Digitalisierung (ausgelagert vom Genderthread)

  • Die Probleme, die du beschreibst, Daroan, würden doch genauso mit handschriftlichem überweisungsträger auftreten oder? Das hat ja eher was mit sich organisieren zu tun, dass man Rechnungen nicht doppelt zahlt

    Nein, weil "altmodisch" wäre ein farbiger Einzahlungsschein unten an der Rechnung mit einer Perforierung zum Abreissen. Mit diesem Einzahlungsschein wären sie dann zur Poststelle gedackelt, der wäre dann nach der Bezahlung abgestempelt worden, oder ganz altmodisch: die Zahlung wäre in ein gelbes Büchlein eingetragen worden mit Stempel und dann wäre klar gewesen: Zahlung ist gemacht. Einzahlungsschein ist abgetrennt, dafür habe ich jetzt den abgestempelten Beleg.

    Jetzt ist es so, dass sie es vermischen, teilweise machen sie dann eine Onlineüberweisung und eine Barüberweisung am Postschalter. Oder sie überweisen per Mastercard und zusätzlich online.

    Natürlich hat das was mit organisieren zu tun und zwar: wie organisiere ich mich digital, wenn ich nichts analoges mehr bekomme. Wenn ich also keine Papoerrechnungen mehr bekomme, keine Papier- EInzahlungsscheine, keine gestempelten Quittungen.

    Und da sehe ich bei viele Erwachsenen noch grosses Entwicklungspotential.


    Gelernt haben wir Ordner anlegen, abheften, usw.


    Das geht nicht mehr, aber wir geht es denn jetzt?


    Mein verstorbener Schwiegervater hat alles ausgdruckt. Ja, auch die e-mails von seinen Kindern und in Ordnern abgelegt. Jedes Kind hatte einen eigenen Ordner für e-mails; ausgedruckt und abgeheftet.


    Und um Organisiation und Struktuierung geht es zum Beispiel ja auch bei Basics, wie Umgang mit Passwörtern.

    Oder auch Basic und ein Dauerbrenner: Updates machen und sein Zeug sichern.


    Unsere Schule hat in der 7.Klasse das Freifach Informatik. Der Schulleiter hat dieses Freifach einfach zur Pflicht erklärt. Das erzählt er dann auch sehr treuherzig an den Elternabenden und bislang hat sich niemand gewehrt.


    Weil, wenn es die Schule nicht den Kindern beibringt, wer soll es ihnen dann beibringen? Diese Basics?


    Die Eltern? Die die auf Facebook teilen, dass sie den "AGBs" widersprechen?

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Angedacht ist, dass das Lernen - genau wie unser Arbeiten letztendlich auch - digital stattfindet. In allen Fächern, in allen Unterrichtsstunden.

    Aber "unser Arbeiten" findet nicht komplett digital statt.

    Die Diskussion hatten wir so ähnlich neulich schon in einem anderen Faden - Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es hilft nicht, der Digitalisierung um ihrer selbst Willen hinterher zu rennen.

    Lieber mit Sinn und Verstand überlegen, was man denn für Kompetenzen und Fähigkeiten braucht. Und die dann vermitteln.

    Die Erstellung von Studienarbeiten geht heute nicht schneller als früher, es ist nur eine Wahnsinnsverschiebung von Zeit für das Fachliche zu Zeit für das Layout passiert.

    Früher wurde von Hand geschrieben, dann mit Schreibmaschine. Waren da Fehler drin, wurde nicht die ganze Seite neu geschrieben. Nicht mal in Doktorarbeiten.

    Jetzt wird teilweise mit dem Lineal gemessen, ob der Seitenrand auch wirklich 2,45cm groß ist und nicht etwa 2,49. Und dann werden Nachtschichten eingelegt, weil man das Dokument leider mit Word erstellen muss und kein ordentliches, dafür geeignetes Programm nehmen darf. Und druckt im Verlauf einer Nacht 10x aus. - Ich mag die Optik der Arbeiten heute ja lieber und möchte nicht mehr ohne Computer arbeiten und meine Freizeit gestalten müssen, aber "toll weil digital und doof weil nicht digital" ist einfach nicht weit genug gedacht.


    die anderen versuchen zu ermöglichen, was irgendwie geht

    Das hast Du vermutlich anders gemeint - aber genau das ist oft das Problem: "was irgendwie geht", nicht "was sinnvoll und machbar ist".

    Da sollen in den Schulen Leute Geld für Digitalisierung ausgeben, die zu Hause damit überfordert sind, ein WLAN einzurichten oder das Password zu wechseln.


    Sahne : Manche Restaurants machen das "aus Prinzip", aber kontaktloses Bezahlen ist gerade rapide auf dem Vormarsch. Und man kann recht gut ohne Bargeld leben, wenn man möchte.

  • Meine Arbeitgeberin verschickt die Lohnabrechnung digital. Mit Kennwort verschlüsselt, total nervig.


    Ich kucken dann jedes Mal neu das Kennwort nach, drucke das Ding aus und werfe es in das Sammelkörbchen für die Steuererklärung etc. #freu

    "Every day, in every vay, ve get better and better."

  • Meine Arbeitgeberin verschickt die Lohnabrechnung digital. Mit Kennwort verschlüsselt, total nervig.


    Ich kucken dann jedes Mal neu das Kennwort nach, drucke das Ding aus und werfe es in das Sammelkörbchen für die Steuererklärung etc. #freu

    Ich kriege die auch alle digital und zwar seit 13 Jahren. Ich drucke auch nichts davon aus. Muss man in D für die Steuererklärung Dokumente in Papierform einreichen oder warum konverstierst du von digital zu analog?

  • Huhu,


    Die Diskussion hatten wir so ähnlich neulich schon in einem anderen Faden - Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es hilft nicht, der Digitalisierung um ihrer selbst Willen hinterher zu rennen.

    Ich zitiere mich einfach mal selbst:


    Aber es birgt auch viele neue Möglichkeiten für individualisiertes und selbstverantwortliches Lernen (Siehe S. 13 des Strategiepapiers) - und das ist auch ausdrücklich so gewollt, damit sich das System Schule grundlegend wandelt.

    Digitalisierung bedeutet NICHT, dass alle geile digitale Endgeräte haben (schon gar nicht "nur" die Lehrer*innen), sondern dass die SuS auf die digitalisierte Welt vorbereitet werden - mit all ihren Erfordernissen (Stichwort 21st century skills).


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Digitale Unterlagen verschwinden leichter als Papier, bzw. man muss viel mehr Aufwand betreiben mit Datensicherung, was speichere ich wo, wie benenne ich die Sachen, ist irgendwas verschlüsselt etc. Papier habe ich in der Hand und kucke selbst drauf, dann muss ich mir über all das keine Gedanken machen.


    Steuererklärung mache ich online und freue mich, dass nun endlich das Finanzamt die Infos, die es von meiner Arbeitgeberin bekommt, für mich eingepflegt. Und frage mich, warum ich nicht beim Onkinebanking Buchungen als Werbungskosten etc. markieren kann und dann werden die automatisch in meine Steuererklärung eingepflegt.


    Ich glaube aber auch nicht an das papierlose Büro. Das ganze Digitale ist super hilfreich, aber am Ende sollte man einen Vertrag nochmal ausdrucken und den Ausdruck Korrektur lesen... da sieht man immer noch Fehler, die vorher untergegangen sind


    Oder wenn ich strukturell/konzeptionell denken muss, mache ich das teilweise auf Papier, das geht manchmal irgendwie besser.


    Und der ganze Digitalkram braucht einen Haufen Strom und oft auch Internet und wenn der Strom weg ist oder das Netz, funktioniert nix mehr. Und das passiert immer häufiger als man es sich wünscht. Mein Papier-Adressbuch ist dann noch da, mein Ausdruck auch.

    "Every day, in every vay, ve get better and better."

  • Dindymene : meinst du das hier?


    Zitat

    Mit zunehmender Digitalisierung entwickelt sich auch die Rolle der Lehrkräfte weiter. Die lernbegleitenden Funktionen der Lehrkräfte gewinnen an Gewicht. Gerade die zunehmende Heterogenität von Lerngruppen, auch im Hinblick auf die inklusive Bildung, macht es erforderlich, individualisierte Lernarrangements zu entwickeln und verfügbar zu machen. Digitale Lernumgebungen können hier die notwendigen Freiräume schaffen; allerdings bedarf es einer Neuausrichtung der bisherigen Unterrichtskonzepte, um die Potenziale digitaler Lernumgebungen wirksam werden zu lassen

    Liest sich total nett. Und wie setze ich das in einem klassischen Klassenzimmer oder meinetwegen Computerzimmer mit 28 SuS um? Entwickle ich 28 Lernarrangements für jeden Einzelnen? Bereite ich vier Arbeitsaufträge vor und sage "schätzt euch mal selber ein und nehmt den entsprechenden Arbeitsauftrag?" Wie geschieht die "Neuausrichtung der bisherigen Unterrichtskonzepte"?


    Ich weiß, dass es schon recht viel Unterrichtsentwürfe gibt, aber für mich bleibt zu oft die Quintessenz von Unterrichtsstunden im Computerzimmer, dass es viel "vertane" Zeit war. Und alles unglaublich lange braucht. UND (für mich ziemlich zentral) - ich hab das Gefühl, dass gerade jene SuS wenig von diesen Stunden mitnehmen, die eher leistungsschwach sind. Die Leistungsstarken sind oft neugierig, die beschäftigen sich mit dem Thema und "es kommt was bei rum". Aber die anderen brauchen mehr Kontrolle und Anleitung - die ich mit 28 SuS im Klassenzimmer so nicht leisten kann.


    Edit: Das hier zum Beispiel:

    Zitat

    Insgesamt bietet sich die Chance, den Schülerinnen und Schülern mehr Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lernens zu übertragen und damit ihre Selbstständigkeit zu fördern.

    Wie fair ist das für Acht- oder Neuntklässler? Die gerade ganz andere Themen am Start haben? Lässt man damit nicht die weniger Strukturierten ins offene Messer laufen? Bzw. müssen sie nicht auf die Gestaltung des Lernen lernen, bevor sie das selbstständig übernehmen?

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Hermine : Ich denke der Mindtwist liegt darin, dass nicht DU für 28 Lernarrangements verantwortlich bist, sondern für ein einziges mit vielen Ecken und Winkeln und Angeboten für individualisiertes Lernen und Arbeiten. Das funktioniert wunderbar in so vielen tollen Schulen in meinem Bundesland, ob KGS, IGS, Grundschule, Gym oder Berufsschule. Dazu braucht es keinen Computerraum. Das geht auch mit dem, was da ist: Mal ein Handy, mal ein Laptop, mal Papier, mal ein Tablet - je nachdem, was da ist. Lernen kann man mit allem und immer. Deine Erfahrungen mit den leistungsschwachen teile ich auch nicht - ganz im Gegenteil. Meist sind die SuS benachteiligt, die seit längerer Zeit fremdbestimmt gelernt haben und die finde ich oft in den oberen Bildungsschichten.


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • D. h. wenn du deinen Lateinklassen den Auftrag gibst, mit ihren Geräten zu recherchieren, wie der PPP übersetzt wird, dann machen sich alle bereitwillig daran, suchen bereits besprochene Webseiten auf bzw. machen neue ausfindig, tragen die Ergebnisse zusammen und teilen es in einem gemeinsamen Dokument/präsentieren es anschließend vor der Klasse? Oder wie sieht das konkret aus?


    Ich hoffe, das kommt nicht doof - aber ich würde total gerne mehr in meinen Unterricht einbauen. Gerne auch mit BYOD. Aber mehr als mal ein kurzer Rechercheauftrag in der Oberstufe ist das meist nicht. Oder die Smartphones zum Musikhören, während sie einen Text (handschriftlich!) schreiben :D

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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  • Sehr gerne

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    Willy Brandt, 1969

  • Ach, apropos Recherche: Das ist jetzt nicht hardcore technisch, aber ich bin doch immer wieder erstaunt, wie wenig mein Kind fernab von YouTube, Insta und anderen Social Media Kanälen das Internet nutzt, um bei eigenen Fragen mal zu versuchen, Antworten zu finden. In Kombination mit der Tatsache, dass auch die Schulbücher außer in den Fremdsprachen nur punktuell genutzt werden (meine Tochter hat die nur wenig auf dem Schirm), sondern die Inhalte überwiegend eine Lose-Blatt-Sammlung schlechter Kopien sind, finde ich das doch etwas traurig.


    Die Schüler wissen, dass Wikipedia nicht zitierfähig ist, aber was ist mit Alternativen? Das Internet kommt in den jeweiligen Fächern nicht vor.

  • Ich habe vom Thema überhaupt keine Ahnung, aber ich wüsste gerne, wieso Mails so veraltet sein sollen und die keiner mehr nutzen wird in naher Zukunft.

    Ich kommuniziere mit gefühlt allen per Mail. Mit Behörden, Banken, Firmen, Arbeitgebern, der Schule, dem Klassenlehrer, es gibt einen Mailverteiler für die Eltern der jeweiligen Klassen in der Schule, meine Teambesprechungsprotokolle werden per Mail über einen Verteiler geschickt, ich schreibe Mails an die VHS (und kriege Bestätigungen über Kursbuchungen per Mail), die Stadtbücherei mailt mir, wenn die Bücher zurückgegeben werden müssen, ich schicke Anträge und Formulare per Mail an die entsprechenden Stellen... ich wüsste jetzt nicht, wie das sonst gehen sollte. Alles per Brief? Per Telefon? Wie macht ihr das denn?

    When you’re a kid, they tell you it’s all… Grow up, get a job, get
    married, get a house, have a kid, and that’s it. But the truth is, the
    world is so much stranger than that. It’s so much darker. And so much
    madder. And so much better.

  • Naru Also ich mach das genauso wie du :)


    Eine der wenigen Punkte wo ich Email nicht mehr 'state of the art' finde sind Terminsabsprachen. Das geht auch auf der Arbeit besser per Doodle oder internem Kalender (letzteres aber nur wenn es keine externen Teilnehmer gibt). Ein paar meiner älteren Kollegen machen Terminabsprachen aber noch per Mail, das zieht sich dann halt immer ewig hin... (also bei N > 2).


    Und was zunehmend stattfindet, ist bei uns Google Docs statt Dokumente zum Gegenlesen herumzuschicken. Hat mich anfangs sehr gestört, inzwischen hat mein Pragmatismus da aber den Idealismus irgendwie abgelöst. Wir haben zwar eine interne Festplatte auf der man innerhalb kurzer Zeit ausgewählten Mitarbeitern geschützt Zugang geben kann (und so in geschützter Umgebung gemeinsam hochladen, direkt auf dem Server lesen und bearbeiten sowie natürlich auch runterladen kann), aber leider ohne dieses Echtzeit-Update, was schon sehr komfortabel ist.


    Aber an einem durchschnittlichen Arbeitstag bekomme ich etwa 100 Emails und ich schätze 10-20% davon mit Anhang. Keine Ahnung wie man das besser machen kann - alles über die Cloud? Sehe ich auch keinen Mehrwert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Anja ()

  • Naru ich bin auch noch ähnlich unterwegs. Auf Arbeit gibt es inzwischen einige andere Systeme. Aber z.B. Chats sind bei mir gerade witzlos im Firmennetz wenn ich auf einem Kundenrechner arbeiten muss und an die ganzen firmeninternen Platformen nicht rankomme. Cloud ist aus meiner Sicht auch so gar keine Option - wobei ich mich langsam frage wie lange man noch ohne auskommt.

  • Im Fortbildungsteam nutzen wir Slack oder Nextcloud oder irgendwelche neuen fancy Kollaborationstools, die grade hip sind und die irgendwer aufgegabelt hat :-D. In der Schule ist nach wie vor E-Mail "in". Und brandneu! Vor 3 Jahren gabs noch Zettel!


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Wenn man das vor dem Hintergrund des Strategiepapiers liest, ist eine Doppelstunde(!) lächerlich wenig.

    Die Doppelstunde ist für nur die Facharbeit! Wir haben damals unser Thema gekriegt und das Abgabedatum. Und dann durften wir die Fachlehrer mal in der Pause anquatschen. Unsere SchülerInnen haben ja vorher schon Unterricht am PC (in meinem Fach Kunst zum Beispiel arbeiten wir mit Grafik- und Schnittprogrammen, mit so einem kleinen Layout-Tool und halt mit Digitalkameras, neben eng geführten Internetrecherchen zu bestimmten KünstlerInnen; halte ich für Kunst für eine angemessene Auswahl, oder? Wir machen z.B. Stop-Motion-Filme, digitale Fotomontagen und Bildergeschichten), und dürfen eine Doppelstunde pro Woche an den Facharbeiten schreiben. Das finde ich sehr entgegenkommend, ist aber wohl nicht anders möglich.


    Es gibt übrigens auch organisatorisch echte Probleme beim Arbeiten mit dem Computer. Letztens war zum Beispiel die halbe Klasse schon fertig mit der Bildbearbeitung und sollte im Kunstraum malen. Die andere Hälfte brauche aber noch PC-Zeit. Ich kann nicht alle gleichzeitig beaufsichtigen. Das ist echt ein Problem.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Meine Tochter durfte jetzt für den TC-Unterricht den Aufbau einer Standbohrmaschine am Computer in digitale Arbeitsblätter eintragen #hammer. Dafür müssen sie immerhin auch Dateien speichern können.


    Wir nutzen auf Arbeit auch viele "neue" Collaborationstools, wie Slack, Box, Github oder Webex. Ich finde die Möglichkeiten toll, die solche Werkzeuge bieten.

    Aber eMails sind trotzdem weiterhin wichtig. Halt nicht so sehr für Absprachen, sondern eher für Informationen, die langfristig für einzelne Personen verfügbar sein müssen (wie z.B. Gehaltsabrechnungsinfo) oder persönliche Erinnerungen.

    Egal, welche dieser Varianten ich nutze, ist ein gutes 10-Finger-Schreiben sehr von Vorteil. Ich würde mir wünschen, dass das jedes Kind in der Schule (am besten schon in der 4. Klasse) lernt, bevor sich andere Systeme einschleichen.


    Statt Technologien in den Vordergrund zu stellen, fände ich es besser, Grundsätze zur digitalen Arbeit zu lehren, wie Sicherheit, Strategien zur Informationsgewinnung und -Speicherung, Grundlagen der Informationsdarstellung (Diagramme/Präsentationen), Umgang mit Inhalten (Fakenews und co.), rechtliche Grundlagen, ethische Überlegungen, kreative Ideengewinnung (Design Thinking) ... Da hängt vieles nicht an irgendwelchen hippen Tools.

  • Huhu,


    Die Doppelstunde ist für nur die Facharbeit! Wir haben damals unser Thema gekriegt und das Abgabedatum. Und dann durften wir die Fachlehrer mal in der Pause anquatschen. Unsere SchülerInnen haben ja vorher schon Unterricht am PC (in meinem Fach Kunst zum Beispiel arbeiten wir mit Grafik- und Schnittprogrammen, mit so einem kleinen Layout-Tool und halt mit Digitalkameras, neben eng geführten Internetrecherchen zu bestimmten KünstlerInnen; halte ich für Kunst für eine angemessene Auswahl, oder? Wir machen z.B. Stop-Motion-Filme, digitale Fotomontagen und Bildergeschichten), und dürfen eine Doppelstunde pro Woche an den Facharbeiten schreiben. Das finde ich sehr entgegenkommend, ist aber wohl nicht anders möglich.

    Aber das klingt doch grandios, was du da machst in Kunst! Das ist doch Digitalisierung, wie sie gemeint ist. Toll!


    Statt Technologien in den Vordergrund zu stellen, fände ich es besser, Grundsätze zur digitalen Arbeit zu lehren, wie Sicherheit, Strategien zur Informationsgewinnung und -Speicherung, Grundlagen der Informationsdarstellung (Diagramme/Präsentationen), Umgang mit Inhalten (Fakenews und co.), rechtliche Grundlagen, ethische Überlegungen, kreative Ideengewinnung (Design Thinking) ... Da hängt vieles nicht an irgendwelchen hippen Tools.

    Exakt. Und doch sind die hippen Tools oft Motivationsboost für die Kids.


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Vor allem gibt es ja auch so viele verschiedene Tools.

    Wirklich Überfall verbreitet ist MS Office, das sollten also alle schon mal gesehen haben. Einen Browser bedienen können auch.

    Zum Rest ist es natürlich schon schön mal was gesehen zu haben, damit man weiß was möglich sein kann. Aber da gibt es so viel verschiedenes, dass ich es seht schwierig finde da einen Kanon an Tools zu definieren.


    Thema E-Mail: Die hat einfach jeder, egal welches System man sonst benutzt. Aldo sollte man sie auch kennen und bedienen können.


    Ansonsten siehe Freda


    Und einen schlechten Prozess einfach nur digital zu machen ergibt einen schlechten Prozess. Einen guten analogen Prozess jetzt digital durchzuführen ist oft umständlich und nutzt die digitalen Möglichkeiten nicht aus. Eine vernünftige Digitalisierung setzt also in erster Linie voraus, Prozesse neu zu strukturieren und aufzusetzen. Etwas, das mit Computern erst in zweiter Linie zu tun hat.

    Ich halte z.B. Selbstorganisation für wesentlich wichtiger als die Kenntnis irgendeines digitalen Tools.


    Wer an der Tafel oder mit Folien keinen guten Vortrag halten kann, kann das auch in Power Point oder Prezi nicht. Das ist nämlich keine Frage der Software.