Unterrichtsverweigerung und nichts hilft...

  • Das hilft dir jetzt nichts, aber ich habe einen Sohn, der seine komplette Schulzeit so durchgezogen hat. #angst

    Je nach LehrerIn war er dazu total auf Krawall gebürstet und der festen Überzeugung, er würde mit seiner Komplettverweigerung die Lehrpersonen irgendwie ärgern oder schädigen - nicht aber sich selbst.
    LehrerInnen, die ihm freundlich gegenüber waren , hätte er aber nie so geärgert, da bekam er es dann bald hin, zumindest still rumzusitzen - gedanklich aber weit weg.

    Ähnlich wie bei euch: Alle Diagnostik oB - da hat er freundlich alles mitgemacht und (nach eigener Aussage) gesagt, was die hören wollten.
    So ab 13, 14 kam massives Schwänzen und "verschlafen" dazu.

    Für uns war ein Umzug leider keine Option, wir haben das irgendwie ausgesessen; es hat es notenmäßig auch immer so irgendwie geschafft, nicht völlig abzuschmieren, sondern immer so haarscharf an der Totalkatastrophe vorbei.


    Der Kerl ist jetzt in der Lehre und läuft da vollkommen unproblematisch #weissnicht

    Von acht Azubis, die in dem Betrieb angefangen haben, ist er der einzige, der nach der Probezeit noch da ist; er geht zuverlässig hin, ist beliebt bei den KollegInnen, hat kein Problem mit Schichten, die um 6:00 Uhr anfangen.

    Berufsschule ist auch kein Ding, da kommen sogar plötzlich richtig gute Noten.


    Ich glaube, es gibt KInder, für die eine klassische Schule einfach der vollkommen falsche Ort ist. Aber was macht man mit dieser Erkenntnis? #weissnicht

  • Ich habe hier einen ähnlichen Kandidaten allerdings mit Diagnose.
    Wirkliche Lösungen habe ich auch nicht. Nur den heißen Tipp, dein Kind weiter einfach toll zu finden.

    Gehör, Augen etc auch alles abgeklärt. Funktioniert alles einwandfrei.

    Auditive Wahrnehmungs und Verarbeitungsstörung (AVWS) bzw. visuelle VWS ist auch getestet?
    Teilleistungsstörungen wie LRS und Dyskalkulie ausgeschlossen?

    Er findet es einfach voll langweilig, Aufgaben zu machen, er möchte lieber spielen. Ist zwar eine Erklärung, aber was mache ich damit?

    Die Lehrer fragen, wie sie die Kinder motivieren.
    Allerdings sehe ich immer in sehr erstaunte Gesichter, wenn ich frage, warum mein Sohn gerade diese Aufgabe lösen sollte bzw. was die anderen Kinder dazu bringt, das zu tun.


    Was würde er denn spannender finden?
    Womit beschäftigt er sich zu Hause?
    Gilt das für alle Fächer, oder ist es in Sachkunde oder Musik besser?

    LG
    Brina

  • Wo wurde es abgeklärt?


    Ich würde woanders nochmal testen lassen. Großes Zentrum das sich mit Hochbegabung, Wahrnehmungsstörungen und Verarbeitungsstörungen auskennt.


    Wir haben 3 dieser Kandidaten hier und bei einem Kind hatten wir 5 Jahre lang Tests gemacht bis ein atypischer Autismus rauskam. Er hat auch noch ein ganzer Haufen anderer Diagnosen.

    Schulwechsel, Schulbegleitung... und plötzlich wird es besser.


    Sogar Ritalin haben wir ein paar Wochen lang genommen.


    Nicht aufgeben! Weitersuchen, auch andere Lernformen sind möglich.

  • Das lässt mich spontan an Underachiever denken. Da hat man auch durchaus mal Intelligenztest absolut im Mittelfeld weil die Kinder einfach nicht das zeigen was sie eigentlich können. Evtl. mal in die Richtig weiterdenken. FÜr mich hört sich das ganze Setting nach entweder total unterfordert oder mit der sozialen Situation (und dem ständigen gehorchen-müssen) überfordert an. Ersteres könnte man eigentlich überall lösen mit entsprechender Motivation und Wissen auf Lehrerseite (worans meistens hapert vermute ich). Zweiteres wär schon ne freie SChule besser.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Also soweit die Lehrerin mir sagte, fängt er wohl erstmal an, macht so drei vier Aufgaben und dann ist Ende. Er schweift ab und dann automatisiert es sich wohl einfach und er ist einfach nicht mehr greifbar für die Lehrer. Ich habe eben nochmal mit ihm gesprochen. Er findet es einfach voll langweilig, Aufgaben zu machen, er möchte lieber spielen. Ist zwar eine Erklärung, aber was mache ich damit?


    Wir sind derzeit recht weit außerhalb. Würden wir näher ran ziehen, die nächste wirklich größere Stadt wäre Hannover oder hildesheim, gäbe es natürlich einige Optionen. Eine Montessori Schule hatte ich bereits ins Auge gefasst, vielleicht ist das Konzept eher was für ihn. Wobei die großstadt wohl noch deutlich mehr zu bieten hat. Hier aufm Land eher weniger, da geht das Kind im die regelschule und mit viel Glück gibt's im übernächsten Dorf ne Förderschule, das wars dann häufig aber auch.

    Die Erklärung Deines Sohnes klingt nachvollziehbar. Im Spiel oder im Rahmen selbst gestellter Herausforderungen lässt sich ja auch viel lernen! Zu dieser Art von Lernbedürfnis passende Schule gibt es aber sehr wenige. Ich würde zunächst in verschiedene Richtungen überlegen:


    Wären Veränderungen an den Rahmenbedingungen möglich, die evtl. dazu beitragen könnten, dass das Kind den Unterricht zwar weiterhin langweilig findet, aber etwas angepasster mitmacht? (Falls jetzt in der Nachmittagsbetreuung Verzicht auf solche, direkt nach oder schon morgens vor der Schule ausgiebig draußen austoben, morgens früher aufstehen und Spielzeit zu Hause einplanen, irgendwas zum dezenten Spielen/Kneten in der Hand mitgeben)


    Wie abwechslungsreich ist denn die Unterrichtsgestaltung? Ließe sich nach etwas mehr Differenzierung fragen?


    Informationen über Schulen mit anderen Lernformen recherchieren und evtl. mal hospitieren oder einen Tag der offenen Tür besuchen. Vielleicht ließe sich dadurch auch ein Eindruck bekommen, wie das Kind auf eine auf andere Weise vorbereitete Umgebung und Lernformen anspricht. Eine freie, ländlich gelegene Schule mit Lernfreiheit in NDS wäre z. B. diese: https://www.freie-schule-heckenbeck.de/ Ich habe auch einen Sohn, der fast nur selbst bestimmt lernt und sonst verweigert. Er besucht eine Partnerschule der verlinkten.


    An weitere Diagnostik würde ich übrigens nicht denken, wenn ich Deine Schilderungen lese. Schulanwesenheitspflicht oder/und klassischer Unterricht sind nicht für alle Kinder ein günstiges Setting zum Lernen. Ich würde aber sehr auf die familiären Ressourcen schauen bezüglich der Frage, ob eher weitere Bemühungen erfolgen, um die Situation in der jetzigen Schule zu verbessern oder ob ein Schulwechseln evtl. mit Umzug angestrebt wird. Aufwendig dürfte leider beides sein.

  • Also er weiß generell schon warum die Schule wichtig ist. Und eben auch, dass er sowieso nicht um die Arbeit herum kommt. Was er in der Schule nicht schafft, muss er eben daheim nachholen. Sehr zum Leidwesen unserer eigenen Freizeitplanung. Er hat hohe Ziele, möchte mal Fluglotse werden und weiß halt auch, dass das ein Beruf ist wo rumhampeln nicht drin ist und Konzentration das a und o ist. Und eben auch, dass zumindest in Deutschland ein Abitur erforderlich ist. Gut, andererseits denke ich trotzdem, dass er die Tragweite eines Abschlusses noch gar nicht greifen kann. Für ihn zählt halt das hier und jetzt und da scheint für Schule kein Platz zu sein.


    Die diagnostik haben wir sowohl beim Psychotherapeuten wie auch beim spz machen lassen. Ich denke, so ein spz ist da ja grundsätzlich erstmal ne gute Anlaufstelle. Es kann sich am Ende des Tages einfach niemand erklären wieso er ausschließlich in der Schule so ist. Einmal die woche ist er in der ganztagsbetreuung mit Hausaufgaben hilfe und AGs und da läuft er wieder absolut gerade. Im Moment setze ich noch viel Hoffnung in die familienhilfe, die wir nun bekommen. Vielleicht erreicht die Frau ihn nochmal anders als wir.


    Tut aber gut zu lesen, dass auch andere Kinder teilweise so stark abweichen von dem, was von ihnen verlangt wird. Da hofft man natürlich, dass auch mein Sohn irgendwie zumindest die Kurve so bekommt dass er regelmäßig versetzt wird. Man muss dazu sagen, dass er durchaus zuhört im Unterricht. Ich weiß gar nicht ob die Lehrer das so wahrnehmen, aber er kann mir täglich genau erzählen was das Thema in den einzelnen Fächern war, welche Aufgaben sie zu lösen hatten und was um ihn herum passiert ist. Mündlich soll er wohl gar nicht so enorm übel sein, nur schriftlich hat er absolut null Bock. Lrs oder ähnliches konnte ebenfalls ausgeschlossen werden. In Mathe ist er generell nicht sehr stark, bekommt es aber auch hin, wenn er den Dreh erstmal raus hat. Er rechnet viel über Umwege, kommt damit aber gut zurecht.

  • Es gibt solche Menschen. Fuer manche waren demokratische freie Schulen da die Lösung. Ein bisschen erinnern mich deine Beschreibungen an die Erzählungen von Peter Gray's Sohn in dem Buch "Free to Learn". Sein Kind ging dann auf die Sudbury School in der Nähe von Boston und ihm ging es dort wohl gut.


    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass Montessori der Ausweg ist, ich habe Montessori Schulen als sehr akademisch, und diszipliniert wahrgenommen. Klar, man kann aussuchen an was man "arbeitet", aber dann muss man nach einem sehr genau vorgegeben Schema vorgehen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich glaube nicht dass dein Kind nichts hat. SPZ/Psychotherapeutin haben einfach nichts gefunden weil sie nicht wussten was und wie sie suchen sollten.

    Wir waren mit unserem Kind in der zweiten Klasse in einer Universitätsklinik!!! Kinder und Jugendpsychiatrie. Die haben Tests gemacht, Interviews, Spielverhalten beobachtet und nicht einmal die schwere Lese/schreibstörung diagnostiziert.


    Er hat eine Hochbegabung und ist Underachiver, hat Adhs+ Autismus und eine sehr sehr schwere Lese und Schreibstörung. Keiner blickte da durch, aber sie haben sich getraut zu sagen dass alle Tests nichts ergeben hätten und unser Kind normal sei.


    Wir sind in einer besonderen Schule, er hat eine Schulbegleitung und wir kämpfen uns trotzdem durch die Schulzeit.

    Ich würde weitersuchen und zwar bei Stellen die sich mit Hochbegabung auskennen und beleuchten können. Du sagst er kann den Inhalt des Unterrichts wiedergeben obwohl es nicht so aussieht als ob er aufpasst. Er macht das nebenbei! Er ist bestimmt unterfordert und die Schule ist einfach so frustrierend für ihn dass er es kaum aushält.

  • Unsere war nicht so, zum Glück.


    Allerdings glaube ich nicht, dass das Kind, um das es geht, da klargekommen wäre. Ich würde eher an komplett freies Lernen denken. Oder hat doch nochmal von der anderen Seite versuchen klarzumachen, wie die Welt funktioniert, wobei ich mir da nicht allzu viel versprechen würde.


    Und ganz dolle liebhaben und so geschützt und unbeschadet wie möglich wachsen lassen. Menno.

  • Ich denke, das kommt auf die Montessorischule an.

    Bestimmt - ich kenne einige, und keine macht das anders, da wird man vorurteilsbehaftet ;-)

    Meine Recherche ergab, dass das Kind für jene Montessorischulen, die für UNS erreichbar gewesen wären, zumindest noch lernwillig sein muss. Für Kinder, die die Teilbereiche, die sie nicht interessieren (oder die ihnen schwer fallen), einfach beharrlich aus ihrem Leben ausklammern, wäre das nichts gewesen.

    Sonst hast du nach der Grundschule ein Kind, das in Naturwissenschaften sofort in die Oberstufe wechseln könnte - aber es ist leider nicht in der Lage, seine Ergebnisse schriftlich so festzuhalten, dass sie jemand lesen kann. (Als Beispiel.)

  • Also, ich sehe, dass er jetzt umfangreich "vermessen" wurde, dank der Diagnostik.

    Aber was die Hintergründe angeht, konnte man bisher nicht viel sehen oder hat nicht genau hingesehen.


    Wenn ich das so lese, habe ich immer noch große Fragezeichen im Kopf, was hinter dem Verhalten eigentlich steckt.

    Ist das Thema "Fremdbestimmtheit", oder ist es die Beziehung zum Lehrer? Welche Rolle spielt es, dass er unmittelbar die Sinnhaftigkeit von Aufgaben erfahren muss, um sie erledigen zu wollen? Was würden Veränderungen von Rahmenbedinungen ergeben? (Klassengröße, Schulkonzept, Kombiklasse,...?)

    Welche Rolle hat er im Klassengefüge? Welche "Lösungsansätze" hatte die Sozialpädagogin?

    Wer hat ihn schon mal im Unterricht beobachtet? Brennend würde mich interessieren, was dem Verhalten genau unmittelbar vorausgeht.

  • Ohnezahn Ich glaube, Du hast meinen Einwand aus dem Zusammenhang gerissen. Ich bezog mich auf die Charakterisierung von Montessorischulen, die Nachtkerze gegeben hat.

    Das war eigentlich nur ein allgemeiner Einwand zum Thema Montessori, weil ich das so ermüdend oft gehört habe, damals.
    "Schick ihn doch auf die Montessori, da ... "
    Bei Verweigerung ist ein alternatives Schulkonzept aber nicht immer zwingend das Richtige - und Montessori, wo es sehr selbstbestimmt zugeht und demnach ein gewisses Wollen Voraussetzung ist, sehe ich da besonders kritisch.
    (Zumal die meist nicht ausgerechnet die Kinder annehmen, die anderswo Probleme verursachen. Muss man auch mal ehrlich sagen.)


    Aber wie gesagt habe ich auch keine Lösung gefunden, außer die Schulzeit irgendwie überstehen und immer wieder das Gespräch zu suchen: Mit dem Kind, mit den Lehrern, mit Experten.


    Habt ihr den Jungen mal gefragt, was ihm helfen würde, vorerst mal eine Stunde pro Tag so gut er kann mitzumachen? Vielleicht hilft ihm etwas, womit er die Hände beschäftigen kann - Knete oder was zum Ausmalen nebenbei. Vielleicht kann er besser in Ruhe und ohne Ablenkung arbeiten, weil er in der Klasse nervös wird? (An der Förderschule gab es für diese Kinder einen ruhigen Nebenraum und an der GS darf meine Tochter zu dem Zweck auf den Flur gehen, wenn es ihr hilft. Würde eine Runde über den Hof rennen helfen, wenn es zu langweilig wird, sodass er danach wieder mitmachen kann. Oder eine Musikpause mit Kopfhörern?
    Ich denke, es ist wichtig, Ansatzpunkte zu finden: Was macht es besser - was macht es schlechter. Und dann mit den Lehrpersonen zu verhandeln, was in ihrem Unterricht möglich wäre.

  • Ja, es ist oft so, dass Montessori als das Allheilmittel genannt wird. Was es halt nicht ist. Ich glaube, das hat wohl damit zu tun, dass manche/viele Leute nicht so wirklich informiert sind, was Montessori bedeutet, und verwechseln/vermischen das mit anderen Konzepten.

    Auch das Konzept "Freie Schule" wird oft als Allheilmittel genannt. Ähnliche Dynamik. Viele Eltern sind sehr enttäuscht, wenn Ihr Kind auf unserer Freien Schule nicht angenommen wird. Das ist doch dann aber gar nicht böse gemeint, sondern die Schule kann nicht leisten, was das Kind bräuchte.

    Mir tut das dann oft sehr leid, weil die Verzweiflung oft so groß ist und der vermeindliche Rettungsanker keiner ist.

    Gerade wieder mit dem Sohn einer Bekannten passiert.:(


    Edit: Ich meine mit den "Uninformierten" explizit nicht jene, die hier im Strang mitdenken!

  • Es tut mir wirklich Leid, es liest sich ganz schwierig.


    Auch hier eine Stimme fürs Liebhaben und netten Umgang mit dem schwierigen Kind.

    Ich durfte ein Paar „schwierige“ Kinder in der eigenen Familie erleben. (Eins ist schon groß und im Nachhinein, hatte es damals ganz andere und umfangreiche Unterstützung gebraucht.)


    Ich würde auf keinen Fall mit Belohnungen arbeiten und schon gar nicht Strafen! Entweder hat das Kind doch ein Handicap und KANN einfach nicht anders oder es hat aus irgendwelcher psychologischen Konstellation heraus beschlossen zu verweigern, und wenn er sich so entschieden das ganze in der Schule durchzieht, wird er für Belohnungen oder Strafen auch nicht einknicken. Das ist nicht zielführend.


    Ansonsten können wir hier das Ganze nicht entwirren, dafür wissen wir zu wenig. Wäre es mein Kind, würde ich versuchen, ganz eng mit ihm in Kontakt zu treten. Gespräche führen, viel zusammen machen, auch körperliche Nähe. Ich würde versuchen zu verstehen, wie das Kind tickt und was los ist.


    Und ich würde ihm unmissverständlich klar sagen, was ich erwarte. Nicht mit Erklärungen, das habt ihr ja schon alles erklärt, wie ich lese, sondern einfach sagen, was ich von ihm will.


    In jedem Fall alles Gute!

  • Ich bin da bei Müsli .

    Wir haben die wichtigste, "richtige" Diagnose auch nicht vom SPZ.

    Die wollten lieber uns Eltern therapieren.


    Auch einer Familienhilfe würde ich kritisch gegenüberstehen.

    Das Problem liegt im System Schule, und soll bitte auch da bleiben und da gelöst werden.

    Was soll da eine Familienhilfe bringen, die grundsätzlich dafür da ist, dem System Familie (also eher euch Erwachsenen) zu helfen?


    Schritt eins wäre für mich eine mindestens mehrtägige Beobachtung deines Sohnes in der Schule.

    Danach noch konkrete Analyse anhand der Arbeitsaufträge und Materialien.

    Auch mit deinem Bauchgefühl.


    Hättest du da die Möglichkeit zu hospitieren und dabei auch zu dokumentieren?


    Auffällig finde ich in deinen Beschreibungen:

    - klare Zukunftsvorstellungen

    - keine Arbeitsprobleme zu Hause

    - nur Verweigerung schriftlicher Arbeiten ?

    - gute soziale Integration

    - keine Schulverweigerung im allg. Sinn


    Bei uns würde ich jetzt an einzelne unangenehme Erfahrungen im Hinblick auf schriftliche Arbeiten denken.

    Z. B. Korrektur durch einen Lehrer ohne allgemeinen Verbesserungsvorschlag

    "Das schreibt man so." Rotstift, aber eben keine Regel, um es das nächste mal besser zu machen


    Oder zu lange Arbeitsphasen ohne Anleitung, geistige Anwesenheit des Lehrers.

  • Warum bekommt ihr denn eine Familienhilfe?

    Also was genau ist da im System Familie, was Hilfe benötigt?


    Eine Einzelfallhilfe könnte ich ja noch nachvollziehen nach dem was du schreibst.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen