Sommerbabys 2020 (ET Juli/August/September)

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org
  • So, ich bin die nächste auf der Liste...


    Es wird keine Hausgeburt. Das ist jetzt das Ergebnis dieses Prozesses und ich glaube, dieser Prozess war gut. Deswegen bin ich sehr ruhig und sehr zuversichtlich.


    Ja, wären wir mal nach dem 2. Ultraschall einfach nicht mehr zum Arzt, wie wir es mal gedacht hatten... dann wüssten wir von nichts und würden ganz zuversichtlich in eine Hausgeburt gehen, deren höchstes Risiko für eine Verlegung für uns noch immer Dinge wären, die dann meistens in Ruhe entschieden werden können. Klar, das Risiko einer Verlegung ist bei Erstgebärenden mit Hausgeburt noch ein klein wenig höher, aber wir hätten damit keine Angst gehabt oder so, das war ja von vornherein unsere Herangehensweise.


    Jetzt kann man aber Dinge, die mal im Kopf waren, auch nicht mehr aus dem Kopf aussperren. An den Tatsachen, die ich bisher berichtet habe, hat sich nichts geändert: Die Plazenta ist immer noch eine "praevia marginalis", 1,5cm Abstand zum inneren Muttermund - vaginale Geburt dürfte nicht das Problem sein. Und weil diese Diagnose praevia im Raum steht, ist es für die Hebammen aber auch schwierig, das als geplante Hausgeburt zu machen, denn eigentlich ist das ein Ausschlusskriterium - auch wenn der Katalog der Krankenkassen da sicherlich was anderes im Sinne hatte als unseren "Fall"... #augen Und ob die Plazenta auch andere Implantationsstörungen aufweist, also z. B. accreta und damit ein erhöhtes Risiko für Blutungen - das konnte keiner bestätigen und aber auch keiner widerlegen. Es bleibt also dabei: Plazenta praevia geht häufiger mit gleichzeitiger accreta einher - 10% oder so. Wobei ich auch da vermute, das betrifft eher nicht die marginalis-Fälle.


    Die Ärzte im Krankenhaus raten von Hausgeburt ab. Natürlich. Darfst auch nicht die Frösche fragen, wenn du den Teich trockenlegen willst.


    Was dann kam war jetzt ein langer Weg mit ständigem Hin und Her und viel Gesprächen und viel Weinen. Alle Ängste, die ich mit der Geburt und der Mutterschaft verbinde, alle Selbstzweifel die ich bisher in meinem Leben bearbeitet habe, alles kehrte wieder in dieser Auseinandersetzung mit der Frage "Was wollen wir und warum ist Krankenhaus so ein Problem?". Weil natürlich jeder pragmatisch eingestellte Mensch sagen würde (finde ich zumindest): geht ins Krankenhaus, Ziel ambulante Geburt, wenn dann doch alles gut ist, dann könnt ihr einfach wieder heim und es war nur eine Sache von ein paar Stunden. Und: das Risiko einer Verlegung in Not (die dann auch im für uns "falschen" Krankenhaus geendet hätte!) ist halt nunmal jetzt größer als in der ursprünglichen Annahme.


    Für mich hat jetzt am Ende den Ausschlag gegeben, dass ich diese Gedanken im Hinterkopf ("Hoffentlich geht alles gut" / "Nicht, dass die Hebammen Ärger kriegen" / "Wenn wir als Verlegung ins Krankenhaus kommen werden die sofort eher massiv intervenieren, weil ja dann Not herrscht") nicht bei der Geburt meines ersten Kindes haben will. Dann bringt es mir einfach nichts, zuhause zu sein! Wenn ich da nicht dahinterstehe und meine Überzeugung bröckelt, die Angst schon durch die Tür lunzt, dann hilft es mir nichts, in meiner gewohnten Umgebung zu sein. Und es wird dann noch schlimmer, sie verlassen zu müssen.


    Bleibt das andere, das eigentliche Problem: Krankenhaus. Es gibt eine - mehrere - biographische Gründe dafür, dass das so ein Problem für mich ist. Das hat mit Dingen zu tun, die ich im Kontext von Behandlungen erlebt habe und die sogar einen Besuch beim Zahnarzt für mich zu etwas machen, wofür ich wirklich viel Kraft zusammenkratzen muss. Das hab ich aber heute tatsächlich im Griff und bin da auch sehr stolz drauf. Aber in einer so extremen und einzigartigen Erfahrung wie der Geburt fürchte ich natürlich, werden mir meine Zahnarzt-Strategien vielleicht versagen. Und es gibt insbesondere mit dem "Sich im Krankenhaus aufhalten", also stationär, ein Problem.

    Ich habe alle diese Dinge - und mehr - sehr gut bearbeitet, das war ein jahrelanger Prozess und ich bin - das sag ich jetzt einfach mal so - ein Mensch, der sehr kompetent für sich selbst ist und sehr gut mit allem umgehen kann. Ich kann wirklich gut für mich artikulieren, wo meine Grenzen sind etc., ich kenne meinen Umgang mit Schmerz sehr gut, habe einige Dinge in Richtung Körperwahrnehmung/-erfahrung und Entspannungstechniken gemacht... Und ich reagiere sehr empfindlich darauf, wenn mich jemand für nicht kompetent hält oder mir das Gefühl gibt. Und das fängt mit Gut-zureden und Trösten an. Ich mag auch nicht angefasst werden. Und wer mich mal kurz erlebt hat - nüchtern, unschwanger, in normaler Umgebung - der würde auch nie auf solche Ideen kommen. Wenn ich dort aber ankomme in dieser Ausnahmesitutation, wird man vielleicht anders auf mich zugehen, und das ist echt eine Horrorvorstellung für mich, weil das halt Dinge triggert... Ich weiß nicht, ob man das verstehen kann, das würde halt wirklich einen mittelschweren biographischen Aufsatz erfordern, damit sich jemand da reinfühlen kann.

    Es ist so, ich weiß wie das ist, ich kann für mich Sorge tragen, aber dafür müssen halt ein paar Dinge einfach echt nach meinem Kopf gehen...! Zuhause wäre das natürlich sehr viel besser gewesen...




    (Unfassbar, ich muss das jetzt tatsächlich auf zwei Beiträge aufteilen, tut mir leid, ich bin nicht in der Lage das zu kürzen irgendwie....)

  • Also dachten wir dann: Okay, dann treffen wir einfach lieber jetzt eine klare Entscheidung - eine Entscheidung ist etwas, womit man arbeiten kann und sich drauf einstellen und Akzeptanz aufbauen - und aus dem Weg räumen, was geht.

    Habe ich also mit dem Krankenhaus, das für uns in Frage kommt (weil babyfreundlich und von der Fahrtzeit her erreichbar) Kontakt aufgenommen und irgendwie versucht, das zu schildern. Dass wir einen Plan B hatten (nämlich Beleggeburt dort, aber leider hat man ja die Belegverträge seitens der Geschäftsleitung gerade gekündigt!! #sauer) und dass selbst Plan C (Hebamme als Begleitperson einfach mitnehmen) wegen Corona nicht geht - und dass das jetzt alles rund ne Woche vor vET passiert und uns das n BISSCHEN nervös werden lässt! Ich hab das Telefonat hingekriegt aber nur mit viel Tränen-wegdrück-Pausen und dem Versuch, stotternderweise ein wenig einen Einblick zu geben, warum ich vielleicht mehr Sicherheit da brauche als andere und ich ja bisher nichtmal einen Kreißsaal von innen gesehen habe in meinem Leben und ob es irgend einen Weg gibt...

    Tatsächlich hat mich dann die leitende Hebamme zurückgerufen. Nach kurzem (wieder sehr tränenersticktem) Telefonat hatte sie wohl gleich ein Gefühl für mich und unsere Situation und bot mir an, mit ihr ein ausführliches Gespräch zu haben - in dem wir die regulären Aufnahmeformalitäten machen, aber auch meinen Geburtsplan besprechen, alle Fragen klären - und ich den Kreißsaal angucken kann, wenn da gerade frei ist. Das fand ich so ein tolles Angebot!! Und das Gespräch - vorgestern - war dann tatsächlich auch genau das. Die Frau hat das einfach ganz, ganz toll gemacht - wir sind schön die Formalitäten durchgegangen, ich konnte erstmal warm werden, ich konnte "mich zeigen" und sie hat meine Andeutungen zu den "Steinen in meinem Rucksack" einfach angenommen, ohne dass ich mich bis ins Detail erklären musste und sie hatte einfach sehr viel Verständnis und hat mir zugleich das Gefühl gegeben, dass sie mich (und meinen Mann) für sehr kompetent hält und deswegen keine Zweifel hat, dass das bestimmt alles gut geht, wir gut auf uns aufpassen und die dann diensthabende Hebamme uns einfach nur unterstützt, wo wir es brauchen. Sie ist dann noch alle möglichen Details zum Procedere in der Klinik, zu möglichen Risiken und wie das dann läuft, zu den Möglichkeiten (Wassergeburt) durchgegangen und auch meinen Geburtsplan - nichts davon war ein Problem. Nichtmal, dass ich gerne mit dem Abnabeln bis nach der Plazentageburt warten würde, wenn möglich, was ja echt lang ist und wohl auch so nicht üblich, aber das war auch ok. Die einzige Kröte, die ich wohl "schlucken" muss, ist die Sache mit dem CTG, die hätten halt gerne im Verlauf alle zwei Stunden mal eins und dann ab vollständiger Eröffnung des Muttermundes. Ich hab ihr geschildert, was mein Problem mit CTG ist, nämlich dass mich diese mechanische Feststellung über den Zustand meines Kindes dabei stört, den Zustand meines Kindes einfach zu spüren, wir haben dann den Kompromiss gefunden, dass das CTG weggedreht wird und der Ton einfach aus ist. Schließlich dient er ja nur den Hebammen, und die können einfach draufgucken. Und im Wasser wäre sowieso Essig mit CTG #rolleyes


    Das ist in Ordnung für uns. Und es hat uns ein sehr gutes Gefühl gegeben, dass die Klinik und insbesondere die Leiterin dort so gut mit uns umgegangen und auf uns eingegangen ist. Ich fühle mich damit jetzt sehr viel wohler.

    Ich möchte trotzdem, wenn es losgeht, erstmal hier daheim natürlich abwarten, wie sich alles so entwickelt, die Hebamme kommt dann zur Wehenbegleitung her - ich fühle mich einfach nicht sicher zu entscheiden, zu welchem Zeitpunkt wir dann tatsächlich losfahren sollten... immerhin ist es ja auch ein bisschen Strecke, und unbequem will man es ja jetzt möglichst auch nicht haben - aber natürlich will ich auf keinen Fall früher ins Krankenhaus #blink

    Da hatte die Frau aber auch einen guten Tipp: Fahren sie doch einfach ein bisschen früher los und kommen sie aber nicht gleich rein, sondern nehmen sie ein Proviantkörbchen mit und gehen erstmal in den Wald, der direkt hinter der Klinik liegt. Und wenn sie dann angekommen sind und wieder bei sich, dann sind es nur noch ein paar Meter bis rein in den Kreißsaal. Finde ich ne gute Idee!




    Seit dem Gespräch bin ich wieder ruhig. Diese große emotionale Not, in die mich das jetzt kurzzeitig gebracht hat, ist jetzt weg. Nicht, weil mir jemand die richtigen Sachen gesagt hat, nicht weil ich glücklich wäre über diesen Ausgang... Nein, schlicht und ergreifend, weil ich mich meiner Situation ermächtigt habe. Weil Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein das ist, was sich so schlimm bei mir eingebrannt hat - und weil es nicht darum geht, jetzt ein Leben lang mögliche triggernde Situationen zu vermeiden, sondern darum, sich selbst zu zeigen dass man jetzt jemand anderes ist, jemand der anders handeln und für sich eintreten kann!


    Ich sehe die Hausgeburt allerdings nicht als eine "Vermeidungsstrategie". Ich weiß, dass ich mich dazu aus der Überzeugung heraus entschlossen habe, dass ich mir das zutraue und dass eine zu erwartend normale Geburt nach einer Schwangerschaft ohne Komplikationen einfach nichts ist, was in die Hände von Ärzten muss oder überwacht werden muss. Und jetzt hat für mich diese "kleine Abweichung" eines möglicherweise leicht erhöhten Risikos halt gereicht, um davon Abstand zu nehmen, was eine sehr individuelle Sache ist. Jemand anders hätte es trotzdem "durchgezogen" und ich wäre diejenige gewesen, die für so eine Entscheidung auch die volle Unterstützung signalisiert. Es ist schade, aber es ist gut so. Und es war vielleicht tatsächlich jetzt für etwas gut, das wird sich zeigen (nicht im Sinne von "es passiert dann doch etwas, das im Krankenhaus behandelt werden muss" - sondern im Sinne von "etwas daraus gelernt/erfahren haben).



    Jetzt ist in mir wieder Ruhe - glaubt mir, das war vorher nicht der Fall, auch wenn ich mich,wenn man mich liest, vielleicht sehr klar und vernünftig anhöre. Ich mache jetzt jeden Tag nur noch irgend eine Kleinigkeit - die Plaids von der Couch nochmal in die Waschmaschine schmeißen und die Kaffeemaschine entkalken war heute dran), und mache ansonsten nichts anderes als lecker kochen, im Garten oder auf dem Balkon rumsitzen, lesen, Zeit verbummeln, dem kleinen Möhrchen bei seinen lustigen Bewegungen zusehen. Und genau das werde ich jetzt bis zum Schluss tun. Es war so eine aufredende Schwangerschaft (obwohl sie selbst so ereignislos und beschwerdefrei war) mit dem Badumbau, der ja jetzt nicht soooo wirklich im Zeitplan lief, mit den ganzen Vorbereitungen, mit den besonderen Corona-Umständen, mit der stressigen Zeit für meinen Mann und der Doppelbelastung, ach was: Dreifachbelastung Arbeit, Umbau, Papawerden. Jetzt ist einfach nur Ruhe angesagt und Kraft sammeln. Und froh und zuversichtlich sein. Und neugierig. Wieder zurück zu dem Gefühl "was für ein krasses Wunder, was für ein unglaubliches Erlebnis!"



    Übermorgen ist vET. Ich glaube, es wird ein paar Tage länger dauern. Wir alle drei brauchen das jetzt nochmal und werden das genießen.

    #sonne


    Danke euch fürs Lesen und das Anteilnehmen die ganze Zeit! Und sorry, dass ich jetzt einfach über jeden eurer Beiträge drüber bin ohne drauf einzugehen! Ich hoffe, dass auch bei euch sich Knoten, die noch da sind, einfach rechtzeitig vorher auflösen und ihr eure Kräfte beisammen habt, wenn es dann losgeht!

  • enfj-a Wow, du hast da die letzten Tage einen ganzen Haufen Klärungsarbeit betrieben und klingst wunderbar gelassen und sortiert. Die Hebamme ist ja super! Das strahlt sicher auf das ganze Team aus. Vielleicht gelingt es dir, während das CTG läuft, gezielt zu deinem Baby hinzuatmen. Bei meinem Sohn hatte ich seeehr viele CTGs und habe mir dabei eine Rutsche vorgestellt, auf der er tiefer rutscht. Das hat mir auch geholfen mit den Wehen umzugehen.

  • enfj-a danke, dass du uns teilhaben lässt an deinem Entscheidungsprozess. Ich kann da ganz viel für mich mitnehmen. Ich hadere auch gerade wieder sehr mit dem Thema Geburt, obwohl ich mir eigentlich sehr sicher bin, aber es sind einfach alte Themen die aufbrechen. Das finde ich so wichtig und wird dir auch später helfen, wenn du auf die Geburt zurückschaust.

    Seit dem Gespräch bin ich wieder ruhig. Diese große emotionale Not, in die mich das jetzt kurzzeitig gebracht hat, ist jetzt weg. Nicht, weil mir jemand die richtigen Sachen gesagt hat, nicht weil ich glücklich wäre über diesen Ausgang... Nein, schlicht und ergreifend, weil ich mich meiner Situation ermächtigt habe. Weil Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein das ist, was sich so schlimm bei mir eingebrannt hat - und weil es nicht darum geht, jetzt ein Leben lang mögliche triggernde Situationen zu vermeiden, sondern darum, sich selbst zu zeigen dass man jetzt jemand anderes ist, jemand der anders handeln und für sich eintreten kann!

    (Hab ich alles gestern heulend mit meiner Therapeutin durchgekaut und ich hoffe ich komme auch noch an den Punkt)

    Es tut mir Leid, dass ihr euch von eurer ersten Wahl Hausgeburt verabschieden musstet, aber es klingt so als ob ihr einen guten Plan B entwickelt habt und ich hoffe, dass das gut aufgeht und ihr euch dann wie geplant in eure Wochenbetthöhle zurückziehen könnt.


    Darf ich noch ganz praktisch fragen, ob ihr für die Wehenbegleitung eine Rufbereitschaftspauschale zahlt? Diese Entscheidung, wann wir losfahren müssen finde ich nämlich auch nicht so leicht.

  • Darf ich noch ganz praktisch fragen, ob ihr für die Wehenbegleitung eine Rufbereitschaftspauschale zahlt? Diese Entscheidung, wann wir losfahren müssen finde ich nämlich auch nicht so leicht.

    Die Hebamme fühlt echt mit uns und hätte so gerne mit uns die Hausgeburt gemacht, es war ja eine besondere Situation auch für sie, da sie gemeinsam mit der zweiten Hebamme ihre erste Hausgeburt gehabt hätte bei uns. Deswegen machen wir das mit der Wehenbegleitung "einfach so".

  • enfj-a : Das klingt wirklich rund und ich hätte auch nicht mit diesen Eventualitäten und Fragezeichen in eine Geburt gehen wollen. Bei mir war es sich so, dass die Hebammen viel Verständnis gezeigt haben. Mir wurde ein Blick in OP und Aufwachraum gestattet, so dass ich schon wusste, wo ich sein werde und wo mein Kind sein wird. Allein das ließ mich ein wenig beruhigter an der Sache rangehen.

    Ring the bells that still can ring
    Forget your perfect offering
    There is a crack in everything
    That's how the light gets in.
    -Leonard Cohen-

  • So, heute ist vET (sagen die so, die Hebammen, mein Mann und ich sind ja eher der Meinung, dass es der 2. August sein müsste wegen Zykluslänge, potentieller Zeugungstag und und.. egal), man hat uns also nochmal kontrollieren wollen - mir geht's ja wieterhin super körperlich, und beim Kind ist auch alles gut, Fruchtwasser ist noch da, wieder mal alle Werte genau in der Mitte der Skala - kriegen wir etwa ein langweiliges, total durchschnittliches Kind?! :P Dann müsste es ja auch langweilig und durchschnittlich genau in der Mitte Gaußschen Glockenkurve den Weg nach draußen antreten, also Sonntag.


    "Morgen ist Blasensprung-Wetter!" sagte die Frauenärztin.

    "Montag ist Vollmond!" sagt die Hebamme.

    Der Mann sagt auch Montag (woher er seine Weisheit nimmt, weiß ich leider nicht, aber ich glaub er freut sich langsam einfach arg darauf).


    Also... hier schlüpft vermutlich bald was. Auch wenn bis hinten zum Horizont noch keine Wehe zu sehen ist... und ich es immernoch total surreal finde mir vorzustellen, dass es jetzt wirklich so weit sein soll. Bin doch gerade erst so gut im Schwangersein, lasst mich doch das einfach noch ne Weile machen #lol

    Aber so isses im Leben, man wächst mit seinen Aufgaben - und die größte steht jetzt schon in den Startlöchern, Köpfchen fest im Becken...

  • Hihi, ich denk an dich enfj-a

    Ich hab mir auch Montag ausgesucht... weil die drei so ne schöne Zahl ist. Mal schauen, wie lang sich das Kleine hier Zeit nimmt.


    Sitzt immer noch aufrecht und schiebt mir das Köpfchen in den Solar plexus....

    Mein Mann hat sich schon fortgebildet in Sachen BEL Geburtshilfe.... bin gespannt, ob's sich doch nochmal dreht.


    Ich hab gestern mal dicke Beine gehabt, war in der letzten Ssw viel früher ganz oft... obwohl ich da noch Heu gemacht hab bis kurz vor Schluss.... also viel mehr Bewegung hatte...


    Ich bin ganz soll gespannt... hab heute Fenster geputzt

    (Was ich sonst nie mache...) Ich wäre soweit #warte

    viele Grüße aus der Heide








    Es ist kein Zeichen seelischer Gesundheit, gut angepaßt an eine kranke Gesellschaft zu leben!

  • Oh das klingt alles so aufregend! Ich denke sehr fest an euch!



    (Sorry, auf all die anderen Entwicklungen hier, und das sind ja einige, gehe ich jetzt nicht ein da am Handy - waren ja paar Tage unterwegs und hatte mich da ziemlich rausgezogen, aber immer neugierig mitgelesen.)

  • Ich bin gespannt, welches Rabenküken als nächstes schlüpft. Momentan würde mich an euer Stelle noch ein bisschen warten. Es ist so furchtbar warm, ich war heute schon nach einmal über den Wochenmarkt schlendern geplättet und hab einen dreistündigen Mittagsschlaf gehalten.


    Gestern war ich zur Anmeldung in der Klinik und hab da sehr gemischte Gefühle. Ich glaube schon, dass das der richtige Ort ist und es hat sich seltsam vertraut angefühlt, aber in dem Gespräch haben wir eben auch darüber gesprochen, wie es ablaufen würde, wenn irgendwelche Notfälle auftreten...

    Eigentlich haben sie mir auch Mut gemacht, dass sie aufgrund meiner ersten Geburt schon denken, dass das alles gut und unkompliziert laufen kann, aber ich merke, dass ich doch ganz schön Angst vor allem anderen habe.


    Uff, ich muss das jetzt erstmal sacken lassen und auch noch mit meinem Mann besprechen.


    Am Donnerstag hatte ich noch eine Vorsorge. Vertretungsweise war das bei einer Hebamme, die ich eigentlich nur als Mutter mit ähnlich alten Kind wie mein großes kenne. Die war super! Irgendwie hat sie genau die richtigen Worte gefunden und mich nochmal gestärkt.

  • Hey Kuekenmama

    Ich bin gerade auch sehr ehrfürchtig vor der Geburt.... zwar schon sehr ungeduldig, aber doch auch besorgtdarüber, ob ich mich den Wehen wieder so gut hingeben kann, wie bei der letzten Geburt... Meine zweite hat mich doch sehr gefordert, weil's schnell ging... und ich kein Wasser hatte (aus der Wanne bin ich raus, da ich mir das Wasser zu heiß eingelassen habe und mein Kreislauf nicht kippen sollte).

    Wir kriegen die Babies schon auf die Welt #love

    Aber ich habe hier gerade niemanden, der mich hier etwas auffängt.... mein Mann hört mir zu, findet aber keine für mich aufmunternden Worte....


    Ich weiß leider nicht genau, wo deine Sorgen liegen (im Merken bin ich in den letzten Wochen keine Große mehr)

    Ich hab argen Respekt, dass mich die Schmerzen überwältigen.

    Mein Mann tut alles, um mir den Geburtsort so gemütlich wie möglich zu machen... hat hier sogar noch ein Klo in die obere Etage installiert, damit ich in meinem Zimmer gebären kann und nicht in seinem Büro :D

    viele Grüße aus der Heide








    Es ist kein Zeichen seelischer Gesundheit, gut angepaßt an eine kranke Gesellschaft zu leben!

  • ... und ich es immernoch total surreal finde mir vorzustellen, dass es jetzt wirklich so weit sein soll. Bin doch gerade erst so gut im Schwangersein, lasst mich doch das einfach noch ne Weile machen #lol

    Genauso geht es mir auch! :D

    Da meine "Große" auch bei Vollmond kam, ich jetzt seit einer Woche immer wieder Wehen habe, sich der Schleimpfropf langsam endgültig verabschiedet haben dürfte und meine Hebamme und ich beide nicht davon ausgehen, dass wir den Vorsorgetermin ET+1 (das wäre Montag in einer Woche) noch brauchen - spekuliere ich ja auch ein bisschen auf Montag. Da wird es ja dann voll. #zwinker


    Kuekenmama Ich habe immer wieder Momente, wo ich plötzlich große Angst bekomme und mir irgendwelche schrecklichen Gedanken durch den Kopf schießen. Aber ganz tief in mir drinnen finde ich dann doch meistens irgendwo eine kleine Kraftquelle und wenn ich es schaffe, mich darauf zu konzentrieren, wird es sofort besser und ich bin wieder ruhig und ganz bei mir. Das wünsche ich dir auch! #knuddel

  • ... und ich es immernoch total surreal finde mir vorzustellen, dass es jetzt wirklich so weit sein soll. Bin doch gerade erst so gut im Schwangersein, lasst mich doch das einfach noch ne Weile machen #lol

    Genauso geht es mir auch! :D

    Da meine "Große" auch bei Vollmond kam, ich jetzt seit einer Woche immer wieder Wehen habe, sich der Schleimpfropf langsam endgültig verabschiedet haben dürfte und meine Hebamme und ich beide nicht davon ausgehen, dass wir den Vorsorgetermin ET+1 (das wäre Montag in einer Woche) noch brauchen - spekuliere ich ja auch ein bisschen auf Montag. Da wird es ja dann voll. #zwinker

    Ah, das klingt ja schon ein bisschen mehr nach Marschrichtung als bei mir. Schleimabgang ja, die letzten Tage auch ein bisschen vermehrt (sollte das schon der Schleimpfropf sein?!), gestern aber z. B. garnicht. Das Kind ist sehr aktiv, hat gestern quasi garnicht geschlafen, gefühlt #freu Und bei den Bewegungen hab ich häufig ein Druckgefühl (manchmal auch plötzlich, stechend) nach unten, also ich schätze auf den Muttermund. Wehen... keine Ahnung, ich merk nix. Ja, die Bauchdecke ist ab und an mal gespannter als vorher und danach auch wieder weich, aber von etwas, das sich nach Kontraktion anfühlt oder gar Schmerz ist dss sehr, sehr weit entfernt. Auch sonst fühlt sich für mich alles an wie die ganze Zeit auch. Muttermund werde ich heute nochmal versuchen zu tasten, bisher wollte mir das irgendwie nicht gelingen, ich komm nirgends gescheit ran. Und was genau sollte ich denn da auch fühlen?! Naja, meine Hebamme kommt die Tage eh nochmal, wir gehen aktuell auch davon aus, dass wir uns nochmal sehen. Freitag soll ich dann zur Kontrolle ins KH, das wäre ET+7.


    Ich glaube zu verstehen, dass mein aufmerksames und ratlos Beobachten genau das ist, was wohl viele Erstgebärende beschäftigt. Man kann es einfach nicht einschätzen und alles lesen hilft nichts. Dss einzige das ich ein bisschen hilfreicher finde, sind detaillierte Erzählungen anderer Frauen, aber auch das ist halt begrenzt: a) sind Empfindungen ja für jeden anders und b) gibt's sowieso keine zwei Geburten die sich gleichen, also egal wie es bei Frau X war, das heißt noch nichts über einem selbst.


    Kann ich ja nicht leiden, wenn ich Sachen so wenig im Griff habe#rolleyes Aber dafür bin ich noch echt entspannt. Ich würde mir allerdings einen schnellen Start wünschen, wenn ich so aufs Wetter blicke - heute und morgen ist es wohl hier noch erträglich, bevor die nächste Hitzewelle anrollt. Und auf Diskussionen über "Übertragung" und Einleitung hab ich echt keinen Bock.


    greeneyed Es beruhigt mich ja ein wenig, dass auch du dir nochmal Gedanken machst und innerlich alle Umstände prüfst und würdigst, so kurz bevor es losgeht. Bestimmt ist das auch eine Art Instinkt! Und vielleicht kannst du ihn einfach hinnehmen und dich freuen über die Instinkt statt Sorgen zu suchen - du hast jetzt ein Extra-Klo, wer kann das schon von sich behaupten, besser kann man doch garnicht aufgestellt sein #cool

  • Ich bin gespannt, welches Baby als erstes in den August purzeln möchte! Die Startbedingungen klingen ja schon mal vielversprechend. Ich drücke euch allen die Daumen für eine möglichst entspannte restliche Vorbereitungszeit.


    (Individuellere Antworten bekomme ich gerade nicht hin, Baby hat gerade Wachstumsschub und war nachts dauernd wach, ich habe Erkältung mit Ohrenschmerzen und der Große ist wieder rundherum gesund, textet mich zu und erwartet auch noch sinnvolle Antworten ;)).

  • hier ist vor 2 Stunden der Schleimpfropf abgegangen.... das bedeutete für die letzten drei Geburten, dass ich noch 12 Stunden hab .... mal schauen, ob es diesmal wieder so ist.

    Der Pool ist schon voll #cool


    Ich hab ja schon bedenken, dass es umsonst war... wegen dem verschwendungsthema....

    Mal sehen, ob das Kleine bereit ist.


    Eine Freundin meinte ja, meine Besorgnis sei ein Zeichen, dass es bald los geht

    viele Grüße aus der Heide








    Es ist kein Zeichen seelischer Gesundheit, gut angepaßt an eine kranke Gesellschaft zu leben!

  • Vielversprechend #top Alles Gute dir!


    enfj-a ich hatte bei meiner ersten Geburt auch keinen deutlichen Schleimabgang oder Wehen vorher. Es ging dann irgendwann einfach los und ich war auch erstmal irritiert, ob es das jetzt wirklich ist.


    Meine Ängste sind gar nicht so sehr auf die normale Geburtsarbeit bezogen und ob ich das schaffe, eher alle möglichen medizinischen Katastrophen-Szenarien, die eine Geburt noch so mit sich bringen kann. Plazentaablösung/störungen ist ja bei mir auch ein gewisses Risiko gegeben.


    Durch meine letzte Schwangerschaft und Fehlgeburt hab ich irgendwie komplett das Urvertrauen verloren und das Gefühl dafür, was realistisch passieren kann und was nicht.

    Ich merke in dieser Schwangerschaft auch wie krass Psyche und Körper zusammen gehen. Gerade ziept es wieder fies in der Symphyse und der Beckenboden hängt mir gefühlt auch schon zwischen den Knien... Und da werde ich dann auch wieder mutlos.


    Ähm ja, genug gejammert. Hier kam heute Nacht das ersehnte Gewitter und heute Vormittag war ich dann mit dem Kind im fast leeren Freibad. Das war richtig schön.

    Vielleicht bestelle ich mir jetzt zur Endspurt-Motivation noch ein Tragetuch um das ich seit Wochen herumschleiche...

  • greeneyed

    Oh! Auf geht's!!! Tschakka!#zwinker


    Kuekenmama Leg es ab. Es sind deine Gedanken, also kannst du sie auch einfach beiseite legen. Und sie dir wieder ansehen, wenn alles vorbei ist. Keiner kann dir mit Statistiken dein Gefühl geben, das kannst nur du selbst!