Gleitsichtbrille

  • Liebe Rabinnen


    Ich bin eigentlich kurzsichtig mit starker Hornhautverkrümmung. Jetzt, im Alter (#kreischen) verändert sich das alles ein wenig, und eventuell stehen Gleitsichtgläser zur Diskussion.

    Hat jemand von euch damit Erfahrung? Was ist damit besser/schlechter als vorher? Habt Ihr euch leicht daran gewöhnt?

    Danke im Voraus.


    P. S. Bitte verschieben, falls es im falschen Unterforum steht.

  • Ich habe seit ca 4 Jahren eine Gleitsichtbrille. Die erste Woche war sehr ungewohnt. Aber seitdem ist alles gut.

    Dein Gesicht wird Dir geschenkt, lächeln musst Du selber #blume

  • Ich habe auch eine seit zwei Jahren und bin total zufrieden. Die ersten zwei Tage waren allerdings komisch, dieses gleiten von der Ferne in die Nähe besonders, also Treppe runter z.B. So was hatte ich nie, trage seit der Oberstufe Brille (bin damals nur kurzsichtig gewesen)


    Danach war es prima und es ist Sau praktisch einfach mit der einen Brille alles tun zu können. Dieses Brille hoch nehmen zu müssen um lesen zu können hat mich tierisch genervt.


    Meine Sonnenbrille hat immer noch die alten Gläser. Wenn ich radele, ist ja kein Problem, sobald ich aufs Handy schaue, weiß ich, was ich an der Gleitschichtbrille habe.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
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    Ernst Ferstl

  • Ich habe seit kurzem eine Gleitsichtbrille. Aber ich habe mich noch nicht gut dran gewöhnt.


    Ich bin kurzsichtig, aber nicht sehr stark, nur -1 Dioptrin, eine Hornhautverkrümmung habe ich nur auf einem Auge.

    In einigen Situationen finde ich die Brille super: wenn ich draußen unterwegs bin, beim einkaufen, beim fernsehen (und nebenher essen #schäm), bei Konferenzen in der Musikschule. Da finde ich es super, dass ich die Kurzsichtigkeit und die Alterssichtigkeit gleichzeitig korrigiert habe. Ich kann am Bahnhof die Anzeigen gut erkennen und gleichzeitig mal aufs Handy gucken ohne dabei die Brille abzusetzen. Ich kann bei Konferenzen sehen, was an eine Wand projiziert wird und gleichzeitig etwas aufschreiben.


    Allerdings komme ich mit dem mitteleren Sichtfeld noch nicht gut zurecht. Wenn ich am Computer arbeite geht das besser ganz ohne Brille. Da sehe ich alles scharf. Auch generell im Haushalt stört mich noch die mittelere Entfernung. Zu Hause laufe ich also fast nur ohne Brille herum.


    Bei meinem Job komme ich auch nur schlecht mit der Gleitsichtbrille zurecht, das ist ziemlich ärgerlich. Und dafür hatte der Optiker bisher keine gute Lösung. Da werde ich nochmal einen Termin bei ihm machen.

  • Das Leben ist auch mit Gleitsichtbrille lebenswert. :D

    Nein, im Ernst, 4 Jahre lang hab ich mich über meinen „alten“ Göttergatten amüsiert. Und dann waren meine Arme plötzlich nicht mehr lang genug und ich war auch „dran“.

    Optiker und Augenärztin empfehlen beide, früh mit geringen Werten zu starten, damit die Eingewöhnung nicht so schwer fällt.

    Ich habe jetzt den „Leseteil“ mit + 1,25.


    Ich fand’s am Anfang lustig, dass ich mit einer Kopfbewegung machen konnte, dass Gegenstände kreiseln. Nach 4 Wochen habe ich mich gar nicht mehr erinnert und auch bei der entsprechenden Bewegung kein Kreiseln mehr wahrgenommen.


    Toll ist, dass ich lesen und gleichzeitig fernsehen kann. Und das, wie auch alles andere ist ganz normal geworden.


    Man guckt halt plötzlich ziemlich brutal der Realität ins Auge: ich bin alt.

    Aber man gewöhnt sich dran. :D

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • Bei mir ist es auch altersbedingt aber ich kenne einige drunter meine Mama, die schon viel früher angefangen haben eine zu tragen weil die Sehstörung es erforderte #ja

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    Ernst Ferstl

  • Da gab es schon einen Thread dazu. Mir wurde zur Gleitsichtbrille geraten. Mit der von Fielmann bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen. Die haben mich vertröstet, dass ich mich daran gewöhnen muss. Nach drei Wochen habe ich es aufgegeben. Die hat mich 600 Euro gekostet und Krankenkasse hat 80 dazu gezahlt. Laut Fielmann, der Höchstsatz.

    Dann bin ich zum kleinen Optikerladen. Wurde noch nie so gut beraten. Brille war sehr teuer. Ich habe sie aufgesetzt und gut war’s. Keine Probleme. Und die Krankenkasse hat , oh Wunder über 400 Euro dazu gezahlt.

  • Ich habe vor allem Anfst, mich nicht dran zu gewöhnen... oder dass mir dauernd schwindlig oder/und übel wird...

  • Ich habe seit ca. 1,5 Jahren eine. Beim Anpassen der Brille hat sich der Optiker aber offenbar vermessen. Ich habe zwar in allen Bereichen gut gesehen, aber dieses Gefühl von ständiger leichter Seekrankheit ging auch nach mehreren Monaten nicht weg. Jetzt, nach leichter Korrektur der gemessenen Stärken, möchte ich sie nicht mehr missen.

  • Gibt es das denn sehr oft Anima? *naivfrag*

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    Ernst Ferstl

  • Schwindelig oder übel wurde mir nicht. Ich fand es in den ersten paar Tagen etwas ungewöhnlich, aber auch faszinierend. Vor allem fand ich auch interessant, wie schnell sich das Gehirn daran gewöhnen kann. Ich habe die Brille am ersten Tag gleich einfach die ganze Zeit getragen und das ging sehr gut. Bloß am Abend war ich sehr früh unglaublich müde. Dass alle gewackelt und sich verzogen hat, ging sehr schnell vorbei.

    Die Brille musste, nachdem ich sie ca. 4 Wochen hatte, nochmal eingeschickt werden, weil in einem Glas die Kurzsichtigkeit nicht richtig korrigiert war. Durch Corona und weil der Opriker den Laden ein paar Wochen geschlossen hatte, habe ich sie erst nach weiteren 4 Wochen wiederbekommen. Und ich konnte sie gleich wieder genauso tragen wie voher.


    Das, womit ich nicht zurechtkomme, sind wirklich eher die speziellen Blickwinkel, die ich beim Musikmachen im Beruf brauche.

  • ich habe eine seit fast 4 Jahren. Und ich war im Verhältnis jung, nicht ganz 44 Jahre #schäm


    Ich habe damals oft unter dem unteren Brillenrand durchgeschaut oder die Brille abgesetzt, das hat so genervt dass ich eine Gleitsichtbrille machen lies, gemessen wurde +1,25, eingeschliffen wurden (auf meinen Wunsch) +1,5.

    Das war in mehrfacher Hinsicht echt gut. Einerseits musste ich nicht die allerunterste Kante nutzen, ich glaube dadurch ging die Umgewöhnung schneller, andererseits habe die Gläser (hoffentlich) länger gehalten.


    Mittlerweile brauche ich die aller-aller-unterste Kante und erreiche auch dann keine komplette Schärfe mehr, für Feineres setze ich die Brille ab. Demnächst sind vermutlich neue Gläser fällig.

    Mein Optiker sagte damals, dass man max. +2,5 korrigiert ( Violetta ist glaube ich Optikerin, die kann da eher was zu sagen?), das entspricht 40cm Abstand. Ich gehe davon aus, dass ich bei den nächsten Gläsern bei ebendiesem Wert landen werde und dann überlege ich diese supermega-Luxusgläser zu nehmen, damit das Sichtfeld größer wird.

    Das ist nämlich das Einzige, was mich nervt: volle Schärfe im Fernbereich erreiche ich nur in einem wie ich finde sehr schmalen Feld. Dabei waren das schon bessere Gläser?!?


    gewöhnt hatte ich mich recht schnell, nur am ersten Tag bin idh zur Sicherheit mit meiner alten Fernbrille Auto gefahren.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Du bist ich vor zwei Jahren ;)


    Ich habe ca. zwei Wochen gebraucht bis ich die Gleitsichtbrille nicht mehr anstrengend fand. Mir ist allerdings das untere Feld zu klein, weshalb ich zusätzlich eine Lesebrille benutze wenn ich mehr als ein paar Sätze lese. In die Ferne und so auf mittlere Sichtweite komme ich aber sehr gut klar.

  • Latie genau, meistens braucht man nicht mehr als 2.50 dpt Lesezusatz/ Addition.

    Theoretisch geht es auch noch höher, braucht man aber eher selten. Z.b. wenn der Leseabstand sehr klein ist oder die Sehleistung generell eingeschränkt ist.


    Da in den letzten Jahren ALLE Reklamationen bei uns im Laden über meinen Schreibtisch gingen, weiß ich, dass die allermeisten Menschen gut mit einer Gleitsichtbrille zurecht kommen. Es ist (leider) keine eierlegende Wollmilchsau, hat Grenzen, aber verdammt viele Vorteile.

    Eine gute Beratung und Messung ist allerdings immer Voraussetzung.

  • Die gute Beratung und Messung habe ich, denk ich. Ich gehe seit Jahrzehnten zu einem kleinen, lokalen Optiker und war bisher noch nie enttäuscht.

  • Welche Vorurteile denn? Ich meine es nicht provokant, kenne außer dass frau halt alt wird 😁, keine, deswegen.


    Vielleicht weil meine Mama schon ewig eine trägt. Ihre Gläser sind sehr teuer weil ihre Sehstörung zum teil von einem Autounfall herrührt und früher hat sie wohl auch geschielt. So hat man es ihr erklärt, und sie uns. Meine und die meines Mannes waren zum Glück nicht so teuer.

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    Ernst Ferstl

  • Ich habe vor ein paar Wochen mit 44 meine erste bekommen, ich hatte zunehmend Probleme z.B. einen Faden einzufädeln.


    Der Augenarzt meinte, es ginge noch eine Weile ohne, aber es sei besser frühzeitig anzufangen, solange die Werte noch gering sind. Ich habe auch eine relativ starke Hornhautverkrümmung.


    Die Brille habe ich bei Fielmann machen lassen. Die ersten Tage waren ungewohnt, ich hatte ein paar Probleme beim Treppensteigen oder beim schnellen Wechsel von nah auf fern.

    Mittlerweile habe ich mich super dran gewöhnt, gefühlt kein Unterschied zu vorher, ich seh einfach wieder gut 🤪

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • Ich komme gerade vom Optiker. Er hat die Augen neu vermessen und getestet. Er meint, ich könne vom Sehvermögen her noch weiter mit meiner Brille bleiben.

    Falls ich aber Gleitsichtgläser möchte, soll ich die Brille während der ersten 14 Tage ununterbrochen tragen, damit sich das Hirn daran gewöhnen kann. Falls ich nach maximal drei Monaten immer noch nicht mit den Gläsern zurechtkommen sollte (was laut ihm extrem selten sei), kann ich sie zurückgeben und er macht mir statt dessen eine Fern- und eine Nahbrille und erstattet mit die Differenz zur Gleitsichtbrille zurück. Klingt doch ganz gut, nicht?

    Ich denke jetzt mal noch einige Tage darüber nach. Fürs Protokoll: ich werde diesen Herbst 48.