Mein Kind braucht eine Dreiviertelstunde für einen fünf Minutenweg

  • Ich würde nicht diskutieren....


    Du willst in einem angemessenem Tempo wieder zu Hause sein. Entweder sie läuft oder sie sitzt im Buggy. Punkt.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Wie hält man den ein Kind gegen seinen Willen im Buggy? Die klettern doch raus, stellen sich hin oder rutschen nach unten raus? Dabei schreien sie wie am Spieß. Falls man sie versucht gegen ihren Willen fest zuschnallen machen sie sich steif und drücken sich durch. Da bräuchte man doch ziemlich Kraft für.

    Sich hinzustellen und zu sagen ich diskutiere nicht setz dich hin, bringt in dem Alter doch auch nix. Was willst du denn für Konsequenzen folgen lassen? #gruebel

  • Ich habe mit meinem Kind besprochen, dass es nach dem Kindergarten eine Pause braucht und dass es deswegen immer extra etwas leckeres zu Essen bekommt und dass ich es in den gemütlichen Buggy setze, damit es dass dann besser essen kann.

    Also als was positives.

    Dann hat es geklapp.

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Und wenn das nicht klappt - würde ich mir wohl das brüllende Kind unter den Arm klemmen (so das dann körperlich möglich ist) und nach Hause schleppen... Wird zwar sicher anstrengend für beide Parteien, aber doch sicher nicht noch anstrengender, als 45 Minuten darüber zu diskutieren und zu wüten, dass der Weg zu lang ist?! Zu Hause hätte man dann viel Zeit gewonnen zum Trösten und mitfühlen...

    Es klingt total anstrengend für euch beide...

  • Ich habe zt. die Große als sie 3 bis 4 war getragen und den Kleinen mit 0-1 dann im Kinderwagen oder Buggy gefahren, wenn das besser ging.

    "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." - Niels Bohr

  • Wie hält man den ein Kind gegen seinen Willen im Buggy? Die klettern doch raus, stellen sich hin oder rutschen nach unten raus? Dabei schreien sie wie am Spieß. Falls man sie versucht gegen ihren Willen fest zuschnallen machen sie sich steif und drücken sich durch. Da bräuchte man doch ziemlich Kraft für.

    Sich hinzustellen und zu sagen ich diskutiere nicht setz dich hin, bringt in dem Alter doch auch nix. Was willst du denn für Konsequenzen folgen lassen? #gruebel

    Genau das habe ich mich gerade auch gefragt. Ablenken geht eventuell, aber wenn das auch nicht funktioniert, hatten wir zumindest keine Chance

  • Indem man mit dem Kind redet.

    Wie Annanita geschrieben hat oder ähnlich, oder ganz anderss. Wäre es mein Kind , würde ich viel ins Gespräch investieren . Fragen, was dem Kind fehlt. Erklären, was ich will und warum. Kurz, ohne Ausschweifungen. Mit angemessenem Gespräch kann man viel erreichen.

  • essen in die Hand, was spannendes zum spielen, sich wirklich sicher sein, dass das Kind da jetzt auch rein soll, nicht diskutieren, Quatsch mit dem Kind machen....


    wenn das wirklich jeden Tag so ist, denke ich auch, das Kind genießt die volle Aufmerksamkeit von Mama und dehnt das deshalb auch so gerne aus


    Ich habe oft den Weg zum Kindergarten sehr lange ausgedehnt... war einfach nett da zusammen rumzutrödeln, ich hatte aber halt auch keine Kinder, die daheim warten

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna, wenn du meinst, dass du dir blöd vorkommst, weil ich ja fünf Kinder habe (und deiner Meinung nach ja alles zu wissen hätte, - so interpretiere ich deinen ersten Kommentar) dann antworte doch bitte nicht mehr auf meine Frage!

    Ich bitte hier um Rat, weil ich es, oh welche Schande, beim vierten Kind eben nicht weiß und mir Tipps erhoffe. Ich hatte bis jetzt kein Kind was sich jemals so verhält hätte.
    Ja, meine Tochter ist drei Jahre alt. Diskutiert habe ich sicher nicht mit ihr, ob sie sich in den Buggy setzen möchte oder nicht.

    Wenn dein Kind trotz Widerwillen im Buggy sitzen bleibt, wenn du es reinsetzt, schön für dich! Meine Tochter tut das nicht. Sie ist durchaus in der Lage die Gurte zu lösen und steht auf oder rutscht nach unten weg.


    Danke an alle fürs Mitdenken, den Tipp mit dem Snack beim Heimweg werde ich probieren!

  • ja wie alt ist denn das Kind jetzt?

    3? wie ich angenommen habe?

    Und Du diskutierst mit ihr ob sie sich in den Buggy setzt oder nicht?

    claraluna, ich finde deinen Tonfall recht pampig. Vielleicht meinst Du es nicht so, aber bei mir kommt es so an.


    Mistbiene: Fahrradanhänger oder Fahrradsitz schiebend? Ginge das? Ich stelle es mir in jedem Fall sehr anstrengend vor, ein müdes Kleinkind, dazu Bruder und Baby.... Hat sie denn selbst Ideen, wie sie nach Hause kommen könnte?

  • Ich hab auch schon dem Kind das Handy in die Hand gedrückt für die Heimweg damit er bleibt wo er soll. #angst

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)

  • Essen wuerde ich auch auf jeden Fall probieren, hat bei uns oft geholfen. Handy hatte ich auch schon #tuppernIch kenne dieses Verhalten nach dem Kindergarten von meinen beiden Toechtern, zeitweise auch jeden Tag #hmpf. Bei der groesseren wurde es jetzt viel besser, sie ist jetzt 5 1/2. Gruende bei uns sind: "Kollaps" nach dem Kindergarten weil dann einfach die Luft raus ist, sie Hunger haben, muede sind. Und je schneller du irgendwo sein musst, desto weniger kooperativ macht das liebe Kindlein mit. 8o

  • claraluna, wenn du meinst, dass du dir blöd vorkommst, weil ich ja fünf Kinder habe (und deiner Meinung nach ja alles zu wissen hätte, - so interpretiere ich deinen ersten Kommentar) dann antworte doch bitte nicht mehr auf meine Frage!

    weißte ich habe geschrieben, mir dein post nochmal durchgelesen un ddann die 5 Kinder entdeckt.

    und dachte dann ups... diese Standardratschläge hat sie bestimmt alle schon probiert.

    Ich fand das Verhalten komplett normal... nach einem Tag Kindergarten... tut mir leid falls das jetzt bei Dir blöd ankam


    Dann schau doch einfach, dass das Kind im buggy beschäftigt ist (siehe was ich oben geschrieben habe)

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna, vielleicht habe ich deinen Kommentar auch falsch interpretiert. Ich fand den Tonfall eben auch etwas „pampig“. Also wenn ich das falsch aufgeschnappt habe, dann entschuldige bitte.


    Das Fahrrad wäre auch noch eine Idee. Sie auf dem Kindersitz, der Bruder auf dem Sattel und ich schiebe. Ein Versuch ist es wert. Danke!

  • bei uns hat nur Tragen geholfen (Schulter) notfalls auch mit Baby vorn. Ob das allerdings gewicht technisch bei euch geht?

    Wollte ich auch gerade schreiben. Wenn es nur fünf Minuten sind, kannst Du sie Dir auf die Schultern oder auf den Rücken setzen?


    Mein Vierjähriges ist nach der Kita auch immer total durch und schafft es oft nicht zu laufen, trotz Snack und gut zu reden. Allerdings setzt es sich gern in den Buggy. Was hilft ist, das es eigentlich der Kinderwagen vom kleinen Geschwister ist . Drinsitzen dürfen ist also ein Highlight.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Meine Tochter ist zwar recht leicht, aus gesundheitlichen Gründen kann ich sie aber unmöglich noch zusätzlich tragen.
    Ich versuche es aber nochmal mit Buggy oder Fahrrad und mit Snacks.

  • Mein Sohn kann auch so ein Total-Blockierer und Wüterich sein, besonders bei Hunger, müde, überreizt und platt.

    Mit drei war das am Schlimmsten.

    Mit meiner Tochter gab es solche Situationen nicht. Ich habe mir das früher so auch nicht vorstellen können. Ich dachte, irgendwas kann man doch tun, dann kooperiert das Kind. Machte es nur nicht.


    Der Sohn findet selbst jetzt mit 4 1/2 nur schwer und manchmal gar nicht raus aus seiner Erschöpfungswut und ist auch nicht empfänglich für ruhige Ansprachen, Abmachungen im Vorhinein oder sonstige rabige Tricks, die bei meiner Tochter immer gefunzt haben.


    Ich habe es in dem Alter deiner Tochter, Mistbiene, recht schnell aufgegeben mit dem Sohn zu Fuß laufen zu wollen. Fünf Minuten Fußweg können wirklich SEHR lang sein. Daher, mein vollstes Mitgefühl!

    Laufrad oder Roller gingen bedingt, aber waren mir bei ihm teilweise zu gefährlich, teilweise zu unverlässlich. Wenn er dann blockiert hat, musste ich Gefährt und Kind nach Hause kriegen.

    Und Tragen war bei dem Brocken mit drei Jahren auch nicht mehr möglich.


    Tatsächlich habe ich ihm dann ziemlich klar gesagt, dass es nur mit Buggy geht. Und dabei keinerlei Verhandlungsspielraum gelassen. Ich habe ihn mit was zu Essen (Kekse/Fruchtriegel/Schokolade...) in den Buggy gesetzt, idealerweise bevor er völlig durch war. Er hat dann selbst ziemlich schnell gemerkt, dass Buggyfahren viel angenehmer ist. Er war ja auch echt erschöpft. Meistens ist er dann ganz schnell eingeschlafen.


    Insgesamt war das eine anstrengende Zeit. Ich bin oft schweißgebadet und völlig fertig zu Hause angekommen. Inzwischen ist das viel besser geworden. Auch, wenn es noch hakelige Tage gibt. Wir haben aber auch einen sehr langen Heimweg.


    Den Buggy habe ich so um den 4. Geburtstag wieder abschaffen können. Im Straßenverkehr gibt es auch keine Probleme mehr. Ich klopf mal auf Holz. ;)


    Es war jedenfalls für mich echt schwierig, dass mein Sohn so ganz anders als meine Tochter in dem Alter war. Keine erprobten Vorgehensweisen, die bei ihr gefruchtet hatten, funktionierten mit ihm. Ich hätte mir früher nicht träumen lassen, dass ich mal meinem Kind einen Fruchtriegel in Hand drücke, ihn in den Buggy verfrachte und sage, da bleibst du jetzt.

    Aber anders ging es nicht. Und das war dann auch ok.


    Ich wünsche dir jedenfalls gute Nerven, liebe Mistbiene und eine gute oder wenigstens erträgliche Lösung!

    Wahrscheinlich hilft nachhaltig nur Älterwerden. #angst Bei meinem Sohn habe ich zumindest den Eindruck.

    "Was ich übers Leben weiß, weiß ich aus Stand By Me." - Danke für die Angst, Thees Uhlmann

    Einmal editiert, zuletzt von Erbsprinzessin ()

  • Wenn Ihr so nah am Kindergarten wohnt, könnte dann vielleicht manchmal eine andere Familie mit ähnlichem Heimweg Euer Kind mit abholen? Dann fiele die Option auf auszudehnende Exklusivzeit mit Mama weg. (Wäre natürlich nur vorübergehend denkbar, aber es könnte sich ja auch um eine Phase handeln, die bald vorüber ist.)


    Wir hatten ein Waldkindergartenkind, deshalb konnte ich über Jahre Teile des Heimweges bei allen Kindern beobachten. Der Weg aus dem Wald dauerte bei allen länger als in den Wald, da ein Kiga-Tag anstrengend ist. Die meisten hatten einen fahrbaren Untersatz, selbst fahren mit anderen gleichzeitig ging am schnellsten. Ansonsten Sitz oder Hänger und Essbares in die Hand, notfalls ein Smartphone.