• Hallo,


    mein Fahrrad ist schon sehr in die Jahre gekommen. Es hat mir über zwei Jahrzehnte gute Dienste geleistet. Jetzt muss aber dringend ein neues her. Also habe ich mich auf den Weg zum Fahrradgeschäft gemacht. Die Auswahl war trotz sehr großem Laden eher mau. Ganze 3 Fahrräder sind für mich in Frage gekommen. Meine Ansprüche waren nicht sonderlich hoch: Sollte alltagstauglich sein, für kleine Frauen (1,60m), bei kleineren Touren (2-3 Stunden) sollte man nicht das Gefühl haben, zu steif drauf zu sitzen. Ausbeute wie gesagt, drei Räder.


    Im Bereich der E-Bikes hingegen gab es reichlich Auswahl. Das Sortiment war insgesamt größer. Auf meine Nachfrage hin die Bestätigung: Ja, es wird vermehrt auf E-Bikes gesetzt, einige Hersteller würden nur noch klein ohne "e" produzieren, wenn überhaupt. #blink


    Hab ich was nicht mitgekriegt? Wozu braucht jetzt jeder Mensch ein e-bike? Auch der Umweltgedanke geht mir da irgendwie abhanden? Will man nicht gerade mehr Rad fahren, um Energie einzusparen? Gibt es in ein paar Jahren gar keine herkömmlichen Fahrräder mehr? Oder ist das nur ein Hype, der bald vorrüberzieht?

    Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder, ein geordnetes Leben zu haben.

    Besonders wenn sie es selbst ordnen dürfen.


    - Pippi Langstrumpf -

  • Ja, ich bedaure das auch, dass das herkömmliche Fahrrad von E-Bike und E-Roller verdrängt werden. Ich glaube nicht, dass das bald vorüberzieht, aber ich denke doch, dass das herkömmliche Fahrrad uns erhalten bleiben wird. Kommt vielleicht auch darauf an, wo man so wohnt, aber hier ist die Auswahl (Großstadt) an normalen Fahrrädern sehr groß. Aber sehr teuer sind die geworden.

    Wenn man die üblichen Wege nicht mit dem Rad schaffen würde, z.B. weil man vier Kinder transportieren will oder weil man eine Einschränkung hat, dann ist das ja auch eine tolle Möglichkeit.

    Ich finde es ökologisch auch sehr bedenklich, dass dort, wo es allein der Bequemlichkeit und der Mode dient, das E-Bike das Fahrrad zunehmend ersetzt, noch dazu mit der Augenwischerei, besonders nachhaltig und umweltfreundlich zu sein.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


  • Ich sehe das ein bisschen zwiegespalten, eigentlich bin ich eurer Meinung.


    Aber für ältere Menschen finde ich E-Bikes zum Beispiel sehr sinnvoll, meine Schwiegereltern fahren seit Jahrzehnten gar kein Fahrrad mehr, weil es ihnen zu anstrengend ist. Mit E-Bikes wären sie da vielleicht nochmal Fahrrad gefahren und würden nicht für jeden noch so kleinen Weg das Auto nehmen.


    Und ich überlege schon lange, mein Auto abzuschaffen und ein E-Lastenrad zum einkaufen zu nutzen. Das wäre mir ohne Antrieb für den Familieneinkauf zu schwer.

  • Ja, ich denke auch, wer z.B. ein Lastenfahrrad nimmt, statt ein Auto und damit seine Einkäufe etc. erledigt, dann mag so eine Unterstützung sinnvoll sein.

    Ich wollte aber einfach nur ein neues Rad. Das ging doch jetzt jahrzehntelang auch so.

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    - Pippi Langstrumpf -

  • Ich habe ein E-Bike und liebe es. Ich fahre damit Wege, die ich sonst mit dem Auto oder ÖPNV fahren würde zusätzlich zu den Wegen, die ich sonst mit dem Fahrrad ohne e fahren würde.


    In unserem Fahrradladen halten sich Fahrräder mit und ohne e die Waage.

  • Wir haben auch ein E-Bike (eins für's ganze Haus, sprich Schwiegereltern, mein Mann und ich) und wir finden es toll. Wir wohnen auf einem Berg und man muss schon sehr ambitioniert sein, um da mit dem Rad hoch zu fahren. Es geht 1km ziemlich bis sehr steil bergauf. Und seit wir das E-Bike haben, fährt viel öfter mal jemand damit zum Bäcker, zum Arzt, den Großen im Anhänger in den Kindergarten... Vorher war ich eigentlich die einzige, die sich ab und zu mal den Berg hochgequält hat. Und seit ich Kinder habe, noch viel seltener.

    So, lange Rede, kurzer Sinn: ich bin sehr froh über die Erfindung des E-Bikes, weil ich so endlich auch wieder Spaß am Rad fahren habe und mir nicht jedes Mal denke, dass ich aber ja auf dem Heimweg den Berg auch wieder hoch muss.

  • Ich bin auch E-Bike-Fan. Hier sind auch ordentlich Höhenmeter zu bewältigen und mit Kind und Einkäufen käme ich da teilweise einfach nicht hoch. Außerdem kann ich so zur Arbeit fahren, wo es auch über den Berg geht und ich sonst total verschwitzt ankäme.

    Wir haben kein Auto und unser Radius hat sich durch das E-Bike sehr erweitert (ÖPNV ist hier mäßig ausgebaut). Langfristig hoffe ich allerdings, dass ich irgendwann vielleicht doch wieder auf ein normales Fahrrad umsteigen kann, weil es einfach weniger anfällig ist bzw. man auch besser selber reparieren kann. Und ein normales Fahrrad ist natürlich umweltfreundlicher. Insofern hoffe ich auch, dass beides erhalten bleibt.

    Wie ich zu älteren Menschen auf dem E-Bike stehe weiß ich auch nicht. Klar ist es toll, wenn es ihnen wieder ermöglicht Fahrrad zu fahren, aber leider ist das auch die Personengruppe, die viele und teils heftige Unfälle damit hat, weil sie vielleicht doch lange nicht gefahren sind und die Geschwindigkeit falsch einschätzen.


    Zu dem Händler würde ich vermuten, dass er sich einfach inzwischen auf E-Bikes spezialisiert hat, weil es natürlich lukrativ ist. Das gibt es hier auch. Aber ich glaube nicht, dass es wirklich kaum noch normale Fahrräder gibt.

  • Ich bin ebenfalls ein E-Bike-Fan. Ich verzichte wesentlich öfters auf's Auto, seit ich eins habe. Hier gibt es ebenfalls einige Höhenmeter zu überwinden.

    Ich kenne nicht wenige Leute, die auch für den Arbeitsweg ein E-Bike nutzen und ihr Auto stehen lassen. Mit einem herkömmlichen Velo dies aber nicht tun würden.

  • Genau.

    Vor allem in Regionen mit viel auf und ab haben meiner Meinung nach die E-Bikes zur Reduktion der täglichen Autonutzung beigetragen. Hier hat sogar die Stadtverwaltung eine Flotte, schon seit mehr als 10 Jahren, die von den Angestellten genutzt werden kann, um zwischen den Standorten zu pendeln. Da kann es sein, dass drei Leute zur Sitzung im Stadthaus X mit E-Bike kommen, zwei mit Tram, drei sind im Gebäude und die Chefin kommt mit Privatrad (tut sie fast immer).

    Ich bin im Moment noch, trotz ziemlicher Steigung auf dem Arbeitsweg beim Selbertreten - das spart mir das Cardio im Fitnessstudio.


    Oder meine Eltern und ihre Clique: die leben in den Bergen und ohne E-Bikes würden sie wohl nicht mehr die Ausflüge machen, die sie machen oder gar Radferien. Und doch, das finde ich toll.


    Oder Eltern mit Cargobikes: der grosse Teil des Kleinkindertransports mit Rad wäre in unserer Stadt ohne Unterstützung kaum leistbar.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich bin ebenfalls ein E-Bike-Fan. Ich verzichte wesentlich öfters auf's Auto, seit ich eins habe. Hier gibt es ebenfalls einige Höhenmeter zu überwinden.

    Ich kenne nicht wenige Leute, die auch für den Arbeitsweg ein E-Bike nutzen und ihr Auto stehen lassen. Mit einem herkömmlichen Velo dies aber nicht tun würden.

    Genau so.... ich habe seit Oktober ein E-Bike, weil der Kauf eines neuen Fahrrads anstand und ich mich dann letztendlich für ein EBike entschieden habe. Ja, die Batterie ist ökologischer Mist... deswegen gehe ich mit der auch sehr pfleglich um und hoffe, dass sie sehr lange hält.

    Seitdem fahre ich fast immer mit den Rad statt mit dem Auto zur Arbeit (knapp 40 km insgesamt), hab auch schon die eine oder andere Einkaufsfahrt eingespart und fahre viel als Sport/Bewegung mit dem Ebike rum... sind jetzt in den 5 Monaten über 1000 km zusammengekommen, mit dem Fahrrad bin ich in der Wintersaison fast garnicht gefahren. Für mich also ein ökologisches Plus und ein Plus an Lebensqualität - die Ökologischen Kosten von Batterie und Motor.... keine Ahnung wann das auf 0 rauskommt.

    Aufgrund meiner Einstellung zum Leben sehe ich keinen Grund, mich meines Alters entsprechend zu verhalten!

  • ich glaube, mit den e-bikes bekommt man menschen aufs rad, die sonst mit auto fahren würden. oft gehörtes argument von e-bikern: nach der arbeit würde ich diese strecke ohne motor nicht fahren, weil es zu weit ist und ich zu müde. so gesehen haben e-bikes durchaus berechtigung, da sie den individualverkehr umweltfreundlicher machen.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • hier auch 50+ und e-Bike Userin mit Knieproblemen. Ich fahre tatsächlich weniger Auto und nehme öfter das Rad. Auch mal für längere Strecken, z.B. in den Stadtteil meiner Eltern wo ich einfach 14km fahren muss.

    Wir wohnen zwar im Stadtkern, aber direkt am Hügel und das ginge mit normalen Rad und meinem Knie so nicht mehr.


    Ich bin allerdings gerade auch dabei meinen Sohn zu bearbeiten. Er möchte unbedingt Moped fahren und ich würde ihm lieber ein Ebike kaufen für die weite Strecke zur Berufsschule ab September. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

  • Ich glaube eher, dass die Leihfahrräder und vor allem die E-Scooter eher eine Fehlentwicklung sind. Ich bin echt genervt davon. Stehen und liegen überall auf den Wegen, und in der Stadt ist es eh schon eng, die Leihfahrräder sehe ich nicht so oft in Gebrauch, dass ich mir erklären kann, warum man davon solche Menge von so vielen verschiedenen Anbietern rumstehen haben muss, aber die wissen es sicherlich besser als ich, und die E-Scooter sind total gefährlich und werden eher für alkoholisierte Nachtfahrten genutzt als für die 500 Meter zur Haltestelle auf dem Weg zur Arbeit.

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  • Ich glaube eher, dass die Leihfahrräder und vor allem die E-Scooter eher eine Fehlentwicklung sind. Ich bin echt genervt davon. Stehen und liegen überall auf den Wegen, und in der Stadt ist es eh schon eng, die Leihfahrräder sehe ich nicht so oft in Gebrauch, dass ich mir erklären kann, warum man davon solche Menge von so vielen verschiedenen Anbietern rumstehen haben muss, aber die wissen es sicherlich besser als ich, und die E-Scooter sind total gefährlich und werden eher für alkoholisierte Nachtfahrten genutzt als für die 500 Meter zur Haltestelle auf dem Weg zur Arbeit.

    Da würde ich dir auf jeden Fall zustimmen, aber das hat doch gar nichts mit dem Thema hier zu tun?

  • Was ist bitte Dein Anliegen?

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  • Ich hab den Thread hier so verstanden, dass es um die Vor- und Nachteile für E-Bikes im "Privatbesitz" geht. Also warum sich jetzt Menschen ein e-Bike oder normales Fahrrad kaufen.

    Da finde ich die Tatsache, dass es in Großstädten mega nervig ist, dass überall Leihfahrräder rumliegen und E-Scooter die Fußwege blockieren am Thema vorbei.


    Tut mir Leid, ich wollte dir jetzt nicht den Mund verbieten oder so.

  • Ach so. :)


    Mir ging es mehr um den (vermeindlich) ökologischen Aspekt:


    Auch der Umweltgedanke geht mir da irgendwie abhanden?

    Deswegen fand ich, dass es mit dem Thema zu tun hat.

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  • o.k. hier scheinen natürlich viele eher "bergig" zu wohnen. Bei uns ist es völlig flach. Aber der Aspekt, dass man mehr Rad fährt und statt dessen das Auto stehen läßt ist natürlich auch nicht zu verachten.

    Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder, ein geordnetes Leben zu haben.

    Besonders wenn sie es selbst ordnen dürfen.


    - Pippi Langstrumpf -

  • Ich kenne eigentlich nur Menschen m, die sich ein E-bike anschafften, um sich den Weg, den sie sonst mit normalem Fahrrad fuhren, zu erleichtern.


    Eine Frau kenne ich, die eins hat, damit die bei Radtouren mit ihrem Mann mithalten kann.


    Gruseln tun mich die alten Herren, die mit e-mountain bikes durch den Wald lesen.


    Von Lastenrädern lese ich hier, Sehen tue ich die kaum.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • bei uns sieht man mittlerweile enorm viele Lastenräder als Ersatz für einen Zweitwagen, gerade junge Familien, haben sowas. Ich kämpfe immer noch um eins für die Arbeit, seit 5 Jahren.