Außer Haus mit dem Kind (Krabbelgruppe, Freunde, Geburtstagsbrunch) => Kind schreit?

  • Wir waren gestern bei Freunden zum Geburtstags-Brunch (15-20 Personen) und das Kind hat quasi von Anfang an durchgeschrien, bis es erschöpft eingeschlafen ist.

    Auch in der Krabbelgruppe fängt er recht schnell an zu schreien und lässt sich dann schwer beruhigen. Als wir mal bei Freunden waren war es auch so: Angekommen, geschrien, irgendwann erschöpft aufgegeben.


    Dass er einen großen Sprung hinter sich hat oder evtl. mitten drin ist und die Schlafregression evtl. gerade im Anmarsch ist, ist mir bewusst.


    Nichtsdestotrotz:

    Erwarten wir vielleicht zu viel von dem Kleinen? Aktuell ist er ziemlich genau 4 Monate alt.


    Ab wann seid ihr länger bei Freunden / Geburtstagsparties o.ä. gewesen? Gibt es Leute, denen es ähnlich geht wie uns?

  • Hallo,


    meine sind schon zu groß und ich erinnere mich nicht mehr so gut, ab wann solche Veranstaltungen gut klappten. Aber Kinder unterscheiden sich sehr darin, wie viel Trubel sie problemlos wegstecken können. Und selbst bei eher gelassenen Babies kann es ja auch mal die Tagesform sein, daß es an diesem bestimmten Tag einfach viel schneller zu viel ist als sonst. Mir war immer wichtig, auf die Bedürfnisse des Babys zu schauen und mich mit ihm in einen ruhigeren Teil der Veranstaltung zurück zu ziehen oder notfalls eben auch zu gehen.

  • Manchen Kindern ist das noch zu viel. Sohni war da zum Glück sehr entspannt. Aber ein Tageskind von mir was in dem Alter zu mir kam war genauso.

    Da hilft nur, seeeehr langsam dran gewöhnen und möglichst erstmal immer etwas abseits bleiben. Auch bei der Krabbelgruppe am besten nur am Rand bleiben. In dem Alter haben die meisten Kinder eh noch nicht so arg viel davon (meiner war eine der wenigen Ausnahmen, der war ganz fasziniert und nur am Beobachten schon mit 6 Wochen) sondern das Wichtigste bei Krabbelgruppen in dem Alter ist das Auftanken und der Austausch für die Eltern. Was wiederum dem Kind auch zugute kommt, klar.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Mein kleiner Sohn schrie generell viel, aber in "Gesellschaft" war es auch immer schlimm(er) und wir sind auch schon nach kürzester Zeit von Geburtstagen geflüchtet, weil er einfach nicht zu beruhigen war. So mit 8,9 Monaten wurde es besser. Vorher habe ich mich kaum zu Krabbelgruppen und Co getraut und war sehr einsam.

    Hab etwas Geduld, ich glaube, das ist echt kindabhängig!

  • Umser großes Kind war oft schnell überreizt. Im Alter deines Kleinen haben wir entsprechende Veranstaltungen gemieden oder so getimed, dass er dann im Tuch geschlafen hat. Später ging es immer besser aber er ist bis heute (5 1/2) einfach irgendwann "drüber" wenn er in größeren Gruppen oder sehr stimulierenden Umgebungen ist. Oft ist er dann müde oder braucht einfach nur eine Auszeit zum runter fahren.


    Im Kindergarten wurde mal die Vermutung einer Hochsensibilität geäußert, vielleicht steckt da was wahres drin. Es wurde und wird aber mit dem Alter besser bei uns, aber wir mussten uns da einfach häufig auch auf ihn einstellen und zb nicht mehrere Events/Besuche an einem Tag einplanen.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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  • Bei meinem Sohn war es mit 3 und 4 Monaten am Schlimmsten, da war er durch viel Trubel immer sehr überstimuliert. Eine Geburtstagsfeier mit so vielen Gästen hätte ich mir da nie angetan. Wenn’s nicht anders geht würde ich sagen, möglichst abgeschirmt in der Trage, aber wenn es geht, vermeiden. Das ist ja nur eine kurze Zeit, die Kleinen werden so schnell groß, da würde ich mir und dem Kind keinen unnötigen Stress antun.


    In Krabbelgruppen war es immer ok, da er andere Kinder immer schon super spannend fand, es gab aber ich allen Babygruppen, in denen ich mit den Kindern war immer Babies, die viel geweint haben, denen es zu viel war. Ich würde mich da einfach nach den Bedürfnissen des Kindes richten.

  • Hier war das immer so.

    Ich habe mir den Besuch öfter nach Hause kommen lassen und dann eher nur 4 Leute.

    Bei mehr Trubel steckte das Kind immer im Tragetuch und ich war darauf vorbereitet, zu gehen, wenn es nicht mehr ging.

    Bei der Krabbelgruppe habe ich bewusst auf weniger Reize (nicht so hell, eher eine Ecke etc.) geachtet und auch viele Anregungen ausgelassen, wenn es ihm zu viel war.

    Allerdings war das auch recht altershomogen.

    Beim Müttercafe war es lebhafter, aber da ging nach und nach auch immer mehr.


    Komplett zu Hause geblieben bin ich deshalb nicht. Eher im Gegenteil.

    Stillen ging z.B. auch im Laufen im Einkaufszentrum.

  • Kinder sind halt unterschiedlich. Während die anderen Leute mit ihren Kindern bei irgendwelchen Kaffeedingsen gesessen haben und zum Babyschwimmen oder Kleinkinderturnen gegangen sind, konnte mein Kind das gar nicht ab. Ich habe es dann gelassen und mir Settings organisiert, die besser für uns gepasst haben, so gut das halt ging. Wir waren viel allein unterwegs, auch in der Stadt, und siehe Brina Berlind, ich hab dann halt im Laufen gestillt oder bei DM (und vergessen, die Brust wieder einzupacken), aber immerhin war ich zummindest ein wenig unter Leuten.

    Fiawin mit


    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Das hängt vom Kind ab.

    Aber man kann einiges probieren: das Kind immer am Körper haben oder gerade im kühlen ruhigen Raum in der babyschale.

    Mullwindel drüber decken.

    Anderen auf den arm geben oder niemanden dran lassen.

    Zwischen hindurch rausgehen zum beruhigen, rechtzeitig.


    Da muss man einen weg für sich und vor allem das baby finden. - was an Gesellschaft brauchst du und womit kommt das baby klar.

    Noch “muss“ das baby da nichts können.

  • Ich schließe mich den allgemeinen Tenor an, dass ist einfach sehr kindabhängig. Meine Tochter damals konnte ich überall mitnehmen, auch mal schnell Bekannten in die Hand drücken, wenn ich aufs Klo musste, war nie ein Problem. Wir sind sogar weiterhin jeden Samstag mit Freunden frühstücken gegangen... (und ich dachte, Familien, bei denen das nicht klappt, stellen sich nur etwas an)..


    Und dann kam mein Sohn und nix ging. Auch im Tuch hat er nur geweint, wenn wir mit Leuten unterwegs waren. Am liebsten war es ihm, wenn wir zu Hause auf dem Sofa sassen.


    Schau, was für euch am besten ist, erzwingen kann man nix.

    Sepia mit Tochter 09/2006 + Sohn 07/2010

  • Der Zwerg war auch immer schnell überreizt. Ich hab mir immer Gedanken gemacht, dass er ja so nie an wuselige Umgebungen gewöhnt wird. Ich hab mich dann darauf konzentriert was für ihn passt, also alles ganz ruhig angehen lassen und dann ganz langsam mehr gemacht. Aber immer noch echt ruhig. Meine Mutter prophezeite Probleme in der Kita.


    Jetzt ist er ein Jahr und wird in der Krippe eingewöhnt - und liebt den Wusel da 🙂

  • Meine 3 waren da sehr schnell überreizt und ich hab im ersten Jahr einfach solche Veranstaltungen gemieden.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Mit meiner Tochter war ich in ihrem ersten Lebensjahr in keinen Aktivitäten. Keine Krabbelgruppe, kein Babyschwimmen, nichts, gar nichts. Das wäre genauso gelaufen, und schwimmen gehen habe ich einmal versucht und nie wieder. Ich konnte sie damals nicht mal ablegen, um mich abzutrocknen und umzuziehen.


    Besuche bei Freunden gingen mit viel Mühe. Da mussten meine beiden im ersten Lebensjahr noch viel rumgetragen werden und oft musste ich mit beiden rausgehen, weil sie schrien.


    Daher wurde hier im ersten Lebensjahr der beiden nicht viel unternommen. Ab dem ersten Geburtstag ging es aufwärts, wenn auch langsam:)

  • Ich würde auch sagen dass es sehr vom Kind und der Tagesverfassung abhängt.


    Mein Kleiner ist 7 Monate alt und tagsüber kann man mit ihm quasi überall hin, er ist fröhlich und neugierig. Abends ab ca. 17 Uhr jedoch gibt's nur noch Geheule, darum sind wir derzeit nur Tags unterwegs.


    Ist aber auch unterschiedlich, mit 2,5 Monaten waren wir mit ihm auf einer Hochzeit und er war den ganzen Tag quietschvergnügt.

    Zu Weihnachten mit 5,5 Monaten waren wir Mittags zum Essen bei Schwiegers und er hat so geweint und geschrieen dass wir schon bald wieder heim gefahren sind weil wir ihm dass nicht antun wollten.

    Da richten wir uns einfach ganz nach dem Kleinen.

  • Ab wann seid ihr länger bei Freunden / Geburtstagsparties o.ä. gewesen? Gibt es Leute, denen es ähnlich geht wie uns?

    nicht ab wann, sondern bis.. ;)


    wir waren mit dem großen die ersten Monate/Wochen echt viel unterwegs. Auch abends. Das hat mir die Gewöhnung enorm erleichtert. Aber so ab ca 4-5 Monaten hatte er da keine Lust mehr drauf und wollte abends seine Ruhe zu Hause haben..