Lange erhöhte Temperatur bei Baby nach Rotaimpfung

  • Hallo,

    Baby (heute 10 Wochen und 4 Tage alt) würde letzten Mittwoch gegen Rotaviren geimpft (Schluckimpfung). Der Arzt hat uns überrumpelt, sonst hätte ich diese Impfung nicht machen lassen, alle anderen Impfungen wägen wir sehr genau ab und fangen erst mit frühestens 6 Monaten an.

    Jetzt hat der Kleine seit Mittwoch Abend erhöhte Temperatur. Gestern war ich beim Arzt, der meinte das kann nicht von der Impfung kommen und ich soll halt Zäpfchen geben. Er hat gründlich untersucht und es war soweit alles ok sonst.

    Die Temperatur ist immer zwischen 37,8 und 38,2°C, also nicht sehr hoch. Baby ist deutlich schlapp und schläft viel, ist weinerlich und muss viel Körperkontakt haben. Das Stillen (vorher schon schwierig) geht gar nicht mehr, er bekommt abgepumpte Milch mit der Spritze (anders nimmt er gar nichts).

    Ich mache mir langsam ernsthaft Sorgen, so lange erhöhte Temperatur kann nicht gut sein und kenne ich auch nicht von den anderen Kindern.

    Hat jemand eine Idee wie wir das in den Griff bekommen?

  • Gestern war ich beim Arzt, der meinte das kann nicht von der Impfung kommen

    Boah, bei sowas krieg' ich echt 'nen Hals.


    Wie können Ärzte erwarten, das Vertrauen der Bevölkerung zu Impfungen und Impfaufklärung zu erhöhen, wenn sie so einen Quark von sich geben?


    Aus dem Beipackzettel von RotaTeq (ich weiß nicht, ob es auch andere gibt, oder welches Präparat dein Kind bekommen hat, aber so ungewöhnlich ist Fieber als Impfnebenwirkung ja nun auch nicht...):


    Folgende weitere Nebenwirkungen wurden unter Anwendung von RotaTeq berichtet:  Sehr häufig (bei mehr als einem von 10 geimpften Kindern): Fieber, Durchfall, Erbrechen


    Wie ihr das am besten in den Griff bekommt, weiß ich leider auch nicht. Passt denn die Flüssigkeitsmenge, die er mit der Spritze bekommt?

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Also das Kind ist zehn Wochen alt, hat erhöhte Temperatur und bekommt Milch nur über die Spritze. Es ist schlapp und müde.


    Bekommt es genug? Hat es genug nasse Windeln (5-6 in 24 Stunden)?

    ... nicht zu vergessen: die erhöhte Temperatur ist seit fast einer Woche!!!


    Von der Impfung - da muss ich dem Arzt zustimmen - darf das so lange eigentlich nicht dauern. Von daher vermute ich eigentlich mal, dass das Baby sich im Wartezimmer nen Infekt eingesammelt hat. Sohni hatte (völlig unabhängig von ner Impfung - wir habens uns in der Spielgruppe eingesammelt) als er nur wenige Wochen älter war seinen ersten richtigen Fieberinfekt mit richtig hohem Fieber. Gibts grade bei den Kleinen häufig, ist eigentlich völlig harmlos. Manche Kinder haben wochenlang Husten oder nen roten Hals, andere Fiebern die Keime ohne weitere Symptome weg. Nur: wir mussten dann schließlich stationär für Flüssigketisinfusion.


    Das Problem ist nämlich:

    Kind ist schlapp wegen Fieber und hat wenig Kraft und Lust zum Trinken

    Fieber erhöht den Flüssigkeitsbedarf, das Kind kommt also noch schneller in Flüssigkeitsmangel

    Flüssigkeitsmangel macht erhöhte Temperatur ("Durstfieber") und Schlappheit.

    Dadurch trinkt das Kind noch schlechter und braucht gleichzeitig noch mehr Flüssigkeit eigentlich.


    Sobald das Kind richtig ausgetrocknet ist sieht das der ARzt sofort. Wenns aber grade so an der Grenze ist, so dass es zwar schon Durstfieber gibt, die Hautfalte aber noch nicht steht kriegen - meiner Erfahrung nach - 9 von 10 Ärzten den Gedanken an Durstfieber gar nicht erst. Vielleciht gibts auch manche Kinder die dafür anfälliger sind als andere. Bei SOhni ist es heute noch so, dass wenn ich das Gefühl hab ich krieg das Fieber irgendwie gar nicht weg ich als erstes an der Flüssigkeitsschraube drehen muss und oft ists dann plötzlich verschwunden.


    Wichtig: Fieber selbst schadet nicht sondern bekämpft die Keime. Davor braucht man keine Angst haben. Und auch Babys dürfen mal ne Woche bei nem Infekt fiebern. Nur dürfen sie eben nicht in Flüssigkeitsmangel kommen. Sobalds dem Kind bei Fieber merklich nicht gut geht und das länger als drei Tage ist irgendwas anderes noch mit beteiligt. Entweder ein richtig heftiger Infekt/Schmerzen/Entzündungen/... wo der Arzt mal draufschauen muss oder eben Flüssigkeitsmangel der schlapp macht.


    Erste Maßnahme wär für mich, zu schauen dass noch wesentlich mehr Flüssigkeit im Kind ankommt als bisher und auf die Anzahl der nassen Windeln zu achten. Und gleichzeitig mit der Hebamme Kontakt aufzunehmen dass die sich das Kind mal anschaut und beim Stillen auch mal dabei ist und beobachtet. Und auch wenn ich mit Fieberzäpfchen echt zurückhaltend bin in diesem Fall geb ich nach Packungsanweisung. Damit der Flüssigkeitsbedarf durchs Fieber nicht noch weiter hoch geht während gleichzeitig nicht genug reinkommt.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.



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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Preschoolmum ()

  • Wie geht es euch denn heute?

    Ich würde den Arzt wechseln. Ein 10 Wochen altes Baby so abzuweisen, geht garnicht.


    Ich hätte auch Sorge wegen Dehydrierung und zu geringer Flüssigkeitsmenge. Ich würde da definitiv Hebamme und Stillberaterin drauf schauen lassen und einen kompetenten Kinderarzt!


    Gute Besserung!


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von susali ()

  • wenn du dir sorgen machst, geht noch zu einem anderen Arzt.

    Aber ob dieser jetzt inkompetent oder nur ruhig, kompetent und entspannt ist, können wir nicht sagen.

    Das Fieber kann einfach Zufall sein.

    Auch wenn es jetzt weniger trinkt, heißt es nicht, dass das zu (!) wenig ist.

    Bei den niedrigen Temperaturen gäbe ich eher kein zäpfchen, wenn das Kind deutlich leidet aber schon.

    Stillberaterin, Hebamme fänd ich gut - wie bekommst du in Ruhe ohne sorge Flüssigkeit ins Kind?

  • T hat immer noch erhöhte Temperatur. Die Hebamme kommt jetzt erstmal wieder zweimal am Tag und guckt, Arzt hat gesagt er kann jederzeit herkommen, ich hab seine private Handynummer bekommen.

    Ich pumpe ab und wir versuchen T die Flasche zu geben. Leider findet er die ziemlich doof, mit einer Spritze klappt es deutlich besser (ca 40-60ml pro Stunde). An der Brust schreit er gerade nur noch und wir lassen es erstmal. Krankenhaus steht im Raum, aber wir wollen das vermeiden.

  • Schön zu hören, dass ihr Unterstützung habt! Ich habe die ganze Zeit noch an Euch gedacht.

    Ich wünsche der Kleinen gute Besserung und das ihr bald einen einfacheren Weg findet, ihr genug Milch zu geben.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Wenn das Baby vorher zwar schlecht, aber immerhin an der Brust getrunken hat, jetzt aber nicht mehr, dann würde ich als Arzt besonders auf Infektionen im Kopfbereich achten wollen. Diese machen nämlich gerne mal, dass dann die Babies nicht mehr trinken wollen, weil das trinken an der Brust durch die höhere Kraftaufwendung dann mehr weh tut.

    Hat der Arzt sich die Ohren gut angesehen?

    Hast du mal ein Schmerzmedikament ausprobiert? Sinkt dann das Fieber und trinkt das Baby dann von der Brust?

    Schreit es nur an einer Brust und geht die andere? Hast du mal ne andere Haltung versucht?

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Ehrlich gesagt finde ich es gut, dass das Baby die Flasche nicht mag, ich hätte in der Situation Angst, ungewollt zur Flasche hin abzustillen. Wäre Brusternährungsset eine Option? Aber das müsste man eine Stillberaterin fragen.

  • Problem an der Brust ist der starke Milchfluss, T verschluckt sich dauernd furchtbar. Vorher ging es einigermaßen wenn ich vorher gepumpt habe und die Milch mit weniger Druck kam, jetzt geht es gerade nur noch tröpfchenweise mit Pausen und dauert entsprechend ewig.

  • Ich hatte bei meinem Sohn aus einem anderen Grund Stillhütchen, aber ich zu 100% überzeugt, dass er ohne die weggeschwommen wäre (er hat trotzdem nur mit Stillen in zwei Wochen 1 kg zugenommen und niemals Gewichtsprobleme gehabt). Vielleicht wäre das noch einen Versuch wert.

    Gute Besserung!


    Edit: ich habe beim stillen das Hütchen immer wieder voll laufen lassen und geleert (in die untergelegte Mullwindel) . Der "harte" Strahl wird durch das Hütchen etwas gedämpft.

  • Ich hatte bei meinem Sohn aus einem anderen Grund Stillhütchen, aber ich zu 100% überzeugt, dass er ohne die weggeschwommen wäre (er hat trotzdem nur mit Stillen in zwei Wochen 1 kg zugenommen und niemals Gewichtsprobleme gehabt). Vielleicht wäre das noch einen Versuch wert.

    Gute Besserung!


    Edit: ich habe beim stillen das Hütchen immer wieder voll laufen lassen und geleert (in die untergelegte Mullwindel) . Der "harte" Strahl wird durch das Hütchen etwas gedämpft.

    Hier genauso. Bzw. haben wir dann zusätzlich ziemlcih schnell nur noch auf einer SEite gestillt weil er die andere wegen der trotz Stillhütchen großen Menge nicht gut handlen konnte. Auch mit ständig Verschlucken usw.

    Ich hatte Silikonhütchen. Die Latex wären mir zwar lieber gewesen weil weicher, haben den Strahl aber nicht genug gedämpft.

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  • bei uns hat Bergauf-Stillen kombiniert mit nur einer Seite stillen und vorher abpumpen am besten geklappt.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • T ist seit gestern wieder fitter und besser drauf, er ist fast wieder mein entspanntes fröhliches Baby. Er lacht endlich wieder! Jetzt müssen wir nur noch die Ernährung in den Griff kriegen.

  • Super! Hattet ihr wegen des starken Milchspendereflex schon Kontakt mit einer Stillberaterin? Das sollte doch eigentlich mit dem richtigen Tipps in den Griff zu bekommen sein.


    Edit:

    Das Merkblatt auf Seite 19 befasst sich damit. Vielleicht ist etwas dabei, was für Euch in Frage käme.

    https://www.google.com/url?sa=…Vaw0o_Sa_jYjrpw1C3kyMZRQ4

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nollaun ()