Immer wieder mal heftig Durchfall mit sonst nix

  • Der Zwerg (3,5) hat immer mal wieder heftigen Durchfall mit sonst gar nichts.

    Also 1x die Windel gesprengt (wirklich heftig) und dann über Tage nix mehr.

    Sonst hat er nichts. Isst gut, trinkt gut und spielt fröhlich vor sich hin.

    Heute rief wieder der Kindergarten an. Gestern Abend hatte Zwerg 2 Gläser Milch getrunken und wir haben schon öfter nen Zusammenhang mit "Berge an Joghurt verputzt" vermutet.

    Könnte das ne Laktoseintoleranz sein? Müssen wir das testen lassen, oder reicht ausprobieren?


    Und wie viel Laktose steckt in einer Milchschnitte #angst.


    LG Schlumpii

  • Ja, das könnte schon sein. Wenn ihr sicher gehen wollt, solltet ihr allerdings mal einen Atemtest beim Kinderarzt machen.

    Meine Tochter bekommt von einer Milchschnitte bereits ganz schön Bauchweh...

  • Ähnliche Symptome kenne ich hier in der Familie bei einer Fructosemalabsorptionsstörung.


    Ich glaube, ich würde das einfach mal ausprobieren, also mal die ganz großen Laktose-Bomben (Milch) weglassen und dann schauen.

    (Aber eigentlich finde ich den Zwerg ein bisschen zu jung dafür. Mit 3.5 werden doch andere Kinder noch gestillt. )

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Ich würde bei Gelegenheit die üblichen Verdächtigen (Laktose, Fructose, Gluten) korrekt abklären lassen.

    Für Laktose ist es relativ früh, aber das ist nicht unmöglich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ja, die üblichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich so äußern. Ich würde auch versuchen, ob das Kind bei einem Atemtest schon gut mitmachen kann.


    Ja, klar, eine Milchschnitte oder zwei Glas Milch können sehr leicht schon heftigen DF verursachen. Und wenn zu einer LI vielleicht eine FI dazukommt, dann ist eine Milchschnitte von beidem zuviel.

  • Ich möchte noch Milcheiweissunverträglichkeit in den Raum werfen. Vermute ich bei mir, ist aber schwieriger zu testen als Laktoseintoleranz und kann zu Durchfall und Erbrechen führen

    mit zwei Jungs (2010 und 2012) meistens mit tapatalk unterwegs.

  • Die Kinderärztin meinte, daß wir Laktose ruhig selber ausprobieren können.


    Atemtest beim Zwerg ist im Moment aussichtslos ... Sobald er eine Arztpraxis betritt, geht die Sirene an. Mitarbeiten wird er auf keinen Fall. Da ist er echt sehr stur.


    Die beiden Großen hatten auch immer mal Phasen, in denen Laktose nicht ging. Am längsten war das im letzten Kindergartenjahr. Zwerg wäre zwar etwas früh, aber ich finde nicht sehr ungewöhnlich. Meine Mutter hatte auch schon als kleines Kind Milch verweigert wegen genau solcher Probleme. Scheint also familiär gehäuft zu sein.


    Wenn Milchschnitte viel Laktose hat, dann reden wir gestern Abend von einer ganzen Milchschnitte plus 2-3 Gläser Milch ...

    Bei "zu viel Joghurt" sprechen wir von knapp 1 kg Joghurt am Tag. Also durchaus große Mengen an Laktose.


    Milchschnitte hatte ich gefragt, weil er darin seine Tabletten bekommt. Oft futtert er die ganz auf, manchmal nimmt er nur eine kleine Ecke. Mal sehen wie wir das lösen #weissnicht.


    Die nächsten Tage dann also erstmal laktosefreie Milch und Tabletten in Leberwurst ... Oder so.


    Zusätzlich hat Zwerg noch flüchtigen Ringelröteln-Ausschlag #hammer ... passt gut zum Fieber letzten Donnerstag.

  • Wenn Milchschnitte viel Laktose hat, dann reden wir gestern Abend von einer ganzen Milchschnitte plus 2-3 Gläser Milch ...

    Bei "zu viel Joghurt" sprechen wir von knapp 1 kg Joghurt am Tag. Also durchaus große Mengen an Laktose.

    In einer Milchschnitte ist, wenn ich mich nicht verrechnet habe, ungefähr 0,5 g Laktose. (Sie wiegt 28 g, 40% sei Milch, Milch hat 5% Laktose)

    Das ist im Vergleich zu dem, was in einem Glas Milch ist, ziemlich wenig. Ein Glas Milch sind so ungefähr 10g Laktose.


    Joghurt hat deutlich weniger Laktose als Milch, weil die Milchsäurebakterien die Laktose weitgehend abbauen, aber je nach Empfindlichkeit und Joghurtmenge kann der verbleibende Rest trotzdem zu viel sein.

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Ich wage jetzt mal ganz vorsichtig anzumerken: 1 Liter Jogurt etc bei einem 3.5jährigen würde auch ganz ohne Laktoseintoleranz zum "Durchpusten" anregen. Ebenso 2-3 Gläser Milch.

    Laktose ist "stuhlerweichend" - und die Menge Milchprodukt auf die Grösse doch recht beachtlich.


    Also ich würde mal eine Weile auf etwas moderatere Mengen achten und schaueb, was passiert - und wenn immer noch der Verdacht besteht, einfach mal 2 Wochen komplett laktosefrei ernähren.


    Es ist übrigens gut möglich, dass LI nur vorübergehend ist, zum Beispiel nach einem M-D-Infekt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Da unterschreib ich in allen Punkten

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Ich wollte auch erst schreiben, dass eine Lactoseintoleranz deutlich früher möglich sein kann.


    Meine Kinder hatten das sehr früh deutlich merkbar.


    Aber 1kg Joghurt?

    Das finde ich auch ohne Intoleranz schon echt viel.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich lese das ja öfter, was Du beschreibst, Mondschein und bin neugierig: wie ernährt man ein solches Kind? Ich stelle mir die Eiweissversorgung etc recht herausfordernd dar.


    Meine Tochter hatte ja eine Kuhmilcheiweiss-Unverträglichkeit bis ins Kleinkindalter, da war ich unsagbar froh, dass ich lange stillen konnte.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Talpa ich habe gestillt.


    Kuhmilch gab es jeweils frühestens mit 12 Monaten.

    Aber Kind 1 hat alles mit Milch (außer Muttermilch) immer schon abgelehnt.


    Wenn es doch mal zu Milch kam (bei Freunden usw.), waren die Symptome recht eindeutig.

    Getestet wurden wir dann erst etwas später.


    Wichtig finde ich, dass man nicht immer gleich stark reagiert und auch verschiedene Produkte gut gehen.


    Und wir essen einfach wozu wir Lust haben.

    Das wurde vom Arzt so auch empfohlen.

    Wir wissen ja ungefähr wie und worauf wir reagieren.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Dann war es aber keine Laktoseintoleranz. Muttermilch enthält Laktose, bei (fast) allem Säugetieren.


    Das wird oft verwechselt. Aber ein Kind, das Muttermilch verträgt, ist nicht laktoseintolerant - sondern reagiert wahrscheinlich auf einen Bestandteil/Eiweiss in Kuhmilch. Das ist relativ häufig und verwächst sich meist. Ob es dann später laktoseintolerant wurd hat mit dieser ersten Unverträglichkeit aber nichts zu tun, da ist die genetische Disposition gewichtiger.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Doch war es schon.


    Kinder sind oftmals nicht von Geburt an lactoseintolerant.

    Das ist nicht ungewöhnlich, sonst wären Asiaten ja ausgestorben....


    Es gibt es selten, dass Kinder sehr früh, schon in der Stillzeit reagieren.


    Wir sind von verschiedenen Ärzten getestet.

    Das Ergebnis ist eindeutig.

    Ich vertraue den Ärzten, dass sie da nichts verwechseln...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich glaube Dir sofort, dass Dein Kind jetzt (wie Du sagtest, wurdet Ihr ja später getestet, nicht in der Säuglingszeit) laktoseintolerant ist. Das ist ja auch nichts ungewöhnliches.


    Hätten aber mehrere Ärzte Dein Stillkind als laktoseintolerant getestet und Dich fröhlich weiterstillen lassen, hätten sie definitiv ihren Beruf verfehlt.... ein laktoseintoleranter Säugling (gibt es, eine Form dieser sehr seltenen Erkrankung wird im Fersenblut getestet) braucht Spezialernährung, denn er verträgt die eigentliche Ernährung eines Säuglings nicht: Muttermilch. Die enthält mit 7% Laktose übrigens deutlich mehr als Kuhmilch (5,8%).


    Will heissen: wenn ein Säugling mit Muttermilch gedeiht und auf Kuhmilchprodukte reagiert, dann hat er keine LI sondern höchstwahrscheinlich eine Kuhmilcheiweiss-Unverträglichkeit. Selbstverständlich kann dasselbe Kind dennoch relativ früh eine Laktoseintoleranz entwickeln. Das sind aber zwei unterschiedliche Sachen.


    Ich weiss, das mag pingelig sein, aber ich kann es schlecht stehen lassen, wenn stillende Mütter mir erklären, ihr Kind sei laktoseintolerant, vertrage nur Muttermilch. Wir sind Säugetiere - und produzieren wie alle Säugetiere laktosehaltige Milch, im Menschenfall sogar eine Laktosebombe.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Talpa ist völlig okay, dass du das so siehst.


    Natürlich kann ich es im Nachgang nicht mehr beweisen.

    Ich vermute dennoch im Nachgang, dass die Gedeihstörung genau darauf zurückzuführen ist.

    Aber es ist ja auch mühsam das zu diskutieren, du weißt es nicht und ich weiß nur, was war und kann es eh nicht mehr aufklären.


    Ich schrieb ja auch, dass eine solche Intoleranz deutlich vor 3,5 Jahren getestet werden kann.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Von der Gedeihstörung wusste ich tatsächlich nichts. Ich ging von einem gedeihenden Säugling aus, da Du ja schriebst, Du hättest gestillt.

    Entschuldige also, wenn ich aus den wenigen Infos einen falschen Eindruck bekommen habe. Muttermilch nicht zu vertragen ist eine ernste Sache und für Euch Eltern sicher sehr beunruhigend gewesen.


    Liebe Grüsse


    Talpa