Blutspenden und Gewicht

  • Meine grosse Tochter hat auf ihrer "Bucket list", dass sie Blutspenden will. und zwar mit mir zusammen.


    Ich war bisher nie, weil ich quasi immer Eisenmangel hatte und erst seit der Gebärmutterentfernung sich das gebessert hat.

    Nun wollten wir das gemeinsam im Februar in Angriff nehmen, nur hat sie auf der Webseite vom roten Kreuz nun entdeckt, dass man 50kg Mindestgewicht haben muss.

    Hat sie aber knapp nicht (47kg), aber da sie ja nur 1,53 gross ist, ist sie ja nicht untergewichtig. Sie ist genau perfekt, ist stark wie nur was und niemals krank.


    Stellt man da die Leute echt auf die Waage? Würde man sie wegen den fehlenden 3kg wirklich ablehnen? Sie ist nun etwas unsicher, und überlegt sich, das Gewicht noch anzufuttern, was ich aber auch blöd finde, sie ist ja nicht zu dünn, nur etwas kurz.


    Hat da jemand Erfahrung?

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • also kontrolliert wird das nicht, man gibt es ja selbst an. Ich wurde bei dem ärztlichen Check davor aber auch schon ein paar Mal gefragt ob ich überhaupt 50 kg wiege. Tue ich. Hab ich so gesagt und fertig.

    Ich glaube es geht um das insgesamt vorhandene Blutvolumen.

  • Ich habe auch noch nie gesehen, dass jemand gewogen wurde. Meine Tochter wurde aber sehr kritisch gefragt, ob es denn stimmt, dass sie mind. 50 Kilo hat - das muss man ankreuzen - dabei ist sie nicht mal besonders nah dran.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Mein Gewicht schwankt um die 50 kg. Gewogen wurde ich nicht. Eine kritische Nachfrage kam.


    Leider habe ich die Blutspende nicht sonderlich gut vertragen und mich deshalb seither nicht mehr getraut. Gut Essen und trinken ist auf jeden Fall wichtig.

  • Stellt man da die Leute echt auf die Waage? Würde man sie wegen den fehlenden 3kg wirklich ablehnen? Sie ist nun etwas unsicher, und überlegt sich, das Gewicht noch anzufuttern, was ich aber auch blöd finde, sie ist ja nicht zu dünn, nur etwas kurz.

    Man sollte bewusst sein, dass es dabei um das Wohl der blutspendenen Personen geht.

  • Die 50 Kilo haben ja schon ihre Berechtigung - wir reden von einem halben Liter Blut, das wäre bei ihr doch ein ziemlicher Happen (wenn ich es richtig gerechnet habe, ein Siebtel bis Achtel ihres Blutvolumens).

    Je nach Blutspendedienst kann es sein, dass sie sich durchgeschmuggelt kriegt. Aber ich kenne nur so zarte Frauen, die extreme Probleme hatten nach dem Blutspenden.

    So toll ihr Wunsch ist - ich würde eher dagegen raten.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ds Problem ist die Gesamtmenge und drunter lohnt es nicht.

    Ebenso bei DKMS usw. Das würde ich einhalten.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Ich bin gewichtsmäßig auch knapp drüber oder drunter, je nach aktuellem Zustand. Und bekomme wirklich jedes Mal ernsthafte Kreislaufprobleme, obwohl ich da nicht empfindlich bin. Ich wurde auch schon mal weggeschickt. Deshalb würde ich auch eher abraten...

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • also ich bin 10 cm größer und wog damals 5 kg mehr als Deine Tochter, BMI also 20,x.

    Ich hatte noch nie bisher ( und ich habe oft-wegen Geld- gespendet) je ein Problem gehabt. Meine Strategie ist aber auch vor Ort, sobald der Eisenwert getestet wurde, trinken was das Zeug hält. Dann läuft es leichter bei der Spende und der halbe Liter fehlt nicht so heftig.

  • Je geringer das Gewicht, desto weniger Blut hat ein Mensch. Mit ihren 47 kg wäre die Spende von 500 ml Blut für ihren Körper daher eine viel größere Belastung als für einen Menschen mit sagen wir mal 67 kg. Um den BMI geht es da gar nicht, es ist egal ob der Mensch groß oder klein, muskulös oder untrainiert ist. Die Blutmenge im Körper hat nichts mit der Größe oder dem Trainingszustand zu tun, sondern nur mit dem Gewicht. Von daher würde ich abraten.

    Liebe Grüße von Spinosa


    "Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten." (Dietrich Bonhoeffer)

  • Schon richtig, dass dann im Verhältnis gesehen natürlich mehr Blut fehlt. Ich habe meine Blutspenden aber als sehr junge Frau mit 50-55 Kilo wesentlich besser vertragen als jetzt mit 40 und fast 20 Kilo mehr.

    Früher hab ich das nicht mal gemerkt, wir sind danach noch feuern gefahren. Heute bin ich dann zwei Tage echt schlapp.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • 5 Kilo mehr, wie Aviva sagt, machen dann schon fast 350 ml mehr Blut aus - also schon ein grösserer Teil der benötigten Menge.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • wobei 3 rasch angefutterte Kilo Fett oder Wasser auch nicht besonders wertvoll sind im Bezug auf Erhöhung des gesamtes Blutvolumens.

  • Ich gehe regelmäßig Blut- und Plasmaspenden und ja, es wird gewogen. Früher immer mal und bei Grenzfällen, heute jedes mal, gehört zur Anmeldung dazu.


    Sie können nicht weniger Blut je Konserve einstellen, daher. Beim Plasmaspenden gibt es nochmal eine Grenze bei 70 kg (darüber ist es eine größere Konserve).

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • OK, dann werde ich das nochmals mit meiner Tochter besprechen.

    Ist halt doof, weil sie wirklich schon sehr lange davon spricht, dass sie Blut spenden möchte.


    Sie ist ja nun im 4. Lehrjahr zur Schreinerin, "zierlich" ist nun nicht unbedingt das Adjektiv das mir auf der Zunge liegt um sie zu beschreiben. :D Von daher war mir wirklich nciht klar, dass das überhaupt kritisch sein könnte.

    Man lernt echt nie aus..:)

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Ich habe früher häufiger Blut gespendet, habe es gut vertragen, musste allerdings zwischendurch immer wieder Eisen substituieren. Irgendwann kamen sie dann mit der Waage und ich durfte nicht mehr spenden, weil ich keine 50Kg wog.

  • habt ihr eine Uniklinik in der Nähe? Die haben manchmal andere Anforderungen oder brauchen auch mal sondermengen.

    Sonst mal nach thrombozytenspende gucken, die ist weniger belastend.

    Sonst; sie hat noch Zeit. Die eigene Gesundheit zu belasten, um du Spenden, ist nicht sinnvoll.

  • es ist frustrierend, wenn der Wunsch zu helfen dann nicht umgesetzt werden kann aufgrund einer gefühlten Kleinigkeit. gleichzeitig gibt es diverse Möglichkeiten Menschen zu helfen, die sind vielleicht nicht so bekannt wie Blut spenden, aber auch wichtig.

    ich bin sicher ihr findet etwas Passendes.

  • Ist vielleicht ein Eintrag in die Knochenmarkspendedatei eine Alternative?


    Ich darf nicht Blut spenden weil ich in den 90erJahren ein Jahr in Irland war, aber obiges geht

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne