Aussage einer Ärztin zum stillen ü12mon

  • Woher kommen denn die Zahlen?


    Ich wurde nie gefragt und dem Kinderarzt hab ich das auch nicht erzählt.


    Hat das schonmal wer angegeben?

    Liebe Grüße Luci


    mit der Motte 07/10 und und der Erbse 11/13

  • Hier war gsd weder von kinderarzt noch Frauenarzt irgendwelche "negativen " Kommentare. Frauenarzt hat bei 14 &16 monaten nur gemeint: sehr brav! Vorgaben mehr als Erfüllt!(Ich wollte noch länger, konnte aber nicht mehr)


    Was mich da mehr stört, waren immer die Aussagen der schwiemu- ALSO WIR haben die Kinder ja nur alle 3h nach Plan gefüttert, und sie haben von Anfang an durchgeschlafen. (Ja, genau! #blink) oder wenn ich erzähle, wie anstrengend der kleine in der babyzeit war, kam nur : ALSO WIR haben ja nie so ein Theater um die Kinder gemacht und sie sind auch gut groß geworden!#haare

  • Aus einer KIGSS-Studie. Lanisoh habe ich auch gefunden mit aehnlichen Zahlen. https://www.pharmazeutische-ze…sensstand-in-deutschland/


    oder auch https://de.wikipedia.org/wiki/Stillen#Deutschland

    und hier: https://www.cdc.gov/breastfeeding/data/reportcard.htm

    In Frankreich wird definitiv weniger gestillt, und viele Frauen haben das auch als seltsam empfunden, aber alle KA, die wir dort sahen, fanden Stillen selbst mit 12, 18 Monaten deutlich positiv und ok. Gefragt wurde im Rahmen der U-Untersuchung und der Beikost, was man gibt, was das Kind isst und verträgt.

    Nothing is permanent.

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  • Woher kommen denn die Zahlen?


    Ich wurde nie gefragt und dem Kinderarzt hab ich das auch nicht erzählt.


    Hat das schonmal wer angegeben?

    Hier in ö gibts bis zur 1. Jahres mutterkindpass- Untersuchung den Punkt zum eintragen vom arzt: Ernährung altersgemäß ja/nein. Ich wurde also bis dahin immer gefragt, was die Kinder so zu essen bekommen

  • Ich glaube die Zahlen zum Stillen kommen zusammen, weil sich doch bei relativ vielen Frauen das Stillen nie richtig etabliert und sie es dann irgendwie durchhalten, oft mit zusätzlich Flache. Habe ich in den Babykursen oft gehört.


    Meine Hebamme meinte, dass liegt oft daran, dass den Frauen in der Klinik am Anfang so viel Druck gemacht wird und die nötige Ruhe fehlt. Bei der Nachsorge von Hausgeburten erlebt sie sehr sehr selten Stillprobleme. Sehr traurig!

  • Was mich da mehr stört, waren immer die Aussagen der schwiemu- ALSO WIR haben die Kinder ja nur alle 3h nach Plan gefüttert, und sie haben von Anfang an durchgeschlafen. (Ja, genau! #blink) oder wenn ich erzähle, wie anstrengend der kleine in der babyzeit war, kam nur : ALSO WIR haben ja nie so ein Theater um die Kinder gemacht und sie sind auch gut groß geworden!#haare

    hmmm genau so wie früher alle Kinder mit 12 Monaten gelaufen sind und mit 15 Monaten trocken waren #hammer

  • stimmt natürlich Esther

    Alles Wunderkinder damals. #hammer


    Das mit der Verunsicherung kann ich bestätigen. Ich habe in meinem Umfeld mittlerweile mindestens 3 Frauen, die von diversen Stellen so verrückt gemacht wurden, dass sie das Stillen aufgegeben haben. Mal nach 3 Wochen mal nach 12 oder 14 Wochen. Mal kam zu Beginn nicht gleich genug Milch, dann wurde zugefüttert und das Theater mit Flasche und Brust ist dann ja auch wirklich anstrengend und unbefriedigend.

    Oder es kam nach einigen Wochen nicht genug Milch. Und statt Stillmanagement wird dann zur Flasche geraten.

    Also die Aussage halte ich für absolut nachvollziehbar.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich denke es liegt auch daran, dass vielen Eltern immer noch die Beikost als Stillmahlzeiten ersetzen verkauft wird. Dazu dann der Druck das Kind mit 12 Monaten in die Krippe eingewöhnen zu müssen und das sei ja schwieriger, wenn es noch nicht ausreichend esse und noch stille. Höre ich jedenfalls oft so.

    tt1c48ce.aspx
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  • In den USA wird halt gepumpt und die kleinen bekommen die gepumpte Milch. Aber pumpen ist in Deutschland schon sehr verpönt. Und wird oft als zu schwierig abgelehnt.

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  • Nachtkerze das kann ich aber auch gut verstehen. Ich fand Pumpen auch super anstrengend und war sehr erleichtert, dass meine Tochter keine Flaschen akzeptiert hat. Bei meinem Sohn war es auch nur zweimal die Woche für Rückbildung und Sport, aber selber dafür genug zusammen zubekommen fand ich super schwierig.


    Wenn’s klappt ist das eine tolle Sache. Gerade in den USA gehen ja viele sehr schnell wieder arbeiten.

  • Pumpen ist nicht toll, aber es gehörte halt mit dazu und so pumpten viele Amerikanerinnen. Und es ist für mich auffällig wie viel weniger oft es in Deutschland nicht klappt als in den USA. Du bist damit ja keine Ausnahme. Vielleicht liegt es an den besseren Pumpen und Tricks, weil es einfach mehr und länger schon Erfahrung in den USA gibt?

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  • Wenn Kinder familienergänzend betreut werden in der Schweiz, dann deutlich vor dem ersten Geburtstag. Trotzdem werden die Kinder offenbar im Schnitt etwas länger gestillt.

    Ich habe den Eindruck, der gesellschaftliche Umgang mit Stillen ist hier lockerer und vor allem ist die Stillberstung echt gut ausgebaut (jede Frau hat drei gratis Stillberatungen zu gute, von der Krankenkasse gezahlt).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Früh gestartet mit dem Pumpen, Nachtkerze - und viele Tipps von anderen Frauen. Wenn die Kollegin im Büro auch schon gepumpt hat, kann sie auch mal was raten...

    Ich kenne übrigens auch keine saugverwirrten Kinder, das habe ich nur im Forum gelesen, dass es das gibt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Der berufliche Wiedereinstieg mit 12 Monaten erklärt für mich nicht, warum mit 4 Monaten abgestillt wird.#gruebel


    Die Stillaufklärung ist miserabel.

    Wenn eben Kinderärzte so falsche Aussagen machen, Wöchnerinnenstationen keine Stillberatung bieten und so weiter...


    Und der alte Satz "Wir haben damals xy, und ihr seid trotzdem groß geworden"

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich bin einfach nur erstaunt, weil ich angenommen hatte, dass man in Deutschland es einfacher hätte mit dem stillen, weil die Betreuung nach der Geburt phantastisch ist und weil man so lange Mutterschutz und Eltern Zeit hat. Aber das scheinen ja keine Kriterien zu sein. Der gesellschaftliche Druck scheint da wichtiger zu sein.

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  • ich habe 18 Monate meines Lebens gepumpt. Andere Kolleginnen pumpten auch bis die Kinder 12 Monate alt waren. Danach wurde meist nur noch abends und morgens gestillt.

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  • Ich bin einfach nur erstaunt, weil ich angenommen hatte, dass man in Deutschland es einfacher hätte mit dem stillen, weil die Betreuung nach der Geburt phantastisch ist und weil man so lange Mutterschutz und Eltern Zeit hat. Aber das scheinen ja keine Kriterien zu sein. Der gesellschaftliche Druck scheint da wichtiger zu sein.

    Genau - bzw der gesellschaftliche "Druck" Stillen sei gut.

    Mit einem Säugling und Fläschchen wurde ich deutlich häufiger "zwangsberaten" als mit Still-Kleinkind.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Das ist natuerlich auch wiederrum doof. Ja, den Druck zum Stillen gibt es. Aber auch den Druck nicht zu lange zu stillen. Und irgendwo scheinen viele Frauen ja doch auch allein gelassen zu werden, denn der Wille bei der Geburt laenger zu stillen ist da, aber dann wird es weniger. Oder es kommt drauf an, wie das Umfeld reagiert - da habe ich durchaus auch schon gehoert, dass Stillen, wenn das Baby redet, nach der Brust greifen kann, widerlich sei.


    Eine deutsche ZA meinte mal zu mir, dass Stillen ab 8 Monate quasi toxisch fuer die Zähne waere, und dass deswegen die deutsche Gesellschaft fuer ZA (oder so aehnlich) vom längeren Stillen abrät.

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