Warum lügen einige Kinder mehr als andere?

  • Wir alle tun es mehrmals täglich. Wenn wir auf die oberflächliche Frage nach dem Befinden, lapidar mit "gut" antworten.

    Wenn wir der todkranken Dame von nebenan sagen, dass sie heute schon viel besser aussieht.

    Wenn wir der lieben Kollegin zur tollen, neuen Frisur gratulieren, obwohl wir ihr am liebsten einen Anwalt besorgen wollen.

    Diese Argumentation habe ich schon oft gelesen, und ich kann damit überhaupt nichts anfangen.


    Ich mache sowas nie.


    Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, erzähle ich vielleicht nicht meine komplette Lebensgeschichte. Aber wenn es mir nicht gut geht, antworte ich auch nicht "gut", sondern das, was gerade passt, selbst wenn es (wie vorletzte Woche) dann auf "so krank war ich in meinem ganzen Leben noch nicht" hinausläuft.

    Das geschieht täglich bis zu 200 mal, je nach Kontaktmenge. Und es ist wichtig für das soziale Miteinander. Der Chef morgens im Aufzug will nämlich auf seine Frage nicht hören "ach wissen Sie, mir werden kommenden Freitag zwei Knoten biopsiert und ich habe große Angst."

    Dann soll er das eben nicht fragen. Mich hatte mal eine Kollegin morgens, als ich ins Büro kam, gefragt, wie es mir geht, und ich habe angefangen zu heulen und ihr erzählt, dass ich gerade entdeckt hatte, dass der Marder in der Nacht all unsere Wachteln umgebracht hat. War ihr etwas unangenehm, dass ich sie vollgeheult habe, aber da musste sie dann durch.


    Wenn man nicht gerüstet ist, sich ggf. sowas anzuhören, muss man halt statt nach dem Befinden nach dem Wetter oder etwas anderem Unverfänglichen fragen, finde ich.


    Wenn ich auf eine Frage nicht antworten möchte, sage ich das. Und selbstverständlich kommentiere ich auch nicht ungefragt negativ. Wenn ich die neue Frisur blöd finde, sage ich nichts dazu. Wenn ich das Gefühl habe, die Person wartet auf eine Bemerkung, frage ich vielleicht, wie die Person auf die Idee gekommen ist, diese Änderung vorzunehmen. Aber aus "Höflichkeit" etwas zu loben, das ich Scheiße finde - nee, das kann ich nicht, will ich nicht, und ich will auch nicht, das andere das bei mir machen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Diese Beispiele empfinde ich als Alltagsritual. So dass die Frage nicht wirklich zur Informationsbeschaffung gestellt wird, sondern eher fixe Frage - fixe Antwortmöglichkeiten.

    Dass dann eine unerwartet ehrliche Antwort kommt, wie sie huehnchen69 gebenwürde, ist ja auch OK, begegnet mir aber recht selten.

  • Ungefragt gebe ich nie negative Meinungen ab und ärgere mich umgekehrt darüber sehr.
    Was bringt einem sowas? Und in den allermeisten Fällen interessiert es die Betreffende ohnehin nicht.


    huehnchen69, so wie du es machst finde ich es auch besser und richtiger. Trotzdem kommt es bei mir sehr auf Verfassung und Wichtigkeit an. Und Zeit. Eine ehrliche Antwort, die eine entsprechende Reaktion des Fragenden auslösen könnte, ist fast immer zeitaufwendig. Meiner besten Freundin antworte ich ehrlich, bei flüchtigen Begegnungen antworte ich ebenso flüchtig und unehrlich. Es ist nicht jedes Thema für jeden geeignet und schon gar nicht auf dem Parkplatz des Supermarktes, zwischen einsteigen und wegfahren.

    Anisp , sicher sind das Alltagsrituale und Alltagslügen. Aus irgendeinem Grunde finde ich die meisten nur nicht so schlimm. Bei Lügen von Kindern, die andere damit reinreißen (Beispiel mit der Fahrkarte) würde ich auch sauer werden.


    Unterscheidet ihr eigentlich zwischen aktiv lügen und etwas verschweigen?

    Ernest Hemingway — 'So far, about morals, I know only that what is moral is what you feel good after and what is immoral is what you feel bad after.'

  • Danke, ich seh das ganz genauso.

    Mich hat das massiv angekotzt, als mich in der Zeit nachm Unfall Hinz und Kunz gefragt hat, wie es mir geht, und auf die wahrheitsgemäße Antwort (in Kurzform: scheiße!) mit merklichem Unbehagen reagiert haben.

    Ich hab damals sogar in Abstimmung mit Nadja Hermann einen Comic darüber gemacht:


    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • ich sehe diese verbindung nicht direkt, du strafst nicht (bin mir sicher, dass deine kinder streckenweise anders sehen) und deswegen lügen deine kinder nicht diskutieren dafür, deine freundin straft, deswegen? lügt ihr sohn. obwohl es natürlich auch mal so ist.


    die spannendere frage ist, wieso er immer noch lügt, obwohl er mehr als oft genug erwischt wird und wieder eine strafe bekommt.


    unsere kinder werden gelegentlich ähnlich wie dein bonus sohn mit medien "bestraft", trotzdem diskutieren sie gern, oft, ausdauernd und lügen manchmal auch. #weissnicht

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Ich kann wenig zu dem Thema beitragen, da meine Kinder noch zu klein sind um lügen zu „können“.


    Ich frage mich aber bei der Lektüre zu bedürfnisorientierter Erziehung, ob die Erziehung darauf Einfluss haben könnte. Sicher ist es auch eine Charakterfrage, aber wenn das Kind zum Beispiel mit Bestrafung und Belohnung auswächst, könnte es schon sein, dass es Sachen nicht macht/macht weil er denkt, dass es falsch ist, sondern nur Angst vorm Erwischen hat und das durch Lügen versucht zu verhindern.


    Würde mich mal interessieren, ob das wirklich so einen Einfluss hat oder zu theoretisch gedacht ist.

    Für uns hier mit den Drillingen kann ich das beantworten. Hat natürlich keine Garantie darauf, dass das für alle Kinder gelten würde.

    Hier gab es nie Strafen. Die höchste Konsequenz wäre gewesen, dass das Kind genau merkt, dass wir enttäuscht waren und das auch klar geäußert haben.

    Gelogen haben alle drei mal, aber bei einem hält sich das. Auch jetzt noch mit 18 Jahren.

    Bei ihm vermute ich, dass selbst die Enttäuschung der Eltern und das zugeben, dass man gelogen hat, schon harte Konseqenz für ihn ist. Er kennt ja auch keine Strafen, kennt den Vergleich nicht. Somit ist diese Konsequenz das härteste, das er kennt und für ihn ist das dann schlimm. Ganz egal, ob wir im Anschluss an eine solche Episode dann wieder mal, sicher zum tausendsten mal, auch klar machen, dass der Anlass es nicht wert war und wir ihn weiterhin lieben werden und nichts jemals etwas daran ändern könnte. Diese Versicherung reicht nicht, um ihn genügend mit Mut auszustatten. Der fehlt ihm halt noch.

    Hinzu kommt, dass er emotional nicht besonders stabil ist und deshalb wenig Mut hat, für eigene Dinge einzustehen, wenn andere Menschen eine andere Meinung haben. Sprich, er kennt unsere Einstellung zu bestimmten Dingen und lügt dann lieber, als zu sagen, er macht es aber anders. Der Kerl mit seinen 18 Jahren fragt immer noch, ob er länger raus kann. Er müsste schon längst nicht mehr fragen, schon sicher zwei Jahre nicht mehr. Ein gutes Beispiel dafür, dass es da noch an Reife fehlt.


    Ich denke, bei ihm wird es einfach länger dauern, bis er das überwindet.

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
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    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

  • auf die frage, wie geht es dir, mit einem kategorischen gut zu antworten, obwohl es mir eigentlich nicht wirklich gut geht, sehe ich nicht als lüge, eher als ausweichen. ich mag nicht allen erzählen müssen, wie es mir wirklich geht. wer mich wirklich kennt, merkt es, wenn es mir schlecht geht, da sage ich meistens auch die wahrheit zumindest einen teil davon.


    eine neue frisur, die ich nicht gut finde, lobe ich auch nicht. wozu auch? wenn ich merke, dass es erwartet wird, sage ich so etwas wie: ach neue frisur? fällt auf. wenn ich gezielt nach meiner meinung gefragt werde, formuliere ich trotzdem positiv: die alte fand ich besser, die andere stand dir besser. komme ich aber wirklich selten in so eine verlegenheit.


    es kommt natürlich auch vor, dass ich die wahrheit ein stück biege: wenn ein kranker mensch mir sagt, dass er/sie sich heute besser fühlt aber für mich trotzdem sehr krank aussieht. da reicht aber meistens ein (auch ehrlich gemeintes): das freut mich aber sehr.


    wenn ich mich mit jemadem nicht treffen aber auch meine gründe bis ins kleinste detail erklären möchte, kommt es schon mal vor, dass ich den einen grund wähle, von dem ich weiß, dass der akzeptiert wird und hab auch kein schlechtes gefühl dabei.


    das alles find ich ziemlich normal aber nicht wirklich lügnerisch.


    solche beispiele betreffen allerdings nur alltägliche unwichtige begegnungen. meine freundInnen, familie belüge ich nicht.

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    Ernst Ferstl

  • ich denke es ist wie immer eine Mischung aus allem, Erziehung, Charakter, Lebensphase usw...

    Grds lügt es sich wahrscheinlich leichter wenn man eher der „in den tag hinein“-Lebenstyp ist. Dann macht man sich nämlich nicht sofort Gedanken, welche Konsequenzen das haben könnte.

    Immer erstmal abstreiten ist eine ganz gute Methode um durchs Leben zu kommen, vieles kann nicht bewiesen werden - kennen wir nicht alle den Tipp: wenn du was getrunken hast und angehalten wirst musst du IMMER sagen du hast NICHTS getrunken weil du sonst in jedem Fall ins Röhrchen pusten musst ?

    Das ist jetzt bitte keine Empfehlung oder Wertung aber eine Sichtweise, die eben verbreitet ist.

    Wie genau nimmt es denn die Mutter mit der Wahrheit im Alltag ?

    Klar kann das auch immer ein Hilferuf sein, weil das Kind sich nicht wohl fühlt vielleicht, aber wenns keine drakonischen Strafen gibt für Lügereien würde ich es nichtmal auf die Erziehung zurückführen.


    Patrickstar - ich denke es ist NICHT richtig dass eine Lüge stets eine Missachtung meines Ggegenübers darstellt.

    Eigene Bequemlichkeit sagt nicht automatisch etwas darüber aus, wie ich meinen gegenüber schätze.

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Das finde ich ein interessantes Thema. Ich habe als Kind relativ viel gelogen#schäm, obwohl es bei uns auch keine Strafen wie Hausarrest oder Fernsehverbot gab. Jemand schrieb hier "Es passiert nichts, außer dass die Eltern sauer sind." Das hat bei mir schon gereicht. Ich bin harmoniesüchtig und HASSE es, wenn jemand sauer auf mich ist. Da arbeite ich dran, aber als Kind war das noch viel, viel schlimmer. Vor allem meine Mutter hatte dann so eine Art, stundenlang (gefühlt) zu meckern, wenn ich z.B. irgendwas verloren hatte.

    Das fand ich als Kind schlimm und ja, es hat mich zum Lügen "motiviert ".


    Bei meiner Tochter mache ich das gar nicht. Wenn was Blödes passiert ist, dann ist das halt so, man kann es auch nicht ändern und es bringt gar nichts, wenn ich dann schimpfe.

    Tatsächlich ist meine Tochter sehr ehrlich. Es gab eine Situation, in der sie mich angelogen hat, weil sie Angst hatte, ich würde schimpfen. Das hat sie mir allerdings hinterher gesagt. Ich hatte ihr ohnehin nicht so richtig geglaubt. ;)


    Ich denke also, es hängt schon von den Erfahrungen ab, die ein Kind gemacht hat

  • Ich bin selbst ein Mensch, der nicht lügt. Und ich spüre sofort, wenn jemand anders lügt.


    Vielleicht machen meine Kinder es deswegen nicht? Weil ich, vorlebe, nicht zu lügen und eben auch immer spüre, wenn sie es tun? Vielleicht haben sie dadurch ganz früh gemerkt, dass ihnen Lügen eh nichts bringen?....


    Vielleicht ist aber auch das Lügen meines Bonussohn es normal und das meiner Kinder "unnormal", weil ja bei ihnen evtl. eine Autismus Spektrumsstörung vorliegt?




    Zumindest kann ich das Argument mit Trägheit und Bequemlichkeit und sich nicht viele Gedanken machen bei meinem Bonussohn definitiv sehen.

    Wobei die anderen auch bequem sind, sich aber grundsätzlich viel mehr Gedanken machen ums Leben, Konsequenzen, die Zukunft usw.


    Und da seine Lügen immer wieder auffliegen, erreicht er damit sein Ziel ja doch nicht... Aber draus lernen tut er doch nicht...

  • Vielleicht machen meine Kinder es deswegen nicht? Weil ich, vorlebe, nicht zu lügen und eben auch immer spüre, wenn sie es tun? Vielleicht haben sie dadurch ganz früh gemerkt, dass ihnen Lügen eh nichts bringen?....

    Möglich, dass das einen Beitrag leistet, als alleinige Erklärung taugt es aber nicht, denn diese Bedingungen sind bei uns auch gegeben, mit dem "Ergebnis", dass ein Sohn mW nie lügt, der andere häufiger (siehe oben).

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Eben. Und Dein Bonussohn ist erst 11? schon erwachsenen fällt es nicht leicht aus eigenen Fehlern zu lernen und davon wegzukommen. Das ist ein Prozess. Manche Menschen tun es Leben lang, weil es irgendwie hinhaut.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
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    Ernst Ferstl

  • Eben. Und Dein Bonussohn ist erst 11? schon erwachsenen fällt es nicht leicht aus eigenen Fehlern zu lernen und davon wegzukommen. Das ist ein Prozess. Manche Menschen tun es Leben lang, weil es irgendwie hinhaut.

    Ja, das stimmt.


    Meine Freundin und ich haben schon überlegt, dass er entweder aufhört zu lügen oder irgendwann eine "Schulung macht:" Wie lüge ich richtig? "Danach könnte er dann eine Karriere in der Politik machen oder so... #angst:D

  • Fairy***tale , interessant. Meine Tochter ist möglicherweise auch im Autismus-Spektrum. Ich habe schon öfter gehört, dass es Autisten schwerer fällt zu lügen, weiß aber nicht, ob das wirklich so ist. Hängt vielleicht auch damit zusammen, wo im Spektrum sie sich befinden.

  • Ich habe ein Kind, das lügt nie, wirklich niemals, auch nicht aus Nettigkeit und eines, das biegt die Wahrheit oft somals, dass es vielleicht gerade nicht als Lüge durchgehen koennte, oder zumindest hat es immer sehr gute Begründungen; manchmal lügt es auch. Das 3. ist noch zu klein.


    Das Kind, dass die Wahrheit biegt, hat glaube ich oftmals das Gefuehl, sonst zu verlieren, oder es biegt sich die Realität auch soweit zusammen, dass es fuer es selbst keine Lüge mehr ist. Beispiel von gestern:


    Beim Turnen gibt es Wettläufe und die Kinder sollten immer die Linie berühren und dann umdrehen. Er berührt die Linie NIE. Er tut so als ob. Er wird davon von den anderen Turnern, Coach und mir regelmaessig drauf angesprochen. Es nutzt nix. Kind erklärt mir: es sei so schnell, dass es einfach die Linie nicht berühren koenne, das sei unmöglich. Als ich meinte, es müsse halt einen Tick abbremsen in dem Moment, meinte es, sein Körper erlaube es nicht, langsam zu rennen. Das Ding ist, das Kind wuerde bei den Wettrennen in 95% der Fälle eh gewinnen. Es ist wirklich fest davon überzeugt, dass es recht hat.


    Die Situation ist nervig, und er macht sich damit keine Freunde, aber sowas gibt es immer wiedermal, wo das Kind sich die Welt so hingebogen hat, dass es fuer das Kind stimmt. Es nimmt die Lüge als solche also gar nicht wahr.

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  • Aber in dem Beispiel mit dem "gratis fahren" hat er ja bekommen, was er wollte: jetzt mit dieser Bahn fahren, und von der Bohne dabei nicht zurecht gewiesen werden.

    Dass das nachher Ärger gibt, war es ihm wohl, zumindest in dem Moment, wert.


    Es könnte auch sein, dass die Kinder die "nie lügen" einfach gut lügen. Möglich, dass sie das bei Dingen tun, auf die die betreuenden Erwachsenen nie kommen würden.

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • oh, Nachtkerze, solche Gefühle wie von deinem Sohn erinnere ich auch. Ich glaube, der lügt nicht, das ist seine Wahrnehmung. Das ist Magie! :)

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  • Madrone. Ich habe einen Bruder, der genauso wahr und manchmal noch ist. Und genau - da steckt sich eine unheimliche Kreativität und Phantasie dahinter. Magie ist nich schöner. #love

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