Homeschooling - klappt das mit euren Kindern?

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  • Gruppenarbeit ist hier auch gewünscht, funktioniert aber überhaupt nicht. Trotz pad auf dem die Kinder online gemeinsam arbeiten können und Telefonkonferenz dabei. Einige kommen einfach nicht dazu, andere machen nur Quatsch , da wird nichts fertig.

    ja, mein sohn ist auch in so einer dreier Gruppe, und der eine junge redet ununterbrochen, da kommt man zu nichts. meist stellt er aber alles aus und machts dann alleine oder mit mir. ich kann ihm noch bei allem helfen ausser in mathe (wo er aber gut ist zum Glück).

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Hi,

    hier klappts auch nur mässig (5. Klasse). Allerdings habe ich gemerkt, dass Lehrer Rückmeldungen der Eltern auch gut annehmen und wir haben jetzt in Deutsch und Englisch richtig gute Wochenpläne mit Aufgaben. Aber die Motivation meiner Tochter ist gering.

    Wir haben jetzt die Fächer aufgeilt - hälfte mein Mann, hälfte ich und jeder hat Zuständigkeiten für die jeweiligen Fächer die Aufgaben auszudrucken und die Abgabetermine im Auge zu behalten. Da geht zumindest nichts unter.


    Aber wir müssen auch daneben sitzen, ansprechbar sein und mit dem Klassenchat wird es nichts. Da ist das totale Chaos, wenn 25 Kinder im Chat irgendwelche Fragen vom Lehrer beantworten sollen.


    Aber ich bin auch echt am Limit, zum Glück ist es bei mir in der Firma relativ ruhig, und ich kann mir die Zeit zum Arbeiten frei einteilen.

    Heute hat Töchterchen die letzten Aufgaben bearbeitet, weil sie gar nicht gemerkt hat, dass ja ein Feiertag ist :-)


    Ich hoffe nur, es geht vor den Sommerferien nochmal in die Schule (zumindest tageweise), sonst drehen wir durch.

  • Hier Kind1 (Gymi Klasse 6) und Kind2 (Klasse 4)

    Ich dreh bald am Rad.

    Die Große bekommt es ganz gut gebacken, hat in allen Fächern Aufgaben und die in einem guten Maß was Zeit und Umfang angeht. Sie druckt die Blätter mittlerweile selbstständig aus und arbeitet auch weitgehend allein.

    Der Kleine hingegen... #haare

    Erschwerend kommt hinzu, dass im Februar die eine Lehrerin in Rente gegangen ist und eine neue Lehrerin gekommen ist für die Fächer Deutsch und Sachkunde.

    Im Moment ist es so, dass es in Mathe gut zu arbeiten gibt. In Deutsch ist es aktuell hauptsächlich eine Mischung aus Sachkunde und Deutsch. Und seit letzter Woche dreht es sich da fast ausschließlich um das Fahrrad bzw. die eigentlich jetzt stattfindende Fahrradprüfung. Andere Fächer finden de facto nicht statt bei ihm.
    Ich habe große Bedenken wie es dann mit dem Übergang klappen soll. Er sitzt und träumt vor sich hin. Ich muss die komplette Zeit daneben sitzen und anstupsen... #rolleyes#hmpf

    Eine Aufgaben von zehn Minuten Arbeitszeit zieht sich damit über den kompletten Vormittag. Theoretisch sollte ich Homeoffice machen.... #hmpf

    Es ist zum Auswachsen!

    Er könnte die Aufgabe in Nullkommnix machen, aber nein...


    Ich bin genervt.

    Aber es kommt auch nur sehr sehr wenig zurück von den Lehrern. Und die Kinder sehen ja nur die Arbeit und nicht den Grund warum sie das jetzt machen sollen.

    +2.790 Beiträge aus dem alten Forum ^^
    big girl 07/08, little boy 06/10



    ...Bitte lest die Regeln - Danke!

  • Unser 7-Jähriger lebt noch nicht mit dem Konzept "Arbeit vs. Freizeit", auch in seiner Schule sind diese Begrifflichkeiten nicht üblich. Er möchte gerne lesen lernen, also macht er ca. 4-5 Mal wöchentlich gezielt mit Material seiner Wahl etwas dafür, versucht Schilder etc. zu lesen, wenn wir draußen unterwegs sind. Schreiben möchte er auch lernen, aber nicht so dringend wie lesen, deshalb macht er weniger dafür, und es fällt ihm aus gesundheitlichen Gründen auch deutlich schwerer. Besser Klavier spielen möchte er auch gerne, also spielt er ca. 4 Mal wöchentlich etwa 10 Minuten Klavier. So gibt es viele weitere Dinge, die er sich vornimmt: mit Kaplas etwas Spezielles bauen, sich alleine Bratkartoffeln machen, Jonglieren mit zwei Bällen, selbständig an einem Zoom-Meeting unter Verwendung verschiedener Funktionen teilnehmen können, Musik hören und etwas erfahren über die Komponisten und die Zeit, in der sie gelebt haben usw. Er lernt eigentlich immer, ob mit oder ohne Schule.

  • Bei uns klappt es auch mittlerweile eher so lala. Die Motivation sinkt halt sehr im Laufe der Zeit. Der Übergang von Wochenende zu Schul und Arbeits Zeit gelingt immer schlechter.

    Denn ob ich sage das er ordentlich sein soll oder ob es in der Schule gesagt wird ist nochmal ein riesen Unterschied.

    Und ... Er lernt nicht viel. Also er macht seinen Kram schon, aber merkt sich nichts davon.

  • Beim 4. Klässler klappt das hervorragend.

    Allerdings nach meinen regeln.

    Diese Woche erarbeiten sie sich in Mathe das multiziplieren mit mehrstelligen zahlen.

    Das habe ich ihm schon vor den Pfingstferien gezeigt.

    Also lasse ich ihn nur die Aufgaben von Ende der Woche machen und die tagelange Einführung weg. Das langweilt ihn.

    Jetzt verstehe ich auch noch besser, warum er Schule schrecklich langweilig findet.

    Wir bekommen auch die Lösungen am Ende der Woche geschickt, ich drucke die nicht aus. Grundschulmathe kann ich auch ohne Lösung korrigieren. Mach ich nur Stichprobenweise. Er kann das, da mach ich mir keine Sorgen.


    Deutsch ist langweiliges geschreibe. Seine Schrift ist eine sauklaue, so wie meine eben. Wir haben beide AD(H)S. Die wurde auch nach 40 Jahren viel handschreiben weder schöner noch leserlicher.

    Er braucht da ewig dafür. Erinnert mich sehr an meine Grundschulzeit.

    Rechtschreibung ist absolut kein Problem, das war bei mir damals allerdings anders;)


    Und die müssen viel mehr schreiben als zu normalen Schulzeiten.

    Unsere individuelle Lösung: er schreibt ein Drittel von Hand. Den Rest tippt er am Rechner. Das geht dreimal schneller mit seinem selbst beigebrachtem 10finger system und Texte formatieren übt er so auch noch.


    Und ich weiß, dass er ab Herbst in der weiterführenden auch mit der Tastatur schreiben darf, wenn er möchte.


    Lehrerin ist nicht begeistert. Ich habe es ihr begründet, aber soll sie ihm halt ne Note schlechter im Zeugnis geben, wenn sie will.

    Den Platz in der weiterführenden Schule hat er. Wen interessiert später das Zeugnis der 4. Klasse#rolleyes


    Mir ist klar, dass wir da gerade in einer absoluten Luxussituation sind, weil wir uns so viel Freiheiten und individuelle Anpassungen erlauben können.



    Bei der 8. Klässlerin ist das alles nicht so easy....vor Ostern hat sie kaum was gemacht. Sie lässt sich nicht helfen und nicht reinschauen. Mann und ich haben da auch keine Energie und keinen Nerv mehr das durchzusetzen. Ihre Grundschulzeit war das Gegenteil vom kurzen. Das war für alle beteiligten so furchtbar, dass sie ab Klasse 5 auf eine Ganztagsschule geht.


    Nach den Osterferien fing es dann so richtig mit online-Unterricht an. Da haben wir geholfen einzurichten usw, aber schulisches ist weiter ihr Ding. Und da die Lehrer:innen jetzt auch Ergebnisse sehen wollen, läuft es wohl.


    Sie weiß, dass sie mich jederzeit um Hilfe bitten kann. Aber ich frage nicht nach und will auch ohne Anlass nichts anschauen.

    Schule ist ihr Ding. Mir hat in dem Alter auch keiner mehr hinterherkontrolliert.


    Für mehr reicht auch die Energie und Zeit gar nicht. Ich lasse mich von der schule nicht stressen. Das hatten wir jahrelang, völlig unnötig, wie ich heute finde. Das tue ich mir nicht mehr an.

  • Puh ich muss das nochmal hochholen.

    Bei uns ist echt die Luft raus.

    Eigentlich ist es hier so bequem wie nie. Ich im Home Office (seit 3 Wochen vorher Präsenzpflicht); kleiner Bruder im kiga und Mann ausser haus am arbeiten.

    D.h. der 11 jährige und ich sitzen hier und arbeiten.

    Aber mir fällt die Motivation so ohne greifbare Kollegen schon schwer.

    Und der Herr Sohn hat mittlerweile ab und zu Schule ( für Coronazeiten gar nicht mal so selten).

    Das führt aber dazu das er Zuhause gar nicht Mehr mag.

    Mittlerweile versumpft er und mag immer weniger machen.

    Die paar Tage Schule tun ihm sooo gut.

    Der persönliche Kontakt macht ganz viel im Kopf bei ihm.