selbstbestimmtes Fernsehen

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  • Ich denke, erklären und so kannst du dir momentan sparen. Das Kind ist 3 1/2 Jahre alt, deine Erklärungen, warum dieses oder jenes, interessierern es gerade so gar nicht.

    Ich würde den TV echt erstmal wegpacken, wenn es durch das Gerät bei euch solche Probleme gibt.


    Wir sind und waren schon immer sehr locker in Bezug auf Medienkonsum, aber hier war das auch nie ein Problem.

    Als ich sah, wie gebannt und absolut nicht mehr ansprechbar eine Freundin meiner Tocher vorm Fernseher saß (da waren sie so ca. 5 Jahre alt) fing ich an, zu verstehen, dass das ein Problem sein könnte - meine Kinder haben zwar gern TV geguckt, aber immer eher so nebenbei, also dieses gebannt davor sitzen gab es nicht.

    Da hab ich echt Glück.

  • Mondschein

    ja ich hätte so gerne, dass er selbst den tv an macht und dann gleich merkt, ob spielen ist viel schöner und es ihn nicht mehr interessiert . Wir selbst schauen mittlerweile kaum noch TV.

    In mir schreit auch alles, wenn er länger als 20 Minuten davor sitzt. Irgendwie komm ich damit nicht klar, obwohl ich als Kind auchselbst bestimmen konnte. Mir war jedoch spielen viel wichtiger.

    Ich schätze den Wunsch haben alle Eltern in verschiedenen Situationen mal.

    Es werden noch einige Dinge kommen, bei denen du den Wunsch hast, dass es einfach so funktioniert. #haare


    Vielleicht gibt es Kinder, da ist das so. Ich persönlich kenne keins. #nägel


    Ich hab hier ein Kind, das sich garnicht fürs TV interessiert. Da gibt es dann andere Themen.


    Also falls dir im RL jmd erzählt: TV? Das ist bei uns kein Problem.


    Dann gibt es vermutlich irgendwo oder irgendwann ein anderes Thema, was bei euch super funktionier.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Zitat

    Gibt es die Möglichkeit, am TV dauerhaft das Testbild einzustellen? Das wird ihm bestimmt schnell langweilig.

    Aber jetzt mal ganz ernsthaft, es muss doch wohl möglich sein, einem 3,5jährigen Kind klarzumachen, dass es jetzt kein TV gibt und fertig?! Ich halte mich echt nicht für besonders autoritär, aber wenn ich der Meinung bin, es wird kein ferngesehen, dann sage ich das dem Kind und versuche nicht, das Kind zu verarschen, indem ich behaupte, der Fernseher könnte plötzlich gar keine bewegten Bilder mehr.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Ich habe die Antworten jetzt nicht gelesen, schreibe aber mal, wie es bei uns lief und läuft. ;)


    Wir haben kein klassisches Fernsehen.

    Bei uns gibt es Videos nur auf Laptop oder Tablet.
    Das heißt, unser Sohn konnte immer genau auswählen, was er sehen wollte. Da war er etwa im Alter eures Sohnes.
    Wichtig war immer, dass eine Folge auch zu Ende gesehen werden konnte.
    Am Anfang war das Caillou z.B. oder bestimmte Musikvideos klassischer Musik auf youtube.
    Wir haben immer mitgeschaut und das gesehene auch kommentiert.
    Außerdem hat diese Art des Fernsehens den Vorteil, dass er spannende Stellen vorspulen kann und bei Bedarf auch noch mal und noch mal schauen kann, bis das gesehene verarbeitet ist.


    Das "echte" Fernsehen bei meinen Eltern hat eine ganz andere Faszination. Interessanterweise besonders die Werbung.

    Das macht auch etwas ganz anderes mit ihm, obwohl auch da der Opa mitschaut und kommentiert.

  • Irgendwo habe ich schon ma beschrieben, wie schlecht Fernsehen sich auf meinen Sohn auswirkte ( und wir haben nie „echt“ ferngeschaut, sondern ausgewählt Video oder Folgen im Internet usw.) Wir Erwachsene sehen hier nie fern. Wir haben dannn eine Zeit lang (1 Jahr) auch für Kind grundsätzlich jegliches Schauen eingestellt. Das war super. Mittlerweile darf er begrenzt. Selbstbestimmtes Fernsehen funktioniert hier bei meiner Tochter etwa ab weiterführende Schule. Und auch da muss mal eingegriffen und erinnert werden.


    Ich finde Deinen Sohn zu jung für lange Erklärungen. Würde ich gar nicht machen, einmal kurz erklärt und gut. Was ich noch wichtig finde, ist, ihn seinen Frust und seine Aggression ausleben zu lassen. Das ist für Dich. Vermutlich schlimm, aber für ihn auch wichtig, sich zu Ende auszutoben.


    Wenn es geht, würde ich aber auch Fernsehen ganz abschaffen.

  • DeanRuby wenn der vater es praktisch findet - setzt er auch das Ende durch und hält den Frust aus?


    Ich gehöre auch zur viel-zu-früh-Fraktion.


    Wenn doch, dann würde ich: ausgewähltes, immer dabei sein, mitgucken, kommentieren. Ein sinnvolles Ende (Episode z.b., nicht zeitgesteuert), angekündigt, dann durchsetzen (wenn er ausmacht, super, wenn nicht, dann du). Er darf Frust haben.

    Immer mal wieder kurz erklären und begründen, aber weder Verständnis noch entsprechendes verhalten erwarten.

    Wenn die Wut zu groß wird, aussetzen. Das muss keine Strafe sein und er auch nicht verstehen. Das ist dann so, auf nachfragen dann nur kurz sagen, dass es jetzt erstmal nichts mehr gibt.

    Spielangebote erst, wenn der Frust abebbt.

  • Zitat

    Ja, ich finde ihn auch zu jung, aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Leider. Zumal vor allem Papa es gut findet, ihn such mal ruhig stellen zu können. Ich denke ich verbanne ihn erst mal..

    DeanRuby: Ich glaube, das ist ein Teil des Problems: Erwachsene finden es oft gut, wenn Kinder fernsehen, weil sie dann "ruhig gestellt sind" und man eben auch mal Pause machen möchte oder was lesen oder sich um das Baby kümmern muss oder kochen oder einfach seine Ruhe haben will. Das ist ja ganz normal, aber trotzdem letztlich kontraproduktiv - wenn das Kind dann brüllt, wenn die Glotze ausgemacht wird, oder überdreht ist vom vielen Gucken, hat man letztlich mehr Stress. ich würde lieber den "schwierigeren Weg" gehen und den Dreijährigen einbinden ins Kochen, in die Babypflege, in was auch immer, oder halt vorlesen, spielen, rausgehen … letztlich ist das nämlich doch der "einfachere" Weg.Vielleicht kannst du das ja mit deinem Mann besprechen. und dass das Kind in den Brunnen gefallen ist … in ein paar Wochen/Monaten wird er den Fernseher auch wieder vergessen haben, er ist ja echt noch klein.

  • Wieso eigentlich in den Brunnen gefallen?

    Nur weil ein Kind mal TV gesehen hat heißt das ja nicht, dass das ab jetzt dazugehört. Da kann man auch wieder mit aufhören.

    Und wieviel Zeit plötzlich ist ohne TV! Toll!!

    Ich selber hatte noch nie einen TV, aber der Mukpapa eben schon und der hat selber oft gar nicht gut geschafft den auszumachen sondern ist dann vor dem TV eingepennt.

    Wie soll ein so kleines Kind das schaffen, wenn nicht mal Erwachsene das können.


    TV bindet, weil es den Geist beschäftigt ohne dass der sich anstrengen muss. Berieselung.


    Und jetzt spielen wir Spiele, reden miteinander, gehen spazieren, lesen, machen Musik.

    Ohne Glotze ist das echt ein deultiches Strück Lebensqualität.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Hagendeel das “vergessen“ hätte hier nicht geklappt, aber das finde ich auch nicht nötig / wichtig.

    Wenn der Wunsch auch nach Monaten wieder hochploppt, dann beantwortet man ihn altersgemäß und hält den Frust aus.

  • oha, also selbstbestimmtes Fernsehen hätte bei meinen Kindern in dem Alter nie geklappt, wir haben im Gegenteil irgendwann selbst das abendliche Sandmännchen für alle Kinder gecancelt, weil es danach immer immer Gemotze gab und die Kinder kein Ende finden wollten. Ohne Fernsehen war es abends dann wesentlich friedlicher.


    Mittlerweile können zwei meiner Kinder sehr viel selbst bestimmen, sie kriegen das hin. Ein Kind kann weder mit Süßigkeiten noch mit Medienkonsum wirklich im gesunden Maß umgehen, und das Kind ist schon 13. Da müssen wir regulieren, und uns ist piepegal, dass wir dadurch die Geschwister unterschiedlich behandeln. Unterschiedlich sind sie sowieso. Und für uns Eltern wäre es wesentlich bequemer, würden wir das Kind machen lassen. Aber da sehe ich dann doch ganz konservativ meine Verantwortung für die seelische und körperliche Entwicklung der Kinder an erster Stelle.

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

  • Ich finde 3,5 Jahre auch viel zu jung um da irgendwas zu erklären und auf Einsicht zu hoffen. Ebenso kann man da vermutlich lange drauf hoffen, dass er es schafft Fernsehen von selbst zu regulieren oder gar was anderes interessanter zu finden. In ein paar Jahren sieht das sicher anders aus, aber aktuell ist er einfach noch zu klein.


    Ich kann nicht so recht nachvollziehen, wieso du meinst, dass mit dem Fernsehen nun alles zu spät ist, nur weil er vor einem Jahr das erste mal bei Oma was sehen durfte. Die allermeisten Kinder bekommen schon viel früher mit, dass es einen Fernseher gibt und da interessante Dinge drauf zu sehen sind, aber letztendlich bist du ja die Mutter und entscheidest, ob es das bei euch zuhause gibt oder nicht, egal wie viel er jammert. Das Kind ernährst du ja auch nicht von Süßkram, nur weil er mit 2 das erste mal Schokolade gegessen hat. Solange er so klein ist, ist es deine Aufgabe da Grenzen zu setzen, denn selbst versteht er es nicht und kann die Folgen auch nicht absehen. Lange Erklärungen überfordern ihn sicher noch. Ich schätze er würde allem zustimmen, solange er am Ende vor der Kiste sitzen darf.


    Meine Kinder haben in dem Alter schon was schauen dürfen, allerdings niemals normales Fernsehprogramm. Einzig DVD's haben wir genutzt und die sind üblicherweise nach Zeitraum X (30-40 min meist) zu Ende und dann ist eben "alle". Wichtig fände ich auch, dass das, was geschaut wird, altersgemäß ist. Sehr viel, was im TV läuft, ist für Kinder mit 3 absolut unpassend und überfordert die Kinder, was wiederum zum schreien und wüten führt. Ganz nett fand ich zu der Zeit Calliou. Das sind sehr kurze Geschichten, für das Alter nett, auch thematisch und eine DVD war eben nach einer halbe Stunde durch und dann wurde aus gemacht. Das ging meist ganz gut muss ich sagen. In Ausnahmefällen gab es mal mehr als eine (Kind krank oder so), viele Tage auch gar keine, weil wir was anderes gemacht haben.


    Solltet ihr also das Fernsehen weiter erlauben wollen, würde ich euch raten euch nochmal genau damit zu befassen, was und in welcher Form etwas geschaut wird.

  • Ich habe auch schon Tablets versteckt und eingeschlossen und den Fernseher ausgestöpselt. Es tut den Kindern einfach nicht gut, finde ich.

    jahaaa. ich auch. der ganze wlan kasten habe ich schon mitgenommen, als ich weg war, damit klein-ronaldo nicht an die medien kann. voll fies. aber manchmal muss das sein.

    tv gabs für die grosse erst mit 5 und der kleine natürlich früher, aber auch wenig. der war eh immer aktiv auch vor dem tv. also ruhig stellen ging nicht. er hatte aber kein problem wenn der kasten abgeschaltet wurde. das ist noch cool. heute ist es so: er gamet, ich warne ihn, dass ich abstelle in 5 minuten. macht er es nicht von selber ist fertig. es ist äusserst selten, dass er dann ausrastet.

    ganz anders meine tochter. bei ausrast kinder wegen medien Entzug: einfach so lange wie möglich keine Medien. ist am einfachsten.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • ich bin eigentlich eine von der medien-jupheidi-begrenzen-börks-fraktion.


    aber in dem fall würde ich das teil wirklich in den keller stellen. natürlich versteht er mit 3,5 noch das ganze prinzip nicht: wenn etwas gut ist, freude macht, kostenlos verfügbar ist - warum sollte man es dann beenden/begrenzen? wenn etwas irgendwie schlecht oder böse ist, warum sollte man das überhaupt machen?



    also, ich würde, sofern logistisch möglich, tatsächlich erklären, dass die glotze jetzt weg ist und sie in den keller packen und selbst in seiner gegenwart auch nicht mehr fernsehen. das dürfte maximal ein paar tage geknarze geben, aber auch nicht ansatzweise vergleichbar mit dem horror, der auftreten würde, wenn das gerät da steht und er es einfach nicht nutzen "darf". auch das - nachvollziehbar.


    deshalb wäre mein tipp = weg mit dem ding, bis mehr reife erkennbar, vielleicht ein neuer versuch in einem jahr bis 1,5 jahren.



    lg patrick

  • Eine Idee waere noch, das ganze wirklich auf ein Ritual umzuarbeiten - also zB jeden Abend das Sandmännchen. Wenn so schwierige Dingen einen festen Anker haben, dann ist es oft einfacher fuer Kinder in dem Alter ein Ende zu akzeptieren. Wobei man auch da sich auf Wutausbrüche einstellen muss.


    In dem Alter überschauen sie ja auch oft noch gar nicht so recht die Konsequenzen, zB wie man sich körperlich nach 3h Fernsehen fühlt zB. Schon alleine deswegen denke ich, dass viele Kinder, da Regeln brauchen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • hier gibt's untertags mal selten fernsehen, wenn sich papa mal ein Fußballspiel ansehen will oder ein schirennen. finden sie dann am anfang toll, nach 5 Minuten ist hier mit sitzen und zuschauen aber schluss, die toben und springen dann daneben eher so rum, das entweder ich dann mit ihnen ins Kinderzimmer gehe oder Papa sich das im Arbeitszimmer anschaut.


    aber bei meinen Kindern funktioniert "ruhig stellen" auch nicht. die große darf sich in und wieder in der Bücherei eine Kinder- Dvd aussuchen, da schaut der kleine dann halt auch mit. mehr als 20 min schaffen wir aber vom sitzfleisch her nie, finde ich aber jetzt gar nicht doof. Ich dreh dann auch beinhart ab, wenn sie nicht mehr sitzen wollen und lieber spielen. Natürlich gibt's dann gemeckere, das verstehe ich, aber nebenher Fernseher rennen lassen finde ich geht gar nicht. und wenn sie zu sehr jammern dürfen sie am nächsten Tag auch nicht weiterschauen. bei der großen funktioniert das schon recht gut, das abgedreht auch abgedreht ist, und "wir schauen morgen weiter" gut funktioniert. beim kleinen naturgemäß nicht, abr deshalb gibt's auch LAAANGE Pausen zwischen den DVDS. (bisher hatten wir cars 1 &3, Frozen und Leo lausemaus und Mama muh, das waren aber folgen, da gabs höchstens max3 täglich)

    sonst gibt's für die Kinder aber auch überhaupt kein Fernsehen.


    worauf meine allerdings komplett abfahren, sind Telefone- wenn jemand in sein Telefon schaue, stehen sie sofort daneben und wollen mitschaeun bzw Fotos oder (eigene) Videos schauen. da dürfen sie vl 1x Woche kurz anschauen, wie sie selber zb schi gefahren sind oder gehüpft oder was auch immer, aber das weglegen gibt dann auch immer rießiges Theater.


    also Selbstbestimmte nutzung würde hier definitiv nicht funktionieren, aber da finde ich sind die Kinder auch noch viel zu klein, das Müssen sie noch nicht können!

  • Ich hoffe, ich trete Die nicht zu nahe, habe aber gerade Deinen anderen Thread im Kopf. Hier ist es so, dass Absprachen, wieviel geschaut werden darf, dann gut funktionieren, wenn die Stimmung insgesamt entspannt ist uns die Eltern-Kind-Beziehung gut läuft. Wenn es Spannungen gibt oder das Kind sehr unausgeglichen ist aus anderen Kindern, funktioniert es nicht mehr.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Bei uns wird mit 3,5 Jahren ziemlich viel ferngesehen. In den Augen von uns Eltern viel zu viel. Und es ist mir auch mega peinlich. Deshalb fällt es mir auch total schwer, darüber zu schreiben.

    Wenn ich TV schreibe, meine ich Kinder Youtube-Videos auf dem Handy, heruntergeladene Kindersendungen über das TV-Gerät.


    Es hat hier angefangen mit kleinen Videos mit Kinderliedern zum Mitsingen. Fand ich im Hotelurlaub total praktisch. Und irgendwie hat es sich eingeschlichen.


    Und ich glaube, dass ich ein ansonsten relativ unproblematisches Kind habe. Die meisten Dinge haben sich bisher einfach von selbst gelöst. Gerade z.B. beim Essen bin ich absolut entspannt. Dann gibts mal viel Süßes. Das ist dann aber bald uninteressant. Und eine gewisse Rationierung ist hier meist nicht nötig und wenn dann auch recht einfach durchzusetzen.


    Aber dieser Ärger wegen des TV. Das finde ich absolut krass. Und ich habe da echt keine Werkzeuge dafür. Das kam bei uns einfach in keinem anderen Bereich bisher vor.

    Dazu kommt z.B. dass sich das TV-schauen am Morgen eingeschlichen hat. Warum? Weil es mir eigentlich egal ist, wann am Tag das TV-Kontingent geschaut wird. Wer schreibt denn vor, dass es abends sein soll?

    Und so haben sich irgendwie komische Rituale etabliert, die ich nicht gut finde, mein Kind allerdings schon #flop


    Eine Lektion habe ich jedenfalls schon gelernt:

    Wenn ich etwas erlaube, darf das Kind davon ausgehen, dass es für mich in Ordnung ist. Dann darf ich mich darüber nicht ärgern. Sonst hätte ich es verbieten müssen. Also erst TV erlauben und dann schlechte Laune haben, das geht für mich nicht.

    Den Gedanken fand ich sehr spannend und hilfreich.


    Auch wenn ich das Grundproblem nicht gelöst habe.


    Achso. Ich war immer eine Verfechterin von kein TV. Wir schauen auch nich in ihrer Gegenwart.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich verstehe das immer noch nicht. Wie kann es sein, dass ein Kind von 3,5 in den Augen der Eltern viel zu viel vor dem Fernseher sitzt? Das ist doch eure Verantwortung als Eltern, das zu regeln, man kann doch nicht sämtliche Verantwortung dem Kind übergeben und sich dann beschweren? Julchen86 Warum unterbindest du das dann nicht einfach?


    Vielleicht bin ich echt eine andere Generation, aber ich fand tatsächlich gerade in unserem letzten Hotelurlaub die unzähligen vor Tablets und Handys ruhiggestellten Kleinkinder wirklich erschreckend. Selbst unsere Kinder äußerten da mehrfach ihr Befremden drüber, und die sind nun echt nicht kritisch gegenüber Medienkonsum.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Ich kann nur sagen, dass es bei uns auch Drama, Drama, Drama gegeben hätte - und geben würde, wenn wir einen Fernseher hätten.

    Selbstbestimmtes Fernsehen halte ich für ein sehr fragwürdiges Konzept. Das mag in Einzelfällen gut gehen, aber ich würde es niemals als allgemeine Empfehlung sehen.


    Insofern, liebe TE, dein Kind kann das nicht entscheiden und überblickt auch die Folgen seines Verhaltens nicht. Hab den Mut und übernimm hier die Verantwortung, den Fernsehkonsum wenn nötig auch radikal zu verändern, wenn Versuche, es einzuschränken, nicht zu einer gutem Weg für Euch als Familie führen.

    Es ist okay, wenn dein Kind wütend und verzweifelt ist. Du musst nur da sein, Verständnis haben und der Wut ihren Raum lassen.