Was haltet ihr von veganer Ernährung für Babys/Kleinkinder??

  • Das liegt dann an der jeweilige genetischen Disposition der Bevölkerung, ja, weltweit gesehen ist Fleisch eher der Lieferant für tierische Eiweisse und Fette - wobei hoffentlich klar ist, dass damit nicht die Fleisch/Ei/Milchmenge der heutigen Industrienationen gemeint ist.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Na ja, aber Genetik hin oder her: Wenn es Milliarden Menschen gibt, die ihr Leben lang keine Tiermilch konsumieren (auch als Kinder nicht), dann ist Milch offenbar kein essentielles Lebensmittel und die betreffenden Kinder bekommen ihr Protein anderweitig.

  • Wenn das als Argument herangezogen wird lohnt es sich aber mal zu schauen wie viele Gesellschaften wirklich komplett vegan leben und in wie vielen Gesellschaften in denen keinerlei Milchprodukte konsumiert werden eben andere tierische Proteinquellen (V.a. Fleisch) eine wichtige Rolle spielen.


    Wenn Veganer gut durchdacht und entsprechend substituiert ist bei Kleinkindern ist es ja kein Problem, aber eben nur dann.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • wenn ein Mischköstler gut durchdacht isst und ggbfs entsprechend substituiert, dann ist das bei Kleinkindern kein Problem, aber eben nur dann.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Kiwi, die meisten Nicht-Milchtrinker werden vermutlich Fleisch essen (z. B. China vor der großen Milchkampagne). Ob es rein vegane Populationen gibt, wäre mal interessant, das weiß ich nicht. Ist aber eigentlich auch egal, weil - so der Stand der Wissenschaft - bei ausgewogener veganer Ernährung und Substitution von B12 alle Nährstoffe zugeführt werden, auch bei Kindern. :)

  • Was sollte der durchdachte Gemischtköstler denn deiner Meinung nach bei Kleinkindern unbedingt substituieren Reeza ... hat was von Zunge raus und „selber“ brüllen Dein „Argument“...#weissnicht


    und falls die Gegenfrage kommt, bei nicht (mehr) gestillten Kleinkindern sollte B12 substituiert werden...

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


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  • Kiwi, die meisten Nicht-Milchtrinker werden vermutlich Fleisch essen (z. B. China vor der großen Milchkampagne). Ob es rein vegane Populationen gibt, wäre mal interessant, das weiß ich nicht. Ist aber eigentlich auch egal, weil - so der Stand der Wissenschaft - bei ausgewogener veganer Ernährung und Substitution von B12 alle Nährstoffe zugeführt werden, auch bei Kindern. :)

    Dem habe ich nie wiedersprochen, im Gegenteil.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • wenn ein Mischköstler gut durchdacht isst und ggbfs entsprechend substituiert, dann ist das bei Kleinkindern kein Problem, aber eben nur dann.

    So ist es. B12 zum Beispiel müssen Omnivore ja nur deshalb nicht substituieren, weil die Tiere das zugefüttert bekommen (die 1-2 % Weidehaltung kann man in dem Zusammenhang vernachlässigen).

  • Lachesis: Die Milch ist Dir wichtig, scheint mir.

    Deshalb schreibe ich ja gebetsmühlenartig: tierische Eiweisse und Fette (wie Du daraus machst, dass ich nur Milch meine, weiss ich nicht). Das sehen nämlich tatsächlich die meisten Ernährungsgesellschaften wie ich: tierische Eiweisse und Fette sollten in Kinderernährung auftauchen. Wenn nicht, sollte gegebenfalls substituiert werden.

    Du sagst ja selbst, es muss genug adäquate Nahrung da sein, dann ist Muttermilch nicht bis 8 nötig - bin ich absolut mit Dir einig. Biologisch-evolutionär komme ich aber zu dem Schluss, dass diese adäquate Ernährung tierische Eiweisse und Fette enthält. Die zu ersetzen ist möglich, aber durchaus mit Aufwand behaftet.

    Du hast natürlich recht, der Kleinkinderbedarf an Eiweiss ist mit 1 gr nur leicht erhöht gegenüber dem Erwachsenen mit ca 0.8 gr pro Kilo. Wobei ich das mit Kindern, die in Schüben wachsen etwss flexibler halte.


    Ich fühle mich ein bisschen, als würdest Du sämtliche Vegan-Vorurteile, die Dir begegnen auf mich projezieren. Ich finde das nicht wirklich gerechtfertigt, weil ich meine, mich halbwegs mit der Materie befasst zu haben - nur weil ich selbst für mich zu einem anderen Schluss gekommen bin, habe ich auch keinerlei Probleme, wenn andere anders entscheiden.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Kiwi, die meisten Nicht-Milchtrinker werden vermutlich Fleisch essen (z. B. China vor der großen Milchkampagne). Ob es rein vegane Populationen gibt, wäre mal interessant, das weiß ich nicht. Ist aber eigentlich auch egal, weil - so der Stand der Wissenschaft - bei ausgewogener veganer Ernährung und Substitution von B12 alle Nährstoffe zugeführt werden, auch bei Kindern. :)

    Dem habe ich nie wiedersprochen, im Gegenteil.

    Ich übrigens auch nicht, wobei das offenbar anders angekommen ist.


    Rein vegane Gesellschaften sind weltweit kaum bekannt. Die viel zitierte indische Gruppe ist meines Wissens auch nicht komplett vegan, sondern vor allem Priester praktizieren das? Aber da bin ich nicht wirklich fundiert informiert.

    Sonst kenne ich kein Beispiel.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Lachesis: Die Milch ist Dir wichtig, scheint mir.

    Deshalb schreibe ich ja gebetsmühlenartig: tierische Eiweisse und Fette (wie Du daraus machst, dass ich nur Milch meine, weiss ich nicht). Das sehen nämlich tatsächlich die meisten Ernährungsgesellschaften wie ich: tierische Eiweisse und Fette sollten in Kinderernährung auftauchen.

    Das ist so nicht richtig, ich hatte ja oben zwei Videos verlinkt, wo auch die Empfehlungen der großen Ernährungsgesellschaften verlinkt und besprochen werden.


    Hier z. B. die AND (USA) :

    "Die Academy kommt sogar zu dem Schluss, dass sowohl vegetarische als auch vegane Ernährung für alle Lebensabschnitte geeignet sein können, auch für Schwangere, Stillende, (Klein)Kinder und Jugendliche, Ältere und Sportler. Sie führt darüber hinaus auf, dass pflanzenbasierte Ernährungsformen ökologisch nachhaltiger sind als Ernährungsweisen mit einem hohen Anteil an tierischen Lebensmitteln, da weniger Ressourcen verbraucht werden und die Umwelt nicht so stark belastet wird. Sich vegetarisch und vegan ernährende Personen haben, so die amerikanische Institution, meist eine geringe Zufuhr an gesättigten Fetten und verzehren dafür im Vergleich zu Mischköstlern mehr Gemüse, Obst, Vollkorn(produkte), Hülsenfrüchte und Sojaprodukte, Nüsse und Samen. Ihre Ernährung enthält somit mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, weshalb ihre LDL-Cholesterin-Blutkonzentrationen meist niedriger sind und die Blutglukosekonzentration besser im Gleichgewicht gehalten wird. All diese Faktoren führen zu einem geringeren Risiko für ernährungsmitbedingte chronische Erkrankungen unter Vegetariern und Veganern."


    https://www.ernaehrungs-umscha…anung-fuer-alle-geeignet/


    Ich projiziere nichts auf dich (sorry, falls das so rüberkam), aber ich habe tatsächlich den Eindruck, du bist hier (im Gegensatz zu anderen Themen) teilweise nicht genügend informiert.

  • Ist aber eigentlich auch egal, weil - so der Stand der Wissenschaft - bei ausgewogener veganer Ernährung und Substitution von B12 alle Nährstoffe zugeführt werden, auch bei Kindern.

    Fügt man dann noch einen kleinen Teil tierischer Produkte hinzu, dann braucht man auch B12 nicht zu substituieren...


    Ihr Lieben, in diesem Strang sind mir zu viele Emotionen unterwegs. Wenn der Informationsaustausch nicht klappt, weil Fakten, die nicht in die eigenen Normen und Werte passen, abgelehnt werden, dann finde ich es müßig, weiter zu diskutieren. Es gibt so unglaublich viele Ernährungsvarianten, die wir Menschen verwerten und verdauen können, da braucht man sich wirklich nicht auf eine einzige Wahrheit festzulegen!

    Hier steht keine Signatur: ich signiere meine Briefe weiterhin handschriftlich.

  • Lachesis ja, da hast Du mich tatsächlich missverstanden.
    Ich habe mich tatsächlich länger mit Veganer Ernährung beschäftigt (beschäftigen müssen) meine Jüngste ist Lactoseintolerant, hasst Käse und ist seit 1 Jahr -von einem Tag auf den anderen kein Fleisch mehr . (Wir haben es gut gemeint, wir kaufen beim Nachbarn immer 1/4 Rind und da die hier nebenan auf der Weide stehen war E. Total entsetzt, dass wir das Essen und hat beschlossen sie nicht mehr)daher nutzen wir einige Aspekte aus der veganen Küche, wobei -Quark und -Frischkäse bei ihr geht.


    Da wir tatsächlich vollwertig essen (Fleisch 1-3 mal im Monat) mussten wir bisher nichts substituieren. Falsch...ich nehm gerade Vit D aber da ich keine Eisbärenleber esse, kann ich das auch nicht anders zu mir nehmen.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Ist aber eigentlich auch egal, weil - so der Stand der Wissenschaft - bei ausgewogener veganer Ernährung und Substitution von B12 alle Nährstoffe zugeführt werden, auch bei Kindern.

    Fügt man dann noch einen kleinen Teil tierischer Produkte hinzu, dann braucht man auch B12 nicht zu substituieren...

    Ja, aber wie gesagt nur, weil im Tierfutter B12 substituiert wird. Warum dann nicht direkt substituieren?

    Ihr Lieben, in diesem Strang sind mir zu viele Emotionen unterwegs. Wenn der Informationsaustausch nicht klappt, weil Fakten, die nicht in die eigenen Normen und Werte passen, abgelehnt werden, dann finde ich es müßig, weiter zu diskutieren. Es gibt so unglaublich viele Ernährungsvarianten, die wir Menschen verwerten und verdauen können, da braucht man sich wirklich nicht auf eine einzige Wahrheit festzulegen!

    Komisch, ich fand die Diskussion bisher erfreulich sachlich. Wo siehst du denn hier die Ablehnung von Fakten?

  • Lachesis: ich habe eher den Eindruck, wir reden ein bisschen aneinander vorbei. Das ausgewogene vegane Ernährung im Gegensatz zu typischer amerikanischer "Mischkost" (wusstet Ihr, dass der durchschnittliche Rohkost-Anteil in den USA bei knapp 1 gr pro Tag liegt - ohne Obst gerechnet? #blink) quasi nur Vorteile hat, ist glaube ich unbestritten, auch von mir.

    Ich gebe Dir auch völlig recht, dass ausgewogene vegane Kleinkinderernährung mit B12-Substitution möglich ist.

    Ich habe sie nur für mich als nicht nötig befunden und bleibe bei möglichst pflanzenbasierter, tierisch ergänzter Mischkost für uns (mit dem Ziel, den tierischen Anteil noch zu verkleinern, der ist mir noch zu hoch).

    Den Aufwand, ein kleines Kind vegan zu ernähren nach der Stillzeit schätze ich ganz persönlich aber recht hoch ein.


    Vitamin C ist in Mitteleuropa wirklich kein Problem - mein Chemielehrer pflegte zu sagen: 2 Wurstsemmeln decken den Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen. Ich fürchte, der Durchschnittsmischköstler bekommt sogar mehr VitC als Veganer, dank all der konservierten Fleischprodukten etc...



    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Wenn es Milliarden Menschen gibtt, die ihr Leben lang keine Tiermilch konsumieren (auch als Kinder nicht),

    Gibt es die heute wirklich noch? Das ist doch schon laenger nicht mehr so, und auch in China, Japan, Süd Korea trinken die Kinder heutzutage Milch.

    (wusstet Ihr, dass der durchschnittliche Rohkost-Anteil in den USA bei knapp 1 gr pro Tag liegt - ohne Obst gerechnet? )

    Das haette ich nicht gedacht - hast du da ne Quelle?

    Vegane Pre-Milch? Aus was ist die hergestellt?

    Es gibt genug Kinder mit Kuhmilchunvertraeglichkeit und ja, da gibt es Sojamilchpulver. Meine Schwester bekam das sogar auf Rezept.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Wenn es Milliarden Menschen gibtt, die ihr Leben lang keine Tiermilch konsumieren (auch als Kinder nicht),

    Gibt es die heute wirklich noch? Das ist doch schon laenger nicht mehr so, und auch in China, Japan, Süd Korea trinken die Kinder heutzutage Milch.

    Mag sein, dann ersetze "gibt" durch "gab" (bis vor wenigen Jahrzehnten).

  • Die Quelle ist leider eine private mündliche Auskunft (eines amerikanischen Künstlers, der sich sehr intensiv mit Ernährung auseinandersetzt - und seinen Sohn vegan ernährt), eine schriftliche Quelle habe leider nicht gefunden.

    Aber auch wenn die Zahl nicht hundertprozentig stimmt, gibt sie uns eine Ahnung in welchen Grössenordnungen die amerikanischen Gesundheitsbehörden rechnen müssen bei so Vergleichen.

    Ich denke, das ist völlig klar, dass alleine der Rohkostanteil deutlich drüber liegen sollte (und bei vielen Veganern spielend erreicht wird).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Lachesis die Tiere, die ich esse, sind draußen herumgelaufen und haben gegessen, was da wuchs. Auf die Frage, was die Tiere bekommen, wenn nichts wächst, sagte ihre Halterin, sie füttere Heu zu und etwas Stroh, für die Hühner auch selbst angebautes Kraftfutter und Kalk, den sie zukaufen müsste. Von Vitaminen war da nicht die Rede.


    Du argumentierst viel mit Unterstellungen - Mischköstler hätten zu wenig Ballastsstoffe in der Ernährung, hätten keine Ahnung vom Tierfutter u.s.w.. Argumentiert eine dagegen, haust Du sofort die nächste unbewiesene Behauptung raus. Das empfinde ich als Ablehnung von Informationen.


    Talpa hat einiges Wissen über Ernährung, ich auch, schon zwangsweise, weil ich nicht alles essen kann und immer alles Kleingedruckte lesen muss. Den Nährstoffgehalt schlage ich im Zweifelsfall hier nach, wohl wissend, dass es große Schwankungen gibt bei bestimmten Stoffen je nach den Wachstumsbedingungen der Lebensmittel. Ich kann vegan kochen, vegetarisch, laktosefrei, fruktosefrei, glutenfrei, kann kosher style, nach Farben oder zur Not anthroposophisch nach den Planeten (da vergesse ich nur immer, welches Getreide zu welchem Wochentag gehört) kochen, nur nicht alles gleichzeitig, und finde regional gewachsene Bio-Mischkost für uns am sinnvollsten. Du darfst gern anderes sinnvoller finden, und solltest Du mich besuchen, bekommst Du, was Du magst, ohne dass ich unsere Gewohnheiten ändern muss: die sind vielfältig genug dafür. Aber höre bitte auf, anderen und mir zu unterstellen, wir hätten keine Ahnung.


    Ich bin jetzt raus aus diesem Strang.

    Hier steht keine Signatur: ich signiere meine Briefe weiterhin handschriftlich.

  • Hm. Ich kann mir das nach 15 Jahren Leben in den USA kaum vorstellen, aber natuerlich hatte ich da auch meine eigene Blase. Und ja, es gab Menschen, die kaum Gemuese aßen, demgegenüber gab es Menschen, die 1 Blumenkohl als Nachmittagssnack wegputzen und sehr bewusst lebten.

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