Fahrradralley am Geburtstag - brauche Ideen

  • Mein Sohn wünscht sich dieses Jahr zu seinem Geburtstag eine Fahrradralley. Es werden (mit ihm und seinem Bruder) 10 Kinder im Alter von 7-10 Jahren (genauer gesagt 3 siebenjährige und 7 zehnjährige teilnehmen). Mein Sohn (der ein wandelndes Navigationsgerät ist und jeden Weg im Umkreis von 10km kennt) wünscht sich dabei ganz klar, dass der Weg /die Route nicht vorgegeben ist, sondern selbst von den Kindern erarbeitet werden muss.


    Ich habe schon oft für ihn und den Bruder solche Ralley erarbeitet (jedoch immer zu Fuß) und jedes Mal war etwas ungut. Hauptproblem war eigentlich immer, dass zwei der 10 jährigen sich im permanent Wettkampfmodus befanden, weit voraus rannten und damit alle Lösungen schneller hatten als die anderen, die dann mehr oder weniger genervt, frustriert, sich ausgeschlossen fühlend, etc hinterherliefen. Problem ist eben auch, dass die beiden 10 jährigen "Wettkämpfer" körperlich schneller sind als andere und sich auch in der Gegend deutlich besser auskannten.


    Habt ihr vielleicht Ideen für mich, wie ich die "Finde die Route" Aufgaben so gestalten könnte, dass die Kinder mehr oder weniger gezwungen sind, als Gruppe 1. zusammen zu bleiben und 2. die Lösungen unter Beteiligung von jedem erarbeitet werden.


    Danke im Voraus.

  • Meine Erfahrung: Im Jagdfieber schaltet sich das Hirn aus. Ich mache so etwas nicht mehr zum Geburtstag, weil immer welche vorpreschen sind und andere hinterhertrotten. Du kannst es mit Aufgaben versuchen, bei denen alle dabei sein müssen (Gruppenfoto machen oder so).

    Bei der Altersgruppe wäre es mir zudem wichtig, dass es fernab vom Straßenverkehr stattfindet.

  • Ich habe so Sachen nur noch zu Fuß gemacht. Die Wegkreuzungen waren jeweils markiert - da mussten alle stehen bleiben - und die Fragen / Aufgaben hatte ich in der Tasche ( ;) das heißt, sie mussten auf mich warten). Die Kinder allein im Wettkampfmodus mit Fahrrädern losschicken, würde ich nicht machen - das geht nicht gut.


    Wir haben aber auch schon schöne Radtouren zu Geburtstagen gemacht mit vielen Zwischenstopps (mit Aufgaben, Schnitzeljagd, Picknick, Kekspicknick usw. immer an besonderen Stellen).

  • Vielleicht kannst Du es so einrichten, dass jedes Kind Teile eines "Puzzles" (oder der Aufgaben) mit sich führt, das an den verschiedenen Stationen benötigt wird, so dass sie dort immer zusammenkommen müssen, um die nächste Station zu ermitteln. Z.B. in Richtung Geocaching: Jedes Kind hat ein Teil des Rätsels, aus dem sich ein Teil der nächsten Koordinate (oder des Namens für die nächste Station) ergibt.

  • Danke für Eure bisherigen Antwort, mein Hirn arbeitet schon.


    Zum Verständnis: Die Kinder sind auf keinen Fall allein unterwegs, mindesten 1 Erwachsener, evt. sogar zwei begleiten Sie. Wir wohnen am Stadtrand, es wird überwiegend am Stadtrand bzw. auf Spazier-Feldwegen stattfinden mit Stops an netten Orten (Spielplatz für Picknik etc)


    Für meinen Sohn ist es jedoch sehr wichtig, dass man sich den Weg selbst erarbeitet und da gefällt mir die Idee, an markierten Kreuzungen zu warten und dann erst die Aufgaben zu erhalten schon mal sehr gut. Bzw. auf Spielplätzen ein Kästchen mit der Aufgaben suchen zu müssen ( dies aber erst wenn man auf dem Spielplatz ist zu erfahren) ist auch eine schöne Alternative.

  • Mir wäre so eine Kinderhorde mir Fahrrädern zu gefährlich.

    Für die einzelnen Stationen könntest du Kooperationsspiele nutzen, dabei kommt es darauf an, dass alle gemeinsam eine Aufgabe lösen.

  • Mir wäre so eine Kinderhorde mir Fahrrädern zu gefährlich.

    Für die einzelnen Stationen könntest du Kooperationsspiele nutzen, dabei kommt es darauf an, dass alle gemeinsam eine Aufgabe lösen.

    Genau danach bin ich auf der Suche: Kooperationsspiele, die als Ergebnis den nächsten Teil der Strecke verraten. Hast Du dafür konkrete Ideen?

  • - Ein wirklich großes Papier (vielleicht Papiertischdecke) und alle stellen sich drauf. Dann wird gefaltet und dabei halbiert und immer wieder geschaut, ob noch alle drauf passen bzw. wie klein kann das Feld sein und trotzdem können alle drauf, ohne den Boden zu berühren. Das könnte dann verglichen werden mit einer Vorlage und darauf ust der nächste Hinweis zu finden.

    - alle stehen nah beieinander, aber durcheinander, und fassen sich an den Händen. Der entstandene Knoten muss so aufgelöst werden, dass eine Kette ohne Überkreuzungen entsteht. Dabei darf man sich nicht loslassen.

    - vielleicht gibt es bei euch Hindernisse Bach o.ä., die nur mit Hilfe anderer überquert werden können

    - sonst Kooperations- oder Friedensspiele googlen und nochmal schauen, was für eure Truppe passt

  • Hmmm, ich fürchte ich habe mich unklar ausgedrückt. Klassische Kooperationsspiele kenne ich natürlich.


    Mein Sohn wünscht sich explizit, dass man sich die Wegstrecke durch Rätsel oder ähnliches selbst erarbeiten muss - also wie beim Geocaching. Nun habe ich viele Ideen für Rätsel an sich, bei denen dann jedoch immer nur die stärksten, schnellsten und lautesten Kinder mitmachen werden und die andern stumm daneben stehen. Ich suche also Ideen für kooperativ zu lösende Rätsel.


    Eine wäre schon mal ein über einen Spielplatz verstecktes Puzzle. Vielleicht gibt es noch mehr Ideen?

  • Ach so.

    Ich denke nochmal drüber nach.


    Puzzleteile könnte man auch häufiger verstecken und dann die Rätsel variieren: mal mit verschüsselter Schrift, mal mit Zeichnungen, mal mit Rechenaufgaben. Dann könnte man das Ganze vergraben, versteckt aufhängen...


    Zusätzlich könntest du die Kinder auch aktiv bremsen, in dem du eine Reihenfolge festlegst, in der die Rätsel gelöst werden, die Aufgabe erst gibst, wenn alle da sind.

  • vielleicht Geheimsprache verwenden und jede hat einen Teil des Codes, dann werden immer alle gebraucht.

    Oder Detektivausstattung verteilen (Lupe, schlüssel für einKästxhen, das versteckt ist...) dann ist auxh jeder immer mal wichtig für die Lösung

  • ich habe mal bei einer Ralley zu Fuß mit 2 Wettkampfkindern in der Gruppe vorher festgelegt, wer an der entsprechenden Stelle den nächsten Hinweis finden darf. Dazu gab es Rätsel: " derjenige unter Euch mit dem längsten Namen, den größten Füßen, den wenigsten Geschwistern....., darf an der nächsten Station suchen " zusätzlich durfte erst gesucht werden, wenn alle da sind. Das hat einiges an Geschwindigkeit raus genommen. Im Jahr davor hatten nämlich immer die beiden alle Hinweise schon gefunden, wenn die letzten eintrudelten.


    Vielleicht könnte man eine Truhe (in der befinden sich die Hinweise, wie es weiter geht) mit Zahlenschlössern sichern, die Zahlen für die Codes sind Ergebnisse von Rechenaufgaben, die gesucht werden müssen.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Danke.

    So wie bei Nona war es bei uns auch, zwei der Kinder hatten schon alles gelöst, bevor die anderen kamen.

    So langsam formt sich in meinem Kopf ein Konzept. Das mit dem über "der mit den größten Füßen..." festlegen lassen, gefällt mir sehr gut. Und wenn sich die beiden superlauten Kinder dann nicht zurückhalten, sind sie bei der nächsten Station außen vor.