Warum lügen einige Kinder mehr als andere?

  • Die Situation ist nervig, und er macht sich damit keine Freunde, aber sowas gibt es immer wiedermal, wo das Kind sich die Welt so hingebogen hat, dass es fuer das Kind stimmt. Es nimmt die Lüge als solche also gar nicht wahr.

    Interessant, dass du das erwähnst. Situationen, in denen ich denke: "Hoppla, wie kann es sein, dass er die Situation so anders abgespeichert hat als wir anderen?", in denen er sich seine Welt also so zurechtgebogen hat, dass sie für ihn besser passt, gibt es bei Q auch mitunter. Ich habe das bisher nicht in einem Zusammenhang gesehen, weil das Lügen und die "verkehrte Welt" gut unterscheidbar sind. Beim Lügen sieht man ihm genau an, dass er weiß, dass das, war er gerade sagt, nicht stimmt. In den anderen Situationen merkt man ihm an, dass er fest überzeugt ist, dass die Situation anders war (selbst wenn sie erst zwei Minuten her ist, und wir drei restlichen Familienmitglieder dabei waren und es anders in Erinnerung haben - meist geht es um ein "aber du hast doch gesagt..." - nein, hat die betreffende Person nicht).

    Aber vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang?

    Es könnte auch sein, dass die Kinder die "nie lügen" einfach gut lügen. Möglich, dass sie das bei Dingen tun, auf die die betreuenden Erwachsenen nie kommen würden.

    Das denke ich nicht. Ich weiß von mir selbst, dass ich bis auf diese eine Situation als Kind nicht gelogen habe, und auch bei T kann ich mir das nicht vorstellen. Zumindest lügt er nie in Situationen, in denen er sich durch Lügen einen Vorteil verschaffen könnte. Wieso sollte er dann in anderen Situationen lügen, in denen es keinen Vorteil bringt, es also niemand mitbekommt? Einfach zur Übung? #gruebel

    Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass es auch mal eine Situation gab, ähnlich wie bei mir als Kind, in der T gelogen hat. Aber ich bin mir vollkommen sicher, dass er es nicht häufiger macht.


    Jemand schrieb hier "Es passiert nichts, außer dass die Eltern sauer sind." Das hat bei mir schon gereicht. Ich bin harmoniesüchtig und HASSE es, wenn jemand sauer auf mich ist. Da arbeite ich dran, aber als Kind war das noch viel, viel schlimmer. Vor allem meine Mutter hatte dann so eine Art, stundenlang (gefühlt) zu meckern, wenn ich z.B. irgendwas verloren hatte.

    Das fand ich als Kind schlimm und ja, es hat mich zum Lügen "motiviert ".

    Das fände ich auch einen nachvollziehbaren Erklärungsansatz, passt auf meine Kinder aber auch nicht. Wenn hier einer harmoniesüchtig ist, dann ist das T. So sehr er die Schule und die Hausaufgaben immer gehasst hat - es wäre ihm im Traum nicht eingefallen, bewusst ohne Hausaufgaben zur Schule zu gehen. Die Aussicht darauf, dass die Lehrperson mit ihm schimpft, selbst wenn es jemand war, den er nicht mal leiden konnte, hätte ihn total gestresst. Trotzdem hatte er wegen seiner Schludrigkeit häufiger mal die HA nicht. Da kam er nie auf die Idee, irgendwelche Phantasiegeschichten zu erzählen, dass die Welt sich gegen ihn verschworen hat und es ihm unmöglich gemacht hat, die HA zu machen.


    Bei uns Eltern könnte das mit der Harmoniesucht eventuell dahingehend passen, dass er kapiert hat, dass wir nichts mehr hassen, als angelogen zu werden, und er dann wegen seines Harmoniebedürfnisses lieber den Stress für irgendwas Verbocktes in Kauf nimmt, als beim Lügen erwischt zu werden. Aber ich bin mir nicht sicher, dass das für die Lehrer auch gilt.


    Q ist deutlich weniger harmoniebedürftig als T. Ihm macht es beispielsweise wenig aus, Stress mit Lehrer*innen zu haben, die er eh nicht leiden kann (bei Lehrer*innen, die er mag, ist das etwas völlig anderes - da würde er sich ein Bein ausreißen, um die nicht zu enttäuschen). Uns Eltern enttäuscht er schon auch ungern. Aber er ist eigentlich ziemlich helle, und wir sagen ihm auch jedes Mal, wenn sich die Gelegenheit wieder aufdrängt #hmpf, dass nichts, was er jemals verbocken könnte, es Wert ist, uns anzulügen. Und schon gar nicht diese bescheuerten Pillepallenummern, bei denen er lügt (Hausaufgaben gemacht, unterschriebenen Zettel in der Schule abgegeben, usw.). Es kann eigentlich nicht sein, dass er das intellektuell nicht versteht.


    Ich bin wirklich ratlos und hoffe immer noch, das verwächst sich...

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • also dieses : in einer eigenen Wahrheit/Welt leben finde ich weder süß noch magisch, ich habe leider einen Exmann, der das nie abgelegt hat und ich halte das für eine ziemlich ätzende Eigenschaft. Er selbst behauptet nämlich auch, er lüge natürlich nicht sondern es ISt einfach so wie er sagt. Das man eine Situation unterschiedlich wahrnehmen kann ist ja nicht ungewöhnlich, aber in dem Fall wie hier geschildert“ Linie nicht berührt“ würde ich meinem Kind klar spiegeln dass das Unfug ist und einfach nicht richtig.

    Klar ändert das nichts an seiner Version#cool, aber ich bin da sehr gebranntes Kind und DIESE Art des Lügens würde mich wahnsinnig machen.

    Dann ist es mir persönlich 100mal lieber, jemand versucht mich bewusst zu belügen, ist sich aber grundsätzlich auch darüber im klaren, dass das gerade ein Lüge ist ( anstatt zu glauben - ne, ich sage die Wahrheit und alle anderen irren sich)

    Grundsätzlich finde ich aber den Versuch, zu lügen, um einer möglichen unangenehmen KOnsequenz aus dem Weg zu gehen normal und einen Lernprozess, der eben unterschiedlich lange braucht. Manche lernen es auch nie, das ist dann aber auch nicht zu ändern.

    Als Eltern kann man ihnen ihr Verhalten nur spiegeln und es besser vormachen vor allem.


    Vielleicht will sich der Bonussohn mit seinem Verhalten auch nur abgrenzen ?

    Wenn die anderen Kinder es ja nie tun.

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • ach Staubflocke ich habe meinem Kind sehr wohl gesagt (lies doch nochmal nach ;-) ), dass es die Linie nicht berührt, es gibt das sogar zu, hat aber halt eine Begründung. Tut mir leid, dass du so unter deinem Ex-Mann leiden musst.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • ach Staubflocke ich habe meinem Kind sehr wohl gesagt (lies doch nochmal nach ;-) ), dass es die Linie nicht berührt, es gibt das sogar zu, hat aber halt eine Begründung. Tut mir leid, dass du so unter deinem Ex-Mann leiden musst.

    Ach Nachtkerze;)

    Das habe ich gelesen. Auch dass es andere zu ihm sagen er aber seine eigene Erklärung dazu hat.

    Ich wollte auch nur - weil es für mich irgendwie so rüberkam - berichten, wie anstrengend es sein kann mit Menschen, die sich der Realität verweigern und das ICH das nicht besser finde als bewusst zu lügen.

    Aber keineswegs wollte ich damit sagen dass dein Sohn so bleibt oder du das ignorierst^^

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  • :-) Damit geht es mir besser - ich kam mir gerade ziemlich mies vor, nach deinem Posting. Danke dir.


    Ich finde meinen Bruder, der das heute auch noch manchmal macht, auch zT hochgrade nervig in solchen Situationen. Andererseits hat er eine unglaubliche Phantasie, die er auch zu positivem nutzt. Es sind vielleicht auch zwei Seiten einer Medaille; andererseits muss ich nicht mit ihm Kinder gross ziehen.

    Nothing is permanent.

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  • Staubflocke das mit dem “klar spiegeln, dass das Unfug ist“ kann nach hinten losgehen und genau das verhalten zementieren.

    Und ich habe in solchen Situationen eher das Ziel, die version, die wahrnehmung des Kindes an die aller anderen anzunähern. Und zumindest bei meinem Kind klappt das mit vorsichtigen Bemerkungen, die fallengelassen werden, wesentlich besser als mit “hart und direkt“.


    Fairy***tale ich stolper gerade über zwei sätze von dir. Einmal bist du oft misstrauisch beim bonussohn und dann merkst du es sofort, wenn jemand dich belügt. - Wenn du das tätest, müsstest du nicht misstrauisch sein, sondern wüsstest es ja.

    Ich halte einen absoluten lügen-radar für unmöglich.

    Es gibt Anzeichen für lügen und die erkennt man um so besser, je besser man jemanden kennt.

    Aber immer und bei fremden?

  • Die Situation ist nervig, und er macht sich damit keine Freunde, aber sowas gibt es immer wiedermal, wo das Kind sich die Welt so hingebogen hat, dass es fuer das Kind stimmt. Es nimmt die Lüge als solche also gar nicht wahr.

    Interessant, dass du das erwähnst. Situationen, in denen ich denke: "Hoppla, wie kann es sein, dass er die Situation so anders abgespeichert hat als wir anderen?", in denen er sich seine Welt also so zurechtgebogen hat, dass sie für ihn besser passt, gibt es bei Q auch mitunter. Ich habe das bisher nicht in einem Zusammenhang gesehen, weil das Lügen und die "verkehrte Welt" gut unterscheidbar sind. Beim Lügen sieht man ihm genau an, dass er weiß, dass das, war er gerade sagt, nicht stimmt. In den anderen Situationen merkt man ihm an, dass er fest überzeugt ist, dass die Situation anders war (selbst wenn sie erst zwei Minuten her ist, und wir drei restlichen Familienmitglieder dabei waren und es anders in Erinnerung haben - meist geht es um ein "aber du hast doch gesagt..." - nein, hat die betreffende Person nicht).

    Aber vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang?

    Du hast recht, die zwei Situationen sind iA auch hier klar unterscheidbar. Der einzige Zusammenhang ist, dass es auf mich beides so wirkt, als wird "gelogen". Aber das gleiche Problem hat man ja auch, wenn man mit alten Freunden ueber gemeinsame Erlebnisse spricht, die lange zurückliegen. Da gibt es oft sehr unterschiedliche Versionen, und keiner hat recht oder ist falsch.

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  • Ich halte einen absoluten lügen-radar für unmöglich.

    Es gibt Anzeichen für lügen und die erkennt man um so besser, je besser man jemanden kennt.

    Aber immer und bei fremden?

    Ich persönlich erkenne Lügen nur bei Q (wobei ich vermute, dass ich es bei meinem Partner oder bei T auch erkennen würde, aber da habe ich so wenig Möglichkeit zu üben).

    Aber bei Freund*innen, Kolleg*innen, Bekannten, Fremden gehe ich immer davon aus, dass sie mir die Wahrheit sagen. Und falle dann vom Glauben ab, wenn ich mal merke, dass das nicht stimmt.


    Mir ist übrigens eingefallen, dass ich gerade gestern auch von einer Person gehört habe, die offenbar auch als Erwachsener noch eine verschrobene Weltsicht hat:

    Jemand, den ich kenne, prüfte eine Mitarbeiter-Jahresumsatz-Abrechnung, die der/die Mitarbeiter*in angefertigt hat, stichprobenartig. Fand sofort einen Fehler, ließ die Abrechnung korrigieren. Das Spielchen wiederholte sich noch zwei Mal. Nach der somit dritten Korrektur sagte der/die Mitarbeiter*in: "Du kannst mir aber glauben, dass die Abrechnung stimmt" #blink

    Wie funktioniert so was? Meiner Vorstellung nach muss man der Welt irgendwie echt entrückt sein, wenn man als Erwachsener so etwas bringt. Und wenn sich sowas in verschiedenen Kontexten wiederholen würde, fände ich es auch viel zu anstrengend, mit so einer Person zusammenleben oder arbeiten zu müssen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Möwe: doch, ich spüre tatsächlich, wenn jemand lügt. Auch jemand fremdes. Und auch am Telefon und so.


    Und ich spüre es auch bei meinem Bonussohn. Dieses mißtrauisch sein ist halt vorher da. So von wegen, dass er sagt, er wird gleich noch seine Leseaufgabe erledigen. Dann fällt es mir oft schwer, ihm zu glauben. Denn wenn ich ihn hinterher frage und er sagt, dass er gelesen hat, weiß ich halt, ob er lügt.



    Wobei, wenn ich drüber nachdenke, kann es bei ihm auch tatsächlich viel Erziehung sein... Meine Freundin beugt auch gerne die Wahrheit zu ihrem Vorteil.

    Mich hat das bei ihr auch immer genervt, zb. Wenn sie Treffen aus irgendeinem Grund abgesagt hat und ich genau wusste, dass sie mit dem Grund lügt. Es hat Jahre gedauert, bis sie begriffen hat, dass dieses Lügen mich viel mehr verletzt hat als wenn sie gesagt hätte, sie hat keinen Bock auf ein Treffen...


    Aber ich glaube nicht, dass Kinder, die viel lügen, immer "falsch" erzogen sind. Hat man ja auch deutlich hier im Thread sehen können.

  • Möwe: doch, ich spüre tatsächlich, wenn jemand lügt. Auch jemand fremdes. Und auch am Telefon und so.


    Und ich spüre es auch bei meinem Bonussohn. Dieses mißtrauisch sein ist halt vorher da. So von wegen, dass er sagt, er wird gleich noch seine Leseaufgabe erledigen. Dann fällt es mir oft schwer, ihm zu glauben. Denn wenn ich ihn hinterher frage und er sagt, dass er gelesen hat, weiß ich halt, ob er lügt.

    Das ist aber ein schwieriger Ansatz.

    Das Gefühl kenne ich gut, wenn man mir als Kind unbewusst signalisiert hat „ich glaube dir nicht“ habe ich oftmals der Erwartung entsprochen und gelogen.

    Ich glaube, deine „absolutes Lügenradar“ tut im Umgang mit deinem Bonussohn da gerade nicht. Gut.

    Vielleicht solltest du dich aus dem Thema mal ein bisschen zurückziehen ?

    Diese „mir glaubt ja ohnehin keiner“ ist leider auch oft ein Selbstläufer....

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Ja, du hast absolut Recht. Ich habe das selbst gemerkt und halte mich jetzt auch mehr raus. Ich mag nämlich selbst gar nicht so mißtrauisch sein und will ihm einfach wieder dieses Vorschuss Vertrauen geben können!


    Gerade bei kleinen Lügen sage ich nichts mehr, auch wenn sie mir bewusst sind.


    Dieser Lügenradar macht mir das Leben tatsächlich oft schwer.

  • Ich mag nämlich selbst gar nicht so mißtrauisch sein und will ihm einfach wieder dieses Vorschuss Vertrauen geben können!

    #knuddel


    Das verstehe ich gut - zum einen wuerde ich auch einfach weniger Möglichkeiten zum Lügen geben. Wenn du weisst, dass das Kind die HA noch nicht gemacht hat, dann brauchst du da auch gar nicht nachfragen.


    Und dann wuerde ich das Gespraech suchen, und nachfragen, warum er meint lügen zu muessen. Vielleicht fürchtet er ja doch deine Reaktion oder die anderer? Oder es ist eine doofe Gewohnheit geworden? Zuhören, versuchen zu verstehen, aber durchaus auch beschreiben, dass man selbst traurig und verletzt ist, weil der andere lügt. Und ich wuerde dem Kind vorschlagen, dass nächste Mal, anstelle zu lügen zu mir zu sagen "Mama, ich kann das gerade nicht ehrlich beantworten."

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich mag nämlich selbst gar nicht so mißtrauisch sein und will ihm einfach wieder dieses Vorschuss Vertrauen geben können!

    #knuddel


    Das verstehe ich gut - zum einen wuerde ich auch einfach weniger Möglichkeiten zum Lügen geben. Wenn du weisst, dass das Kind die HA noch nicht gemacht hat, dann brauchst du da auch gar nicht nachfragen.


    Und dann wuerde ich das Gespraech suchen, und nachfragen, warum er meint lügen zu muessen. Vielleicht fürchtet er ja doch deine Reaktion oder die anderer? Oder es ist eine doofe Gewohnheit geworden? Zuhören, versuchen zu verstehen, aber durchaus auch beschreiben, dass man selbst traurig und verletzt ist, weil der andere lügt. Und ich wuerde dem Kind vorschlagen, dass nächste Mal, anstelle zu lügen zu mir zu sagen "Mama, ich kann das gerade nicht ehrlich beantworten."

    Ich glaube nicht, dass er sich fürchtet. Ich denke, er lügt einfach, um Dinge, auf die er keinen Bock hat, zu umgehen. Lesen üben will er nicht, er will lieber zocken. Also lügt er und behauptet, er habe schon gelesen.

    Auf Hausaufgaben hat er keine Lust, also sagt er, er habe keine auf.

    Er hatte keine Lust, vom Einkaufszentrum zu Fuß nach Hause zu gehen, also ist er schwarzgefahren usw.


    Er ist wahnsinnig bequem und träge. Im Moment hat er zb sein Handy verlegt. Entweder ist es irgendwo in seinem Zimmer, oder er hat es Karneval bei seinem Papa vergessen. Das Ding fehlt ihm total, aber anstatt es zu suchen und mal eben zum Vater zu fahren und da nachzuschauen, will er jetzt ein neues Handy zum Geburtstag.


    Oder er sagt uns, seine Sportschuhe seien zu klein, er braucht neue. Und dann kommt raus, dass er nur keine Ahnung hat, wo seine Schuhe sind und er keinen Bock hat, sie zu suchen.

  • Geht es dir darum, dass er lügt oder dass er faul ist und immer den einfachsten weg sucht ? Ich könnte mir vorstellen, dass es hilft die zwei Aspekte getrennt von einander zu sehen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Geht es dir darum, dass er lügt oder dass er faul ist und immer den einfachsten weg sucht ? Ich könnte mir vorstellen, dass es hilft die zwei Aspekte getrennt von einander zu sehen.

    Dass er faul ist stört mich nicht so sehr. Das sind meine Kinder auch. Mich stört das Lügen.

  • Puh, mal ganz unabhängig vom aktuellen Problem...kann es sein, dass du einen etwas negativ angehauchten Blick auf den Sohn deiner Freundin hast? Jedenfalls hatte ich schon häufiger den Eindruck, dass du den Erziehungsstil deiner Freundin nicht gutheißt und auch dieses „Sohn deiner Freundin“ verhält sich so und so im Gegensatz zu deinen Kindern, die XY nie tun würden.
    Vielleicht passt das auch überhaupt nicht, dann ignoriere es gerne einfach.


    Und zum Thema: Ich finde diese in meinen Augen sinnlose Lügerei auch echt nervtötend. Bei meinem Kind ist dieses Phase glücklicherweise überstanden.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Puh, mal ganz unabhängig vom aktuellen Problem...kann es sein, dass du einen etwas negativ angehauchten Blick auf den Sohn deiner Freundin hast? Jedenfalls hatte ich schon häufiger den Eindruck, dass du den Erziehungsstil deiner Freundin nicht gutheißt und auch dieses „Sohn deiner Freundin“ verhält sich so und so im Gegensatz zu deinen Kindern, die XY nie tun würden.
    Vielleicht passt das auch überhaupt nicht, dann ignoriere es gerne einfach.


    Und zum Thema: Ich finde diese in meinen Augen sinnlose Lügerei auch echt nervtötend. Bei meinem Kind ist dieses Phase glücklicherweise überstanden.

    Nein, gar nicht. Erst ist ja mein Patensohn und vom 1. Bis 3. Geburtstag war er täglich 8 Stunden bei mir, damit meine Freundin arbeiten konnte.. Wir haben eigentlich ein sehr innuges Verhältnis zueinander.


    Leider schreibe ich hier im Forum ganz oft nur von Problemen und Schwierigkeiten, aber das ist mir oft gar nicht bewusst.... Ich liebe Bonussohn genauso wie meine eigenen Kindern, und ich sehe und liebe auch seine positiven Seiten. Zb kann er viel besser mit anderen Kindern klarkommen als meine Kinder. Er ist der Bohne der beste große Bruder der Welt, er ist ein Kuschelbär, spielt mit Begeisterung mit uns Brettspiele und hat dabei beim Regeln erlernen eine Engelsgeduld. Er kommt viel besser mit Veränderungen klar als meine Kinder. Er teilt gerne, ist als einziges Kind bisher willug und in der Lage, auch mal ein paar Kleinigkeiten für uns einkaufen zu gehen. Er kann richtig toll Lego bauen, wozu keins meiner Kinder sich je bequem hat. Er liebt es, sich von mir Vorlesen zu lassen. Er ist ein unglaublich hübscher Junge mit einen super schönen Mund und wundervollen Augen. Er ist als einziges Kind bereit und fähig, auch mal mit der Bohne zu spielen...

    Er bespricht Probleme eher mit mir als mit seiner Mutter, erzählt mir grundsätzlich mehr als ihr. Das Vertrauensverhältnis zwischen uns ist wirklich gut.

    Ich liebe ihn ganz ganz doll, er war von Geburt an mein 4. Kind.


    Meiner Freundin fällt das schwer, sie sagt, sie kann meine Kinder nicht so lieben wie ihr eigenes, aber für mich ist er auch mein Kind. Er ist ein Schatz! #love

  • Ich glaube, Menschen lügen aus den unterschiedlichsten Gründen.

    Eines meiner Kinder lügt aus Bequemlichkeit, um sich vor Lästigem zu drücken - und es lügt richtig schlecht dabei. Eine Lernkurve in Richtung "es wird erwischt und merkt dann, dass die Lüge mehr Ärger gibt als der ursprüngliche Fehler" scheint es nicht zu geben. #weissnicht

    Ein anderes lügt, weil es das gut kann und nahezu in jedem Fall erfolgreich ist. Das nutzt es aus.

    Das kenne ich gut, so war ich als Kind auch #angst

    Bei den anderen beiden wäre mir bisher oder nie aufgefallen, dass sie lügen.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ich habe mir als Kind meine Welt erträglich gelogen.

    Da waren durchaus auch kleine, aus Erwachsenensicht völlig belanglose Dinge, über die ich gelogen habe, es hat sich irgendwann verselbständigt, war meine Realität.

    Kind 2 hat da auch die Tendenz zu (trotz respektive wohl wegen ASS).

    Kind 1 und 3, das war jeweils eher um einen (gefühlten) Vorteil zu erlangen.

    Wenn Kind 2 lügt, weiss ich, dass es Hilfe braucht und gebe die auch, immer. Das Lügen wird thematisiert, steht aber nicht unbedingt im Zentrum. Bei Kind 1 und 3 bin ich eher sauer, weil nicht aus einer seelischen Not heraus gelogen wird.