Gibt es auch Flaschen-Streik? Und was kann frau da tun?

  • Hallo zusammen,

    eine liebe Freundin von mir hat gerade eine etwas schwierige Situation mit ihrer kleinen Tochter (3,5 Monate alt). Stillen hat nicht geklappt. Nach einigen Wochen Brust und Flasche hat sie dann abgestillt.

    Seit einiger Zeit verweigert die Kleine die Flasche. Die Trinkmenge passt nicht mehr. Die Hebamme hat nun andere Milch empfohlen.

    Sie hat schon vieles versucht: Mit Musik, ohne, etwas wärmer, etwas kälter, nachts im Schlaf, nach dem Aufwachen, etc.

    Sie meinte, dass das Kind manchmal schon weint, wenn sie die Kleine schon nur in die Fütterposition nimmt.


    Da musste ich spontan an eure Erzählungen vom Stillstreik denken.


    Deshalb meine Fragen:

    Gibt es analog zum Stillstreik auch einen Flaschenstreik?

    Was kann frau da tun?

    Oder gibt es andere Erklärungen für dieses Verhalten?


    Danke für euren Input. Ich werde die Ideen gerne an sie weiterleiten (und sie bei der Gelegenheit natürlich gleich zu den Raben einladen #ja)

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Stillstreik hat eigentlich immer etwas mit einem Problem zu tun, beim Stillen ist es oft das Zahnen, was alles aus dem Takt bringt, evtl. ist es das auch beim Baby deiner Freundin also eher nicht das Zahnen, weil es dafür noch zu jung ist aber evtl. hat es eine Verspannung und mag deshalb die Position nicht oder es bekommt Bauchweh von der Milch oder weil es vielleicht zu viel Luft schluckt beim Trinken?

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Danke für eure ersten Ideen.

    Sie war wohl bei der Kinderärztin. Da waren es noch ein neues Phänomen. Es dauert nun eben doch schon etwas an.


    Klar. Zähne wird sie noch nicht bekommen.


    Unterschiedliche Sauger hat sie auch ausprobiert so von wegen Luft schlucken.

    Ich gebe es mal weiter

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich kann aus eigener Flaschenkinderfahrung leider nichts beitragen, meiner trank immer problemlos aus allen Flaschen.


    aber was andere Mütter aus meinem Dunstkreis probiert haben, lass ich dir da: Alle Flaschenfirmen durchprobieren (vermutlich schon probiert?), aus einem Schnapsglas trinken lassen, Schnabeltasse, die ausläuft - dann das Kind aber nicht im Liegen trinken lassen sondern leicht anschrägen, damit es sich nicht verschluckt.


    Ich würde auch auf Zähne und damit verbundene Verweigerung tippen. Das kann bei manchen mit 3,5 doch schon losgehen, zumindest das „in den Kiefer schießen“.

    Silberner Mond du am Himmelszelt, strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld, blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe, sage mir doch, wo mein Schatz weile.

    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum, ich würde seiner gedenken: mög' er,

    verzaubert vom Morgentraum, seine Gedanken mir schenken.



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  • Osteopathie schon ausprobiert?

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


  • Es gibt alles. Wir hatten Saugverwirrung mit der Flasche (nach Einführung des Schnullers weil ich abgestillt hab).


    Die Trinkmenge variiert einfach. Warum auch immer. Bei der Flasche sieht man das direkt, bei der Brust kann man es ja vielleicht noch aus der Trinkdauer vermuten. Bei Infekten (oder Schüben) geht sie immer runter, dann holt er sich's danach wieder rein.


    Teilweise hat er auch extrem erratisch getrunken. Ein paar Schlucke genommen, dann wieder nicht mehr. Hat teilweise mehr als ein paar Tage angehalten.


    Geholfen hat eigentlich nix. Geduldig sein und immer wieder anbieten. Und wir hatten den Eindruck, dass er die abgekühlte Milch in solchen Phasen bevorzugt hat (aber auch damit war es nicht komplett problemlos).

  • Wie ist denn die Gewichtsentwicklung? Nimmt sie ab? Fällt sie durch die Kurven? Nicht nur bei Gewicht, auch bei den anderen Kurven? Also, eigentlich kann man das schon noch einmal vorstellen, damit auch darauf geschaut wird.

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  • Wie ist denn die Gewichtsentwicklung? Nimmt sie ab? Fällt sie durch die Kurven? Nicht nur bei Gewicht, auch bei den anderen Kurven? Also, eigentlich kann man das schon noch einmal vorstellen, damit auch darauf geschaut wird.

    scheinbar hat sie trotzdem in den letzten Wochen anständig zugenommen. Die Freundin war gestern nochmal bei der Hebamme.

    Obwohl sie, so sagt die Hebamme, deutlich zu wenig trinkt.


    Über die anderen Kurven weiss ich ehrlich gesagt nicht viel. Sie war am Anfang dieser Phase bei der U. Da war wohl alles in Ordnung.


    #gruebel

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  • Hm, aber wie passt das zusammen? Nimmt anständig zu, trinkt deutlich zu wenig?


    Und bei der U war alles in Ordnung.


    Ich würde mal das Gewicht in kleineren Abständen und auch Kopfumfang und Größe in die Kurven im U-Heft eintragen, oder selbst eine Kurve drucken und darauf eintragen. So haben wir es damals gemacht, als wir die Abklärung wegen des Untergewichts unserer Tochter hatten. Dadurch hatten wir einen besseren Überblick.


    Hat das Kind nasse Windeln?


    Vielleicht verwertet es ja besonders gut.


    Also, jedenfall passt das nicht so richtig zusammen alles, finde ich aber ich bin ja auch nicht vom Fach.

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  • Hallo zusammen!


    Nun habe ich auch den Weg hier her gefunden und kann eure Nachfragen direkt beantworten.

    Also unsere kleine war schon immer zierlich und gewichtsmäßig im unteren Durchschnitt angesiedelt. Das hat sich auch so gehalten. Ebenso verläuft die größenentwicklung eher etwas im unterdurchschnittlichen Bereich. Ihr Kopf hingegen liegt über dem Durchschnitt.

    Laut unserer Ärztin bewegt sich alles noch in der Norm.

    Den ostheopathen haben wir bereits aufgesucht weil sie als sterngucker zur Welt kam. Der hat jedoch keine Blockaden von Relevanz feststellen können.


    Wie das ganze zusammen passt? Das kann ich mir nicht erklären. Sie trinkt pro Tag zwischen 600 und 700 ml, wenn es gut läuft. Die Hebamme hat einen Bedarf von fast 900ml errechnet.


    Zu Beginn war meine Vermutung, dass sie einfach noch keinen Hunger hat. Nach 4h erschien mir die Option wirklich nicht mehr realistisch. Vorher hat sie keine Hungerzeichen gegeben und ich hab schon nach 2 Stunden versucht ihr die Flasche anzubieten.

    Manchmal hat es funktioniert ihr den Schnuller zu geben und den dann schnell gegen die Flasche auszutauschen. Aber in den letzten Tage hat auch das versagt. Ich bin dann aus meiner Verzweiflung dazu über gegangen sie abends nach dem einschlafen zu füttern, damit sie wenigsten da noch etwas mehr zu sich nimmt.

    Teilweise höre ich ihren Magen deutlich Knurren während sie Tränen weint weil ich ihr die Flasche geben will.

    Der Papa hat auch schon versucht an meiner Stelle ihr die Flasche zu geben. Er war ebenso wenig erfolgreich wie ich.


    So ich glaube ich hab alle Fragen aufgegriffen 😇


    Vielen Dank für eure Ideen und Einschätzungen!

  • Hallo und willkommen im Forum!


    Ich verstehe nicht so richtig, wie denn der Bedarf höher sein soll, wenn das Kind mit dem was es trinkt, gut zunimmt.


    Solange wie das Kind gut zunimmt, nasse Windeln hat und altersentsprechend aktiv ist, würde ich mir da ehrlich gesagt keinen großen Kopf machen.


    An der Brust wüsste jetzt auch niemand, wieviel Milliliter das Kind getrunken hat. Wie berechnet denn die Hebamme die Menge, die das Kind trinken muss? So etwas schwankt ja auch einfach sehr, meine Kinder hatten auch beim Stillen Phasen, in den en sie ganztägig an der Brust hingen und Phasen, wo s echt schleppend war.


    Alles Gute Euch!

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Midnaly Zur Frage selbst kann ich Dir leider nicht helfen #schäm (da sind andere Experten dafür hier).

    Aber ich wollte Dich zum einen herzlich willkommen heissen #blume und zum Anderen (ok, hauptsächlich #freu ) Dein wunderschönes Avatar loben. Hast Du den Rehbock (oder ists ein Rentier? #angst) selbst gehäkelt? Wenn ja, weißt Du zufällig wos die Anleitung gibt? Der ist mega-süß #love

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Mein Sohn wurde pumpgestillt und hatte einen Flaschenstreik.

    Geholfen hat damals nur füttern in der Trage, auf den Bauch gebunden.

  • An der Brust wüsste jetzt auch niemand, wieviel Milliliter das Kind getrunken hat. Wie berechnet denn die Hebamme die Menge, die das Kind trinken muss?

    hey Silke.


    Also man sagt wohl grob, dass der Bedarf 150ml pro kg Körpergewicht entspricht.


    Was mich halt konkret besorgt ist die Tatsache, dass die kleine selbst nach 4h (das war der größte Zeitraum den ich ihr tagsüber gelassen habe) keine Hungerzeichen zeigt und auch da die Flasche Kaum annimmt.

    Und die Abstände finde ich schon schwierig.

    Ich kann mir nicht erklären weshalb sie so abwehrend auf die Flasche reagiert. Und das über einen Zeitraum von mittlerweile bald 4 Wochen.

    vielleicht ist das auch eine Phase die so schnell aufhört wie sie begonnen hat. Ich bin etwas ratlos.



    Ja davon hatte ich es letztens mit Julchen auch. Das ist Zwar auf der einen Seite interessant zu wissen was das Kind so trinkt und auf der anderen Seite kann es halt schnell verunsichern.


    Danke für deine guten Wünsche!

  • Ich würde vielleicht nochmal die Stillberaterin hier im Expertenforum kontaktieren. Mir erscheint es merkwürdig zu sagen x Milliliter pro Kilo Körpergewicht. Eigentlich soll man doch auch Pre nach Bedarf füttern, oder?


    Aktuell nimmt das Kind gut zu, richtig? Würde man nun die Trinkmenge laut Plan erhöhen, nimmt das Kind besser als gut zu. Wozu soll denn das gut sein? Also, das ist wirklich jetzt nicht böse oder so gemeint, aber ich verstehe den Sinn gar nicht. Das wäre doch dann füttern über den Bedarf hinaus.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009