Berechnungen von Gehältern im TVöD

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Rabeneltern.org-Team
  • Äh nein? Ich kenne meinen Steuerbescheid?

    Google gern mal nach „besondere Lohnsteuertabelle“, die gilt für alle, die nicht gesetzliche Sozialabgaben zahlen.

  • Automatisch wird man nicht verbeamtet. Je nach Bundesland liegt die Altershöchstgrenze zwischen 40 und ca 45 Jahre. Und auch wenn das passt und man durch die Gesundheitsprüfung kommt, wird oft trotzdem nicht verbeamtet.

  • omega Das höre ich zum allerersten Mal, und ich mache unsere Steuer auch seit 30 Jahren selbst. Mein Einkommen als Beamtin und das meines Mannes (kein Beamter) werden zusammengezählt, und die Steuerschuld bemisst sich nach der ganz normalen Splittingtabelle.

    Kann es sein, dass es bei dieser besonderen Tabelle darum geht, was du monatlich netto rausbekommst? Kann natürlich sein, dass das weniger ist, weil dein Mann ja die Beiträge zur Rentenversicherung von der Steuer absetzen kann.

    Aber das zu versteuernde Einkommen ist das zu versteuernde Einkommen, völlig egal, ob man das als Beamtin oder Angestellte verdient hat.

  • Wir sind nicht gesplittet, jeder wird gesondert besteuert. Ich sage Mann, aber sind nicht verheiratet, hätte ich dazu schreiben müssen.
    Das zu versteuernde Einkommen ist nahezu gleich bei uns, meine Steuerlast ist weitaus höher.

  • Ich habe hier etwas dazu gefunden:

    "Bei Beamten fallen natürlich die gleichen Steuern an wie bei jedem anderen Nicht-Selbstständigen auch:

    • Auf die Gehälter werden die Lohnsteuer, die Solidaritätssteuer und die Kirchensteuer berechnet.
    • Aufgrund der besonderen Lohnsteuertabelle für diesen Personenkreis sind die Steuerbeträge sogar höher als bei einem "normalen" Angestellten.
    • Denken Sie daran, dass - wie oben erwähnt - die Beamten keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Deshalb wurden die Versorgungspauschalen bei deren Lohnsteuertabelle gekürzt, was zu einer höheren Steuerbelastung führt."

    Das heisst nach meinem Verständnis, dass eigentlich die gleiche Steuertabelle gilt, aber Versorgungspauschalen im Gegensatz zu Angestellten nicht abgezogen werden können. Also letztlich doch mehr Steuern bei gleichem Brutto für Beamte.

  • omega Kann das vielleicht etwas damit zu tun haben, dass du Lohnsteuer zahlst und ich Einkommensteuer? Ich bin gerade ziemlich fassungslos, dass es diese Sondertabelle gibt, das ist ja komplett bescheuert. Entschuldige bitte mein „äh nein“, das war blöd von mir.

    Bestimmt gibt es eine Steuer-Rabin, die das erklären kann, das interessiert mich jetzt wirklich sehr.

  • Ja ich wäre auch auf eine Erklärung gespannt. Ich mache mir keine Gedanken drüber, irgendwann haben wir uns nur gewundert, dass wir so unterschiedlich Steuern und Soli zahlen. Beim Soli ist es aufgefallen so beim Plaudern, der soll ja wegfallen und das war dann bei mir fast das doppelte von seinem Soli. Das habe ich erstmal rausgefunden, dass verschiedene Tabellen genutzt werden.

  • Ich muss jetzt nochmal nachfragen: was meinst du mit „zu versteuerndem Einkommen“?

    Dann dass man als Beamter bei gleichem Brutto scheinbar mehr Steuer zahlt, ist schon klar, weil man eben nicht so viele Versorgungsbeiträge absetzen kann.

    Aber dann ist eben bei gleichem Brutto das zu versteuernde Einkommen beim Angestellten niedriger. Und deshalb zahlt er weniger Steuern.

  • Öffentlicher-Dienst.info rechnet eigentlich richtig, zumindest scheint unser Besoldungsamt damit zu rechnen... wir bekommen dasselbe raus.

    Danke für den Tipp. Davon gehen aber noch die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung ab, wenn ich das richtig sehe, oder?

  • Genau, da versichert du dich privat.
    Bei mir sind das inzwischen ca. 300 € monatlich, dazu kommen die Kinder.

    Musst gucken wieviel Beihilfe du bekommst, hier sind es es 70% für mich, 80% für die Kinder, der Rest wird privat versichert.
    Da ist der Beitrag höher, je später du beginnst. Ich war 18, zum Glück.

  • Ich meine das was auf dem Gehaltszettel oben als Brutto steht. Also bevor irgend was abgesetzt wird.

    Ah OK, dann ist das so, wie ich dachte. Ihr zahlt schon gleich viel Steuer aufs Brutto, nur bekommt dein Mann über die Steuer einen Teil seiner Sozialversicherungsbeiträge wieder zurück.
    Stutzig macht mich nur, dass das bei Euch so viel Unterschied ist, das ist schon krass.

  • Nee er bekommt doch nicht monatlich zurück. Wenn bei ihm monatlich 670€ abgezogen werden und bei mir 1.290 €, ist doch da nichts abgesetzt.
    Gleich krame ich die Zettel raus ?.

  • Genau, da versichert du dich privat.
    Bei mir sind das inzwischen ca. 300 € monatlich, dazu kommen die Kinder.

    Musst gucken wieviel Beihilfe du bekommst, hier sind es es 70% für mich, 80% für die Kinder, der Rest wird privat versichert.
    Da ist der Beitrag höher, je später du beginnst. Ich war 18, zum Glück.

    300 Euro ohne die Beiträge für die Kinder? Das ist ja Wahnsinn. Ich zahle bei gleichen Beihilfesätzen ungefähr 270 Euro für mich und die „Kinder“ (die sind 17 und 21) zusammen.

    Und ich bin mit 28 Jahren eingestiegen.

  • Nee er bekommt doch nicht monatlich zurück. Wenn bei ihm monatlich 670€ abgezogen werden und bei mir 1.290 €, ist doch da nichts abgesetzt.
    Gleich krame ich die Zettel raus ?.

    Doch, bei ihm wird bei der monatlichen Steuerberechnung quasi so getan, als würde er die Beiträge absetzen.

    Und bei Dir wird so getan, als würdest du das nicht tun. Deshalb wird deine Lohnsteuer nach dieser besonderen Tabelle berechnet und seine nicht.

    Die grundsätzlich zugrundeliegende Steuertabelle ist aber für Euch beide die gleiche. Das sieht man aber nicht auf dem Lohnzettel, sondern nur bei der Steuererklärung.