Trockenwerden - wie seid ihr es angegangen?

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  • das klingt doof. Ich tu mich bei solchen Gesprächen auch schwer.

    Aber ja. das geht nicht.


    (Und ich musste erstmal nachlesen, was ich geschrieben hatte, nachdem du mich erwähnt hast #kuss )

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Muffelpuffels

    Ich habe hier nur ein bisschen überflogen. Also, wenn ich total daneben liegen siehe es mir bitte nach.


    Ich finde es wichtig die Kinder zu stärken und ihnen zu sagen, dass es ok ist nein zu sagen und du glaubst, dass sie schon selbst wissen wann der richtige Zeitpunkt ist.

    Ggf. noch mal mit den Erzieherinnen sprechen. Vielleicht habt ihr sowieso ein kurzes Gespräch darüber wie die Eingewöhnung läuft.

    Direkt am Anfang tue ich mich da auch immer schwer mit. Je nachdem wie die Situation ist, ist schon wichtig. Trotz allem fühlen sie sich bisher wohl dort und das liegt vermutlich auch mit an den Erzieherinnen dort. Daher hätte ich gute Hoffnung, dass ein gutes Gespräch möglich ist.



    Bei uns war es so, dass ein Zwilling über ein Jahr vor dem anderen keine Windel mehr brauchte. Die beiden sind super damit umgegangen und ich bin sehr froh, dass der Kindergarten die beiden (obwohl sie in einer Gruppe waren) nie vergleichen hat. Für die Kinder selbst war es auch unwichtig. Der zweite Zwilling hat dann von einem Tag auf den anderen entschieden direkt Tags und Nachts keine Windel mehr zu brauchen.


    Letztlich spielt es in ein paar Jahren alles keine Rolle mehr :-). Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und ganz viel Kraft und starke Nerven und Momente der Leichtigkeit.


    Liebe Grüße,

    ica

  • Also, von dem was du jetzt so geschrieben hast, finde ich es ehrlich gesagt ok. Ich finde es hängt stark davon ab, wie die Erzieherinnen das vermitteln und Kinder sind halt sehr empfänglich für den Subtext. Da würde ich tatsächlich im Gespräch unter Erwachsenen auch versuchen wollen, herauszuspüren, wo die Motivation herkommt. Ich hätte ein Problem damit, wenn ich merken würde, dass es hier darum geht, so schnell wie möglich Erleichterung im Gruppenalltag zu erlangen. Wenngleich ich sehr viel Verständnis für dieses Motiv hätte, würde ich dann davon ausgehen oder befürchten, dass in stressigen Momenten dann nicht mehr Zeit gelassen wird, oder zumindest zwischen den Zeilen Druck aufgebaut wird, den das Kind dann spürt, weil die Erzieherinnen dann doch genervt reagieren oder sich zu Nebensätzen hinreißen lassen. Dann ginge es nämlich um Erfolg oder Versagen.

    Das regelmäßige Anbieten, finde ich, baut noch keinen Druck auf. Jedenfalls keinen von der schlechten Sorte. Ich finde es nicht schlimm, wenn man dem Kind erklärt: da kommt das Essen rein, dort kommt der Rest heraus und der gehört ins Klo. Am praktischsten ist es, wenn man den direkt ins Klo macht, aber auf jedenfall kippen wir den Windelinhalt oder Töpfcheninhalt da rein, weil: da gehört es hin.

    Ich finde es auch in der Kombination mit der Eingewöhnung gar nicht so ungeschickt ehrlich gesagt. Also, klar ist sie noch klein genug, dass da nix klappen muss, aber doch auch alt genug, dass es klappen kann. Und in der Kita ist ja alles irgendwie anders als zu Hause. Das muss man als Kind irgendwie alles verarbeiten und damit umgehen lernen. Das Thema könnte sich da auch elegant und geräuschlos einfach einreihen.


    Aber eben: könnte. Das hängt aus meiner Sicht wirklich davon ab, wie die Grundhaltung der Erzieherinnen zum Thema ist und wie sie in der Situation dann mit dem Kind sprechen. Wie wird sonst mit der Selbstbestimmung so umgegangen bei den Kindern? Wird ein kindliches Nein als Willensäußerung akzeptiert und gefördert? Auch, und gerade, Erwachsenen gegenüber? Da lohnt es sich glaube ich, hinzuschauen und das losgelöst vom Töpfchen Thema in Erfahrung zu bringen. Denn dass hat ja auf sehr viel mehr in den nächsten Jahren Einfluss.

  • Da würde ich tatsächlich im Gespräch unter Erwachsenen auch versuchen wollen, herauszuspüren, wo die Motivation herkommt. Ich hätte ein Problem damit, wenn ich merken würde, dass es hier darum geht, so schnell wie möglich Erleichterung im Gruppenalltag zu erlangen. Wenngleich ich sehr viel Verständnis für dieses Motiv hätte, würde ich dann davon ausgehen oder befürchten, dass in stressigen Momenten dann nicht mehr Zeit gelassen wird, oder zumindest zwischen den Zeilen Druck aufgebaut wird, den das Kind dann spürt, weil die Erzieherinnen dann doch genervt reagieren oder sich zu Nebensätzen hinreißen lassen. Dann ginge es nämlich um Erfolg oder Versagen.

    Das ist denke ich durchaus ein Hintergrund, eben die Erleichterung für das Personal.

    Hab ich auch volles Verständnis dafür, aber nicht zu Lasten meines Kindes.

    Und es kam gestern schon recht genervt rüber als es hieß, sie haben es zweimal probiert und sie sagt immer noch Nein.


    Ich bin halt erstmal defensiv geblieben und hab gesagt, wir kennen das und dass ein Nein von uns auch definitiv akzeptiert wird.


    Und der Übergang von Anbieten zu Druck aufbauen ist halt echt schmal #hmpf

    Ich war ja beim ersten Mal dabei, da ging es mit Puppe und Topf ins Bad, Puppe auf den Topf, Frage, ob sie aufs Klo will. Wollte sie nicht und da war es schon eher dieses "komm, versuch es doch Mal, wir ziehen mal die Hose aus, möchtest Du es nicht versuchen, guck, die Puppe macht das auch, ..."


    Ihre Erzieherin ist wirklich lieb und zugewandt und gibt sich echt Mühe, sie bei den vielen Großen zu integrieren, aber bei dem Thema hab ich halt seit dem ersten Gespräch dazu das Gefühl, es ist lästig und soll bitte eher früher als später durch sein.


    Aber ich kenn eben auch mein Kind, die verweigert bei Druck.


    Ich hab es zu Hause auch thematisiert, hab gesagt, dass sie gefragt wird, hab aber auch gesagt, dass es OK ist, nein zu sagen #heilig

    Und da hat sie auch gesagt, sie geht nicht aufs Klo in der Kita #weissnicht


    Etwas OT: Beim ersten Mittagessen hat sie sich zB Füttern lassen, sie kann aber selber essen und das auch gut.

    Hab ich ihr erklärt, dass das in der Kita doof ist, weil ja auch andere Kinder Hilfe brauchen und dass sie bitte selber essen soll. Daheim füttern ist OK. Seit dem nächsten Tag isst sie alleine, zu Hause weiterhin nicht. Sie kann das differenzieren und versteht es auch und macht es auch, wenn sie es kann.

  • BeautyOfMars ich würde dich und dein Kind so gerne mal in echt kennen lernen. Es ist, wie mein Mädchen in klein. Die Geschichten könnten echt 1:1 von mir sein. #taetschel

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Das klingt tatsächlich nicht so toll und eher so als ob da zu viel Druck aufgebaut wird. Sie ist ja scheinbar auch schon weit entwickelt in manchen Bereichen, also sprachlich und das sie das alles schon so klar spüren und benennen kann. Und dann in der Gruppe für die Großen, vielleicht verschätzen die Erzieherinnen sich da und meinen deshalb das es doch gehen müsste. Aufs Klo gehen ist ja auch mehr als nur den Zeitpunkt spüren dafür. Vielleicht muss sie einfach noch ein bisschen Vertrauen finden und dann geht es wahrscheinlich Mal ganz schnell. Das wäre ja dann schade, wenn man das vorher "kaputt" gemacht hat.

  • Ich finde das was zu beschreibst BeautyOfMars auch zu viel Druck.


    Bei unserem Kindergarten werden die Kleinen gefragt, ob sie bei den Großen zum auf Toilette gehen mitkommen wollen, nachgefragt wird bei „nein“ nicht. Die sind da wirklich sehr zurückhaltend. Als es bei meinem Großen öfter mal Unfälle gab, hab ich die Erzieherinnen gebeten, ihn öfters mal zu erinnnern und das wurde mit der Begründung abgelehnt, das würde Druck aufbauen und sei von der Senatsverwaltung untersagt #blink


    Ich würde freundlich aber klar kommunizieren, dass es schön ist, dass deine Tochter bei der Gruppe der größeren Kinder ist (ist für die Kita halt auch günstiger, weil der Betreuungsschlüssel höher ist als in der Krippe), aber dass sie nicht erwarten können, dass sie alles wie 3jährige Kinder machen kann, du erwartest, das darauf Rücksicht genommen wird und keinen Druck beim Sauberwerden möchtest. Ich finde es auch schwierig, solche Sachen anzusprechen, gerade wenn man ganz neu ist und sich nicht gleich unbeliebt machen will, aber ich denke, sonst werdet ihr da nicht glücklich.

  • Ich war ja beim ersten Mal dabe

    Ah, OK. Das hatte ich so nicht richtig verstanden.


    Und der Übergang von Anbieten zu Druck aufbauen ist halt echt schmal

    Ja, das ist es eben. Und wenn es grundsätzlich den Eindruck macht, dass das Windelthema die Erzieherin eigentlich nervt, dann wird sie das auch im Alltag wohl nicht lange verbergen können.

    Die Frage ist halt, ob man daran viel ändern kann. Denn wenn das so eine grundsätzliche Einstellung bei jemandem ist, wird man die nicht mit einem Gespräch ändern können.


    Dennoch würde ich es unter den Umständen wohl auch ansprechen und finde Esthers Formulierung gut. Auch Kuekenmamas Erklärungsansatz könnte plausibel sein. Wenn viele andere Sachen schon sehr gut gehen, werden Kinder oftmals überschätzt.


    Ich würde mich wohl in einem Gespräch langsam herantasten. Vielleicht reicht ja schon der Hinweis darauf, dass sie eben noch nicht drei Jahre alt ist, als Erinnerung, dass sie darauf wieder mehr Rücksicht nimmt. Und ich würde wohl auch ein Signal setzen wollen, dass ihr gerne bereit seid, das Thema anzugehen und euch daher wünscht, dass es nicht in eine Blockade Haltung endet, weil der Druck zu hoch ist.

    Ich denke halt immer, dass Erzieherinnen mit Berufserfahrung schon so viele Eltern und Ansichten gesehen haben und sie mich ja auch erstmal nur sehr oberflächlich kennen, so dass da vielleicht auch einfach manchmal eine Schublade aufgeht. Da finde ich so ein Brücken bauendes Signal wichtig. Man muss ja schließlich noch länger miteinander auskommen.


    Also, keine Frage, es geht vordergründig um das Bedürfnis des Kindes, aber man muss halt auch irgendwie schauen, wie man das Gegenüber auf seine Seite bringt.

  • Ich finde irgendwie das Argument mit der Mehrarbeit für's Wickeln schwierig. #gruebel

    Ich bin selbst Erzieherin in einem Kindergarten, der Kinder ab zwei nimmt. Da sind immer auch noch Wickelkinder dabei. Und lieber wickele ich ein Kind ein, zwei Mal am Vormittag, als dass ich es mehrmals erinnern, auf die Toilette begleiten und umziehen muss, wenn es dann doch nicht geklappt hat.

    Also, klar, wenn das Kind keine Windel mehr will und auf die Toilette gehen will (!), dann unterstütze ich es selbstverständlich sehr gern dabei und dann stört mich auch die "Mehrarbeit" nicht. Aber ein Kind, das keinerlei Interesse daran zeigt, möglichst schnell "trocken zu kriegen"?! Ich sehe darin irgendwie für niemanden einen Vorteil.

    Und ich bin sehr froh, dass es bei uns die "Wir nehmen nur windelfreie Kinder" Regel nicht gibt. Dann wär mein Großer nämlich erst mit fast 5 in den Kindergarten gekommen. #zwinker

  • Der betreuungsschluessel bei älteren ist ja nochmal anders. Wenn da viele Wickel Kinder dabei sind, fällt da dann doch einiges runter. Deshalb kenne ich es so, dass die wickelkinder noch etwas länger in den Krippen bleiben.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Ja, das verstehe ich schon. Aber ein Kind, das noch nicht zuverlässig trocken ist, aber keine Windel mehr trägt, macht ja mehr "Arbeit", als eines, das noch Windeln trägt. Von daher verstehe ich diesen Druck nicht, dass ein Kind jetzt unbedingt ohne Windel sein soll, wenn es einfach noch nicht so weit ist... Abe ich bon vielleicht auch ein bisschen verwöhnt, was den Betreuungsschlüssel angeht. Wir haben in der Regelgruppe 21 Kinder und meistens sind 3 Erzieher*innen und oft noch ein*e Praktikant*in da...

  • ist für die Kita halt auch günstiger, weil der Betreuungsschlüssel höher ist als in der Krippe


    Der betreuungsschluessel bei älteren ist ja nochmal anders. Wenn da viele Wickel Kinder dabei sind, fällt da dann doch einiges runter. Deshalb kenne ich es so, dass die wickelkinder noch etwas länger in den Krippen bleiben.

    Ja, der Betreuungsschlüssel ist anders, das stimmt, wobei sie in der Gruppe trotzdem als Krippenkind zählt und für sie rechnerisch ein anderer Betreuungsschlüssel angesetzt wird als für die größeren Kinder.


    dass sie nicht erwarten können, dass sie alles wie 3jährige Kinder machen kann, du erwartest, das darauf Rücksicht genommen wird und keinen Druck beim Sauberwerden möchtest.

    ja, vielleicht muss ich das nochmal deutlicher sagen...

    Vielleicht reicht ja schon der Hinweis darauf, dass sie eben noch nicht drei Jahre alt ist, als Erinnerung, dass sie darauf wieder mehr Rücksicht nimmt. Und ich würde wohl auch ein Signal setzen wollen, dass ihr gerne bereit seid, das Thema anzugehen und euch daher wünscht, dass es nicht in eine Blockade Haltung endet, weil der Druck zu hoch ist.

    In die Richtung hab ich es schon formuliert, also schon vermittelt, dass wir dran sind und das Thema im Blick haben.

    Soll ja keiner glauben, wir sind völlig ignorant #zwinker

    Aber das scheint noch nicht ganz anzukommen.


    Und ja, vllt überschätzen sie sie da auch einfach, weil sie sonst recht unkompliziert mitläuft zur Zeit.


    Aber ein Kind, das keinerlei Interesse daran zeigt, möglichst schnell "trocken zu kriegen"?! Ich sehe darin irgendwie für niemanden einen Vorteil.

    genau so denke ich das auch.

    Begründet wird dann halt auch damit, dass ja eine Erzieherin für x Kinder zuständig ist und sie durch das Wickeln dann gebunden sind und nicht für die anderen da...

    Das sind sie aber auch nicht, wenn sie ihr auf der Toilette helfen und sie im Falle dass es schief geht komplett Saubermachen und Umziehen müssen...

  • Begründet wird dann halt auch damit, dass ja eine Erzieherin für x Kinder zuständig ist und sie durch das Wickeln dann gebunden sind und nicht für die anderen da...

    Das sind sie aber auch nicht, wenn sie ihr auf der Toilette helfen und sie im Falle dass es schief geht komplett Saubermachen und Umziehen müssen...

    Ja eben! Genau das meine ich! Daher verstehe ich diese Begründung auch einfach nicht...

  • Sorry, dass ich Deinen Thread so kapere, Muffelpuffels #schäm


    #haareIch glaube, ich muss bei dem Thema sofort ein großes Stopp verhängen.

    Kind krank, gestern Notdienst, Urinprobe erforderlich, hat nicht geklappt.

    Neuer Versuch heute früh, aus dem Bett, sofort Windel runter, versucht sie auf den Topf zu setzen, keine Chance, völliges Drama, Waschbecken zum Patschen angeboten, war OK, bis sie sichtlich musste, aber keine Chance.

    Hab dann schlussendlich unter Tränen und großem Protest doch einen Urinbeutel geklebt und sie wollte nicht reinmachen #haare Nach einer Stunde hat sie so geweint, weil sie musste, aber nicht wollte und irgendwann konnte sie es nicht mehr halten und hat weinend doch gepullert. #crying #crying #crying


    Bisher hat sie sich zumindest zum Spaß auf den Topf gesetzt, heute war jetzt echt alles sofort Alarmstufe Rot, das kenn ich überhaupt nicht von ihr.


    Sie (und wir) brauchen ne Pause von dem Thema...

  • Oh weh BeautyOfMars , das klingt wirklich nach einer dringenden Pause! #knuddel

    Gute Besserung für das Marsmädchen und euch wünsch ich, dass ihr dem Kindergarten ganz deutlich klarmachen könnt, dass es jetzt einfach noch nicht dran ist, dass das Marsmädchen auf die Toilette geht!