Klima - fürs Überleben in der Diskussion mit „Skeptikern“

  • Eine schöne, allgemeinverständliche Erklärung von Stefan Rahmstorf dazu, wie das mit dem Klima funktioniert.


    Das müsste inhaltlich ausreichen, um mit irgendwelchen Deppen fehlgeleiteten Leuten zu diskutieren, die sich von der fossilen Industrie oder anderen Klimawandelleugnern blenden haben lassen.


    https://www.spiegel.de/wissens…f1-4ffe-828a-16493d24715b

  • Jaja, das mag ja auch alles so sein. Aber es gibt schließlich auch Wissenschaftler, die die Erwärmung mit der Sonnenaktivität in Verbindung bringen. Ich bin einfach ein Skeptiker, und solange es einen Wissenschaftler gibt, der andere Gründe für möglich halten, mag ich das nicht ganz ausschließen. (Denn ich bin damit ein wenig klüger als alle, die sich von den Gretas dieser Welt verwirren lassen, die eine riesige Maschinerie hinter sich haben, selbst nicht klimaneutral leben, von ihren Eltern instrumentalisiert sind, an der und der Stelle einen Fehler gemacht haben und deshalb ingesamt unglaubwürdig sind, die ja auch eine Behinderung hat, nicht dass ich da Vorurteile hätte,diese Menschen können ja nichts dafür, aber das Mädchen ist doch nicht normal)


    #kreischen


    Manche Leute wollen sich einfach nicht überzeugen lassen.


    Danke für den Link.#freu

  • Das hat mir tatsächlich ein gebildeter und eigentlich aufgeklärter Mensch so gesagt. Da wusste ich dann auch nicht mehr, was ich sagen sollte.:(

  • Da fällt mir ein: Du weißt aber schon, dass das Klimathema künstlich von den Medien hochgeputscht worden ist. Also, eigentlich stehen da ganz andere Interessen hinter (welche das sind, weiß ich nicht mehr, ich glaube, das ist auch nicht klar geworden), und es soll auch von anderen Themen abgelenkt werden, also es steckt natürlich die Wirtschaft dahinter. Und die Presse. Ja. Und private Interessen. Und eigentlich sind alle, die sich mit dem Thema beschäftigen und zu Demos gehen instrumentalisiert (weiß aber nicht mehr, von wem und wofür) und die Industrie steht dahinter, und eigentlich richtet sich das alles gegen die armen Länder, die weiter ausgebeutet werden sollen und unterdrückt, also, die USA haben da auch die Finger drin, und der IWF.


    (Ich glaub, ich hab diese Unterhaltung noch nicht verarbeitet. Manchen Leuten ist echt nicht beizukommen. Und wenn man nachfragt, kommt nichts sinnvolles dabei raus. Außer, dass man selbst nicht geschnallt hat, was läuft, während der andere den Durchblick hat.)


    #kreischen#kreischen#kreischen

  • Du weißt aber schon, dass das Klimathema künstlich von den Medien hochgeputscht worden ist.

    Ich habe für diese Art von Argumentation vollstes Verständnis, weil erfahrungsgemäß ist es stets eine sinnvolle Frage, sich erst mal zu überlegen, wer eine Meldung jetzt in die Medien gepuscht hat, bevor man sich über den Inhalt der Meldung Gedanken macht. Ich habe mir diese Frage auch kurzzeitig gestellt.


    Aber es ist trotzdem hier die falsche Frage. Die eigentlich relevante Frage hier lautet:

    Wie kommt es, dass die Klimakatastrophe so lange von den Medien weitgehend ignoriert wurde?


    Ich sehe zwei Aspekte für die Antwort:

    A) Mächtige Wirtschaftsinteressen wollten ihre Investments in fossile Energien beschützen und haben sich (eigentlich erfolglose) Wissenschaftler gekauft, die ihnen dabei geholfen haben. Diese „Wissenschafler“ konnten für naturwissenschaftlich unbedarfte Journalisten den Eindruck erzeugen, die Frage wäre kontrovers.

    B) Die Wahrheit ist so unangenehm, dass viele Leute sie abstreiten müssen, um nicht von Angst oder von Scham übermannt zu werden.

  • Das wäre eine gute Antwort gewesen. :thumbup:


    Allerdings ist es ja auch kein Thema, das die Medien hätten aufgreifen können, also eigentlich, weil es ja an der Sonnenaktivität liegt, vermutlich, und eigentlich auch nicht so stimmt, weil ja alles gefakt ist.


    Meine Antwort war, dass ich mich immer entscheiden muss, was ich glaube, weil ich nie die absolute Wahrkeit kennen werde, und dass ich mich immer auf Spezialisten verlassen muss, weil ich nicht alles lernen kann, was es so gibt, um dann die Welt sicher zu verstehen, und selbst ich kann mich ja irren.

    Und dass ich mich in meiner Entscheidung in diesem Punkt einmal irre, also dass das mit dem Klimawandel gar nicht stimmt, und dass das dann doch ein toller Irrtum wäre, aber wenn ich mich nicht irre, wäre es dann nicht schlimmer, wenn ich aus Zweifeln nicht versucht hätte, etwas zu tun? Und dann hab ich noch ein Lied zitiert und gesagt: Ich bereue lieber die Dinge, die ich getan habe, als die Dinge, die ich nicht getan habe.

  • Ja, B wird es wohl ganz häufig sein. Es wird wohl so sein, dass selbst bei den schlimmsten Anzeichen die Leute noch leugnen werden (bei dem Buch von der Pausewang ist es ein Atomerstschlag, sber trotzdem glauben die Leute nicht, dass alles weg ist, das ist wohl so ein Überlebensmechanismus).


    Es gibt ja auch viele, die es zugeben, aber dann einschränken, es wäre nicht menschengemacht, um sich selbst rein zu waschen und sagen zu können, dass sie es eh nicht aufhalten können. Und z. B. in betroffenen Gebieten wohnen und gegen Spenden sind.


    Von diesem Meereserhitzen und Millionen toter Vögel an der Küste der USA von 2014 bis 16 wird jetzt berichtet. Da fragt man sich schon, was stattdessen verschwiegen wird, was wir dann 2025 oder später erfahren werden.

  • Der Artikel ist wirklich gut, aber wenn man zu den Kommentaren runterscrollt, findet man gleich wieder die nächsten Ausweichstrategien:


    - menschengemachter Klimawandel existiert zwar, ist aber halb so wild und wird übermäßig dramatisiert

    - Deutschland allein kann die Welt eh nicht retten

    - wir sollten auf Innovation setzen und nicht auf Verzicht

    - ich sehe gar nicht ein, wieso gerade ich mich einschränken soll

    ...

    Ja, es ist manchmal zum Verzweifeln.

  • Die, die in den Kommentaren unter dem und ähnlichen Artikeln den Klimawandel als "neue Religion" bezeichnen, zeigen ja deutlich, dass sie nur glauben wollen, eben daran, dass sie Recht haben und nicht zugänglich sind für irgendwas Empirisches.


    Vielleicht ist das Thema auch einfach zu "groß" für Menschen und daher müssen sie es irgendwie leugnen, um weiter zu machen. (So wie die Leugner von großen Verbrechen oder Tschernobyl/überhaupt Gefahren der Atomkraft, so was habe ich im RL, vermutlich würden die sich sonst die Kugel geben #weissnicht).

  • Ja, diese Gegenargumente sind echt zum Haare raufen.

    Wobei ich auf Twitter unter dem Tweet von Stefan Rahmstorf bisher nur halbwegs konstruktives Zeugs gelesen habe, richtig aggressiv und deppert sind die Kommentare immer bei Volker Quaschning.

    - wir sollten auf Innovation setzen und nicht auf Verzicht

    Das ist ein sehr schräges Argument, finde ich. Es wird uns keine Innovation retten und wir bräuchten nicht groß verzichten.


    Die Technik, die man nutzen müsste, um das Problem zu lösen, ist quasi komplett da. (Der einzige Punkt, für den es im Augenblick keine vernünftige Lösung gibt, ist das Fliegen.)


    Auf „Innovationen“ zu setzen, die das CO2 zukünftig schmerzfrei wieder aus der Luft holen, ist kompletter Unsinn, weil niemand den 2. Hauptsatz der Thermodynamik weginnovieren können wird.


    Wir müssen einfach Kohle, Erdöl und Erdgas im Boden lassen und unseren Bestand an Windräder, Solarzellen, Kurzfristspeicher und Langfristspeicher kräftig ausbauen.


    Der einzige wirklich nötige Verzicht ist der auf die windradfreien Horizonte.

  • „Aber China!“, heißt es dann immer ganz empört, als hätten diese beiden Worte mehr Argumentationskraft als „Aber Zwiebelkuchen!“.


    (von o.g. graslutscher-Link)


    Danke dafür, ich merk mir das #freu

  • „Aber China!“, heißt es dann immer ganz empört, als hätten diese beiden Worte mehr Argumentationskraft als „Aber Zwiebelkuchen!“.

    ja aber! dann schaust du bitte mal in deine Hose. Und in deinen Pulli. Und in deine Schuhe!

    (sag ich dann)

    Denn ja aber! "die Chinesen" machen ja all unseren Kram.

  • Nun ja, selbst wenn das Klima in erster Linie von den Sonnenflecken / Aliens / fliegendem Spaghettimonster beeinflusst würde, müsste ich doch immer noch mein Möglichstes tun, die Erde bewohnbar zu halten und da, wo ich Einfluss darauf habe, diesen Einfluss nutzen.

    Wie kommt es, dass die Klimakatastrophe so lange von den Medien weitgehend ignoriert wurde?

    Wurde sie nicht, ich habe immer wieder darüber gelesen.

    B) Die Wahrheit ist so unangenehm, dass viele Leute sie abstreiten müssen, um nicht von Angst oder von Scham übermannt zu werden.

    Genau das ist passiert und geschieht weiterhin.

    Silbermöwen sind Zugvögel.


    Weißt du, wo das Dings ist?

    ... Nein. Suche es selbst! Ich will das heute nicht.

  • Wie kommt es, dass die Klimakatastrophe so lange von den Medien weitgehend ignoriert wurde?

    Wurde sie nicht, ich habe immer wieder darüber gelesen.

    Ja, man hat schon immer hin und wieder was darüber gelesen. (Deswegen „weitgehend“.)

    Ich erinnere mich, dass ich vor 10 Jahren einen österreichischen Wissenschaftspodcast ent-abbonieren musste, weil mich die ständigen Berichte über die Ergebnisse der Klimaforschung so fertig gemacht haben.


    Aber andererseits ist der Ernst der Lage bei vielen Journalist/innen immer noch nicht angekommen. Auch heute noch nicht.

    Da wird mit Jammern darüber berichtet, dass der Regionalflughafen Umsatzeinbußen hat. Oder es wird bei einem Bericht über Rohölpreise erklärt, ein Überangebot an Rohöl wäre „gut für den Verbraucher“.

    Es werden die SUV-Verkaufszahlen der örtlichen Automobilindustrie bejubelt und es wird über die Schmutzkonkurrenz von Tesla geklagt.