Bevorratung von Medikamenten wg. Lieferengpass aufgrund des Coronavirus

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  • Nein, das ist nicht logisch. Angenommen, die Medikamente in den Lagern würden ohne Bunkerei noch bis Ende Mai für alle Patienten reichen. Wenn du die Medikamente, die du sonst im April und Mai kaufen würdest, jetzt schon kaufst, dann musst du im Frühling natürlich keine mehr kaufen. Aber im Juni gibt es ja dann so oder so keine mehr. Nur gibt es halt für diejenigen, die nicht gehamstert haben, dann schon im April nichts mehr. Es ist verständlich dass du nicht zu denen gehören willst, die schon im April keine Medikamente mehr haben, weil leider alle anderen gebunkert haben. Würde ich auch nicht. Aber das grundsätzliche Problem löst du so nicht. Du verschiebst es nur. Und okay, vielleicht musst du (auf Kosten "dümmerer" Patientinnen) ein paar Wochen weniger lange ohne Medikamente auskommen. Also wenn alle Patientinnen sich genau gleich verhalten würden und ALLE bunkern, dann würde das Bunkern genau überhaupt gar nichts ändern, nur dass die letzten verbliebenen Medikamente halt länger bei dir zu Hause rumliegen statt in der Apotheke. Erst dann wenn es ein paar Leute gibt, die nicht bunkern, dann haben die Bunkerer auf deren Kosten ein bisschen länger was. Also wie gesagt, ich verstehe dass du nicht zu den Dummen gehören willst. Aber ich bezweifle stark, dass es dir "enorm" helfen wird, denn wahrscheinlich werden doch sehr viele Leute einen Vorrat anlegen und dann ist der Vorteil für die Einzelne halt gar nicht mehr so enorm.

  • Na ja, ich schrieb ja, dass ich MIR helfe.. #haare. Und da macht ein Vorrat Sinn. Ob viele bunkern ist mir da gerade echt egal, wenn ich bedenke, wie schlecht es mir bei der letzen Unterversorgung ging..


    Eigentlich bestärkt mich das nur, NOCH mehr zurückzulegen..

  • Die Alternative wäre hier langfristig Tod... ganz ohne Schilddrüsenhormone bei nichtexistenter Schilddrüse. #weissnichtLeute mit Schilddrüsenunterfunktion kriegen dieselben Wirkstoffe, sterben dann aber halt nicht, es geht ihnen "nur" scheiße.


    Wenn die dann alle schön bunkern und ich nicht, bin ich diejenige, die ins Gras beisst, nicht die anderen...

  • Also im Falle lebenswichtiger Medikamente bräuchte man mir wohl nicht mit Logik kommen. Die würde ich natürlich bunkern, wenn möglich.


    *Zettel schreiben für Dienstag, Arzt anrufen, Rezept fordern*

  • es nützt nichts, wenn ihr wisst, wo das Nedikament hergestellt wird. Die Wirkstoffe werden mittlerweile fast ausnahmslos in China produziert.

    die von mir genannten Listen bei FDA und EDQM enthalten die Wirkstoffhersteller ... Nicht die Medikamentenhersteller. Daher finde ich die gut für eine grobe Einschätzung.

  • die.lumme

    Ich weiß, dass das quasi ein Automatismus ist, die Abschaffung der Rabattverträge zu fordern.

    Was wäre der Effekt? Glaubst du wirklich, dass irgendein pharmazeutischer Unternehmer dann auf die größere Gewinnmarge verzichten würde?! Der würde weiterhin gucken, wie er seine Produktionskosten niedrig halten oder sogar weiter senken kann, und dann sich über den höheren Verkaufspreis freuen.

    Abgesehen davon, in den Jahren, als wir bei den Grippeimpfstoffen Rabattverträge hatten, hatten wir KEINERLEI Lieferengpass. In dem Jahr danach durchaus. Ist doch auch logisch. Wenn ich als pU weiß, wieviel mir abgenommen wird, produziere ich mehr, nämlich genau soviel. Wenn der Markt frei ist, weiß ich doch gar nicht, ob gerade MEIN Grippeimpfstoff abgenommen wird. Und drauf sitzen bleiben, will ich bestimmt nicht. Also produziere ich wenig.

  • die.lumme

    Ich weiß, dass das quasi ein Automatismus ist, die Abschaffung der Rabattverträge zu fordern.

    Was wäre der Effekt? Glaubst du wirklich, dass irgendein pharmazeutischer Unternehmer dann auf die größere Gewinnmarge verzichten würde?! Der würde weiterhin gucken, wie er seine Produktionskosten niedrig halten oder sogar weiter senken kann, und dann sich über den höheren Verkaufspreis freuen.

    Abgesehen davon, in den Jahren, als wir bei den Grippeimpfstoffen Rabattverträge hatten, hatten wir KEINERLEI Lieferengpass. In dem Jahr danach durchaus. Ist doch auch logisch. Wenn ich als pU weiß, wieviel mir abgenommen wird, produziere ich mehr, nämlich genau soviel. Wenn der Markt frei ist, weiß ich doch gar nicht, ob gerade MEIN Grippeimpfstoff abgenommen wird. Und drauf sitzen bleiben, will ich bestimmt nicht. Also produziere ich wenig.

    Aber für die Arzneimittel gibt es doch eh Festpreise? Eine Aufhebung der Rabattverträge hätte doch eher zur Folge dass Apotheken bei der Versorgung besser auf andere Hersteller wechseln können, wenn Hersteller A aufgrund von Produktionsengpässen nicht liefern kann, oder habe ich einen Denkfehler?

  • Bei den bereits genannten Schilddrüsenmedikamenten darf ja eh gar nicht ausgetauscht werden. Die sind auf so einer nicht-Austausch-Liste

    Ja, aber falls Dein Hersteller gar nicht liefert, wechselst Du lieber zähneknirschend auf einen anderen, statt gar keine Medikamente abzubekommen.

  • Darauf hatte ich vor ein paar Tagen schon in einem anderem Tread hingewiesen

    Und ja, ich hab mir für meine chonisch kranke Tochter sicherhaltshalber die doppelte Portion an Medis verschreiben lassen und ja, ich hab jetzt mehr Medikamente gebunkert als üblich
    Wobei ich bei den derzeigen Quoten der nicht lieferbaren Azneimittel ohnehin immer eine Packung auf Vorrat hatte. So konnte ich jedesmal sagen, wir haben noch für X Wochen und für alle den Druck etwas rausnehmen.

    Für mich werde ich auch schauen das mein Doc mir auch noch alles einmal auf Vorrat aufschreibt

    Wir reden hier aber nicht über Pippikram was man im Zweifelsfall austauschen könnte, sondern über unter anderem über Immunsuppressiva ohne die es doch eher schlecht für uns aussieht.

  • Laut Artikel im Standard scheint es hauptsächlich um Antibiotika bzw. die Vorstufen davon zu gehen, die China in den letzten Jahren monopolisiert hat. *klick*

  • MeineRasselbande

    Es ist genau umgekehrt!

    Zunächst mit den Grippeimpfstoffen:

    Besonders letzte Saison gab es nichts mehr, und da gab es Rabattverträge.
    Dieses Jahr sieht es besser aus, es ist aber auch an den Verträgen etwas gedreht worden (ich weiß die Einzelheiten nicht aus dem Kopf).


    Ist ja auch klar: Hersteller bieten einen günstigen Preis, der nur zu halten ist, wenn auch die komplette Charge verkauft wird.


    Muss ich mich als Hersteller am Markt behaupten, ohne dass es Verträge gibt, werde ich zwar meine Spanne etwas höher ansetzen, aber immer ein paar Packungen mehr produzieren, damit kein Kunde auf die Konkurrenz wechseln muss und im schlimmsten Falle dort hängen bleibt.


    Es tut keinem Hersteller mit Rabattvertrag weh, wenn er mal nicht liefern kann. Er hat ja seine kalkulierte Schnitte gemacht, und die Zukunft entscheidet die nächste Rabattrunde, besetzt mit Leuten, die eine Schmelztablette nicht von einer normalen unterscheiden können, für die eine magensaftresistente Tablette das selbe ist wie eine sofort lösliche.

    Es gibt bisher keine wirksamen Sanktionen bei nicht-Lieferfähigkeit (dabei ist das von Anfang an ein Problem gewesen!). Und die Meldepflichten der Hersteller an die Behörden für Lieferausfälle sind ein Witz.

    Wir müssen den Krankenkassen hingegen für jedes einzelne wegen Lieferengpass ausgetauschte Arzneimittel belegen, dass wir bei mehreren GH/dem Hersteller zu unterschiedlichen Zeiten/mit gewissem Abstand die Lieferfähigkeit angefragt haben. Sonst droht Nullretaxation: null Euro für die fachgerechte Versorgung des Patienten. Ein verschenktes Medikament.


    Alleine bei uns sind z.Zt. etwa 350 Lagerartikel nicht lieferbar. Natürlich bemühen wir uns um Alternativen, allerdings immer mit der Gefahr der Retaxationen. Also dass die Krankenkassen nicht zahlen (die Überprüfung kommt erst mit ca. 12 Monaten Verzögerung).

  • Hier mal der Link zur FDA Liste für alle.

    http://www.fda.gov/drugs/drug-…st-drug-master-files-dmfs


    In der Excel Tabelle kann man nach dem Wirkstoff suchen. Wichtig ist, dass in Spalte 2 unter Status ein A steht ... die mit einem I sind inaktiv. Der Holder ist in den meisten Fällen der Hersteller.


    Ich hab gerade gesehen, dass es für das Phenobarbital vom Zwerg nur 2 Hersteller gibt ... Beide aus China #hmpf

    . Ich werde da wohl mal mit der Ärztin reden und ein bisschen was bevorraten ... Zur Not auf Privatrezept.

  • die.lumme

    Bei den Generika Rabattverträgen ist bei meinem Arbeitgeber ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Vertragspartner der Nachweis der erforderlichen Produktionskapazitäten und der Lieferfähigkeit. Kann der Hersteller diese nicht nachweisen, kommt er als Vertragspartner nicht in Frage. Die Verträge sehen zudem Vertragsstrafen, Schadenersatz und Kundigungsmöglichkeiten vor, wenn die Hersteller ihrem vertraglichen und oder gesetzlichen Lieferauftrag nicht nachkommen.


    Auf die Frage, ob du wirklich meinst, dass auch nur ein einziger pU auf die Erhöhung seines Gewinnes verzichten würde, und seine Produktionsk9sten erhöhen würde, wenn es keine Rabattverträge gäbe, hast du nicht geantwortet.

    Ich persönlich möchte als Versicherte jedenfalls nicht höhere Beiträge zahlen müssen, damit die pUs noch mehr Gewinne generieren und ihre Aktienwerte weiter steigen.


    Wegen der Engpässe bei Grippeimpfstoffen werden wir wohl nicht übereinkommen. In der vergangenen Grippe Saison gab es aufgrund erfolgreicher Lobbyarbeit der Pharma keine Rabattverträge, und es wurden von massiven Lieferengpässen berichtet.

    Ich zitiere aus einem Artikel


    "2018 wurden laut PEI 15,7 Millionen Impfdosen freigegeben. 2017 waren es 17,9 Mio. Damit wurden 2,2 Mio Dosen weniger als im Vorjahr in Verkehr gebracht..." "durch Wegfall der Impfstoffrabattverträge sind die Hersteller keine Vertragspartner der KK mehr, dadurch gibt es keine vertragliche Verpflichtung, ein bestimmtes Kontingent an Impfstoffen... zu liefern"


    Letztes Argument : Pharmaunternehmen sind zumeist global agierende, börsennotierte Unternehmen. Der deutsche Markt hat nur einen Anteil von rund 4 Prozent am weltweiten Arzneimittelumsatz. Die Rabattverträge für global auftretende Lieferengpässe verantwortlich zu machen, erscheint da in meinen Augen recht abwegig.

  • Na ja, ich schrieb ja, dass ich MIR helfe.. #haare. Und da macht ein Vorrat Sinn. Ob viele bunkern ist mir da gerade echt egal, wenn ich bedenke, wie schlecht es mir bei der letzen Unterversorgung ging..


    Eigentlich bestärkt mich das nur, NOCH mehr zurückzulegen..

    Aber bekommst du mehr vom Arzt aufgeschrieben, bzw zahlt es die Krankenkasse? Oder machst du es auf Privatrezept?

  • Mein Arzt zählt nicht nach. Aber ich würde das sonst auch tatsächlich ansprechen. Dann kann er sich ja eine Notiz machen, wie viele ich habe und dann rechnen wir Weihnachten ab :D.

  • Na ja, ich schrieb ja, dass ich MIR helfe.. #haare. Und da macht ein Vorrat Sinn. Ob viele bunkern ist mir da gerade echt egal, wenn ich bedenke, wie schlecht es mir bei der letzen Unterversorgung ging..


    Eigentlich bestärkt mich das nur, NOCH mehr zurückzulegen..

    Eigentlich kann es dir überhaupt nicht egal sein, ob viele bunkern. Denn wenn das viele machen, nützt es dir nichts mehr. Bunkern nützt dir persönlich nur dann, wenn du deutlich mehr bunkerst als die meisten anderen.