Trockenwerden - wie seid ihr es angegangen?

  • Hallo Ihr lieben #rabe!

    Ich mache mir Gedanken, wie die Muffelpuffels mal trocken werden. Vorweg: es treibt uns zeitlich nichts, ich hab da auch keinen "Druck". Ich bin einfach jemand, der Dinge lange planen muss.

    Deshalb wüsste ich gern, wie ihr das Trockenwerden unterstützt habt, wie eure Kinder reagiert haben und was für euch Sackgassen waren. Welche "Ausstattung" (Töpfchen, Toilettenturm, Kinderbrille, ...?) habt ihr genutzt?

    Aktueller Stand ist hier, dass die Muffelpuffels das Töpfchen kennen, mehr aber auch nicht. Es wird nicht regelmäßig "befüllt" ;-)

    Mögt ihr mich teilhaben lassen? :-)

  • Wir hatten unserem einfach mal im Sommer, da war er 3,5, die Windel weggelassen und es klappte dann recht schnell, von sich aus hätte er das aber nicht angesprochen. Vorteil war die Jahreszeit, im Winter mit mehreren Kleidungsschichten hätte ich das nicht initiiert.

  • Liebe Drahtesel so hab ich es schon von vielen gehört, ich kann es mir nur so schlecht vorstellen. Mit dreieinhalb ist das Verständnis ja sicher schon da, viele erzählen das aber auch von viel jüngeren Kindern. Geht es "nur" darum, dass die Kinder ein entsprechendes Körpergefühl entwickeln? Oder setzt man sie bei ersten Anzeichen auf Toilette/ Töpfchen? Belegt man das Ganze mit einem "Namen"?

    Ich kann mir das so überhaupt nicht vorstellen #angst

  • Hier einfach nix. Ich hab nix getan.

    Kein Töpfchen kein gar nichts.

    Der muk ist ein Kind das eh keine Extras Will sonders das nutzen was wir erwachsenen haben.

    Mit 2 und nen Keks sagte er dann er brauche tags keine Windel mehr und von da an war er unfallfrei trocken.

    Ende.


    Nachts dafür noch nicht, da trägt er windel ( er ist jetzt 5) aber auch da machen wir nix.


    Dinge kommen wenn sie soweit sind.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Ich hab gewartet bis ich das Gefühl hatte das der Zeitpunkt da ist. B ist jetzt 3 und seit einer Woche will er manchmal auf Toilette. Es wird langsam.

         

    Midna2 ist Midna nur in schusselig #rolleyes

    Schon länger dabei

  • Trocken werden “planen“? Das klingt nach einer Methode der 60er. Auch wenn du es vermutlich nicht so meinst.

    Kinder sind da sehr unterschiedlich.

    Warte ab, bis sie Interesse zeigen. Wenn sie Spaß dran haben, kannst du sie aufs Köpfchen setzen, wenn du aufs Klo gehst. Wenn sie unruhig sind, kannst du es mal probieren, ob was kommt.

    Viele Kinder haben. Vorlieben - Köpfchen, Klo mit extra-sitz oder nur ohne ... oft geht es in Wellen - Interesse ist da, flaut wieder ab. Es klappt eine Weile, dann wieder nicht.

    Vielen Kindern sieht man an, wenn sie müssen - dann kann man fragen, ob sie mal aufs Klo müssen oder sie schicken.

    Ohne Hose scheint bei vielen das Gefühl zu verbessern, dass sie es früher merken.

    Und vor allem: Geduld; Druck hilft nicht.

    Die sind doch noch echt klein, oder?

  • Unsere Kinder sind recht spät trocken geworden, obwohl sie aus der Beobachtung (sie waren oft mit im Bad) schon eine Idee davon hatten, was auf der Toilette so passiert. Wir haben ein Töpfchen (wurde kaum benutzt) und einen Aufsatz für die Toilette mit einer kleinen Treppenstufe und seitlichen Haltegriffen. Der ist sehr beliebt :-)


    Beide Kinder hatten mit zwei Jahren eine Phase, in der sie das Thema sehr interessant fanden. Sie waren dann zB im Garten und fanden spannend, dass plötzlich etwas kam. Sie wollten auch aufs Töpfchen aber es war meist ohne Erfolg. Leider konnten sie in dem Alter noch nichts steuern, obwohl es wohl Kinder gibt, die das gut können. Das Thema schlief dann wieder ein.


    Trocken wurden sie mit knapp 4 Jahren bzw. mit 3 Jahren und 4 Monaten. Da haben wir jeweils das Bauchgefühl gehabt, das Kind kann das jetzt und haben die Windel weggelassen. Die Kinder waren beide totzdem skeptisch aber wir haben jeweils zwei Wochen lang erfolgreiche Toilettenbesuche belohnt und Unfälle nur mit einem freundlichen "das kann jedem mal passieren" kommentiert und saubergemacht.


    Letztlich gab es kaum Unfälle und sie waren jeweils nach zwei bis drei Wochen dann auch bereit, im KiGa ohne Windel zu sein.


    Ein Kind war dann auch nachts trocken, das andere ist nachts noch nicht trocken.

  • Sowohl bei meiner Tochter als auch bei meinem Sohn habe ich einfach abgewartet. So mit drei kam der Zeitpunkt, dass sie gesagt haben, dass sie nun keine Windel mehr wollen und das war´s.

    Kein Töpfchen usw. nur so einen Toilettenstuhl , damit sie sich aufs normale Klo setzen konnten. Mein Sohn war dann auch sehr schnell nachts trocken, bei meiner Tochter hat das noch länger gedauert. Unfälle kann ich an einer Hand abzählen, ich glaube deshalb, weil es von mir keinen Druck gab.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Wir haben uns auch keine großen Gedanken gemacht. Mit etwa 2 hat unser Sohn Interesse gezeigt. Dann haben wir ihm ein Töpfchen besorgt. Manchmal hat er es genutzt. Oft aber auch nicht. Manchmal war's wohl einfach lustig drauf zu sitzen. ;-) Mit 3 Jahren hat er dann gesagt, dass er Unterhosen möchte. Die haben wir ihm gekauft und von da an hat er dann Zuhause das Töpfchen benutzt. Im Kiga dauerte es etwas länger bis er sich dort aufs WC traute. Dort hatte er dann noch eine Weile Windeln. Aber mit etwa vier Jahren hat er sich auch dort getraut. Mit der Nachtwindel war es ähnlich. Letzte Woche wollte er zur Nacht seine Unterhose anbehalten. Und es klappt. :) Er wird im Herbst 5.

    Bei meiner Mittleren war es eigentlich genauso. Nur ging alles etwas schneller hintereinander. Sie wird im Juli drei. Braucht tags und nachts keine Windel mehr.

    Zumindest bei meinen Kindern war die Erfahrung bis jetzt immer: Zeit lassen und schauen. Meist kommt es von ganz allein. Mal früher mal ein bisschen später. :)

    "Nicht daß ich fürchtete, ein Tier zu werden, das wäre nicht sehr schlimm, aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden, er stürzt am Tier vorüber in einen Abgrund."

    aus Die Wand von Marlen Haushofer

  • mein Großer hatte als er fast 2 war ne Phase, da wollte er nicht gewickelt werden. Er hat sich richtig gewehrt. Da haben wir ihm erklärt, dass er keine Windel tragen muss aber dann auf der Toilette Pipi machen kann.


    Das hat er bei uns großen auch gesehen.


    Irgendwie ging es einfach so. Die ersten Wochen gab es recht oft noch Unfälle, also 2 mal am Tag bestimmt. Aber das hörte dann auch auf.


    Die Motivation war aber groß, weil er keine Lust auf Windel hatte.


    Wenn die Windel nicht stört ist es vielleicht schwieriger...hmmm

  • Hier kam irgendwann nach und nach der Wunsch ohne Windel zu laufen. Er hat dann auch tapfer eingehalten, aber nur zuhause gemacht, Ich glaube zu Beginn sogar nur in die Windel (also Stunden ohne und dann eine Windel verlangt). Wir hatten einen Sitzverkleinerer für die Toilette, da hat er sich aber mal Haut am Oberschenkel geklemmt und danach war das Thema laaaaaange durch. Es wurde dann irgendwann um 3 herum eine Familientoilettenbrille (zwei Brillen unterschiedlicher Größe).

    Mit etwas unter 3 lief er zuhause ohne windel rum, mit etwas über drei auch im Kindergarten und einige Monate später auch nachts (er hat verkündet keine Windel mehr zu brauchen und hat das durchgezogen. Klappte auch bis auf Krankheitsphasen 3 oder 4 mal). Er hat noch sehr lange eine Windel für das große Geschäft gebraucht. Die hat er gezielt verlangt, sich verzogen und kam irgendwann zum sauber machen wieder. Das haben wir tatsächlich irgendwann mit Buch durchgesprochen ("So ein Kack", für Kinder sehr lustig) und dann über Wochen Vorbereitung angekündigt, dass die Windeln dann wegfallen. Das war kurz bevor er 5 wurde. Es war dann tatsächlich auch problemlos möglich.

  • Erstes Kind: Ab 2 irgendwas immer mal den Topf angeboten, wenn ich das Gefühl hatte, dass es sinnvoll ist. Sie hat da lange Bücher angeschaut und hatte dann bald auch eine halbwegs trockene Phase. Die hat dann aber auch bald wieder aufgehört. Noch vor ihrem 3. Geburtstag und Eintritt in den Kindergarten war sie dann trocken. Ich glaube, halbwegs unfallfrei. Schwierig war es dann eben manchmal im Winter, wenn sie zu viele Schichten anhatte. Oder wenn sie wg. Spielen zu lange gewartet hat und der Weg dann zu weit war.


    Zweites Kind: Ab 2 irgendwas immer man den Topf angeboten. Sie war eher der Typ, der sich davon motivieren hat lassen, dass sie immer einen Aufkleber auf den Topf hat kleben dürfen, wenn sie auf den Topf gegangen ist. Ich war aber auch da entspannt, was den Zeitpunkt angeht. Mir hat es auch da gereicht, dass es prinzipiell klappt. Am Tag vor ihrem 3. Geburtstag haben mir ihre Erzieherinnen beim Abholen gesagt, dass sie keine Windel anhat, weil sie ja (ein paar mal) Bescheid gesagt. #haare (Wir waren zu Fuß da.) Hat aber tatsächlich geklappt. Sie war damit von einen auf den anderen Tag "trocken", allerdings mit mehr Unfällen als die große Schwester.


    Drittes Kind: 3 1/2: Hat keinerlei Interesse daran, trocken zu werden. Gestern war er allerdings nur mit Badehose auf der Wiese unterwegs und hat zwei mal Bescheid gesagt, was er sonst nie macht. Das unterstreicht die Theorie, dass sie im Sommer ohne Windel schneller trocken werden. Ich habe allerdings auch keine Lust auf Pfützen auf dem Fahrzeugteppich und schon gar nicht auf dem Sofa. Deshalb war es mir immer zu heikel, die Kinder völlig untrocken ohne Windel in der Wohnung rumlaufen zu lassen.


    Als Equipment haben wir einen Topf je Stockwerk einen Topf und einen Aufsatz fürs Klo. Den verwendet auch die 7jährige noch, wenn sie sie länger auf der Toilette sitzt.

  • Liebe Drahtesel so hab ich es schon von vielen gehört, ich kann es mir nur so schlecht vorstellen. Mit dreieinhalb ist das Verständnis ja sicher schon da, viele erzählen das aber auch von viel jüngeren Kindern. Geht es "nur" darum, dass die Kinder ein entsprechendes Körpergefühl entwickeln? Oder setzt man sie bei ersten Anzeichen auf Toilette/ Töpfchen? Belegt man das Ganze mit einem "Namen"?

    Ich kann mir das so überhaupt nicht vorstellen #angst

    Ich denke eine gewisse Reife des Körpergefühls muss da sein. Bei ihm war es glaub ich schlicht das angenehmere Gefühl untenrum ohne Windel das ihn anspornte. Wir hatten ihm ein Töpchen im Zimmer danebengestellt damit er keine weiten Wege hat - dann hat er aber doch das Badezimmer bevorzugt. Unterwegs häufiger gefragt ob er muss und ihn im Zweifelsfall ins nächste Gebüsch pullern lassen.

  • Alle meine Kinder wurden unterschiedlich trocken. Alter war etwas vor 18 Monaten. Und in dem Alter brauchten sie in den ersten Monaten noch Hilfe bei der Kleidung, und auch zum erinnern, damit sie sich nicht verspielten. Auch vor dem ausser Haus gehen, bitte ich darum aufs Klo zu gehen, auch weil manche öffentliche Toilette eklig ist. War aber alles kein großes Thema. Unterschiedlich war auch, ob sie zuerst tags oder nachts trocken waren, meist kam das kurz aufeinander bei meinen. Zwei meiner Kinder wollten von selbst keine Windel mehr und beim dritten haben wir etwas geschubst und ermutigt.


    Hilfsmittel waren Töpfchen und eine eingebaute Klobrille und ein Hocker.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Wir hatten nie ein Töpfchen, nur Toilettensitze mit und ohne Treppe. Als das Kind dann tatsächlich trocken wurde, hat sie sich aber am liebsten einfach so drauf gesetzt, und den Sitz nur für das große Geschäft benutzt. Es war aber schon Recht spät, das große Geschäft mit fast 3 1/2 und tagsüber trocken dann mit fast 4. Sie hat lange einfach gar kein Interesse gezeigt, und dann kam es irgendwann von selbst. Sie wollte die Windel irgendwann weglassen, dann gab es zwei Wochen lang fast täglich einen Unfall, und dann war das Thema durch.

  • Mein Sohn ist 3 Jahre alt und viel zu beschäftigt, um aufs Töpfchen zu gehen. Er hatte so mit 2,5 so eine Phase, in der das Töpfchen interessant war und ich morgens beim Windelwechseln öfter gefragt habe, ob er aufs Töpfchen gehen möchte. Dann wurde ich schwanger und mit der Übelkeit war es mir zu kompliziert, da dran zu bleiben. Ich hoffe jetzt mal auf den Sommer oder den Kindergarten-Start im Herbst. Unsere Tagesmutter fragt ihn weiterhin beim Windelwechseln und manchmal geht er dort dann aufs Klo und zieht danach wieder eine Windel an.


    Edit: da ich im Rückbildungskurs und bei der BeBo-Physio eingeschärft bekommrn habe, dass langes Klo-Sitzen nicht so toll für den Beckenboden ist, bin ich persönlich nicht davon überzeugt, Töpfchen-Training mit Buch-Anschauen zu machen.

  • Lieben Dank für eure Rückmeldungen!


    Möwe genau, die Muffelpuffels sind 19 Monate und uns treibt nichts. Ich gehe überhaupt nicht davon, dass Trockenwerden innerhalb der nächsten Wochen oder Monate passiert, auch wenn ich vom Umfeld immer wieder angesprochen werde. Das Planen hab ich wohl blöd ausgedrückt, mir ging es eher drum zu verstehen, wie das dann abläuft, was man vielleicht schon besorgen kann... schwer zu erklären. Vor allem ging es mir glaube ich ums Gedankensortieren, nicht darum, die Muffelpuffels zu irgendetwas zu drängen. Sie begleiten mich regelmäßig auf Toilette (zu meinem Leidwesen ;-) )


    Nachtkerze Magst du ein bisschen genauer berichten? :-)


    Im Moment ermutige ich sie aufs Töpfchen zu gehen, wenn die Situation erfolgversprechend und entspannt ist (morgens geweckt statt selbst wachgeworden, abends nach dem Abendessen). Wenn sie sich draufsetzen ist gut, wenn nicht ebenso gut. Beim Windelanziehen sind sie an sich entspannt, manchmal haben sie eben "keine Zeit" ;-)

    Dass sie sich sprachlich dazu äußern, würde aktuell sowie am noch nicht wirklich sprechen scheitern. Da hätte ich jetzt aber auch noch nicht mit gerechnet. Wenn sie mich zur Toilette begleiten, kommentiere ich einfach. Wenn es jetzt Sommer wird, hatte ich vor, dass sie im Garten auch ohne Windel unterwegs sein können. Ich gehe aber nicht davon aus, dass Trockenwerden schon ein Thema wird. Deshalb hatte ich in meinen ersten Beitrag auch bewusst geschrieben, dass uns zeitlich nichts treibt. In der Bekanntschaft sind Kinder im ähnlichen Alter schon ohne Windel unterwegs bzw. sagen Bescheid, meine Familie drängelt auch. Deshalb das Gedankensortieren :-) Ich kann mir nämlich selbst nicht vorstellen, dass die zwei Dauerwusler in den nächsten Monaten "Zeit" für sowas hätten :-D

    Lieben Dank euch!