Blut abnehmen - was ich schon immer mal wissen wollte

  • Man muss in dem Moment mit dem kräftigen Druck beginnen, wenn die Nadel aus dem Gefäß/der Haut kommt. Nicht vorher.

    Denn auch auf dem Rückweg ist das Ding noch scharfkantig wie hulle, und wenn man drauf drückt, während die Nadel noch steckt, gibt das Verletzungen innen.

    Wenn rausziehen und draufdrücken quasi eine schnelle, fließende Bewegung ist, dann gehts.

    Aber wenn erstmal kräftig gedrückt und dann erst die Nadel gezogen wird #kreischen#motz

  • Madrone, ich hatte in den letzten Monaten eine ganze Menge Blutabnahmen, und ob ich "gute" oder "schlechte" Venen habe, hing immer am medizin. Personal. Inzwischen glaube ich nicht mehr, dass ich schlechte Venen habe. Stattdessen kann ich am Gesichtsausdruck beim Blick auf meine Armbeuge ziemlich genau vorhersagen, ob der- oder diejenige treffen wird oder nicht.

    Das sehe ich anders. Ich lasse seit Jahren immer mal wieder in einer Praxis Blut abnehmen. Und ja - es gibt 2 Damen, bei denen ich es absolut vermeide, weil sie es nicht gut können. Und es gibt 2 Damen, die das richtig gut können. ABER: auch bei den beiden letzteren gibt es definitiv gute und schlechte Tage - manchmal lässt sich problemlos eine Vene finden, öfter nicht. Ein von den beiden hat mir mal geraten, ich sollte vorher dafür sorgen, dass mir richtig gut warm ist, evtl. sogar etwas Sport machen.


    Was ich inzwischen gelernt habe: es ist wirklich wichtig, dass hinterher noch eine Weile etwas Druck auf die Einstichstelle ausgeübt wird. Damit kann man Probleme wie blaue Flecken auch selbst ein Stück weit mit verhindern

  • Ein von den beiden hat mir mal geraten, ich sollte vorher dafür sorgen, dass mir richtig gut warm ist, evtl. sogar etwas Sport machen.

    Das ist ein guter Tipp, das werde ich mir merken!


    Überhaupt habe ich heute viel gelernt! #super

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Nur zur Einschätzung: Ab wievielen Versuchen, bis es dann endlich mal klappt, ist "schlecht"? Wenn es nicht immer beim ersten Mal gleich klappt (aber beim zweiten Mal dann schon), oder wenn die Nadel nach dem fünften Mal immer noch nicht liegt? Was war euer Maximum an Versuchen?


    Mir ist aufgefallen, dass die Schwestern und Ärzte, die das gut können, nicht unbedingt gutes Licht brauchen. Die fühlen die Venen.

    Glaube ich auch. Mir hat mal eine Krankenschwester erzählt, dass sie an dunkelhäutigen Patienten "geübt" haben, weil man da die Venen schlecht bis gar nicht sieht und sich ganz aufs Fühlen verlassen muss.

    Hatte ich auch schon mal bei einer Impfung - und die ging ja richtig rein...

    Das hatte ich auch schon mal - da habe ich wirklich NICHTS gespürt, und man erklärte mir dann, dass im Oberarm die Schmerzrezeptoren so dünn gestreut sind, dass es zufällig sein kann, dass man einfach keinen trifft.

  • Ein von den beiden hat mir mal geraten, ich sollte vorher dafür sorgen, dass mir richtig gut warm ist, evtl. sogar etwas Sport machen.

    Das ist ein guter Tipp, das werde ich mir merken!


    Überhaupt habe ich heute viel gelernt! #super

    In meinen Blutspendeunterlagen steht, dass ich ein schönes warmes Armbad bekommen muss vor dem Spenden, sonst wird das nix ;)


    Meine Laienmeinung ist: es ist eine Mischung aus Erfahrung der Stechenden, Veranlagung des Gestochenen (auch was das Schmerzempfinden angeht, manche haben halt vielleicht genau da eine sensible Stelle, Körper sind nicht identisch) und ein bisschen Tagesverfassung.


    Ich habe übrigens Venen der Sorte, die ungeübte Stecher gern "oh wie schön" ausrufen lassen - und gleich danach fluchen. Offenbar sind sie ein bisschen zickig - bzw. sehr weich und beweglich. Wer da zögerlich zusticht wird leider ins Leere stechen, weil das Gefäss zur Seite weggeduckt ist. :D Passiert beim Blutsspenden übrigens nie: ich glaube, die Frauen dort würden blind im Handstand noch perfekt stechen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Nur zur Einschätzung: Ab wievielen Versuchen, bis es dann endlich mal klappt, ist "schlecht"? Wenn es nicht immer beim ersten Mal gleich klappt (aber beim zweiten Mal dann schon), oder wenn die Nadel nach dem fünften Mal immer noch nicht liegt? Was war euer Maximum an Versuchen?

    Ich kenne es so, dass - so die Personaldecke das zulässt - schon beim zweiten Versuch eine andere Person kommt. Eine Fachfrau meinte bei mir mal, das machen sie immer so, wenn man aufgeregt sei, klappe es eh nicht mehr (ich hatte ihr versichert, dass es mir gar nix ausmache, ich bin ein super Übungsobjekt, weil ziemlich unempfindlich an der Stelle).


    Hatte ich auch schon mal bei einer Impfung - und die ging ja richtig rein...

    Das hatte ich auch schon mal - da habe ich wirklich NICHTS gespürt, und man erklärte mir dann, dass im Oberarm die Schmerzrezeptoren so dünn gestreut sind, dass es zufällig sein kann, dass man einfach keinen trifft.

    Und Übung! Ich hatte ja eine Desensibilisierung mit einer Menge Spritzen. Normalerweise von der zuständigen Pflegefachfrau völlig schmerzfrei gesetzt - ausser Mittwochs Abends, da war Assistenzarzt-Time... und ich wunder mich noch, warum ausser mir niemand wartete. Autsch...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich hatte früher nie Probleme aber seit meinem Krankenhausaufenthalt vor zwei Jahren ist es ein Krampf (Dort konnten die Hebammen auf der Wochenbettstation übrigens super gut stechen, echt beeindruckend).

    Nur zur Einschätzung: Ab wievielen Versuchen, bis es dann endlich mal klappt, ist "schlecht"? Wenn es nicht immer beim ersten Mal gleich klappt (aber beim zweiten Mal dann schon), oder wenn die Nadel nach dem fünften Mal immer noch nicht liegt? Was war euer Maximum an Versuchen?

    Die meisten geben nach drei oder vier Versuchen auf und suchen sich entweder eine andere Person zur Hilfe oder eine andere bessere Stelle. Wenn die Nadel am Ende in der Hand steckt, reicht es mir schon, denn dann haben sie es an den anderen Stellen nicht hinbekommen. Und an der Hand finde ich es echt fies schmerzhaft.

    Ein von den beiden hat mir mal geraten, ich sollte vorher dafür sorgen, dass mir richtig gut warm ist, evtl. sogar etwas Sport machen.

    Das ist ein guter Tipp, das werde ich mir merken!


    Überhaupt habe ich heute viel gelernt! #super

    Bei meinem Hausarzt musste ich für die Eisenspritzen auch immer früher kommen um vorher schon Mal 15 Minuten mit einer Wärmflasche die Armbeuge anzuwärmen. Das hat gut geklappt.


    Bei meiner Gynäkologin bin ich jetzt auch schon bekannt und es macht meist die Ärztin selbst und immer mit Butterfly Kanüle.

    Blöd ist es halt, wenn man irgendwo neu hinkommt und dann nicht ernst genommen wird. Von außen sehen meine Venen wohl auch leicht zu stechen aus.

  • Interessant!

    Ich kenne es so, dass - so die Personaldecke das zulässt - schon beim zweiten Versuch eine andere Person kommt.

    Das habe ich noch nie erlebt.

    Die meisten geben nach drei oder vier Versuchen auf und suchen sich entweder eine andere Person zur Hilfe...

    Das schon eher. Seit einem KKH-Aufenthalt mit zahllosen Infusionen ist mir anscheinend jegliche Einordnung abhandengekommen, was da normal ist. Mein Maximum waren glaube ich fünf oder sechs vergebliche Versuche, dann bestand ich auf jemand anderen und der arme Krankenpfleger hat auch schon ganz unglücklich geschaut. Andere wiederum treffen auf Anhieb beim ersten Mal, zuverlässig immer, ich sag nur "Blutspenden". Dort können sie das echt! (Und diese winzigen Heparinspritzen in den Bauch haben mir immer viel mehr wehgetan als die Infusionsnadeln... komisch.)

  • Fünf oder sechs Versuche kommen mir jetzt auch nicht abwegig vor. Ich hab da im Krankenhaus auch irgendwann die Orientierung verloren und versucht das gar nicht so genau zu verfolgen, was die alles machen.

  • Hallo,


    Bei mir ist immer schwer etwas zu finden. Egal, wie es mir geht, egal, wie mein Flüssigkeitshaushalt ist. Manche, die mich kennen benutzen ganz dünne Nadeln, die eigentlich für Kinder sind, damit es überhaupt klappt und nicht gleich platzt. Und sticht an eher ungewöhnlichen Stellen, viel höher oder manchmal auch niedriger als "üblich", die Flexüle hatte ich jetzt z.B. mitten am Unterarm, nachdem im der Armbeuge so gar nichts ging.


    Wenn dann was drin ist, heißt daß nicht, daß lange genug was fließt, um 2, 3 Röhrchen voll oder eine ganze Infusion reinzubekommen. Ich warne schon vor - bitte im Zweifelsfalle lieber noch mal stechen und nicht "suchen" sonst ist die Wahrscheinlichkeit da, daß man mich unten aufsammeln darf, während das normale stechen nicht so schlimm finde.


    Das war schon so, als ich Kind und sehr dünn war, hat also auch nichts mit meiner "Speckigkeit" zu tun.


    Klar gibt es auch unterschiedlich talentierte "Stecher", aber "kein Problem" hab ich noch nie gehört.


    Das war auch ein Grund, warum ich das Blutspenden aufgegeben habe, jedes Mal tagelang mit blauer (und oft sehr schmerzender) Armbeuge bzw gar Unterarm rumzulaufen, machte keinen Spaß.


    (Aktuell sehe ich auch wieder lustig aus, da haben sich mehrere Leute dran versucht, aber nicht direkt nacheinander, sondern immer, wenn etwas anderes "dran" war. Da hatte dann jeder den Ehrgeiz/die Geduld, es selber zu schaffen zu wollen. Aber trotzdem hatte ich Glück, einmal drin, hat´s immerhin jedes Mal eine Weile durchgehalten..)

  • Was ich inzwischen gelernt habe: es ist wirklich wichtig, dass hinterher noch eine Weile etwas Druck auf die Einstichstelle ausgeübt wird. Damit kann man Probleme wie blaue Flecken auch selbst ein Stück weit mit verhindern

    Ein sehr erfahrener Arzt in der Blutspende meinte mal zu mir, das sei kontraproduktiv. Kurzer Druck sei okay, aber dann, die Erfahrung hätte er gemacht, sei es viel sinnvoller, nur noch ganz leicht zu drücken und stattdessen den Arm in die Höhe zu strecken. So sei der Blutfluss etwas vermindert, weil nach oben gestreckt, aber noch ausreichend, um Blutplättchen und Gerinnungsfaktoren fix an Ort und Stelle zu bringen. Seither bin ich stets die einzige, die nach dem Blutabnehmen den Arm für ein oder zwei Minuten nach oben streckt. Und wenn es nicht schon beim Stechen ein schlimmes Gemetzel war (kommt leider bisweilen vor, da ich recht feine Venen habe), funktioniert das ganz hervorragend. Kann ich also als Alternative empfehlen.

  • Darf ich auch was fragen?

    Manchmal werden solche Schmetterlingskanülen verwendet....was ist da anders?

    Grosser Sohn: Nov. 02
    Mittlere Tochter: Juni 05
    Kleine Tochter: Juni 09

  • Da ist ein kleiner Schlauch dran, dann ruckelt die Nadel nicht wenn das Röhrchen gewechselt wird, d.h. weniger Verletzungsgefahr und damit weniger aua.

    edit: mein genialer, leider nicht mehr praktizierender Hausarzt hat mir das mit dem Arm anschließend hochstrecken auch gesagt, seitdem mache ich das, auch wenn ich dafür schon - von einem anderen Arzt- ausgelacht worden bin.

  • Das mit dem Hochhalten ist ein guter Tip. Das Draufdrücken fühlt sich bei mir auch immer ein bisschen seltsam an.

    Ich bekomme alle drei Monate ein Blutbild und auch als mein Blut eigentlich mehr aus "schlechten" als aus "guten" Zellen bestand, hatte ich bis auf eine schlechtere Abheilung eigentlich nie Probleme beim Abnehmen lassen auch nicht als ich noch Blutspenden durfte.


    Ich hatte immer das Gefühl, dass es viel mit Verkrampfen zu tun hat und dass gerade Rollvenen-Neigungen sich dann noch stärker zeigen und wer bereits mal eine schlechte Erfahrung gemacht hat, ist innerlich bestimmt auch immer angespannter als andere.

    Aber... das ist ein ein reines Gefühl und bestimmt nicht die zuverlässige Aussage, die die Threadstarterin sucht ;-)

    Viele Grüsse,
    Rocio mit Oktober07-Mädel, Oktober09-Bub und April11-Knaben

  • Ich denke schon dass es durchaus eine Korrelation zwischen blauem Fleck am Arm un den Menschen gibt, die einem das Blutabnehmen. In dem einen Labor hatte ich bei der einen Dame immer einen Riesen blauen Flecken. Bei der Kollegin nicht.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich denke schon dass es durchaus eine Korrelation zwischen blauem Fleck am Arm un den Menschen gibt, die einem das Blutabnehmen. In dem einen Labor hatte ich bei der einen Dame immer einen Riesen blauen Flecken. Bei der Kollegin nicht.

    Das ist auch meine Erfahrung. Am schlimmsten war vor Ewigkeiten mal ein Arzt, der nicht mal wollte, dass ich mich zum Blutabnehmen hinlege, obwohl ich ihn mehrfach auf meine Probleme mit Blutabnehmen hingewiesen habe. Ich hatte hinterher tagelang einen riesiegen blauen Fleck und psychische Probleme.