Kindergartenstreik einer zweieinhalbjährigen

  • Hallo,

    Meine Tochter ( 2,5 jahre) hat im September mit dem kindergarten begonnen und anfangs hat es ihr auch sehr gut gefallen. Seit Tagen will sie nicht mehr in den Kindergarten, wenn sie dort ist weint sie von morgens an bis sie abgeholt wird und lässt sich garnicht beruhigen ... soll ich sie aus dem kindergarten nehmen und erst mit 3 jahren wieder geben ?? #augen

  • Nein, würd ich nicht. Dieses Tief ist ganz normal.


    Zuerst ist alles neu und spannend. Und irgendwann kommt dann der Punkt, wo die Spannung nciht mehr ganz so groß ist weil man ja schon alles kennt und dann kommt plötzlich die Überlegung: "Was macht eigentlich Mama grade? " Und dann fällt ihnen auf, dass sie ja ohne hier sind und der Trennungsschmerz kommt.


    In der Zeit ist es wichtig, dass sie ganz regelmäßig gebracht wird und auch klarer und kurzer Abschied. Und v.a. beim Abschied nicht sagen "Keine ANGST, ICH komm ja wieder. Es PASSIERT nix" - das Kind hört nämlcih nur diese dicken Worte und kommt erst auf die Idee, dass es Grund zum Angsthaben gibt. Sondern "Ich wünsch Dir viel Spaß" o.ä. Und schnell und positiv verabschieden, notfalls der Erzieherin in den Arm drücken und schnell ausser Sichtweite gehen. Je länger in der Phase der Abschied dauert, umso schwerer wird er.


    Bitte die Erzieherin drum, dass sie Dir nach ner halben Stunde Rückmeldung gibt wies ihr geht. Wenn sie dann ins Spiel gefunden hat (ist meistens der Fall) ist alles gut. Manchmal gehts sogar schon innerhalb von paar Minuten dass das kind sich wieder beruhigt hat. Nur der Abschied selbst ist halt schwer.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.



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  • Sie läßt sich gar nicht beruhigen?


    Ich hatte das mit Kröti, allerdings war sie damals schon fast 4 Jahre.

    Sie war super eingewöhnt, dann gab es einen Situation bzw. einen Tag indem eine Erzieherin sehr übergriffig war und mein Kind war wieder bei Null. Das habe ich erst viel, viel später erfahren.

    Wir haben dann über das gesamte Kitajahr sowas wie eine zweite Eingewögnung gemacht. Kind ging nur noch für 2,5 Stunden hin und es gab Tage, da blieb sie zu Hause (Jokertag). Sie hatte pro Woche einen Jokertag. Den konnte sie setzen wie sie wollte.

    Es gab Tage da blieb sie auch 4 oder 5h, das hat sie morgens beim abgeben bestimmt.


    Die Kitaerzieherinnen waren überwiegend skeptisch aber ich habe mich da durchgesetzt. Nach den Sommerferien, (in den Ferien blieb sie eh zu Hause) war das Kind wie ausgewechselt und die Erzeiherinnen begeistert und und überrascht.und ich war froh, augüf mein Bauchgefühl gehört zu haben.

  • Mein Sohn hatte das extrem bei der Tagesmutter. Etwas geholfen hat es einerseits, den Abschied kurz zu halten (Kind rein, Abschiedskuss, maximal einen Satz wechseln und sofort weg) und wichtige Dinge telefonisch zu regeln. Dann haben wir noch positiv darüber gesprochen, was er als erstes machen kann, welches Spielzeug er heute ausprobieren mag, was es leckeres zu Essen gibt etc. Das kurz der Tagesmutter gesagt, und ab die Post.


    Wäre es vielleicht auch möglich, relativ früh zu kommen, so dass sie Exklusivzeit mit den Erziehern haben kann? Das hilft meinen Kindern extrem und gerade meine Tochter, auch 2,5 Jahre alt, genießt die zwanzig, dreißig Minuten ohne die anderen Kinder sehr.

  • Hallo,


    Seit Tagen will sie nicht mehr in den Kindergarten, wenn sie dort ist weint sie von morgens an bis sie abgeholt wird und lässt sich garnicht beruhigen ... soll ich sie aus dem kindergarten nehmen und erst mit 3 jahren wieder geben ?? #augen


    Ich könnte es nicht aushalten, zu wissen, daß mein Kind stundenlang weint und sich nicht trösten lässt.

    Daß es bei der Übergabe Tränen gibt, kann vorkommen, Übergänge sind für manche Kinder nicht einfach. Allerdings sollte sich das Kind dann schnell (d.h. innerhalb weniger Minuten) trösten lassen und dann zufrieden und entspannt wirken.


    Auch bei "Tiefs " halte ich stundenlanges weinen für ungewöhnlich und für mehr als ich unter akzeptabel verbuchen würde (als Erzieherin als auch als Mutter). Die meisten Kinder hören irgendwann doch auf zu weinen - auch wenn sie dann nicht glücklich sind (ob das besser ist, sei dahingestellt...) . Von daher würde ich das "durchgehende" weinen als sehr starkes Signal sehen, daß etwas nicht stimmt.


    Was sagen denn die Erzieherinnen dazu? Was raten sie ("weinen lassen" würde ich nicht als Lösung akzeptieren) ab es einen Auslöser? Was ist dein Gefühl in Bezug auf den Kindergarten, auf die Leute? Sind sie zugewandt und liebevoll und bemühen sich?

    Könntet ihr einen Schritt zurück gehen und noch mal dabei bleiben und ganz neu eingewöhnen?


    Aber ja, wenn es tatsächlich so ist, daß das Kind stundenlang(!) weint, sich nicht trösten lässt und da auch keine zügige Lösung gefunden werden kann UND ich auf die außer Haus Betreuung nicht zwingend angewiesen bin, würde ich ganz persönlich mein Kind vermutlich wieder rausnehmen... Denn wozu soll es dann gut sein?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Ich mag noch Trin zustimmen. Mein Sohn war nicht durchgängig unglücklich. Er ließ sich auch in der schlimmsten Phase immer wieder ablenken. Wenn es wirklich mehrere Stunden durchgängig schlimm für sie ist, ohne Aussicht auf Hilfe / Änderung, würde ich sie auch raus nehmen, wenn ich die Möglichkeit hätte.

  • Oh, ok, das mit stundenlang hatte ich überlesen. #angst


    Wobei da ja steht "bis sie abgeholt wird" . Wie lange ist das denn? Holst Du sie direkt nach ein paar Minuten wieder wenn Du sie weinen hörst oder bleibt sie wirklcih über Stunden dort?


    Wie ist die Verabschiedung früh? Hat sich da was geändert? (also z.B. dass es sich jetzt länger hinzieht weil sie Dich nciht loslassen will und Du immer wieder nochmal zurückkommst bis Du dann irgendwann tatsächlich gehst)? Hat sich in der Gruppe was geändert? Oder daheim (Geschwisterchen/Trennung/im Kinderzimmer schlafen sollen/....)?


    Die Tiefs sind normal. Aber über Stunden weinen bei nem Kind, das eigentlich schon gut angekommen war nicht. Irgendwas muss da vorgefallen sein oder sich ungünstig entwickelt haben, dass das jetzt so ist. Da gibts nen Auslöser.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.



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  • Danke für eure Antworten :)

    Anfangs meinte die Erzieherin das es eine phase sei, die jedes kind durchmacht. Aber sie fängt zu hause schon an zu weinen dass sie nicht in den Kindergarten möchte. Ich hab sie dazwischen immer wieder mal zu Hause gelassen und mittlerweile die zeit im Kindergarten runtergesetzt auf zwei Stunden pro Tag.

    Hilft auch nichts #crying

    Beruhigen lässt sie sich nicht und ihre jause isst sie auch nicht mehr.

    Deshalb mein Gefühl... ich nehm sie raus.

  • Zumindest wenn ich sie abhole, hat sie kurz vorher wieder geweint. Und die Erzieherin sagt, sie weint immer wieder und lässt sich nicht beruhigen.

    Wobei ich es nicht verstehe, weil die eingewöhnung super war und sie vor ein paar wochen immer glücklich und gerne im Kindergarten war.

    Lt. Der Erzieherin ist nichts vorgefallen, hatte schon mehrmals mit ihr ein Gespräch.

  • Wie lange genau geht das denn nun schon? Ist sonst alles ok mit ihr, nicht halbkrank oder generell irgendeine Phase?

    Wenn sie sich wirklich über 2 Stunden (bzw. vorher länger?) so gar nicht wirklich beruhigen lässt, auch nichts mehr essen mag, würde ich entweder eine Pause machen und nochmal neu mit einer Eingewöhnung starten oder sie erstmal ganz rausnehmen und dann im kommenden Jahr nochmal gucken.

    Bist du denn noch zuhause bzw. in Elternzeit? Falls du das ohne Probleme möglich machen kannst, würde ich es tun.

  • Das klingt ja wirklich rätselhaft nach einer guten Eingewöhnung.


    Was sagt sie denn, warum sie nicht gehen möchte? In dem Alter können manche das vielleicht schon artikulieren. Vielleicht gab es ja eine Situation, ein Missverständnis, die sie verunsichert hat.

  • Hallo,


    Rückschritte sind nach einer gelungenen Eingewöhnung keine Seltenheit. Die "emotionale "Eingewöhnung dauert sehr viel länger als die "organisatorische" und da kann es immer zu schwierigeren Phasen kommen.


    Die Auslöser dafür können minimal sein, eine Verwirrung, eine erlebte Unsicherheit, einfach die Erkenntnis, daß es jetzt IMMER so sein soll - ob das Kind will oder nicht, daß es einfach keine Wahl hat ...

    Es kann ein einzelner Auslöser sein oder eine Gefühlslage, etwas von außen sichtbares oder etwas ganz subtiles... (Daß morgens die Lieblingserzieherin nicht da war, daß es etwas missverstanden hat, daß ein Bedürfnis nicht gesehen wurde...).


    Dann muss man gemeinsam schauen, was dem Kind helfen kann. Rückschritt bei der Eingewöhnung? Bestimmte Rituale beim Kommen? Hilfen über den Tag (Kuscheltier, Tuch... )? Das ist ganz individuell, was für das eine Kind toll ist, (Winkeritual am Fenster) kann für das andere erst richtig den Kummer auslösen. Was dem einen hilft (Schaltuch mit Mamaduft) kann das anderen erst wieder ständig daran erinnern, wie sehr Mama vermisst wird...


    Wie gesagt, in eurem Falle würde ich wohl noch mal ganz neu mit der Eingewöhnung beginnen, denn daß das Kind nicht nur kurz(!) bei der Übergabe weint, sondern öffenbar längere Zeit und sich auch bei liebevoller individueller Zuwendung nicht trösten lässt, würde mich vermuten lassen, daß die Beziehungen zu den Erzieherinnen noch nicht innig genug dafür sind oder die Erzieherinnen noch nicht den richtigen Draht zum Kind gefunden haben, um zu spüren, was es braucht.


    Dann gibt es zwei Möglichkeiten - entweder man ist auf den Platz angewiesen, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als es durchzuziehen und gemeinsam mit den Erzieherinnen zu schauen, was es dem Kind so leicht wie möglich macht.


    Oder man ist (noch) nicht auf die Betreuung angewiesen, dann steht man vor der Frage - was bringt dem Kind, der Familie mehr? Der Aufenthalt im Kindergarten, auch wenn er von vielen Tränen begleitet ist oder das Herausnehmen? Und es geht ja nicht nur ums Kind, auch die eigene Gefühlslage kann so oder so herum davon beeinflusst werden usw. (der eine ist extrem belastet und braucht die Zeit, in der das Kind trotzt anderweitig gut betreut ist, den anderen macht das mehr fertig als alles andere...) . Wer leidet mehr? Das Kind, wenn es weiter in den Kindergarten gehen muss oder die Eltern, wenn das Kind (vorerst) zu Hause bleibt? Worunter leidet das Kind mehr? Darunter, in den Kindergarten zu gehen, wenn es da viel weint oder darunter, (noch) nicht zu gehen? Welchen Gewinn hat es/habt ihr als Familie jetzt, den es nicht auch noch hat, wenn es ein Jahr später geht?


    Vielleicht kannst du dir ja für dich mal eine Liste machen: wenn sich nicht schnell eine gute Lösung finden lässt - was spricht für einen Verbleib im Kindergarten und was spricht dafür, das Kind erst noch einmal heraus zu nehmen? Für dich für euch als Familie, fürs Kind...?


    Eins meiner Kinder ist am ersten Tag in den Kindergarten marschiert, hat seine Schuhe in sein Fach unter der Bank geworfen und saß 15 Sekunden später im Morgenkreis, während ich noch in der Garderobe stand. Gerade mal ein Winken habe ich noch bekommen, daß mama dableibt, war in seinem Plan nicht vorgesehen. Wozu? (Allerdings kannte er den Kindergarten und die Abläufe durch die Geschwister). Das war´s zum Thema Eingewöhnung. Ein Jahr lang trabte das Kind glücklich und zufrieden jeden Morgen da hin. Ein Traum, nicht wahr?


    Tja und nach dem Jahr landeten wir irgendwann bei weinen und schreien und einer Totalverweigerung. Auslöser war schlicht die Tatsache, daß die Schwester nun in die Schule ging, allerdings haben sich die beiden vorher im Kindergarten nie sonderlich viel miteinander abgegeben.


    Das gipfelte in der Frage, warum ich ihn "weggebe", obwohl er das nicht will. Darauf gibt es ja tatsächlich eine Menge guter oder auch einfach "so ist es eben, es geht nicht anders" Antworten - nur traf keine davon auf uns/ ihn zu.... Also musste ich mir eingestehen, daß es für uns (!) keinen guten Grund gab, ihn da weinend zu lassen.


    Mit viel Geduld, Wochen bzw. monatelangem langem gar nicht hingehen, dann neuer Eingewöhnung (mit über 4 inzwischen...) und wirklich extrem liebevoller Zuwendung durch die Erzieherinnen haben wir es irgendwann hinbekommen und nach ging das Kind bis zum Ende der Kigazeit wieder super gerne hin.


    Die Entscheidung es so zumachen, fiel mir gar nicht so leicht., Des Gefühl sagte mir das zwar so, aber das Umfeld und auch meine eigene "anerlernte Erziehersicht" sagten etwas anderes....


    Vielleicht wäre es auch anders gegangen, vielleicht hätte er irgendwann begriffen, daß ihm nichts anderes übrig bleibt, als dazubleiben und er hätte aufgehört. Aber ich bin froh, daß wir es anders machen konnten.



    Wie gesagt, redet mit den Erzieherinnnen, hört, was sie vorschlagen. Fühlt hin, ob es gut für euch klingt, so daß ihr euch und euer Kind verstanden und aufgehoben fühlt - dann probiert es aus. Wenn nicht, dann nicht, ihr seid die Fachleute für euer Kind. Macht selber Vorschläge, was eurem Kind den Übergang erleichtern könnte. Können sie das annehmen und sich drauf einlassen? Sehen sie das Individuum, DIESES Kind? Oder stecken sie fest in Routinen, in "So war das schon immer" und "So muss das sein"? Oder kommen gar Schuldzuweisungen?


    Das würde in meine Entscheidung, reinspielen, ob und wie lange ich es noch versuchen möchte, wie genau meine Bedingungen dafür sind usw. oder ob ich das Projekt Kindergarten noch mal verschiebe. (Wäre die Erzieherin meines Sohnes nicht so verständnisvoll und zugewandt zu Kind und Eltern gewesen, hätte ich meinen vermutlich tatsächlich ganz abgemeldet)

  • ist sie denn zu Hause zufrieden - ich frage, weil es hier gerade das selbe ist - genau das selbe. nur dass ich an 2 bzw. 3 Vormittagen arbeiten gehe und nicht die Möglichkeit habe sie ganz daheim zu lassen.


    meine Tochter weint nicht die ganze zeit, sie ist jammerig. - möchte auf den Arm, möchte zur mama, möchte Stillen, möchte zum Papa ...

    aber sie ist zz daheim auch so! ich vermute die Backenzähne, und darum auch nicht genug erholsamen Nachtschlaf. zusätzlich ist im Kiga ein weiteres Kind beim eingewöhnen - und da ist natürlich die Mama da UND die Erzieherin hat weniger Zeit für sie. on Top ist das Wetter grau, nass und kalt und die Kinder kommen weniger raus.


    ab nächster Woche machen wir 3-Tage-Woche und ich hab schon einen Termin mit der Erzieherin und hoffe auf Ideen.

    ich halte die Daumen, dass es bald besser wird - einen Rat hab ich leider nicht.