Wohnung kindersicher machen - komplett überfordert

  • Fernseher sichern ist auch ganz wichtig. Die Teile sind irre schwer und so ein neugieriges Kleinkind zieht und schiebt, bis er runter und aufs Kind fällt.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Es ist ja schon soviel geschrieben worden. Aber auch wenn es sich mich wiederhole, hier meine Tipps.


    - eigenes Kinderzimmer braucht man vermutlich gar nicht so bald. Vielleicht freundet ihr euch ja mit familienbett an und braucht gar kein Kinderbett bzw. es passt dann vielleicht doch ins Schlafzimmer

    - laufstall um den Rechner /drucker hab ich schon öfters gesehen. Oder einfach Treppengitter in die Tür vom Arbeitszimmer und Kind spielt/schläft im Flur/Wohnzimmer... Wir hatten mal ein Treppengitter in der Küchentür von unserer Mietwohnung das war superpraktisch da die sehr kleine Küche quasi nicht zu sichern war.

    - wenn ihr kein Kamikaze-Kind habt, könnt ihr das sichern auch einfach gemeinsam mit der erhöhten Bewegungsradius vom Kind angehen. Wir haben auch ne Menge unnötige Schranksicherungen verbaut bzw. gekauft, das ärgert mich heute noch. erst räumt man alles vom Boden weg. Dann räumt man alles von den Ablagen weg bzw. vom Tischrand in die Tischmitte. Dann irgendwann wird es versteckt. und kurz drauf ist es schon wieder langweilig.

    - Auf jeden Fall gut ist der Tipp in jedem Zimmer eine Schublade /Schranktür zu haben die die Kinder bespielen können. Tupper, Töpfe, Kinderbücher, Handtücher....

    mit zwei Jungs (2010 und 2012) schon lange nicht mehr mit tapatalk unterwegs aber endlich wieder mit laptop im Forum

  • Da Kinder so unterschiedlich sein können, würde ich mit der Sicherung von Steckdosen beginnen und dann ggf. weitere Anpassungen vornehmen, falls es relevant wird. Bei uns waren die einzigen weiteren Maßnahmen, einige Dinge vorübergehend so hoch zu platzieren, dass das Kind nicht dran kam.


    Für die vollgestopfte, enge, schlecht beleuchtete Abstellkammer interessierte das Kind sich nicht, also konnte die Lagerung von Putzmitteln, Medikamenten und Werkzeugen beibehalten werden. Pflanzen waren ebenfalls untinteressant, es wurde nur gelegentlich etwas Erde aus den Töpfen gebuddelt. Niemals wurde der Versuch unternommen, auf ein Regal zu klettern. Das Kind hockte zwar lange auf der Fensterbank, um die Müllabfuhr, die Polizei usw. auf der Straße zu beobachten, versuchte aber nie, das Fenster zu öffnen. In der Küche wurde regelmäßig alles erreichbare ausgeräumt, aber es ging nicht kaputt, und das einzige, was ausgepackt und angefuttert wurde, waren Kuchen und Schokolade. Von Kabeln in staubigen Ecken wurden Staubflocken gesammelt, Steckdosen wurden ignoriert.

  • Habt ihr bei den Steckdosen diese Klebe-Dinger genommen? Habe gelesen, dass da bei einem Brand die Versicherung nicht haftet? Oder tatsächlich die Steckdosen aufgeschraubt?


    Bzgl. Reer Winlock - Wie in aller Welt sollen die Dinger sicher sein? Ein Knöpfchen drücken und Hebel drehen - und das bekommen Kinder nicht hin?

  • Habt ihr bei den Steckdosen diese Klebe-Dinger genommen? Habe gelesen, dass da bei einem Brand die Versicherung nicht haftet? Oder tatsächlich die Steckdosen aufgeschraubt?

    klebedinger? nee es gibt so spezielle steckdosensicherungen, die man reintun kann in die steckdose. Da braucht man doch nix aufschrauben.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Habt ihr bei den Steckdosen diese Klebe-Dinger genommen? Habe gelesen, dass da bei einem Brand die Versicherung nicht haftet? Oder tatsächlich die Steckdosen aufgeschraubt?


    Bzgl. Reer Winlock - Wie in aller Welt sollen die Dinger sicher sein? Ein Knöpfchen drücken und Hebel drehen - und das bekommen Kinder nicht hin?

    Das stimmt. Die hatten wir anfangs drin. Inzwischen hat der Vermieter weil eh welche ausgetauscht werden mussten alle Steckdosen durch welche mit integrierter Kindersicherung ersetzt


    WinLock: oooh doch. Der Knopf geht richtig schwer reinzudrücken. Und das dann gleichbleibend so lange bis man mit der anderen Hand den Griff ausreichend weit gedreht hat schaffen Kleinkinder nicht.

    Im Griff ist ein 6Kant. Das WinLock umschließt diesen. Durch Knopf-drücken schiebt man diese Halterung zur Seite und es kommt ne freiere Stelle an der der 6Kant frei drehen kann wie ohne. Lässt man los bevor es die nötige Umdrehung gemacht hat blockiert der Halter den 6Kant wieder.


    Ich habs seit 5 Jahren im Einsatz und hab bisher nur einmal Ersatz gebraucht: Nachdem meine Schwester die Balkontür nicht aufgebracht hat (wusste vom Knopf nix und ich wusste nicht dass sie raus will - sichert also auch gegen Erwachsene) hat mein Schwager den Griff mit voller Automechaniker-Kraft umgedreht. Das hats dann doch nicht ausgehalten.

    Sämtliche Tages- und Besuchskinder aber schon

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Habt ihr bei den Steckdosen diese Klebe-Dinger genommen? Habe gelesen, dass da bei einem Brand die Versicherung nicht haftet? Oder tatsächlich die Steckdosen aufgeschraubt?

    Wir hatten Steckdosensicherungen, die man mit der Schraube, mit der die Steckdose befestigt ist, angeschraubt hat.

    Das war ganz easy - Schraube raus, Plättchen rein, Schraube wieder rein.
    Die Klebedinger halten nicht, die bleiben gern mal am Stecker hängen.

  • Wobei es bei Interesse für Steckdosen auch helfen kann einen Mehrfachstecker zum spielen freizugeben. Indem man einfach das Kabel abzwickt.
    mich hatte nach England Aufenthalt zufällig noch einen britischen Mehrfachstecker und ein paar Übersetzer Österreich-England. Mit denen konnte dann hemmungslos herum gesteckt werden.

  • was sendlingerin schreibt. Wir haben das Sicherungsthema aktuell mit dem 9 Monate alten Kind. Die Klebedinger kann man höchstens für Steckdosen nutzen, wo kein mechanischer Zug drauf liegt. Da wo immer der Staubsauger angeschlossen wird oder ständig was rein und raus muss, bringen nur die zum Schrauben was. So superaufwändig ist das rausschrauben nicht. Ich habe vorgestern Abend 10 Stück in 40 Minuten verschraubt und bin nicht die Heimwerkerqueen. Am längsten hat es gedauert, rauszufinden, welche Steckdosen mit welcher Sicherung verbunden sind. Das ist hier etwas... speziell.

    Silberner Mond du am Himmelszelt, strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld, blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe, sage mir doch, wo mein Schatz weile.

    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum, ich würde seiner gedenken: mög' er,

    verzaubert vom Morgentraum, seine Gedanken mir schenken.



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  • Wir haben hier noch gar nichts gesichert. #angst


    Ah, doch, das Katzenfutter steht jetzt im Bad. Und wenn ich dran denke, die Tür zuzumachen, wälzt sie sich auch nicht drin.#hammer



    Ich habe gerade mal geguckt, ob die Steckdosen Shutter haben. Haben sie nicht, seufz. Bisher hatte Monchichi auch noch kein Interesse daran, aber sie wird größer werden. Nur habe ich keine Lust auf diese abschließbaren Deckel.



    Sie räumt regelmäßig die Zeitschriften aus dem Wohnzimmertisch, aber bisher ist nur das Gratisding von dm kaputtgegangen, deswegen bin ich da entspannt.


    Meine Freundin hat für den Schrank, in dem der Mülleimer ist, so eine unsichtbare Sicherung, die man mit einem Magneten entriegeln kann. Die finde ich ganz interessant. Früher hatte ich diese Kühlschranksicherungen von Ikea an allen Schränken, aber schön ist anders.


    Ich werde sehen, was ich hier noch alles sichern muss.

  • Unsere Klebe-Steckdosen-Sicherungen halten jetzt schon über 2 Jahre prima (ich glaube, die klemmen und kleben).


    Die Winlock-Sicherung haben wir an der Balkontür - ich bekomme die nur mit zwei Händen auf, die geht wirklich schwer. Schützt super auch davor, auf dem Balkon ausgesperrt zu werden.

  • An unsere Billys habe ich in der unteren Hälfte Türen angebracht und die mit Türsicherungen aus dem Drogeriemarkt verschlossen.

    Die Fenster haben Griffe mit Verriegelungsknopf.

    _._._._._._._._
    Prokrastinierer aller Länder: vereinigt Euch - morgen


    “Schatz, komm bitte ins Bett. Man braucht sieben Stunden Schlaf, um als Mensch zu funktionieren.“ “Ich bin Mutter, ich brauch vier.“


    Silence is golden... unless you have a toddler. Then silence is extremely suspicious.

  • Ich habe gerade mal geguckt, ob die Steckdosen Shutter haben. Haben sie nicht, seufz. Bisher hatte Monchichi auch noch kein Interesse daran, aber sie wird größer werden. Nur habe ich keine Lust auf diese abschließbaren Deckel.

    Ich bin mir sicher, dass du noch viel weniger Lust auf 48 Stunden EKG-Überwachung hast, wenn Monchichi mal den Schraubenzieher in die Steckdose gesteckt hat.
    Noch weniger Lust hast du ganz sicher auf die Mutter eines experimentierfreudigen Besuchskinds, das auf diese Idee kommt.

    Du brauchst keine abschließbaren Deckel, sondern sowas.

    Das kostet wirklich nicht die Welt, ist ruckzuck montiert, und gut ist.

    Die Dinger stören uns so wenig, dass wir sie heute noch drin haben. Die Jungs sind 17 und 21 inzwischen.


  • Steckdosen finde ich sehr wichtig, eigentlich aber erst, wenn sie älter sind und alleine in zimmern bleiben. - Da wird gerne noch von grundschülern experimentiert.


    Regale anschrauben, Medikamente und Chemikalien (auch essigessenz und zitronensäure ...) sicher verwahren.


    Den Rest on-the-fly, abhängig vom kind.

  • Wir haben unsere Kindersicherungen in 4 Kategorien unterteilt:


    - lebensgefährlich

    - Gefahr von Verletzungen

    - es kann was kaputt gehen

    - es ist nervig alles wieder aufzuräumen


    Lebensgefährlich sind bei uns Fenster, Steckdosen, Medikamente, Putzmittel, Alkohol und so Zeug, kippelige Möbel.

    Fenster sind mit unterschiedlichen Griffen gesichert. Die meisten mit Schlüssel, der Schlüssel hängt jeweils neben dem Fenster so, dass ich gerade noch hinkomme. Also, Kind kommt auch mit Hilfe eines Hockers oder so nicht dran.

    Steckdosen sind mit Schraubsicherungen versorgt, die Klebe- und Steckteile kommen einem immer entgegen, da kann ich es auch gleich bleiben lassen... Und das ist voll easy, hab sogar ich geschafft. ;)

    Für gefährliche Substanzen haben wir einen alten absperrbaren Bauernschrank, wo der Schlüssel weit oben hängt und der sich eh so schwer aufsperren lässt, dass ein Kind das nicht schafft.

    Schränke, Regale... sind festgeschraubt.


    Gefahr von Verletzungen sind halt diverse Schränke, wo man sich einklemmen kann oder schwere Sachen, die man sich irgendwo drauf schmeißen kann. Scharfe Messer hab ich nach oben geräumt. Die Küchenschubläden gesichert, damit keine Finger eingeklemmt werden können...


    Kaputt gehen kann alles mögliche. Die wertvolleren Sachen haben wir entweder nach oben gestellt oder den Schrank gesichert.


    Nervig war es eine zeitlang als Wusel wirklich einfach ALLES ausgeräumt hat, da haben wir ein paar Wochen bis auf wenige Ausnahmen alle Schränke gesichert. :D Aber die Phase hat bald wieder nachgelassen und inzwischen ist vieles wieder offen.


    Ich denke, es kommt auch sehr aufs Kind an! Manche Kinder gehen gar nicht an irgendwelche Schränke (meine Freundin war ganz entsetzt, als sie gesehen hat, dass bei uns so viel gesichert ist, ihre Töchter haben nix ausgeräumt, die sind auch im Garten geblieben, obwohl kein Zaun da war. Als ihr Sohn mobil wurde, hat sie mich verstanden! #zwinker)


    Was ich vor kurzem weggeräumt habe, ist alles, was man sich um den Hals wickeln kann. Weil Wusel es plötzlich ganz toll fand, sich Schnüre, Seile, Bänder, sogar den Tragegriff von der Tupper-Tortenhaube um den Hals zu legen und zuzuziehen!!! #haare


    Edit: und den Badschrank mit Nachfüllkosmetik unterm Waschbecken hatten wir mit so einer Kunststoffsicherung gesichert. Da hat Wusel einmal an der Tür gerüttelt und die war zerbrochen! Jetzt haben wir da um die Türgriffe einen wiederverwendbaren Kabelbinder rum. Tuts auch!

  • Das mit den Schnüren (Anschubseil der Federwiege #haare) schafft Kalaf auch. Er rollt sich darin ein... Ich frage mich manchmal, wie die Kinder es schaffen, zwei Jahre alt zu werden, bei all den Aktionen, die sie so bringen. 8o:D

    Silberner Mond du am Himmelszelt, strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld, blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe, sage mir doch, wo mein Schatz weile.

    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum, ich würde seiner gedenken: mög' er,

    verzaubert vom Morgentraum, seine Gedanken mir schenken.



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  • Ja, Schnüre hatte ich auch nie auf dem Schirm, aber die kann man gut wegräumen.

    Ein Bekannter von uns hat übrigens kürzlich die eigene Wohnungstür eingetreten, nachdem er sich ausgesperrt hatte und das Kleinkind drinnen in Panik geriet...also da vielleicht einen Ersatzschlüssel irgendwo deponieren?


    Bei Schubladen waren wir ziemlich hart. Wir haben hier einen großen Kleiderschrank, der am Boden sechs Schubladen hat. Da hat sich das Kind am Anfang schon Mal die Finger eingeklemmt, weil es noch nicht so sicher stand und dann mit zu viel Schwung zugeschoben hat. Aber dafür war das dann auch sehr schnell gelernt, dass man da ein bisschen aufpassen muss. Natürlich vermeide ich Gefahrenquellen (besonders die ernsthaften) wo es geht, aber es Kind muss ja nun auch nicht in einer "Plüschzone" aufwachsen.

  • Ich habe gerade mal geguckt, ob die Steckdosen Shutter haben. Haben sie nicht, seufz. Bisher hatte Monchichi auch noch kein Interesse daran, aber sie wird größer werden. Nur habe ich keine Lust auf diese abschließbaren Deckel.

    Ich bin mir sicher, dass du noch viel weniger Lust auf 48 Stunden EKG-Überwachung hast, wenn Monchichi mal den Schraubenzieher in die Steckdose gesteckt hat.
    Noch weniger Lust hast du ganz sicher auf die Mutter eines experimentierfreudigen Besuchskinds, das auf diese Idee kommt.

    Du brauchst keine abschließbaren Deckel, sondern sowas.

    Das kostet wirklich nicht die Welt, ist ruckzuck montiert, und gut ist.

    Die Dinger stören uns so wenig, dass wir sie heute noch drin haben. Die Jungs sind 17 und 21 inzwischen.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich die Steckdosen nicht sichern werde. #rolleyes Nur dass ich bisher entweder die Dinger zum Kleben oder die zum Draufstecken und Abschließen kannte. Beide nervig.


    Solche wie du verlinkt hast, habe ich jetzt direkt bestellt. Und ich war auch eher genervt, dass die Elektriker nicht direkt die sicheren Dosen eingebaut haben - aber da war Monchichi auch noch nicht geplant.




    Thema Schlüssel: wir haben an einer von außen nicht einsehbaren Stelle einen Schlüsseltresor mit Zahlencode. Dass wir den Schlüssel vergessen haben, weil man aus dem Haus geht, während noch jemand da ist und man es deshalb nicht merkt, weil man nicht abschließen muss, ist allen hier schon passiert. Und einen Schlüsseltresor finde ich sicherer als so was wie einen hohlen Stein oder eine Dose mit Tannenzapfen drauf oder was sonst noch für Lifehacks kursieren.

  • Kuekenmama bei uns ist das ähnlich, wie haben auch unzählige Schubladen auf Kinderhöhe in der Küche und nach ein paar Mal finger einklemmen, passen die Kinder jetzt auf. Eine Zeitlang habend ie beiden sich auch gegenseitig die Finger in den Zimmertüren eingeklemmt, wenn sie jetzt sehr wild damit spielen, erinnere ich sie daran und es passiert eigentlich nicht mehr.


    Das gleiche mit Kanten und Ecken, da gibt es Unmengen von und alles absichern geht da irgendwie nicht. Wenn jetzt etwas extrem scharfkantig ist, vielleicht wegstellen oder abkleben, aber sonst #weissnicht

  • Bei Schubläden gibt es halt solche und solche. Wenn absehbar ist, dass die Finger gebrochen sind, wenn die Schublade mit Schwung zugeht (z.B. wenn ein noch nicht sicher stehendes Kind sich dagegen lehnt), bin ich schon für sichern.