Gendersternchen richtig verwenden, konkrete Frage, kann mir jm. helfen?

  • Hallo,


    ich habe gerade einen Knoten im Hirn, vielleicht kann mir eine*r von euch helfen:


    "die Klient*innen wünschen sich mehr was auch immer ..." ist klar.


    Aber wenn ich schreiben will: "der Rollenwechsel des Sozialarbeiters/der Sozialarbeiterin ..." - dann geht das wie?

    "des*r"? und "Sozialabeiters*in"? Das sieht komisch aus #confused


    (es ist eine lange Arbeit und die Frage wird sich öfter stellen, daher möchte ich nicht "die Sozialarbeitenden" schreiben. )


    #danke


    Gwynnia

  • Ich finde "die Sozialarbeitenden" super, aber wenn Du das nicht magst, würde ich "der Rollenwechsel der Sozialarbeiter*innen" schreiben. Also die grammatikalisch weibliche Form und das Sternchen als Markierung, daß andere Geschlechter mitgemeint sind.


    Manche nehmen statt des Sternchens übrigens auch gern den Doppelpunkt. Sozialarbeiter:innen. Das ist wohl für Spracherkennungsprogramme einfacher als das Sternchen.

  • Ich finde casa s Lösung mit dem Plural sehr elegant und würde vorschlagen, das so zu machen. Im Singular müsste es wohl des*der Sozialarbeiter*in heißen, aber das finde ich sehr sperrig. Wenn es im Kontext zwingend Singular sein muss, würde ich auch eher über alternative Formulierungen nachdenken.

    And we're still here
    All together and all alone
    Consumed with fear
    That one day we'll discover
    How empty we've become

  • Im Singular müsste es wohl des*der Sozialarbeiter*in heißen,

    Nö, warum? Da ginge auch das generische Femininum mit * als Zugeständnis an die anderen Geschlechter.

    Angenommen, es geht um eine Person, die im Bereich sozialer Arbeit tätig ist. Wir wissen nicht, welches Geschlecht diese Person hat.

    Also: "der Rollenwechsel der Sozialarbeiter:in"

  • Im Singular müsste es wohl des*der Sozialarbeiter*in heißen,

    Nö, warum? Da ginge auch das generische Femininum mit * als Zugeständnis an die anderen Geschlechter.

    Angenommen, es geht um eine Person, die im Bereich sozialer Arbeit tätig ist. Wir wissen nicht, welches Geschlecht diese Person hat.

    Also: "der Rollenwechsel der Sozialarbeiter:in"

    Das sehe ich genau wie casa.

  • Zumal in dem Beispielsatz der männliche Sozialarbeiter im Plural sogar grammatikalisch Korrekt vorhanden ist #pfeif

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


  • Liebe Gwynnia,


    ich kann deinen Knoten nachvollziehen, ich musste letztens auch einen Text gendern und es war zum Brechen.

    Bessere Vorschläge als oben habe ich nicht, das geht einfach nicht wirklich elegant.


    Beruflich und im Studium hab ich mich deswegen mit Händchen und Füßchen dagegen gewehrt, meine Texte zu gendern, sondern entweder ein *die weibliche/männliche Form ist mitgemeint* vorgestellt oder halt männlich und weiblich munter abgewechselt.


    Viele gute Nerven beim Rumgendern!

  • Singular finde ich auch tricky

    Ich habe

    „des*r Sozialabeiters*in“

    neulich so gelöst:

    des/der Sozialabeiter*in (also ohne das Genitiv-s im maskulinum) und anderes Wort ;-)

    war damit aber grammatikalisch nicht so glücklich

  • Also wenn Singular, dann würde ich es genauso machen.

    In der nächsten Arbeit gewöhne ich mir den Doppelpunkt statt des Sternchens an. Ich habe das leider heute erst im Genderstrang kennen gelernt und keine Zeit mehr, die aktuelle Arbeit zu ändern (außerdem ist die Dozentin etwas schräg drauf #angst)