Warum lügen einige Kinder mehr als andere?

  • Ihr Lieben, helft ihr mir mal denken?


    Ich lebe hier mit 4 Kindern zusammen, nehme aber die Bohne jetzt mal raus und betrachte nur die 3 Großen. Da ist mir aufgefallen, dass mein Bonussohn (fast 11 Jahre) viel mehr lügt als die anderen Kinder. Angefangen mit der Frage, ob er Hausaufgaben gemacht, seine LRS Leseübungen gemacht hat, aber er lügt auch die Bohne an und sagt ihr, 1 Station mit der Bahn sei kostenlos und fährt bewusst schwarz. Oder verschlampt irgendwas und behauptet dann Sonst was... Usw.


    Meine Kinder tun das nicht. Was nicht erlaubt ist, machen sie nicht. Wenn sie die Hausaufgaben nicht gemacht haben, sagen sie es. Wenn sie etwas verloren haben, sagen sie es usw.


    Warum ist das so? Ich weiß, dass das Lügen bei Kindern in gewissem Rahmen normal ist, aber warum ist es so unterschiedlich ausgeprägt?

  • Ich habe mal drüber nachgedacht, und ich denke mir, dass Kinder die Vor- und Nachteile des Lügens einfach unterschiedlich bewerten, abhängig von den Erfahrungen, die sie gemacht haben.


    Fliegt das Lügen nicht auf, hat das Kind "Gewinn" gemacht, sofern das eigene Gewissen nicht zuschlägt.


    Manche Kinder können vielleicht weiter voraus denken und besser abschätzen, dass die Lüge auf lange Sicht auffliegt, und sich die Konsequenzen besser ausmalen.


    Oder sie schätzen die möglichen Konsequenzen unterschiedlich ein.


    Oder haben vielleicht einfach ganz unterschiedliche Konsequenzen erlebt, die sie mit einberechnen, oder vielleicht auch öfter gar keine Konsequenzen, was das Lügen noch attraktiver macht.


    Mit Konsequenzen meine ich übrigens jetzt nicht explizit "Strafen", sondern auch einfach nur "Bezugsperson ist enttäuscht".


    Da spielt so vieles mit hinein. Spannende Frage!

  • Bequemlichkeit? Mein Kind lügt auch viel. Er weiss, dass es keine schlimmen Konsequenzen gibt, wenn er lügt, außer das Mama und Papa sauer sind oder er nicht bekommt, was er sich erlügen wollte. Die Gegenseite wäre das er sich an die Regeln hallten müsste btw. sein Aufgaben erledigen müsste und das möchte er mit aller Macht vermeiden, bis zu dem Punkt wo er mehr Mühe in die Lüge steckt als die eigentlich Aufgabe verbrauchen würde.

    Aber er ist auch erst 6 und ich glaube ich war damals ähnlich. Die Idee aus einer Pflicht herauszukommen war immer ansprechender als einfach mal eben etwas zu machen, weil das im eigenen Kopf immer viel schlimmer war als die Realität der Sache.

    Kitten (36) with Tiger (35) and Tiger-Cub, the cleverest (6)


    Lachen macht lustig.8o


  • Bequemlichkeit? Mein Kind lügt auch viel. Er weiss, dass es keine schlimmen Konsequenzen gibt, wenn er lügt, außer das Mama und Papa sauer sind oder er nicht bekommt, was er sich erlügen wollte. Die Gegenseite wäre das er sich an die Regeln hallten müsste btw. sein Aufgaben erledigen müsste und das möchte er mit aller Macht vermeiden, bis zu dem Punkt wo er mehr Mühe in die Lüge steckt als die eigentlich Aufgabe verbrauchen würde.

    Aber er ist auch erst 6 und ich glaube ich war damals ähnlich. Die Idee aus einer Pflicht herauszukommen war immer ansprechender als einfach mal eben etwas zu machen, weil das im eigenen Kopf immer viel schlimmer war als die Realität der Sache.

    Bei einem Kind in dem Alter sehe ich das mit dem Lügen auch noch lockerer, ich denke, da müssen sie auch einfach noch lernen...


    Ein Beispiel hier ist z. B. Das Schwarzfahren. Meine Kinder machen das nicht. Pippo kommt morgens eher zurück, wenn er seine Fahrkarte vergessen hat, als dass er ohne in den Bus steigt.


    Bonussohn würde schon einmal ohne Fahrkarte erwischt und musste vom Taschengeld 7 Euro Bearbeitungsgebühr zahlen. Hauptsächlich, weil ich ihn am Tag vorher noch explizit dran erinnert hatte, die Karte in den Rucksack zu stecken.

    Er weiß also, wie es ist, beim Schwarzfahren erwischt zu werden und dass es finanzielle Konsequenzen für ihn hat. Trotzdem macht er es und erzählt auch noch der Bohne, man dürfe immer eine Station umsonst fahren. Hätte er ihr die Wahrheit gesagt, wäre sie nicht in die Bahn eingestiegen.


    Ebenso heute morgen. Er sagte, er habe Ohrenschmerzen. Hat er manchmal, sind aber nur "Belüftungsschmerzen", er weiß also, dass er dann Nasenspray nehmen muss. Auf meine Frage, ob er das getan habe, kam die Antwort, dass er es gemacht habe. Er hätte in der Nacht das Nasenspray vom Wohnzimmertisch genommen. Zu seinem Pech hatte ich das aber selbst gestern Nachmittag weggeworfen, weil es leer war. Daraufhin hab ich ihm das mit den Ohrenschmerzen auch nicht glauben können und ihn zur Schule geschickt....


    I'm Endeffekt ist es einfach so, dass er so schlecht lügt, dass er immer wieder erwischt wird. Und fürs Lügen gibt es hier Ärger. Also warum tut er es dennoch? Sein Ziel erreicht er damit ja meistens gar nicht....

  • Kann das eine Phase sein? Unsere beiden Taten das eine Weile auch sehr intensiv und völlig ungeschickt und unnötig. Mein Mann meinte, er hatte es auch so getan ohne sich erklären können, wieso. Das hatte mich ein wenig beruhigt.


    Hier gibt es heute noch ab und an vor allem wegen Zähne putzen, hast du? Ja! Aber natürlich nicht. Das ist eine Mischung von genervt sein und Bequemlichkeit, denke ich.


    Dass es nervt, versehe ich gut.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Lügen ist halt eine Strategie, die funktionieren kann. Manchmal nur dann, wenn man kurzfristig denkt. Aber als Strategie kann sie oft sehr wirksam sein.

    Wenn dann ein Kind grundsätzlich eine "wird schon alles gut gehen"-Einstellung hat, dann kann ich mir vorstellen, dass es häufiger lügt als eines, das generell längefristig plant und überlegter handelt.


    Übrigens finde ich Lügen an sich nicht schlimm. Es kommt immer auf den Kontext an.

  • Ich kann wenig zu dem Thema beitragen, da meine Kinder noch zu klein sind um lügen zu „können“.


    Ich frage mich aber bei der Lektüre zu bedürfnisorientierter Erziehung, ob die Erziehung darauf Einfluss haben könnte. Sicher ist es auch eine Charakterfrage, aber wenn das Kind zum Beispiel mit Bestrafung und Belohnung auswächst, könnte es schon sein, dass es Sachen nicht macht/macht weil er denkt, dass es falsch ist, sondern nur Angst vorm Erwischen hat und das durch Lügen versucht zu verhindern.


    Würde mich mal interessieren, ob das wirklich so einen Einfluss hat oder zu theoretisch gedacht ist.

  • Ich habe Zwillinge. Einer lügt fast gar nicht der Andere regelmässig. Und Ja, das Kind, das lügt, ist das Kind, dass es gerne bequem hat, nur das Nötigste tut und eine "wird schon werden" Einstellung hat.

    Er verschweigt auch Hausaufgaben (schreibt sie nicht auf), üben für Klassenarbeiten etc. Das ist Bequemlichkeit und keine Lust.

    Ich reagiere darauf mit starker Kontrolle und Vorgaben, was wann zu tun ist, dann klappt es.

    Der andere Zwilling lügt eigentlich gar nicht und erledigt seine Sachen selbstständig und von alleine. Er ist eher aktiv und nimmt sein Leben in die Hand.

    Ich denke Lügen und Trägheit gehen bei meinem anderen Sohn Hand in Hand.

    Aber: er ist im positiven auch Phantasivoll, zufrieden, ausgeglichen und genügsam und lieb. Er hat halt wenig Wettbewerbssinn und die Lügen dienen in der Regel der Vermeidung von - in seinen Augen - unnötiger Arbeit/Problemen/Stress, so dass er erstmal seine Ruhe hat.


    Also: meiner Meinung nach vom Charakter abhängig bzw. Der Rolle/Nische die das Kind sich gesucht und gefunden hat.

  • Wir arbeiten ohne Belohnung/Bestrafung.

    Aber natürlich haben die Kinder ihre Aufgaben wie Hausaufgaben/Üben/aufräumen etc, die zu erledigen sind.

  • Meiner Meinung nach drücken Lügen auch aus, dass das Kind mit den Regeln/Vorgaben nicht einverstanden ist und sie darum nicht einhält.


    (Aber Schulkinder müssen nunmal in gewisser Art auch funktionieren und Dinge trotzdem tun)

  • Mich würde eine Antwort auf diese Frage auch interessieren.


    Meine Kinder wissen, dass ich eigentlich so ziemlich alles abkann, außer angelogen werden.


    Mir ist nicht bewusst, dass T mich schon mal angelogen hätte. Q macht das regelmäßig.


    Normalerweise sind es die "bequemen" Dinge, die ihr auch schon angesprochen habt: "Ja, ich habe HA gemacht", "wir hatten heute nichts auf", "ich habe heute schon für Fach XY gelernt, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, was das Thema war" #rolleyes, usw.


    Ein bisschen besser ist es schon geworden, aber ich verstehe nicht, was das soll. Er lügt so schlecht, und in so durchschaubaren Situationen, dass er eigentlich immer dabei erwischt wird - wo ist da der Wert? Kein Nutzen und Mama ärgert sich - ich kapiere es echt nicht. #weissnicht

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich habe als Kind sehr viel gelogen, allerdings mit so viel schlechtem Gewissen, dass es sich nie wirklich gelohnt hat.


    Dahinter war manchmal der Wunsch an einer anderen Realität. Den Erwartungen anderer zu entsprechen, obwohl ich etwas anderes wollte.

    Superkalifragelistickexpialigetisch...

  • Ich wollte mit meinem Post übrigens nicht ausdrücken, dass wenn eure Kinder lügen, ihr bestimmt was falsch gemacht habt. Ich hoffe das kam nicht so rüber, ich habe mich nur gefragt, ob der Erziehungsstil darauf Einfluss haben kann.


    Ich habe zum Beispiel als Kind meist eine Ohrfeige bekommen, wenn mein Vater gemerkt hat, dass ich gelogen habe. Das hat er total gehasst und das war eigentlich der einzige Grund für körperliche Strafen.

    Ich habe (deswegen?) eigentlich nie gelogen und kann das auch bis heute nicht wirklich und es sträubt sich alles in mir, wenn andere Leute lapidar von Lügen erzählen. Also hat es anscheinend bei mir funktioniert. #angst

  • Fairy***tale : ich finde deine Schlussfolgerung nachvollziehbar aber weder logisch noch zwingend. - Auch, wenn er das mit dem nasenspray weiß, es nicht nutzt, dann lügt, kann er trotzdem die genannten schmerzen haben.


    Warum lügen?

    Charakter, Erziehung, bisherige Erfahrungen in bestimmten Situationen, Beziehung zum jeweiligen Gesprächspartner ...


    Ein Kind von mir lügt gerne, das testet aus, wann wer was merkt.

    Kommt aber mit Problemen zu mir, von denen andere Eltern nie erfahren. Gibt, wenn direkt darauf angesprochen, seinen Teil an mist ehrlich zu.

  • huehnchen69 : vielleicht ist es ein Trainingsprogramm? Irgendwann klappt das dann besser mit dem Lügen

    #freu keine schlechte Idee.


    Aber seine Lernkurve ist dann flacher als bei allem anderen, was er macht. Er macht das mit dem Lügen schon seit er klein ist, und jetzt ist er schon 14 und kann es immer noch nicht… Und das, obwohl ich denke, dass er ein ausgezeichneter Schauspieler ist (ich habe ihm vorgeschlagen, in die Theater-AG seiner Schule zu gehen, und er hat sich immer gesträubt, und als die AG jetzt mal ein Stück vorgeführt hat, hat er auch eine Begründung gefunden - das fand er wohl unterirdisch…). Aber ich bin recht dankbar, dass es immerhin "nur" solche Lappalien sind, bei denen er lügt. Selbst bei all dem Ärger, den er in der letzten Schule hatte, war da nie eine Situation dabei, über deren Verlauf er mich bewusst belogen hätte.


    Esther, den Gedanken finde ich durchaus nachvollziehbar. Wie bei so vielen "Erziehungs"aspekten. Aber wie bei praktisch allen anderen denke ich auch da: Weder sind drastische Strafen eine sichere Methode, um Kinder vom Lügen abzuhalten (manche lügen - deshalb oder sowieso - nicht oder selten, andere nehmen das vielleicht als Ansporn, sich in Zukunft nicht erwischen zu lassen). Noch ist drüber Reden, versuchen herauszufinden, was der Grund dafür ist, Verzicht auf Strafen (außer ggf. den erschwindelten Vorteil rückgängig zu machen) eine zuverlässige Methode, um Kinder vom Lügen abzuhalten (sonst hätte das bei uns funktioniert).


    Ich selbst habe meine Eltern nur einmal angelogen, als ich Kind war, und mein schlechtes Gewissen war so nachhaltig, dass ich das heute noch weiß. Dabei ging es um so eine Lappalie, dass sie es noch nicht mal mitbekommen haben.


    Wenn ich jetzt mal nachgrüble, weiß ich ehrlichgesagt gar nicht, woher meine starke Aversion gegen das Lügen kommt. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern jemals gesagt haben "Lügen tut man nicht". Komisch eigentlich. Vielleicht war ich da noch so klein, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • keine ahnung. aber ich merke schon vom lesen, wie aggressiv mich das macht. das war bei uns immer das maximum. ich motze daher auch nicht bzw. knarze nicht riesig rum (bisschen schon, klar), wenn mein sohn mir was erzählt, was ich nicht so gerne höre. das war schon immer so. hier war allerdings matthäi am letzten, wenn er mich (ist zum glück nicht wirklich oft vorgekommen) beschissen hat. vor allem dumme lügen sind so mega-respektlos. alle lügen sind es.


    heute ist es so, dass er mir ALLES reinhaut, auch brocken, an denen ich echt zu schlucken habe, und ich honoriere das auch immer entsprechend.


    meine aversion gegens lügen kommt daher, dass ich es so empfinde: mit einer lüge, mit der ich mich schonen oder drücken will, bringe ich rüber, dass ich mein gegenüber null wertschätze, jedenfalls nicht genug, um unannehmlichkeiten dafür auf mich zu nehmen. menschen, die so auf mich scheißen, will ich gar nicht um mich haben.


    mit dem "erziehungserfolg" bzw. -misserfolg weiß ich es immer nicht. das frage ich mich immer bei verschiedenen dingern. wird man nie festmachen können, glaube ich.


    lg patrick

  • Lügen ist absolut normal! Wir alle tun es mehrmals täglich. Wenn wir auf die oberflächliche Frage nach dem Befinden, lapidar mit "gut" antworten.

    Wenn wir der todkranken Dame von nebenan sagen, dass sie heute schon viel besser aussieht.

    Wenn wir der lieben Kollegin zur tollen, neuen Frisur gratulieren, obwohl wir ihr am liebsten einen Anwalt besorgen wollen.


    Das geschieht täglich bis zu 200 mal, je nach Kontaktmenge. Und es ist wichtig für das soziale Miteinander. Der Chef morgens im Aufzug will nämlich auf seine Frage nicht hören "ach wissen Sie, mir werden kommenden Freitag zwei Knoten biopsiert und ich habe große Angst."


    Es gibt also verschiedene Formen des Lügens. Die niederträchtigen sind meisten die, die einem selbst einen Vorteil, einem anderen einen Nachteil verschaffen. Und da unterscheide ich sehr und danach richtet sich auch mein Ärger. Lügen, das mich nicht tangiert und keinerlei Nachteile für mein Dasein hat, belastet mich nicht. In aller Regel kann ich das direkt vergessen und von mir abtrennen. Ich nehme mir selbst auch die Freiheit auf zu persönliche Fragen nicht zu antworten, oder zu flunkern, wenn ich die Wahrheit nicht sagen möchte und nicht begründen möchte warum.

    Bei Kindern empfinde ich es ähnlich, aber mit dem Unterschied, dass ich bis zur Volljährigkeit Verantwortung trage und lügen daher sehr problematisch werden kann.


    Warum manche mehr, manche weniger lügen ist schwer zu sagen. Ich würde tippen, dass es maßgeblich vom Vertrauensverhältnis zwischen Kindern und Eltern abhängt. Wenn ich weiß, dass jemand wegen Kleinkram völlig abgeht, oder mir, dem Kind, direkt Sanktionen drohen, dann lüge ich aus Selbstschutz wahrscheinlich eher, als wenn ich einen Papa, eine Mama habe, die sachlich und ruhig bleiben.


    Bei dem Bonuskind kommt vielleicht noch eine Trotz- oder Rebellionsphase hinzu. Und wie schon gesagt wurde, es ist sicher auch Charaktersache.


    Mein Ex hat auch gelogen, dass sich die Balken bogen. Wegen völlig unnötigem Scheiß, nur um sich wichtig zu machen. Mit steigendem Alkoholspiegel hat der in geselliger Runde Sachen erzählt, wo ich dachte, spinnst du? Ich sitze hier dabei! Du musst doch wissen, dass ich weiß, dass die Story erstunken und erlogen ist? Das war teilweise megapeinlich und war auch einer der Trennungsgründe.

    Ernest Hemingway — 'So far, about morals, I know only that what is moral is what you feel good after and what is immoral is what you feel bad after.'

  • Kann das eine Phase sein? Unsere beiden Taten das eine Weile auch sehr intensiv und völlig ungeschickt und unnötig. Mein Mann meinte, er hatte es auch so getan ohne sich erklären können, wieso. Das hatte mich ein wenig beruhigt.


    Hier gibt es heute noch ab und an vor allem wegen Zähne putzen, hast du? Ja! Aber natürlich nicht. Das ist eine Mischung von genervt sein und Bequemlichkeit, denke ich.


    Dass es nervt, versehe ich gut.

    Wenn es eine Phase ist, dann dauert sie echt lange. Und dann stellt sich wiederum die Frage, warum hatten die Älteren diese Phase nicht?


    Es geht mir auch nicht um solche Lügen wie mit dem Zähne putzen, das fällt er unter Bequemlichkeit und Nerv mich nicht....

    Kann das eine Phase sein? Unsere beiden Taten das eine Weile auch sehr intensiv und völlig ungeschickt und unnötig. Mein Mann meinte, er hatte es auch so getan ohne sich erklären können, wieso. Das hatte mich ein wenig beruhigt.


    Hier gibt es heute noch ab und an vor allem wegen Zähne putzen, hast du? Ja! Aber natürlich nicht. Das ist eine Mischung von genervt sein und Bequemlichkeit, denke ich.


    Dass es nervt, versehe ich gut.


    Emolga: Ja, mir ist bewusst, dass wahrscheinlich alle Menschen lügen. Wobei ich die von dir genannten Situationen gar nicht als Lügen bezeichnen würde.


    Ich weiß nicht, ob es Erziehung ist... Bei meinem Bonussohn ist es so, dass meine Freundin ihn gerne mit Medienentzug bestraft hat oder es zumindest androht. Also auch, wenn er nicht das tat, was sie wollte. Diskussionen waren unerwünscht.


    Meine Kinder werden nicht bestraft. Dafür können sie mir aber einen Knopf an die Backe diskutieren...


    Aber dadurch hat sich hier eine unschöne Stimmung entwickelt. Weil ich bei meinen Kindern Diskussionen habe, aber im Normalfall trotzdem drauf vertrauen kann, dass sie sich an Absprachen halten. Bonussohn diskutiert nicht, sondern hält sich nicht an Absprachen und lügt. Ich merke, dass ich bei vielen Dingen, die er sagt oder tut, erstmal schön prophylaktisch misstrauisch bin. Und das möchte ich gerne ändern, komme aber nicht aus meiner Haut raus, dass ich lügen ganz schlimm finde...