Hafermilch für Säugling?

  • Meine Tochter ist 5 Monate alt und fangen so langsam mit Beikost an, aber bisher kommt sie noch nicht so gut klar und verschluckt sich viel und spuckt viel wieder aus. (Sie will aber und reißt einem förmlich alles aus der Hand).

    Per Zufall haben wir festgestellt, dass sie Hafermilch total gerne trinkt (der große Bruder trinkt die immer und da hat sie auch mal probiert), allerdings bin ich unsicher, wieviel ich ihr davon geben kann. Ich habe so im Kopf, bei Stillkindern in dem Alter keine Getränke sondern MuMi plus ggf. feste Nahrung?


    Sie wird gestillt und die Hafermilch soll kein Pre-Milch oder MuMi Ersatz sein sondern nur Beikost, aber ich bin unsicher, wieviel sie davon trinken darf. Sie ist ziemlich dünn, eigentlich wäre was hochkalorisches gut, aber bisher klappt nicht viel außer Brot und seit gestern eben Hafermilch.


    Pre-Milch haben wir übrigens verschiedene Sorten probiert, als es darun ging, dass sie zunehmen sollte, die hat sie alle abgelehnt.

  • Etwas später - also etwa doppdlt so alt - würde ich sagen, klar, warum nicht (als Ausnahme). Mit erst 5 Monaten und Deiner Beschreibung im ersten Satz: da würde ich eher noch abwarten, das Beikostthema nochmal verschieben und abwarten. Für mich klingt sie noch nicht ganz bereit fürs Essen.


    Liebe Grüsse


    Talps

  • vor allem beachte, dass in der meisten hafermilch sehr viel Zucker ist. Es gibt aber auch welche ohne.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass in der Hafermilch der berühmten Marke Oa*tly Phosphat zugesetzt ist.

    Das kann irgendwie auf die Nieren gehen, genau weiß ich es nicht mehr und kenne mich diesbezüglich nicht aus, also lieber nochmal recherchieren. Aber vom Gefühl her würde ich es mit 5 Monaten nicht geben.

    Desweiteren klingt es für mich wie für Talpa nach noch nicht ganz bereit ...

  • ok, danke für eure Meinung. Ich war mir auch nicht sicher, dass es ne gute Idee ist. Danke :-)

  • Spontan habe ich jetzt gedacht: "Warum nicht milchfreien Haferbrei mit Mandelmus und Apfelmus?"

    Alternativ zum Mandelmus auch Öl.


    Pflanzenmilchen sind von der Zusammensetzung, meines Wissens, nicht so optimal für Säuglinge, was die Nährstoffzusammensetzung angeht.
    Vom Kaloriengehalt dürfte das bei euren Voraussetzungen auch nicht optimal sein.

  • Ich kenne es auch so, dass man Säuglingen keine Pflanzenmiclh geben soll - mit 5 Monaten ist sie für Beikost doch eigentlich auch noch zu klein? Jedenfalls kenne ich das so, dass erst später damit begonnen wird.

  • ich habe das so gelernt, dass ab vollenderem 4. Lebensmonat begonnen werden kann, wenn das Baby die Anzeichen für Beikostreife erfüllt.

    Die Kinderärztin war auch dafür um mehr Kalorien ins Kind zu bekommen.

    Mit der Beikostreife bin ich auch nicht so sicher aber sie reißt einem die Sachen förmlich aus der Hand.

    Naja, ich werd mal schauen. Danke für eure Hinweise. :)

  • Viel Verschlucken und Ausspucken ist ein Zeichen für fehlende Beikostreife. Ich würde ihr Dinge anbieten, die sie gut lutschen kann, so kann sie ihre Neugier befriedigen.


    Aber grundsätzlich gibt es bei der ersten Beikost kaum etwas, was an die hochkalorische Muttermilch ranreicht. Wenn sie nicht aus ihrer Perzentille rausrutscht, sondern einfach dünn ist, würde ich gar nichts forcieren, sondern sie einfach probieren lassen, was sie mag. Und "Zuckerwasser" aka Getreidemilch wäre definitiv nicht meine erste Wahl.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • naja, sie ist, als sie so zwischen 4 und 12 Wochen alt war sehr stark aus ihrer Perzentile gerutscht und liegt nun weit drunter, nimmt seitdem aber altersgerecht zu. Das wird alles engmaschig kontrolliert und die Kinderärztin ist zufrieden aber toll wäre, wenn sie wieder aufholen würde und nicht auf der neuen, unteren Perzentile weitermachen würde, daher wäre Beikost ganz nett.


    Wir haben einen Ärztemarathon hinter uns und tun momentan alles, was irgendwie geht. Sie holt durch MuMi alleine nicht wirklich auf aber nimmt entsprechend der "neuen" unteren Perzentile zu. Wenn sie nicht Beikostreif ist, dann kann man momentan nichts tun als abwarten und stillen...

  • Mein Kind ist auch innerhalb der ersten Monate von der 50er auf die 3er Perzentille gerutscht und dort geblieben. Das andere übrigens auf die andere Seite, 95er....

    Im späteren Kinderalter, Grundschule, haben dann beide beschlossen, Durchschnitt sein zu wollen und 50er Kinder zu sein, aufs Gramm sozusagen.


    Gut beobachten ist super, aber wenn das gemacht wird, kann man als Eltern etwas zurücklehnen und möglichst entspannt mit Essen umgehen. Muttermilch ist ideal, um Kalorien ins Kind zu kriegen, die meisten Beikostbreie haben weniger Energiedichte.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • @mia2018 ich kenne viele Kinder, die ihre perzentile in der Zeit verlassen haben. Und dann dauerhaft gesund in der neuen waren.

    Rein aus persönlicher umgebungsbeobachtung denke ich, dass die geburtsperzentile nicht die relevante ist, sondern sich die “echte“ erst später rausstellt.

  • Möwe das kann ich aus meiner Erfahrung unterschreiben, meine beiden Kinder wurden relativ schwer geboren und haben dann stetig zugekommen, aber nicht soviel um auf ihrer Kurve zu bleiben und sind dann auf einer niedrigeren Kurve weiter gewachsen, heute beide schlank bzw. dünn. Meine Mutter meinte, bei mir wäre das auch so gewesen. Beim ersten Kind wurde mir da aber auch noch Druck gemacht, mein Sohn müsste mehr zunehmen, bei meiner Tochter habe ich dann gleich gesagt, meine Kinder wachsen halt so, das war bei meinem Sohn auch schon so, und damit war das Thema erledigt. Beide sind gesund und fit.

  • Wenn sie sehr dünn ist und sich noch verschluckt und so, dann würde ich weiter voll stillen. So viel Gutes wie durch die Muttermilch kriegst Du in das Kind in dem Alter gar nicht mit etwas anderem rein. Evtl. würde ich noch mal auf das Stillmanagement gucken, also darauf achten, dass sie auch den fettreichen Teil der Muttermilch bekommt. Du könntest dazu auch hier in der Stillberatung fragen.

    Bei meiner sehr dünnen Tochter ging es darum, dass sie lange genug an einer Brust trank.


    Was das Gewicht angeht... Solange sie wächst und sich entwickelt, würde ich es im Auge behalten, aber mir noch keine wirklichen Sorgen machen. Also auch Größe und Kopfumfang betrachten und schauen, ob sie da ihrer Perzentile folgt.


    Alles Gute.#blume

  • Seufz. Leider wird es immer häufiger propagiert, dass leichte Kinder frühe Beikost bekommen sollen, um zuzunehmen. Auf Nachfrage konnte mir noch nie jemand erklären, wie man genug Gemüsebrei in ein nicht dafür reifes Baby bekommt, um nennenswerte Erfolge zu erzielen.


    Solange sie jetzt auf ihrer Perzentile bleibt, würde ich mir da nicht so einen Kopf machen. Wobei- wurde das Zungenband abgeklärt? Und was heißt "stark abgerutscht"? Und wie zart oder kräftig seid ihr Eltern und wart es als Kinder?


    Die Perzentilen sagen ja die Verteilung der Gewichte aus, und es sind halt eben 3% der Kinder unten in der Kurve. Die muss man dann auch nicht mästen, um sie auf die 50. zu bekommen.


    Anders ist es natürlich, wenn das Baby nicht genug wächst und immer weiter abrutscht, dann sollte aber erfahrene Stillberatung mit an Bord.



    Zur Hafermilch selber wurde ja schon alles gesagt.


    Alles Liebe!#blume

  • Beikost hat oft viel weniger Kalorien als Muttermilch, vor allem schaffen sie noch nicht nennenswerte Mengen und danach sind sie zu erschöpft ausgiebig zu stillen.


    2 von meinen Kindern haben aber auch mit 4 Monaten Beikost haben wollen, sie nahmen mir das Brot aus der Hand. Mein 3. Sohn hat mit gerade 4 Monaten Brot gekaut, nicht ideal ich weiß, aber er verlangte danach

  • Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass in der Hafermilch der berühmten Marke Oa*tly Phosphat zugesetzt ist.

    Das kann irgendwie auf die Nieren gehen, genau weiß ich es nicht mehr und kenne mich diesbezüglich nicht aus, also lieber nochmal recherchieren. Aber vom Gefühl her würde ich es mit 5 Monaten nicht geben.

    Ich würde auch auf keinen Fall Hafermilch geben, die Muttermilch ist da einfach unschlagbar.


    Aber ich möchte zur Oatly sagen, dass nur die Sorte Oatly Calcium getestet wurde und dort ist das Calciumphosphat enthalten. Deklariert auf der Packung!

    Sie enthält außerdem auch Rapsöl, weswegen ich den Drink nicht kaufen würde.

    Die Sorte Original enthält keine Phosphate und auch kein Öl - soweit die einzige Hafermilch die ich kenne, die ohne Öl auskommt.

    Negative Punkte der Hafermilch sind für mich, dass es ein industriell verarbeitetes Lebensmittel darstellt und

    dass es gängig ist, Getreidemilch mit einem Verfahren zu bearbeiten, dass Enzyme zur Stärkespaltung einsetzt. Dadurch werden die Zucker schon aufgedröselt und liegen dann als einfachzucker vor, die Milch schmeckt angenehm süß.

    Also trotz null zugefügtem Zucker sind die Drinks dennoch recht zuckerhaltig. (4g auf 100ml)

    Die Enzyme werden bei dem Vorgang "verbraucht" und so steht davon nichts deklariert auf der Verpackung.

    Liebe Grüße Luci


    mit der Motte 07/10 und und der Erbse 11/13

  • danke für das Feedback.


    thistlejo

    Sie ist von der unteren 38% Perzentile auf die 0,2% Perzentile abgerutscht und ist jetzt bei 0,8%.


    Der Große Bruder war von Anfang an bei 3% und ist dort geblieben, das dünne liegt bei meinem Mann in der Familie, der Absturz war trotzdem recht krass, naja. Aber sie entwickelt sich gut und nimmt ja nun zu.


    Heute war unser erster Termin Logopädie, es lag wohl an ihrer ineffektiven Trinktechnik, ggf durch zu spät gekürztes Zungenbändchen oder auch was anderes. Jedenfalls arbeiten wir an der Stilltechnik.


    Danke für eure Rückmeldungen. Ich faste ab morgen, daher nicht wundern, wenn ich hier nicht reinschaue. Aber DANKE #herz#herz#herz#luftballon

  • #applaus Schön zu hören, dass ihr gute Unterstützung gefunden habt. Manche braucht es einfach, bis man an die richtigen kommt. Weiterhin alles Gute!

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