Aussage einer Ärztin zum stillen ü12mon

  • Hier gibt es niemanden, der sich damit auskennt, hab ich schon versucht, Psychotherapieplätze gibts eh fast nicht unter Wartezeit von mehreren Jahren und für so etwas Spezielles wie Problem der Frauen mit erlebter normaler Gewalt in der Geburt eh nicht.

    Und was passiert ist, ist wie gesagt hier Standard, ich höre sowas von vielen Frauen. Es wird nicht als Problem angesehen. Hauptsache, das Kind überlebt die Geburt, dann ist alles fein.


    Schwägerin, Freundinnen, Bekannte, alle haben schnell abgestillt. Jetzt findet man auch eh kaum noch Hebammen für die Nachsorge, wurden ja ein paar Geburtsstationen geschlossen, hier und in SH war es recht ländlich. Da musste man nehmen, was man kriegt.


    Und ja, ich könnte mir tatsächlich sehr gut vorstellen, dass es da ein Nord-Süd-Unterschied gibt, sowie Stadt-Land. Und natürlich gilt das auch für alle anderen Ärzte, die wollen nicht in die Provinz. Und Oldenburg und Kiel gelten wohl dafür, in Hamburg kann es schon viel besser sein. Da wollen gefühlt alle hin.

  • Ich weiß nicht genau woher es kommt, aber ich hab durchaus auch einige Frauen getroffen, die gar keine Lust hatten so lange zu stillen. Die froh waren als das Beikost Alter kam und sie endlich Stillmahlzeiten durch Brei ersetzen konnten. Nachts wurde dann eben meist noch die Flasche gegeben. Stillen ist ja nun auch nicht für alle das große Ideal.

    Ich habe aus Faulheit gestillt und dabei nie die Englein singen hören. Ich war sehr froh als es vorbei war.

  • Die sinnvollen Sachen habt ihr ja schon geschrieben, #zwinker ich wollte nur ergänzen, dass das in meiner Übersicht am Handy als


    (...) stillen Ü12


    auftaucht und ich sofort nachsehen musste, ob es das im Forum tatsächlich gibt!


    Ü12mon ist ja sowas von normal aber Ü12, das wäre was gewesen! 8o

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Jaaaa, es gibt ja die Theorie, daß Stillen bis zum Zahnwechsel normal ist. Vielleicht sind doch die Dritten gemeint ^^

  • Ich hoffe aber nicht, dass sich das so sehr vom Durchschnitt im Norden unterscheidet.

    Ich kann aus dem Norden und dem Westen berichten. Und da war 2006, als meine Große geboren wurde, die Situation eher so wie Schnickschnack beschreibt. In einem zertifiziert babyfreundlichen Krankenhaus! Wie die Geburt und die ersten Stunden dort abgelaufen sind - ohne irgendeine medizinische Notsituation - war schlicht und einfach krass (mehr mag ich hier nicht schreiben). Meine Nachsorgehebamme war zum Glück viel besser, und sie hat uns dann das Stillen doch noch gerettet - aber auch, weil ich einen Horror vor dem Riesenaufriss des Fläschchen-Kochen, Spülen, Sterilisieren, Pulvermilch organisieren usw. hatte.


    Was meine Freundinnen bezüglich Stillen im Nordwesten der Republik erlebt haben (um die gleiche Zeit), ging auch in die Richtung. Nur eine hat es geschafft, mit voll gestilltem Kind aus dem Krankenhaus entlassen zu werden - sie hat sich vorher schlau gelesen und mit ihrem Dickkopf alles ignoriert, was man ihr im Krankenhaus erzählt hat. Das ging danach weiter, mit Kinderarzt, der nach 6 Wochen dazu riet, auf jeden Fall nachts nciht mehr zu stillen - braucht ja kein Kind, man hält es nur vom Schlafen ab!

    Vier andere haben sich nicht durchsetzen können gegen: erstmal Glucose-Lösung aus dem Fläschchen, Schnuller, kritisches Wiegen vor und nach dem Stillen, Mindestabstände zwischen dem Anlegen. - Das war 2006 bis 2010, nicht 1970!


    Mein zweites Kind wurde übrigens im Ausland geboren, da war Stillen noch viel normaler. Der Kinderarzt fragte noch beim 6 Monate alten Baby mit strengem Blick ob es auch nachts noch gestillt wird, um dann - nach Bejahung - nochmals zu betonen, wie wichtig das sei, und dass Babies einfach viel Energie benötigen und unbedingt nach Bedarf gestillt werden sollten. Und jedes Mal gab es den Hinweis auf die WHO Empfehlung MINDESTENS 2 Jahre lang zu stillen.

    lg martita

  • Nachtkerze: erzählt meine Mutter auch, meine Schwiegermutter, die tante, die Nachbarin, ...

    Vielleicht hatte ich auch einfach Glück. Mit der Frage im Krankenhaus, ob ich stillen möchte, lief es weiter - baby im Raum, selbstverständliche und ganz unaufgeregte Hilfe beim stillen, ...

    Eine kinderärztin war auch eher alte schule und meinte, man dürfe sie nicht verwöhnen, ...

    Aber sonst?


    Schnickschnack trotzdem hast du nur den Blick in deiner blase. Und einen fernsehbericht würde ich jetzt auch nicht als aussagekräftige Studie werten und daraus allgemeingültige schlussfolgerungen ziehen mögen.

  • Die Hebamme die ich beim kleinen hatte war so toll (die hätte zu dem Zeitpunkt 50-jähriges Jubiläum ihrer Prüfung, sie arbeitete da also schon im Rentenalter). Sie war so schön entspannt und nie übergriffig (sie hat selbst mal gesagt sie spricht nicht von "betreuten Frauen" und stattdessen lieber von "den von ihr begleiteten" denn Betreuung braucht nur derjenige der nicht in der Lage ist für sich selbst zu entscheiden).

    Sie freute sich auch total darüber, dass die große noch gestillt wurde.


    Die Hebamme die ich bei der großen hatte, erklärte den Frauen während der Rückbildung 6 Wochen nach der Entbindung schon den Breifahrplan (zum Ende hin, da waren die kleinen 4 Monate alt, hatten wir keine Mutter mehr im Kurs die voll stillte). Ohne die Stillberaterin wäre ich verloren gewesen (und meine Hebamme war so erbost darüber, dass ich bei einer Stillberaterin war, dass sie die Wochenbettbetreuung eingestellt hat - hätte ich nicht gewusst, dass wir die letzte Gruppe Frauen sind die sie betreut, dann hätte ich sie bei der Zuständigen Kammer angezeigt...)


    Gerade sehe ich es auch bei der Patin des kleinen, im Krankenhaus Stillproben und dann der Vorwurf ggü. der Mutter "schauen Sie, Null Gramm, SIE HABEN GAR NICHTS GEMACHT".

    Die Hebamme zu Hause wohl auch (das war dann aber nach dem Milcheinschuss und zumindest lief es dann).


    Östliches Niedersachsen scheint auch Entwicklungsland in Bezug aufs Stillen zu sein#weissnicht

  • Möwe ja, ich kann es auch nur schwer einschätzen, ob es mein Umfeld, eine Blase oder mehr ist.


    Kurai werden im KH denn systematisch alle Neugeborenen vor und nach jeder Mahlzeit gewogen? #blink

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • ich musste vor 14 Jahren die Tochter auch immer wiegen.... und das hat uns letztlich das Stillen versaut...keine Zunahme=keine Milch= Flasche....... da ich hier kurz vorher aufgeschlagen bin...hab ich dann nach Bedarf "geflascht" #zwinker... war ne heiden Arbeit und Logistik, hat aber gut geklappt.

    Studienberatung ect wurde nicht angeboten.


    Beim Sohn ( anderes KH) wurde nur geschaut obs mit dem Anlegen klappt.... Sichtkontrolle beim Baby und Entlassungswiegen an Tag 3 ( Geburtsgewicht großzügig überschritten 8o)... auch die Nachsorge war total entspannt..


    Gemecker kam vom Kia...vom Frauenarzt...von der Verwandtschaft...

    Dank Forum...rechts rein...links raus


    .letztlich wurden er dann 2 Jahre gestillt mit zusätzlichem Beikost nach Wunsch und Laune #zwinker

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Ja, natürlich, im KH und auch zu Hause musste ich wiegen, vor und nach dem Stillen und dokumentieren für die Hebamme. Die hat sich das angeguckt, selbst noch mal gewogen, dann noch geguckt, ob der Po vom Baby wund ist (weil ihrer Meinung nach die Mütter zu selten wickeln würden, jedes Mal war sie wieder verwundert, dass das Baby NICHT wund war) und dann waren die 10 min. um und sie wieder weg.

  • Ja, natürlich, im KH und auch zu Hause musste ich wiegen, vor und nach dem Stillen und dokumentieren für die Hebamme. Die hat sich das angeguckt, selbst noch mal gewogen, dann noch geguckt, ob der Po vom Baby wund ist (weil ihrer Meinung nach die Mütter zu selten wickeln würden, jedes Mal war sie wieder verwundert, dass das Baby NICHT wund war) und dann waren die 10 min. um und sie wieder weg.

    8o Das ist ja völlig verrückt. Was für ein Aufwand da betrieben wird. Nur nochmal für die Statistik: Bei uns wurde nicht gewogen (Süddeutschland 2016). Ich kann mich dunkel an so einen Stillplan erinnern, wo man eintragen sollte, wann und wie lange man gestillt hat. Da wir aber nach der ersten Nacht heim sind, haben wir ihn ignoriert.

  • So einen Plan hatte ich beim Frosch.

    Wiegen, stillen, wiegen, nachfüttern, notieren.

    Er hatte einen Infekt und wir lagen im KKH, alle dort haben immer wieder bedauert dass sie es mir so anstrengend machen mussten, alle haben das Stillen unterstützt, nahc 3 Tagen war er so propper und stillte genug dass ich die weiteren Tage im KKH nichts mehr notieren musste und auch nicht mehr zufüttern.


    Und ich finde es ändert sich was, ich kenne nun einige Kinder die 1-2 Jahre gestillt wurden. Aus ( aus mangel eines besseren Wortes so) unrabigen Kreisen. Bei Sönke im Umfeld waren es weniger.


    Froschi stillt noch...ein Arzt hat was blödes gesagt, der Rest ist eher erstaunt dass es noch geht.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Das Problem ist dabei, dass das Baby sich hungrig dann richtig hochfährt beim Wiegen, wir haben dann irgendwann geschummelt und nur noch danach gewogen und Mann hat die zu erwartende Stillmenge für den ersten Wert abgezogen. #pfeif

  • Nachtkerze, nein - zum Glück ist es nicht überall üblich dass vor und nach dem Stillen gewogen wird (die Mama hatte einen späten Milcheinschuss und das KH wollte sie nicht gehen lassen bevor das Kind zugenommen hatte. Das gab es bei meiner Tochter auch, mit dem Sohn wurden wir (anderes KH) entlassen, hatten aber ein dickes Ausrufezeichen neben dem Entlassungsgewicht (11,5% Abnahme, sobald wir daheim waren dann Zunahmen von 300g/Woche#freu... Bei mir lief die Milch im Krankenhaus einfach nicht).


    So einen Stillplan hatte ich von der ersten Hebamme auch bekommen. Als das Kind nicht zunahm schaute sie darauf und meinte "sie Stillen 8x am Tag, das ist genug, dann haben sie nicht genug Milch"#hammer

  • Hier war es 2001 im kkh relativ entspannt, es wurde ned mal immer gewogen.

    Und ich hätte gerne laaaange gestillt, 6 Monate voll hat geklappt, als Sohn dann knapp 9 mon. war hatte ich eine massive Brustentzündung mit kkh ( 41,7 Fieber) und ich bin heute noch wütend auf die Ärzte die meinten es geht nicht anders als abstillen, von jetzt auf sofort. Leider ging es mir so schlecht das ich nicht dagegen protestiert hatte, so das mein armes Kerlchen wirklich von jetzt auf gleich abgestillt wurde wo wir noch relativ viel gestillt hatten. ( ich heule grad wieder wenn ich das schreibe)

    Aussage mehrerer Ärzte als ich anmerkte das ich es falsch fand was sie rieten war dann: sie haben eh schon länger gestillt als die meisten.

    Aber die wenigsten mussten so abrupt abstillen.

    Ich heule heute noch manchmal um mein kleines Baby das ohne Mama da durch musste. Und mein Mann musste es aushalten, da er mit dem Kleinen daheim war und ich im kkh.

    Bin nach drei Tagen heim auf eigene Verantwortung und wollte wieder anfangen. Da hieß es es ginge ned da ich ja im kkh abstill-Tabletten bekam und das so gefährlich wäre.

  • ich musste vor 14 Jahren die Tochter auch immer wiegen.... und das hat uns letztlich das Stillen versaut...keine Zunahme=keine Milch= Flasche....... da ich hier kurz vorher aufgeschlagen bin...hab ich dann nach Bedarf "geflascht" #zwinker... war ne heiden Arbeit und Logistik, hat aber gut geklappt.

    Studienberatung ect wurde nicht angeboten.


    Beim Sohn ( anderes KH) wurde nur geschaut obs mit dem Anlegen klappt.... Sichtkontrolle beim Baby und Entlassungswiegen an Tag 3 ( Geburtsgewicht großzügig überschritten 8o)... auch die Nachsorge war total entspannt..

    Ja, natürlich, im KH und auch zu Hause musste ich wiegen, vor und nach dem Stillen und dokumentieren für die Hebamme. Die hat sich das angeguckt, selbst noch mal gewogen, dann noch geguckt, ob der Po vom Baby wund ist (weil ihrer Meinung nach die Mütter zu selten wickeln würden, jedes Mal war sie wieder verwundert, dass das Baby NICHT wund war) und dann waren die 10 min. um und sie wieder weg.

    wow, arg, wie das doch unterschiedlich gehandhabt wird.

    Hier Österreich, reines geburtsspital, als stillfreundlich zertifiziert:

    Kinder wurde gleich im Kreißsaal noch vor dem wiegen/Nachsorge von Mama angelegt, hebammen/Schwestern haben sehr darauf bestanden, das kind nachts mit ins eigene Bett zu nehmen zwecks schlaferleichterung (o Ton schwester: es hat sich noch nie eine Mama auf ihr eigenes Kind gelegt!) Gewogen wurde etwa 1x täglich, da meine Kinder relativ viel abgenommen haben in den ersten Tagen wurde ich gebeten, das Kind nachts alle 3h zu wecken und zu stillen. Schnulli war total verpönt!

    Anlegen/ stilltechniken in der Theorie wurden im geburtsvorbereitungskurs besprochen, im kkh kam auch die stillberaterin nochmal in jedes Zimmer.


    Ot: hier dürfte stillen aber großes Thema in der Ausbildung sein. Ich fing ja mit baby 2 Monate an wieder zu studieren (Fh- Hebammenausbildung im gleichen Haus) und habe an 3 tagen/ Monat auf der Uni einfach abgepumpt. Eines Tages hatte ich aber das Ventil der Pumpe vergessen und bin dann in meiner Verzweiflung (platzende Brüste #crying) ins Sekretariat zu den Hebammen. Die haben mich dann sofort an ihre eigentlich zu anschauungszwecken dastehende doppelpumpe gelassen und mit Infomaterial, stilleinlagen etc überschüttet. Überall hingen Plakate mit Zusammensetzung, who Empfehlungen, andocktechniken etc...