GKV oder PKV?

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  • Noch eine kleine Ergänzung:

    Die Beitragsbemessungsgrenze erreicht man in HH bei

    - A12 nach 22 Dienstjahren (Stufe 8)

    - A13 nach 11 Dienstjahren (Stufe 5)


    Die BBMG wird in der Regel jährlich erhöht.


    Ein Berufsanfänger A12 mit Vollzeit hätte demnach aktuell Krankenkassenkosten i. H. v. 3725EUR*14,6% /2= 272EUR, bei A13 wären es 304EUR. Dafür sind alle Kinder beitragsfrei mitversichert.


    Nur Interessehalber: Ist PKV für Beamte wirklich so viel günstiger? Die Beiträge fallen ja auch wenn man nur Teilzeit arbeitet in derselben Höhe an.

  • Ich zahle für mich und die zwei Kinder etwa 270 Euro im Monat (je 35 Euro für die Jungs, 200 für mich) und bin zum Glück bei einer Versicherung, bei der sich die Beitragssteigerungen wirklich sehr in Grenzen halten. Vor 10 Jahren waren es 250 Euro.

    Bei der Rechnung GKV gegen PKV darf man übrigens auch nicht vergessen, dass doch sehr viele GKV-Versicherte private Zusatzversicherungen abschließen. Die kosten auch nicht wenig.

  • dann sammelste Bonuspunkte und begleichst damit einen Teil.


    Ich war früher Beihilfeberechtigt und über die freie Heilfürsorge abgesichert.

    Jetzt bin ich über die GKV über meinen Mann versichert, weil ich im Urlaub ohne Dienstbezüge bin.

    Das ist eindeutig besser...

  • Lass es dir von beiden durchrechnen. Dabei sollte man ggf. auch überlegen, wie sich die Beiträge im Alter gestalten.

    Das ist nicht die gleiche Situation, aber mein Vater ist selbstständig und in der PKV. Für ihn war das zunächst günstiger. Jetzt fällt ihm die PKV aber auf die Füsse, weil die Versicherung im Alter deutlich teurer ist, als es die GKV wäre. Und so habe ich das auch schon öfter zu hören bekommen.

    Ein Stück weit kann man das über Tarife mit Alterstückstellung abfedern. Vor der allgemeinen Kostensteigerung ist man dennoch nicht gefeit.

    Es ist aber ein großer Unterschied ob man selbständig ist oder verbeamtet. Bei Beamten zahlt ja der Staat den Großteil der Gesundheitskosten, vor allem wenn man Kinder hat, aber auch im Alter. Immerhin noch 50%, vorher bis 80!!

    Man muss nur einen kleinen Teil selbst versichern, während eine Selbständige 100% zahlt. Man bekommt quasi eine Premiumversorgung für kleines Geld. Vielleicht als Ausgleich für die Nachteile des Beamtenstatus?

    Die Beihilfe ist an der Stelle einfach das kompliziertere Äquivalent zum Arbeitgeberbeitrag. Nur dass der Staat als Arbeitgeber nicht pauschal die Hälfte deiner Beiträge zahlt, sondern anlassbezogen Kosten erstattet und oft erst ab einem bestimmten Betrag.

    Jedes der beiden Systeme hat Vor- und Nachteile. Kostenexplosion im Alter gehört für Beamte allerdings nicht dazu

    Die Beiträge steigen schon kräftig (nicht nur wegen Alters); bei meinen (gesunden) Freundinnen in den letzten Jahren um schätzungsweise 50 Euro im Monat.

    Wie viel bezahlt man denn in der GKV im Alter?

    Das richtet sich wie sonst auch in der GKV nach dem Einkommen und der Rentenhöhe. :)

    Du müsstest bei Berichten aus der PKV, insbesondere bei den positiven, immer auch nachfragen, welche PKV das ist. Bei den PKVs gibt es große Unterschiede.

    Alle meine Berichte beziehen sich grds. auf Landes- und Bundesbeamt:innen, die überwiegend bei der Debeka versichert sind.

    4700EUR * 14,6% = 686EUR

    50% hiervon = 343EUR wären der maximale Eigenanteil pro Monat. Entsprechend geringer, wenn man weniger verdient.

    Viele Kassen erheben Zusatzbeiträge, das sollte man der Fairness halber nicht verschweigen. Ich bin bei der TK, da sind das beim Höchstsatz aktuell ca. 16 Euro. :)

    Die Rechnungen kommen hier manchmal schneller, als einem lieb ist und müssen dann ja zügig vom Tisch.

    Ich kenne auch Leute, die ihre Arztrechnungen erst bezahlen, wenn die Beihilfe erstattet hat...

    Was mir sehr am Herzen lag, war die Versicherung des Kindes, das ich aus Gründen keinesfalls in der PKV haben wollte. Das war auch machbar, weil ich weiterhin gesetzlich versichert bin und bleibe. Sonst hätten uns allein schon die 4 Wochen ITS nach der Entbindung in den Ruin getrieben. Einzig wenn eine Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird, wäre das Kind zwangsweise in der PKV.

    Das ist ein Punkt, bei dem man ganz schön aufpassen muss...

  • Susan Sto Helit Ich bin auch bei der Debeka, und (s.o.) mein Gesamtbeitrag für mich und die zwei Kinder ist insgesamt in den letzten 10 Jahren um 20 Euro gestiegen.


    Und auch der Vergleich Arbeitnehmeranteil GKV/Beihilfe hinkt zumindest in Bayern, wo man (ebenfalls s.o.) in Elternzeit, ab zwei Kindern und im Ruhestand 70 Prozent Beihilfe bekommt.

  • Bei einigen Bundesländern kann schon wirklich frei gewählt werden, welches System genutzt wird (Hamburg zum Beispiel). Das soll auch noch weiter ausgeweitet werden.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Bei einigen Bundesländern kann schon wirklich frei gewählt werden, welches System genutzt wird (Hamburg zum Beispiel). Das soll auch noch weiter ausgeweitet werden.

    Das finde ich auch sehr gut, nicht dass wir uns missverstehen. Ich versuche hier nur, immer wiederkehrende schlicht falsche Aussagen geradezuziehen. So einfach ist es nämlich auch wieder nicht, wie es hier überwiegend dargestellt wird.

  • Danke für eure Gedanken ihr Lieben#herzen

    Bevor das alles spruchreif war, habe ich schon zur GKV tendiert. Mit dem Tag der Ernennung bekam ich auf einmal Panik weil ich mich so uninformiert gefühlt habe. Ich hatte einen Versicherungsvertreter hier (dieser Berufszweig ist mir ja grundsätzlich eher unsympathisch#zwinker) und hab ihn mit vielen Fragen gelöchert. Sein Fazit: trotz spätem Einrittsalter (bin knapp Mitte 30) und einem Kind das Ergo, Psychotherapie und langwierige Ohrgeschichten hat, mit dem Wunsch ohne Selbstbehalt, erhöhtem Kurtagegeld, vollumpfänglichem Zahnschutz etc. zu versichern...kämen wir auf einen Betrag von 280€ / Monat für mich und die Kids. Bei einer PKV die schon langjährig stabile Preise hat. Ähnliches müsste ich bei der GKV zahlen. Und jetzt kommt das große ABER: meine Kinder sind schon recht groß...in vielleicht 10 Jahren aus dem Haus. Ich kann dann wieder Vollzeit arbeiten und bin dann ziemlich sicher schon bei A12 angekommen. Mhm....Meine Mama hatte Brustkrebs, mein Vater Diabetes, beide Herzprobleme...


    Kann mir jemand mal erläutern welche Vorteile es tatsächlich hinsichtlich Terminvergabe beim Arzt, bessere Leistungen in der PKV hat? Jemand von euch schrieb das....


    Und was hat jemand ergänzend zur GKV Zusatzversicherungen die er als dringend notwenig findet und womit muss ich da betragsmäßig rechnen?


    Liebe Grüße

    Callas

  • Vorteile es tatsächlich hinsichtlich Terminvergabe beim Arzt,

    Es gibt Ärzte, die haben irgendwelche Mechanismen, wie sie Privatpatienten schneller dran kriegen. Sie dürfen das aber eigentlich nicht, deswegen steht das auf windigen Füßen.

    Außerdem gibt es noch Ärzte, die keine Kassenzulassung haben.

    Meine Mama hatte Brustkrebs, mein Vater Diabetes, beide Herzprobleme...

    Ernsthafte Probleme sind ein Grund, nicht zur PKV zu gehen.

    bessere Leistungen in der PKV

    Äh. Hat das jemand geschrieben? Ich kenne nur „mehr Behandlung, weil es sich besser abrechnen lässt“.

  • Nur kurz hierzu: Diese Rechnung ist m.E. falsch, da man als Beamter eben in der GKV bisher keinen Arbeitgeberanteil bekommt und den vollen Betrag selbst bezahlen muss. D.h. dass :2 fällt weg und im Beispiel wären es monatliche Kosten von 608€ bzw. 544€.

  • hanna hat geschrieben das man ziemlich selbstlos sein muss um auf die Premiumleistung mit wenig Beitrag zu verzichten....


    Mir stinkt diese Zwei-Klassen-Medizin auch...allerdings und dafür mag man mich jetzt für doof halten: ich musste ziemlich kämpfen damit ich (alleinerziehend, ohne familiäre Unterstützung und ohne nennenswerten Vater für die Kids) heute beruflich da stehe wo ich stehe. Die Kids mussten während des Studiums viel zurückstecken. Und ich will jetzt einfach auch mal den jetzigen Status genießen. Hat mich immerhin (seit Trennung) 6 Jahre unseres Lebens gekostet#weissnicht

  • Ich würde, wenn ich es mir leisten könnte, immer in die GKV gehen #ja


    Kann mir jemand mal erläutern welche Vorteile es tatsächlich hinsichtlich Terminvergabe beim Arzt, bessere Leistungen in der PKV hat? Jemand von euch schrieb das....

    Ich stelle tatsächlich keine fest, bin immer wieder erstaunt und erschreckt wenn ich lese, dass man dann schneller einen Termin bekommt oder so - ich werde bei neuen Ärztinnen gar nicht gefragt wie ich versichert bin, die haben halt entweder Platz oder nicht (südliches Bayern, ländlich). Im Krankenhaus liege ich genauso im Dreibettzimmer wie alle anderen, weil ich mir den ganzen Zusatzschnickschnack gar nicht leisten könnte.

    In meinem Bereich (Psychotherapie) ist es übrigens so, dass Privatpatienten oft sogar ungern genommen werden, da die PKV schlechtere Tarife haben und man oft viel mehr Aufwand mit Beantragung usw. hat. Und dann noch teilweise dem Geld hinterherrennen muss.

  • Bei einer PKV die schon langjährig stabile Preise hat.

    Das geht eigentlich nicht. Dann hat sie keine stabilen Leistungen.


    So ist das bei der PKV meines Vaters. Die haben ihm alle paar Jahre einen Schrieb geschickt, dass sie jetzt die Bedingungen ändern, dieses und jenes wird jetzt aus seinem Tarif rausgenommen, er dürfe aber innerhalb einer Frist von 4 (?) Wochen ohne Gesundheitsprüfung in einen teureren Tarif wechseln, der diese Leistung weiterhin enthält.

  • Also ich weiß jetzt echt nicht, wie oft ich noch schreiben soll, dass bei meiner PKV die Beiträge wirklich sehr stabil sind, ohne dass sich an den Leistungen irgendwas geändert hätte. Soll ich die Beitragsrechnungen einscannen? :wacko:


    Die haben mir auch noch nie eine Leistung abgelehnt.

  • sendlingerin , du bist auch noch nicht pensioniert, oder? Und ernsthafte Krankheiten hast du auch noch keine.

    hanna hat geschrieben das man ziemlich selbstlos sein muss um auf die Premiumleistung mit wenig Beitrag zu verzichten....

    Das ist aber halt die Perspektive einer Ärztin, die mit Privatpatienten manche Dinge querfinanziert.

  • Huhu,


    rechne unbedingt im Vorfeld genau durch, denn wir waren erschrocken, was die GKV bei uns an Geld haben wollte. Für alle Familienmitglieder GKV konnte ich mit meinem Gehalt einfach nicht stemmen. Mit Beihilfe hab ich dann alle in die PKV gebracht. Wir hoffen, dass mein Mann tatsächlich eines fernen Tages versicherungspflichtig arbeitet, damit wenigstens er wieder in die PKV kann und fürs Alter abgesichert ist.

    Allerdings haben wir auch bisher null Ärger mit unserer PKV gehabt, ganz im Gegenteil. Marielottchens KH-Aufenthalt im hohen 5stelligen Bereich wurde klaglos übernommen, genauso wie unsere zahlreichen Arztbesuche bei allen möglichen Spezialisten, als es Nurmarie über Monate so schlecht ging. Auch im direkten Umfeld kenne ich keine Horrorgeschichten. Vielleicht haben wir ja ein glückliches Händchen bei der Wahl der Kasse gehabt ...


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky