Lesen trotz Übelkeit im Auto?

  • Wir fahren immer mal wieder lange Strecken mit dem Auto.

    Inzwischen wird dem großen Kind da leider schlecht. Früher nicht und nicht so doll, dass sie spucken müsste. Aber doll genug, nicht mehr zu lesen.

    Hörbücher, Musik (also “Ohrbeschäftigung“) mag sie gerade nicht, Spiele (ich sehe was ...- nummernschilderraten, ...) und Erzählen laufen immer nur ein paar Minuten, handarbeiten gehen auch nicht.

    Medikamente mag ich ihr dafür nicht geben.

    - hat jemand Ideen, wie ich ihr lesen ermöglichen kann? Erfahrungen damit?

    Kennt jemand Düfte, die helfen, oder das geniale gurtpolster oder?

  • Hallo,


    Ich denke nicht, daß man da viel machen kann.


    Bei mir war es so, daß mir sowieso schlecht wurde. Meine Eltern haben mir zwar immer gesagt, das käme vom Lesen, aber da konnte ich keinen Unterschied feststellen. Also habe ich in der Zeit BIS mir schlecht wurde, gelesen - danach half eh nichts mehr. Wenn ich Glück hatte, schlief ich ein ansonsten - war es eben schlimm.


    Meinen Kindern hat Cocculus geholfen. Ich weiß, daß homöopathische Sachen sehr umstritten sind, aber mir war es in dem Moment egal. Was hilft, das hilft. (Und andere, Kügelchen einfach nur aus Zucker haben NICHT geholfen).

    Pause machen, an die Luft und nicht in die Luft gehen und dann irgendwann weitersehen...

  • Wir haben inzwischen lesen bis wir auf der Autobahn sind und sobald wir wieder abfahren untersagt (mehrfach das Auto vollgekotzt). So geht es.


    Sonst hab ich leider keine Tipps:(

  • Es gibt Kaugummi gegen Reiseübelkeit, die haben bei uns leider gar nichts gebracht.

    Grundsätzlich fürchte ich, dass es ziemlich normal ist, im Auto nicht lesen zu können und ich glaube nicht, dass man da etwas machen kann. Der Körper bekommt eben total widersprüchliche Information: Die Augen sagen Stillstand, die Gleichgewichtsorgane im Ohr sagen Bewegung. Das Gehirn ist überfordert.

    Leider bekomme ich die Erklärung nicht mehr zusammen, warum Kinder das oft noch können und bei vielen erst im Laufe der Pubertät dann die Übelkeit einsetzt.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Mir war schon als Kind (weit vor dem Lesealter) bei längeren Autofahrten immer übel und meine Mutter fuhr ohne Eimer nirgends mit mir hin. Das hat sich im späten Kleinkindalter gegeben. Heute ist alles okay, wenn ich die meiste Zeit rausschaue. Lesen geht überhaupt nicht, dabei wird mir nach wenigen Minuten übel. Beim Zugfahren geht es aber meistens, wobei ich insgesamt das Gefühl habe, dass sich das immer mehr verstärkt.

    Ich kann allerdings auch nicht schaukeln oder Trampolin springen, ohne seekrank zu werden. Ich denke auch, dass man da wenig machen kann.

  • Ich weiß, das ist nicht hilfreich, aber meine eigene Erfahrung ist: es hilft mir nichts #hmpf Als Kind hat mir Autofahren sehr zugesetzt, sobald die Strecke ansatzweise kurvig war wurde mir schlecht und ich musste spucken. Besser wurde es, wenn ich vorne sitzen durfte und auf die Straße gucken konnte. Lesen war/ist bis heute undenkbar für mich, am allerbesten geht es mir übrigens, wenn ich selbst fahre. Da hab ich es bisher nur 2x erlebt, dass mir übel wurde (bis zum erbrechen), aber das waren wirklich extrem kurvige Strecken durch die Berge (einmal Amalfiküste, einmal Sardinien).


    Zwei meiner Kinder sind leider ähnlich gestrickt, Hörbücher gehen aber ganz gut und wir fahren sehr selten lange Strecken. Wir haben ihnen im letzten Urlaub Globuli vorbeugend gegeben (Cocculus D12) und es musste immerhin keiner brechen. Lesen oder ähnliches war trotzdem nicht möglich. Auf einer Fährüberfahrt habe ich ihnen bei übler Seekrankheit mal Scolopamin gegeben, das Freunde dabei hatten. Hat gewirkt gegen die Übelkeit, aber sie waren total müde und etwas zombiehaft danach, das fand ich auch nicht so prickelnd.

  • Bei mir hilft gegen die Reiseübelkeit im Auto - oder im Zug, ich bekomme es auch im Zug ganz schnell - übrigens nur essen. Ständiges Essen, gern besonders salzig und fettig.

    Lesen geht allerdings nur ganz selten im Zug, ich muss dann gut satt sein, darf absolut nicht müde sein und die Strecke muss stimmen.

    Am liebsten fahre ich selbst, da habe ich keine Probleme.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ich kenne das Problem leider auch. Als Kind schon und jetzt als Erwachsene ist es nicht besser geworden. Lesen (bzw. ähnliche Beschäftigungen) gehen maximal 10-15 min und dann ist mir so schlecht, dass es einfach nicht mehr geht. Wenn ich aus dem Fenster schaue, wird mir aber nicht schlecht, also kein grundsätzliches Problem (zumindest nicht im normalen PKW).

    Insofern leider keine Tipps. Ich finde lange Autofahrten deswegen auch ziemlich nervig, ich langweile mich halt von Anfang bis Ende. #weissnicht Ich mag auch nicht gern Hörbücher und co. und alles andere fällt quasi weg.

    Tabletten nehme ich aber trotzdem nicht. Das sind die gleichen, die ich auch Gelegentlich mal bei einer Runde Magen-Darm nehmen und die machen schon extrem müde. Vermutlich wurde das Kind also eher die Fahrt über schlafen als lesen. Ist zwar eine Möglichkeit, aber die haben sonst auch eine ganze Reihe möglicher heftiger Nebenwirkungen, daher würde ich sie nicht ohne große Not nehmen.

  • Bei mir hilft gegen die Reiseübelkeit im Auto - oder im Zug, ich bekomme es auch im Zug ganz schnell - übrigens nur essen. Ständiges Essen, gern besonders salzig und fettig.

    Witzig, bei mir hilft es nur, wenn ich komplett nüchtern bin. Auch kein Kaffee oder so. Fürs lesen reicht das trotzdem nicht, nur um zu überleben.

  • Ich weiß leider auch keinen Rat ausser nicht zu lesen ;)

    Mir wird selbst im Auto hinten leicht schlecht, vorne ist es etwas besser. Lesen kann ich aber gar nicht, ich bin Gott froh um Navis, so muss ich keine Karte mehr lesen ;)

    Eins meiner Kinder hat das Problem nicht, dem anderen ergeht es wie mir (nur wird dem noch viel leichter schlecht).

    Wir hören zur Zeit auf langen Autofahrten wieder Hörspiele (auch so ein transportabler Fernseher geht nicht).

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Meiner Schwester helfen wohl diese Seabands und vorne sitzen.

    Aber lesen kann sie dennoch nicht. Sie erbricht aber immerhin nicht ständig mehr.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Bei mir hilft auch essen, immer wieder ein bisschen.

    Oder Bonbons oder normale Kaugummis.

    Und Säure, Mandarinen gehen ganz gut.

    Aber Lesen geht dann dennoch nicht.

  • Ich leide selbst an Reiseübelkeit ... Meine Kinder auch.

    Und bei allen Strecken von mehr als einer Stunde gibt es vorher Vomex für die Bande. Dann dürfen sie Lesen oder Daddeln. Alles andere halte ich für Folter.


    Reiseübelkeit fühlt sich auch ohne Erbrechen richtig mies an. Zumindest bei mir ist der Kreislauf noch Stunden danach platt. Meine Kinder waren immer den Rest des Tages blass und schlapp.


    Bei Schmerzen gibt so gut wie jeder Schmerzmittel. Wieso nicht auch ein passendes Mittel bei Reiseübelkeit?

  • Ich persönlich meide Vomex, weil es mich immer total aus den Latschen haut. Wenn es da etwas besseres gäbe, würde ich das nehmen. Und auch älteren Kindern geben, wenn nötig.


    Bei mir helfen auch die Reisekaugummis ganz gut, aber Lesen geht auf keine Fall. Ich erinnere mich auch noch, dass ich das als Kind erst konnte und dann ging es irgendwann nicht mehr, richtig doof.

  • Als Kind habe ich auch Kautabletten gegen Reiseübelkeit bekommen, wenn wir in den Urlaub gefahren sind. Damit ging es dann immer ganz gut. Ansonsten hat auch nur geholfen, nicht zu lesen und aus dem Fenster zu gucken. Aber manchmal eben auch nicht mal das. Zum Glück hat sich das bei mir verwachsen. Mein Mann kann bis heute nicht im Auto lesen, darf aber leider auch nicht die üblichen Mittel gegen Reiseübelkeit nehmen.

  • Bei mir macht es keinen Unterschied, ob ich lese. Also Lesen hilft, mich abzulenken. Es ist aber wichtig dabei, dass ich gelegentlich aufsehe und zwischendurch Lesepause mache. Auch um zu spüren, ob es noch passt.

  • Ich hatte das auch als Kind und heute noch bei Schiffsfahrten, sobald die See nicht ganz ruhig ist. Reisekaugummi und Reisetabletten sind nicht so toll bei mir, ich muss nicht brechen, aber mir ist total übel. Bei mir hilft Ingwer total gut, ist aber wohl sehr unterschiedlich bei Menschen, ob es hilft oder nicht. Ich esse dann gerne kandierten Ingwer, aber es gibt auch diese i*bons mit Mango, die sind nicht ganz so scharf. Es muss halt Ingwerextrakt drin sein und nicht nur Aroma.

  • Ich wollte eben nachfragen, was Vomex ist und ob es keine Nebenwirkungen hat. Hat sich überschnitten. Ich bin noch immer, seit Jahrzehnten, auf der Suche nach etwas wirksamen gegen Reiseübelkeit ohne dieses "Ausgenocktgefühl".


    Ich habe wegen der schlimmen Übelkeit die Fahprüfung gemacht vor ein paar Jahren, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

    Mandragora
    mit Sonnenschein 07, Kuschelbär 10, Zwerglein 14