen Schuld?

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • Vielleicht gibt es auch gar nicht die eine einzigste richtige Antwort, denn die Erfahrungen der verschiedenen Menschen sind ja arg unterschiedlich.


    Ich habe bisher (Gottseidank) lediglich ein Fußgelenk, welches Ärger macht und das meist nur bei Belastung. Ist also wieder eine ganz andere Situation, als deine.

    Mein Impuls seinerzeit war dann auf Barfussschuhe umzusteigen. Ich genieße es auch sehr damit zu laufen, weil man eben spürt, worauf man läuft. Ich hatte die tlw. dann auch auf der Arbeit an und auch da fühlte ich mich wohl.

    Aber nach 3 Jahren Nutzungsdauer bin ich dann wieder auf normale Schuhe umgestiegen. Ich merke nämlich inzwischen, dass die fehlende Dämpfung durchaus ein Problem darstellt. Das oben erwähnte Fussgelenk meldet sich dann immer häufiger und auch meine Knie wirken unzufrieden. Beim wandern/spazieren gehen über 5km nehme ich jetzt also wieder gut gedämpfte Sportschuhe oder Wanderschuhe. Auf der Arbeit leiste ich auch eine relativ hohe Gehstrecke jeden Tag und da müssen es auch Hallenturnschuhe mit Fußbett sein.

    Für nur kurze Gänge zum Bäcker/Post finde ich die Barfußschuhen immer noch gut. Zuhause laufe ich ohnehin nur barfuss.


    Ich fahre im Moment also mit einer Mischung von verschiedenen Schuhen je nach Anspruch am besten. Und das erscheint mir halt auch am logischsten. Denn so wird der Fuß immer wieder auf unterschiedliche Art gefordert, aber die Gelenke bei Belastung auch unterstützt.


    Ich glaube, ich würde für die Barfussschuhe erstmal noch kein Fußbett machen lassen. Sondern mir dafür andere Schuhe aussuchen, da kann dich der Fachmann dort doch sicherlich beraten. Zumindest meine Leguanos sind viel zu flexibel und weich, ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit einer Einlage genug Halt gibt. Dafür scheinen die mir nicht gemacht zu sein.

    Das sollten dann ja auch Schuhe sein, die sonst so grundsätzlich auch optisch mögen würdest. Und dann würde ich mit denen anfangen zu üben. Erstmal Spaziergänge machen und gucken, wie es sich so anfühlt. Wenn sich das dann bewährt, kann man als nächstes die Arbeitsschuhe in Angriff nehmen.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Ich hab auch übelste Knichspreizfüße inklusive Überlastung des Mittelknochens.

    Ich komme mit Birkenstocksandalen gut klar. Der Orthopäde hat mir definitiv dazu geraden, meine Sandalen, die ich auch anhatte, wenn ich bei ihm in der Praxis war, weiter zu tragen.

    Im Winter trage ich Mephisto-Schuhe (Männer-Modelle, da die Frauen-Modelle mir zu schmal sind). Auch diese Schuhe fand der Orthopäde absolut geeignet.

    Diese Schuhe sind leider voll teuer, halten dafür aber auch wirklich eine Ewigkeit, diese Mephisto-Winterschuhe habe ich jetzt da 10. Jahr, meine Sandalen seit 7 Jahren; beide noch top in Schuss.

  • Liebscher und Bracht g

    Bis jetzt noch nicht. Maschinenbauer und Leute mit abgebrochenem Medizinstudium, die zu Medizinthemen beraten, sind genau mein Humor. #zwinker

    Da bin ich mir dann nicht so sicher, wie ernst ich das nehmen soll und ob die Zeit fürs Lesen Sinn macht. Aber ich kann ja mal schauen.

  • Ich hab auch immer mal wieder Probleme mit den Füßen und bei mir hilft es wirklich sehr, wenn ich die, vom Orthopädietechniker angepassten, Einlagen trage.......das Problem, die Schuhe am liebsten wieder auszuziehen, kenne ich auch, habe es aber als Gewöhnung erlebt. Also bis zu einem gewissen Grad. Ich bin immer noch am liebsten ohne Schuhe, aber nach einer Weile des Aushaltens konnte ich mich auch wieder an "feste" Schuhe gewöhnen. Sie dürfen nur nicht zu fest geschnürt sein oder zu eng sein.

  • Hast du einen Fb-Account? Da gibt's eine Gruppe einer Physiotherapeutin, die viel zu Fußgesundheit auch im Zusammenhang mit Barfußschuhen erklärt: https://m.facebook.com/groups/…7091/?ref=pages_group_cta


    Ansonsten würde ich auch denken, dass Physiotherapie Sinn macht, es gibt eine Menge Übungen, die sicher nochmal andere Anreize setzen als “nur laufen“.


    Und last but not least gibt es tatsächlich auch Barfußschuhe mit Dämpfung, vielleicht sind die auf Asphalt und mit Einlagen drin ein Kompromiss für dich, ich weiß, dass Zaqq und Sole Runner welche herstellen.

    tt1c48ce.aspx
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

  • Mein Senf dazu von fachlicher und persönlicher Seite:


    - die Liebscher und Bracht Übungen sind eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen. Ziemlich gut systematisierte Dehnung. Die Systematisierung ist, wenn überhaupt, das Neue. Ob die aber für den Laien in den Videos erkennbar ist frage ich mich schon seit längerem, vielleicht könnt ihr mich da mal erhellen. Die Videos finde ich teils OK, teils eine Katastrophe. Von funktionellen Übung sollte Roland allerdings die Finger lassen, da hat er mMn keine Ahnung und verzapft absoluten Quatsch. Die L&B-Therapie funktioniert meiner Erfahrung nach richtig angwendet in erstaunlich vielen Fällen erstaunlich gut. Roland persönlich (ich kenn den #angst) finde ich mehr als unsympathisch #stumm. Mit Beweglichkeitstraining kann man aber tatsächlich in vielen Fällen wirklich viel erreichen und dauerhafte Schmerzlinderung hinbekommen.


    - bei Knick-Spreizfüßen würde ich maximal ergänzend mit Dehnung/Beweglichkeit arbeiten. Da würde ich mir einen guten Spiraldynamik-Therapeuten suchen und trainieren. Das geht. Fußgeschichten kann man häufig sehr gut trainieren. Gerade bei Knickfüßen geht das wunderbar. Wahrscheinlich ist dein Spreizfuß aus dem Knickfuß entstanden, sodass der auch automatisch besser wird, wenn du nicht mehr knickst. Ansonsten trainiert man den halt auch noch explizit zusätzlich. Meine Fußproblematik hab ich damit sehr gut in den Griff bekommen und bei meinen Klienten funktioniert das auch wunderbar, vorausgesetzt, sie üben regelmäßig in der ersten Zeit. Das ist halt gleichzeitig Vor- und Nachteil: Du kannst aktiv was verändern, dauerhaft. Du musst dafür dann aber halt auch regelmäßig deine Übungen machen, wenn es erfolgreich sein soll. Das braucht anfangs eben etwas Disziplin und Hartnäckigkeit.


    - Einlagen können zur Entlastung zwischendrin oder erstmal sehr sinnvoll sein, bieten aber halt nur eine passive Lösung des Problems. Nimmst du die Einlagen weg, ist alles beim Alten. Der Fuß lernt nichts, weil er nur passiv unterstützt wird. Das soll bei sensomotorischen Einlagen anders sein, aber damit hab ich keine Erfahrung.


    - ich halte Barfußschuhe grundsätzlich für eine sehr sinnvolle Erfindung, weil dadrin der Fuß im Gegensatzt zu den meisten anderen Schuhen, immerhin so ungefähr das tun kann, was er sollte. Der Umkehrschluss, dass sobald ich einen Barfußschuh anziehe, der Fuß das auch tut ist aber leider nicht richtig. Wenn der Fuß eine physiologisch sinnvolle Bewegung, Kraft und Beweglichkeit verloren hat, braucht er zusätzlich zu der neuen Freiheit meist gezielte Anleitung. Bodenhärte ist meiner derzeitigen Meinung nach nicht sooo das Problem, wenn man sich gut koordiniert. Aber s.o., das braucht meist Anleitung.

  • Ich bin nur ein Laie und die Übungen haben mir immer geholfen. Das die schei*e sind, war mir nicht klar. Tut mir leid.

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • uh, Tine88 so pauschal würde ich das nicht sagen. Die meisten Übungen in den Videos sind vom Prinzip her sinnvoll und hilfreich, das ist ja auch das, was du festgestellt hast. Ich finde sie häufig zu wenig präzise angeleitet bzw. ausgeführt. Aber da sind die Vermittlungsmöglichkeiten per Video hat teilweise auch begrenzt. Wirklich nicht gut finde ich die Videos, wo Roland über Hüfteuger dehnen beim Gehen oder auf den Fußaußenkanten laufen als Knickfußausgleich redet. Das meinem fachlichen Stand nach einfach Blödsinn, was er da erzählt, da gibt es nun wahrlich besseres.


    Und man darf halt nicht vergessen, dass hinter L&B auch eine riesen Marketingmaschinerie steckt und die richtig viel Geld scheffeln. Dafür behandeln sie dann ihre Therapeuten wirklich unsäglich. #stumm So. Und mehr schreibe ich dazu nicht öffentlich, das ist mir zu heikel.

  • Mir hat Physio mit Spiraldynamik und konsequentes Dehnen sehr geholfen - Physio zum Start finde ich enorm wichtig, weil wirklich im 1zu1-Kontakt die Übungen für diesen speziellen Fuss geübt werden. Danach geht es oft gut zum selber Weitermachen.


    Und die - eigentlich ja logische - Erkenntnis, dass barfuss vor allem Naturgrund sein sollte (und in erster Linie für gesunde Füsse) hat mich auch beruhigt. Ich laufe weiterhin viel barfuss, aber wo es Schuhe braucht, sind es gut gefederte und vor allem gut passende (!!!) Schuhe. In Rieker passen meine Füsse zum Beispiel nicht...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hast du einen Fb-Account? Da gibt's eine Gruppe einer Physiotherapeutin, die viel zu Fußgesundheit auch im Zusammenhang mit Barfußschuhen erklärt: https://m.facebook.com/groups/…7091/?ref=pages_group_cta

    Super interessant! Danke. Da lese ich mich mal durch.


    Die tiefe Hocke kann ich schon mal nicht. Da gehen bei mir entweder die Fersen hoch oder die Fußspitzen nach außen. Da hab ich doch sofort schon was zum Üben...



    bei Knick-Spreizfüßen würde ich maximal ergänzend mit Dehnung/Beweglichkeit arbeiten. Da würde ich mir einen guten Spiraldynamik-Therapeuten suchen und trainieren. Das geht. Fußgeschichten kann man häufig sehr gut trainieren. Gerade bei Knickfüßen geht das wunderbar.

    Super! Danke! Spiraldynamik-Therapeut muss ich erst mal googlen. Ist das ein Physio mit Spezialisierung?

    Bekommt man da eine Überweisung vom Orthopäden? Und warum sagt der Orthopäde das nicht von sich aus?

  • Bei unserem Sohn war Spiraldynamik auch super. Das ist meistens ein Physio mit Zusatzausbildung (muß man bißchen rumfragen wer das hat - bei uns zufällig eine Ergotherapeutin. Deswegen gabs bei uns Spiraldynamik auf Ergo-Rezept).


    Das Rp stellt der Orthopäde aus.

    Die langweiligsten Frauen haben die ordentlichsten Haushalte...

    Einmal editiert, zuletzt von mänty ()

  • Böse Zungen würden sagen: weil der Orthopäde dann nichts mehr an Dir verdient, wenn er Dich zur Physiotherapie überwiesen hat.. Für ihn sind natürlich Einlagen lukrativer, weil immer mal neue nötig sind.


    Meine Physio hatte Spiraldynamik schon in der Ausbildung.


    Liebe Grüsse


    Talpa