Schlafsituation einzelnes Baby/Kleinkind

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  • Liebe Raben,


    das ist ein Thema, was mich schon länger irgendwie umtreibt und jetzt durch eine Befragung innerhalb einer Studie wieder etwas präsenter wurde.


    Da wurde nämlich gefragt wie lange das ins Bett bringen braucht - von ins Bett bringen bis zum allein lassen des Babies/Kleinkinds.


    Es scheint also für die Studienersteller klar zu sein, dass das Kind zumindest eine Zeit lang alleine schläft. Ist bei uns nur gar nicht so, d.h. es ist immer einer von uns da und geht halt früher ins Bett. Hat sich irgendwie so eingeschlichen, weil der Zwerg (15 Monate) sehr kuschelbedürftig war und ist.


    Und deswegen die Frage: Wie ist das bei Euch? Wenn das Kind (sagen wir 0-3 Jahre) im Familienbett eingeschlafen ist und auch kein Geschwisterkind im gleichen Zimmer/Bett gibt, schläft Euer Kind dann alleine bis ihr auch ins Bett geht oder nicht? Oder wie macht ihr das? Oder schläft das Kind vielleicht bei Euch im Wohnzimmer und ihr nehmt es dann mit ins Bett?


    Irgendwie habe ich glaube ich Angst, dass wir da was "falsch" machen (meine Baustelle). Andererseits kann ich mir irgendwie nicht vorstellen den Zwerg allein schlafen zu lassen - er hat einen recht leichten Schlaf und merkt recht schnell, wenn da niemand ist.


    Wie ist das bei Euch?


    Liebe Grüße,

    Kaylee

  • hier war es auch so, dass alle Kinder erstmal einen Radar dafür hatten, wenn ich mich entfernt habe. Das verlor sich aber im Laufe des ersten Jahres. Ich bleibe bei nr. 3 ca eien halbe Stunde mit liegen und gehe dann. Bis ich ins Bett gehe(2h später ca.) Muss ich meist noch ein bis zweimal zurück, weil ich gerufen werde. Je nach Phase, Zähnen etc ist der Schlaf einfach weniger tief, dann hab ich Pech.

  • Ich kann das nicht mehr sagen, wann es sich änderte...vielleicht ab Ende des zweiten Lebensjahres oder irgendwann im dritten. Vorher war der Mamaradar zu stark, ich zu müde und die Wohnungs-/Bettumstände nicht so, dass ich ihn alleine lassen wollte. Mit dreieinhalb schlief er endlich durch und rief mich nur noch sehr selten mal, wenn er aufwachte. Er schläft nun mit 5 immer noch im Familienbett, ich begleite ihn in den Schlaf und stehe dann wieder auf, lese noch was daneben im Bett oder gehe selbst schlafen, je nachdem. Wir hatten mal ausprobiert ihn in sein Zimmer auszuquartieren, aber da sollte ich neben seinem Bett schlafen und Händchen halten, er wachte viel häufiger auf und rief mich dann, ist nicht praktikabel. Derzeit renovieren wir das Kinderzimmer, wenn es fertig ist, probieren wir es nochmal.


    Ich glaube nicht, dass man da was "falsch machen" kann, das verwächst sich von alleine und ich würde es immer wieder so machen wie es sich für mich richtig anfühlt.

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  • Mein Kind ist ja noch kleiner als deins, Kaylee, und hier läuft es so: Gegen 18:30/19 Uhr, wenn wir gemeinsam gegessen haben, wird er gewaschen, eingecremt und Zähne geputzt. Dann setzen Papa oder ich uns mit ihm hin, beten, die Spieluhr spielt einen Durchgang und wir kuscheln dabei. Das scheint er als Weg zum Runterkommen zu brauchen. Danach legen wir ihn hin und bleiben in Körperkontakt mit ihm und ich singe, mein Mann erzählt was - je nachdem, wer dran ist. Ist der Kleine sehr müde, schläft er innerhalb von drei Minuten ein, manchmal sitzen wir auch eine halbe Stunde. Selten, allerdings. Wenn er eingeschlafen ist, gehen wir raus.


    Danach wacht er manchmal so 2, 3 Stunden später nochmal auf und hat den Nuckel verloren. An manchen Tagen quält ihn die Neurodermitis sehr, dann ist die Nacht häufig schon um 23 Uhr vorbei. Einer zieht dann immer mit dem Kind aufs Gästebett, damit der andere schlafen kann. Aber alleine einschlafen - davon ist er weit entfernt und für uns ist das auch völlig okay. Solange ich nicht zwei Stunden vor dem Bett knien muss, ist das für mich sehr viel friedvolle, kuschlige Zeit mit meinem Sohn, der tagsüber so gar nicht kuschelig ist.


    Was ich nie wollte (und auch noch nie bislang hier Thema war), war, das Kind mit mir im Wohnzimmer zu lassen, während ich da lese, fernsehe oder am PC bin. Ich habe tagsüber keinen Freiraum und brauche die 2 Stunden abends dringend. Da wäre von uns keiner zur Ruhe gekommen, von Schlaf ganz zu schweigen. Andere Familien in meinem Dunstkreis praktizieren das und sind völlig happy damit. Es ist, wie immer, ein weites Feld.

    Wenn dein Kleiner so feine Antennen hat, dass er sofort aufwacht, wenn ihr geht und es dich nicht stört - dann bleib doch bei ihm.

    Silberner Mond du am Himmelszelt, strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld, blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe, sage mir doch, wo mein Schatz weile.

    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum, ich würde seiner gedenken: mög' er,

    verzaubert vom Morgentraum, seine Gedanken mir schenken.



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  • Kaylee: du wirst immer jemanden haben, nach dessen Meinung du es falsch machst.

    Und nichts ist schlimmer als Erziehung gegen das eigene bauchgefühl.

    Wenn es so für euch passt, macht es so. Wenn es sich irgendwann nicht mehr gut anfühlt, könnt ihr es ändern. Das geht.

    Bitte nicht jetzt ändern nur aus der diffusen Angst heraus, ihm das anzugewöhnen und es falsch zu machen.

  • Mein Sohn hat abends zwischendurch mal eine Stunde auf uns geschlafen, aber sein Nachtschlaf begann so spät, dass wir froh waren, dann auch endlich schlafen zu können. Der Nachtschlaf begann gemeinsam im Bett, und dort war das Kind dann auch die ganze Nacht über mit mindestens einem Elternteil.

  • Wir hatten in dem Alter den muk in eine trage gesteckt und er ist einfach beim begehen des normalen Abends eingeschlafen.


    Alleine im Bett nach Begleitung schlafen kam dann so mit gut 2.

    Da konnten wir uns dann raus schleichen.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Raus gegangen bin ich beim Großen mit so 10 Monaten. Je nach Phase bin ich aber auch manchmal alle 30 min wieder hin. Inzwischen seit ca einem Jahr muss ich abends nicht mehr rein wenn er mal schläft. Wird aber in den Schlaf begleitet und das dauert auch mal 1,5 Std.


    Das Baby ist 6 Monate und da bin ich schon nach 2 Monaten mal raus gegangen. Das klappte oft gut aber da schläft halt auch der Große Bruder noch mit im Familienbett (aber auf Abstand). Aktuell muss ich zwischen so 18 Uhr und 22 Uhr min 2x hin.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Vorab: Wenn es dich nicht stört, sehe ich keine Notwendigkeit, etwas zu ändern. Mich würde es allerdings wahnsinnig machen, abends nicht zumindestens noch eine Stunde für mich zu haben, deshalb stehe ich fast immer wieder auf. Meine Kinder schlafen glücklicherweise alle relativ schnell ziemlich tief ein, so dass ich schon immer ein paar Minuten nach dem Einschlafen wieder aufstehe. Es ist auch eher selten (vielleicht alle drei Wochen mal?), dass ich nochmal hinmuss, bevor ich selbst ins Bett gehe. Ausnahmen passieren natürlich, vor allem, wenn ein Kind krank ist oder ich schwanger oder sonstwie übermüdet).

  • Irgendwie habe ich glaube ich Angst, dass wir da was "falsch" machen

    Wenn ihr alle genug Schlaf dabei bekommt, macht ihr es richtig. Dabei gibt es viele "Richtig" und nur wenige "falsch" - die Varianten, die partout nicht zum Kind passen.

    Meine Kinder brauchten ganz unterschiedliches. Ich brauche ungestörte Alleinezeiten. Mit einem zahnenden Klebekind war das manchmal schwer hinzukriegen, und mit zwei Kindern, wovon eines nur bei absoluter Stille einschlief und das andere nur laut schreiend, während Mama Schlaflieder singt, ging es manchmal gar nicht. Im ersten Jahr mit zweien war ich ein Zombie. Deswegen bin ich absolut sicher: probiere aus, was zu Euch passt, und wenn Dir jemand anderen Rat gibt, dann sei gewiss: deren Kinder sind anders als Deine.

    Ich bin

    ich. Mensch, Mutter, Nordwest-Europäerin. Anwesend.

  • Wir hatten bei beiden Kindern ein Babyphon mit Kamera, weil die oft aufwachten und erst mal eine weile keinen Laut gaben, sich aber offensichtlich alleine unwohl fühlten. Ab wann ich bei ihnen jeweils mit "davonschleichten" begonnen habe, weiß ich nicht mehr. Am Anfang war so, dass ich dann 3 mal pro Abend wieder hin bin zum Stillen. Wenns öfter wie 3 mal gewesen wäre bin ich gleich beim Kind geblieben. Es war auch nie immer gleich. Manchmal brauchten sie mehr Nähe als zu anderen Zeiten. Manchmal hatte ich das dringende Bedürfnis noch allein Zeit mit meinem Mann zu verbringen, koste es was wolle. Alleine ein- und durchschlafen tut übrigens keins der Kinder und die Große ist jetzt 7. :)

  • Ich kann praktischerweise gleich bei Runa unterschreiben... Der Große schlief als Baby immer im Tuch, ich hatte meinen "normalen" Abend. Ich habe damals aber auch noch in einer WG mit viel Besuch gewohnt, alleine beim Baby zu bleiben hätte mich wahnsinnig gemacht. Meine Kinder liessen sich praktischerweise immer gut ablegen (dafür war das Einschlafen lang ...#warte)


    Ich brauche auch heute noch meine 2 Stunden am Abend nur für mich, ganz dringend sogar. Wenn es aber für Euch passt, dann ist doch alles gut :) Ich fand solche Momente, wenn sie vorkamen immer sehr schön #love Sie werden so schnell groß.


    Der Schlaf wird mit der Zeit von alleine fester, ich hätte auch gesagt so mit 2.

    Doubt kills more dreams than failure ever will #sonne

  • Entschuldigt bitte die späte Antwort - wir haben im Moment mal wieder eine Phase.


    Vielen lieben Dank für die ganzen unterschiedlichen Erfahrungen. Mir hilft das sehr zu sehen, dass es da einfach viele Wege gibt.


    Wir waren vor einer ganzen Weile, da war er vielleicht 10 Monate bei Freunden zu besuch. Die waren ganz überrascht, dass ich ihn nicht mit Babyphone im 1. Stock alleine liegen lassen wollte - in einer fremden Umgebung. Und diese Freunde tendieren schon eher in die Richtung Rabig. Das hat mich glaube ich sehr verunsichert.


    Manchmal lasse ich ihn kurz allein und wenn er dann wach wird, weint er direkt, bzw. teilweise schon bevor er richtig wach wird oder ich am weggehen bin. Er schmeißt sich auch Nachts oft noch an einen von uns ran. Quasi ein Vollkontaktschläfer. Das erste Jahr nur in meiner Armbeuge. Und ich hab auch noch nicht das Gefühl, dass er beim allein Aufwachen versteht, dass er nicht wirklich allein ist sondern jemand ganz nah ist.


    Wie melden sich eigentlich Eure Kinder eigentlich wenn sie dann alleine wach sind und ihr kommen sollt?


    dasHuhn Das hört sich gut so an. Was heißt "gerufen werden"? Ist noch ein älteres Kind dann im Zimmer?


    cashew Cool :)


    thumbelina Danke für den Blick in die Zukunft - das hilft mir auch sehr.


    Libretto Wow, das hört sich auch anstrengend an. Aber ihr habt eine gute Lösung gefunden.


    Möwe Da hast Du vollkommen recht. Diese diffuse Angst ist so megadoof. Ich finde das immer schwierig, wenn man nicht dem "normal" entspricht.


    rheinländerin Das kann ich mir vorstellen. Wir haben hier einen Frühschläfer und -aufsteher. Deswegen geh ich oft ganz gern schon mit ihm ins Bett. Sonst wird die Nacht einfach zu kurz.


    Salamander Danke :) Mir hilft das auch sehr wenn es bei gleichen Eltern Unterschiede gibt.


    Silbermöwe Danke :)


    Almarna Hm, ein Babyphon mit Kamera wäre vielleicht was. Ich hab nämlich auch das Gefühl er fühlt sich sehr schnell unwohl.


    Runa und Solya Trage wäre fein, aber die mag er leider im Moment nur sehr bedingt.


    Froschmama Das hört sich ein bisschen wie bei uns an. Ich komme zum Glück noch zum WC, die Schlafzimmertür ist aber direkt neben dem Bett und das WC nur 3 Meter weiter ;)

  • Kaylee nein, das Kind liegt allein im Bett, krabbelt zum Babyphone und sagt "Mama", wenn es aufwacht #love

  • Hier ist es im Wesentlichen so wie bei thumbelina , nur dass unser Kind glaube ich schon etwas früher abends einigermaßen zuverlässig schlief, so dass man auch noch was machen konnte. Ich kenne aber auch einige Eltern, die mit den Kindern schlafen gehen, weil sich das einfach als die praktischsten Lösung ergeben hat. Ich denke bei den meisten kommt dann irgendwann der Punkt, wo man a) keine Lust mehr hat keine Zeit am Abend für sich zu haben oder b) das Kind einfach verlässlicher schläft und diese enge Begleitung nicht mehr braucht. Im Idealfall läuft beides zusammen, ansonsten muss man eine Lösung suchen.


    Grundsätzlich finde ich mit Babyphone im anderen Zimmer liegen lassen auch ok. Man hört da ja oft schon, wenn es unruhig wird und dann melden sie sich doch meist schnell. Das ist eine überschaubare Zeitspanne, wo sie "alleine" im Dunkeln sind. Wenn du unsicher bist, kann vielleicht wirklich eine Kamera helfen. Oder du lässt einfach alles dabei und stellst die Ohren auf Durchzug, wenn jemand blöd nachfragt. :)

  • dasHuhn #love#love#love


    Kuekenmama Im Moment isses so noch okay, weil wir beide das Gefühl haben ihm tut das gut.


    Zum Glück ist unser Umfeld keines was Tipps gibt. Aber es gibt halt "Standards" von denen ausgegangen wird und ich muß mich zum Glück auch nicht wirklich rechtfertigen für unseren Weg, bin aber aufgrund meiner Historie sehr leicht zu verunsichern.


    Ich glaube es ist auch die Kombination, dass er einerseits sehr kuschelbedürftig ist und andererseits schon immer extrem wenig geweint hat, eigentlich würde ich sagen so gut wie gar nicht (außer bei Krankheit). Deswegen kann ich mir gar nicht vorstellen ihn auch nur kurz weinen zu lassen (und frage mich ob ich ihm da vielleicht einfach auch nicht genug zutraue) und würde ich mir gerade wirklich wünschen, dass es so wäre wie bei dasHuhn.

  • Babyphone haben wir auch keines. Wenn ich es geschafft habe, mich wegzustehlen, hatte ich die Tür angelehnt und war in Hörweite. Mein Mutterinstinkt hat mich sowieso nicht weiter weg gelassen, da wäre ich nervös geworden.