Tragen und Milchstau

  • Es ist bei mir zwar schon Ewigkeiten her - Tochter feierte im Mai ihren 16. Geburtstag, aber ich kann mich entsinnen, dass ich die ersten zwei Monate quasi wöchentlich Milchstaus bis hin zur Brustentzündung hatte. Die Gründe dafür konnte ich nie rausfinden, es war halt so - den Verdacht hatte ich durchaus bei Kleidung. Geholfen haben Retterspitzwickel bei den ersten Anzeichen und Ibumentin. Es hörte dann plötzlich auf und die restlichen Jahre war dann nichts mehr.


    Stress zwanghaft vermeiden zu wollen, macht definitiv noch mehr Stress - von daher empfehle ich eher, das zu tun, wo du das Gefühl hast, dass es dir gut tut und wenn das Rausgehen, Besuche empfangen oder was auch immer ist, dann ist das sicher besser als dich damit zu stressen, das zu vermeiden.

  • Rückentragen geht auch schon bei so kleinen Würmchen, ich würde es aber mit der Trageberaterin üben.

    Ich kann aber total nachvollziehen, dass du das kleine Marsmädchen lieber kuschelig vorne und selber tragen möchtest #love das ging mir auch so.


    Ich drücke dir die Daumen, dass es bald aufhört, Milchstau braucht doch echt niemand.

  • Ich verstehe echt, dass Frauen bei sowas kapitulieren und Abstillen.

    ich hab mich mal mit einer Stillberaterin unterhalten und meinte da: "Blöd, dass so viele nach 4 Monaten abstillen. Dann haben sie ja nur die stressige Zeit erlebt und gar nicht die, in der es so viel unkomplizierter wird"


    Bei mir waren es wunde Brustwarzen und ich hatte es immer so schwer mit der richtigen Stillposition. Und es stimmt. Nach 3 bis 4 Monaten erntet frau die Früchte für diese schwierige Zeit. Dann ist das Stillen plötzlich so viel einfacher, als alles andere. Aber die erste Zeit ist auch ohne Milchstau und sonstige Probleme einfach die schwerste beim Stillen.


    #kuss

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Rückentragen ist dann für später die Option. Noch ist sie zu klein dafür.

    Gerade im Tuch geht das Rückentragen von Anfang an. Da nimmt man den einfachen Rucksack und legt sich das Baby im Tuch über den Unterarm auf den Rücken. Da muß das Baby noch keine Kopfkontrolle haben. In der Trage bekommt man sie anfangs nicht ohne Hilfe auf den Rücken. Zumindest kenne ich da keine Variante.

    Ich habe eine Freundin, die auch immer extrem von Milchstaus geplagt ist, auch beim Tragen. Da kann ich auch nochmal fragen, ob der noch was einfällt.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker

  • Wahnsinn, dass es durchaus so lange dauert bis sich das eingespielt hat.

    Die wunden BW kenne ich auch zur Genüge. Aber auch da sind wir dran und haben bei der Osteopathie wahrscheinlich den Grund gefunden.

    Ich kämpfe weiter ums Stillen. Mein Mann hat auch schon gesagt, er ist stolz, dass ich so kämpfe.

  • Wir haben ja auch etliche Wochen gekämpft, bis das Stillen einfach nur schön war. Zuerst wunde Brustwarzen, dank Lasern und Stillhütchen bekamen wir das in den Griff und dann eben die immer wiederkehrenden Brustentzündungen/Milchstaus in den ersten 2-3 Monaten.


    Das Stillen war am Anfang einfach nur schmerzhaft (und ich hatte immer nur Bilder von entspannt stillenden Frauen vor mir) - ich glaube, wenn man Mütter nicht im Glauben lässt, dass Stillen von der ersten Sekunde an einfach nur schön und angenehm ist, dann würden weniger frustriert aufgeben, wenn es am Anfang nicht funktioniert. Es ist einfach ein Prozess bis es sich einspielt und wenn man darauf eingestellt ist, dass es am Anfang schwer ist und dann problemlos läuft, kann man sich darauf einstellen. Wir haben danach in Summe vier Jahre gestillt.

  • Rückentragen im einfachen Rucksack geht ab ca. sechs Wochen bei den meisten Kindern.


    Ich kann verstehen, dass Du so gerne tragen und kuscheln magst. Das kommt sicher auch noch! Der Körper reagiert nicht immer gleich. Wenn Du aber gerne mehr raus magst ist für jetzt vielleicht eine Option, dass Dein Mann mehr trägt? Und Du kannst dafür die ganze restliche Zeit ohne Trage auf dem Sofa kuscheln?


    Die Psyche, ja. Da wirst Du wahrscheinlich zur Zeit einiges zu tragen haben. Ein Grund mehr zu machen, was Dir gut tut. Zu erspüren, was das gerade ist, ist bestimmt nicht so einfach.


    Hilft es Dir zu wissen, dass Du ja gerade noch am Ende von Wochenbett bist? Dein Körper hat mit Schwangerschaft und Geburt so viel geleistet, und leistet weiterhin wir Stillen und sich ums Baby kümmern. Du machst so viel gerade, man sieht es halt von aussen nicht so gut.


    Alles Liebe Euch!

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Hilft es Dir zu wissen, dass Du ja gerade noch am Ende von Wochenbett bist?

    Ich weiß das im Grunde, aber ich steh mir da mit meinem eigenen Perfektionismus auch im Weg.

    Ich lerne grad mühselig, auch Hilfe anzunehmen und dass es zB kein Versagen ist, wenn ich mir die Babyschale zum Auto tragen lasse, weil mein Papa grad da ist.


    Mein Mann trägt auch gern - zum Glück. Mal sehen, wir testen jetzt einfach weiter in kleinen Schritten, 1,5 Stunden gestern waren vllt auch einfach bisschen lang...

    Ich war bis zur Geburt noch fast täglich spazieren, das fehlt mir und ich bin dann froh, wenn wir unterwegs sind und laufe dann auch einfach gern länger#rolleyes


    Den Rucksack hab ich mir angeschaut - ich glaube, das trau ich mir noch nicht. Erstmal das Känguru testen.


    Ich danke Euch allen für den vielen Input und die vielen lieben Worte.

  • Fürs Rucksack binden mit Mini-Baby würde ich mir tatsächlich Rat von einer Trageberatung holen. Nicht weil ich es dir nicht zutraue, aber man hat ja am Anfang schon krass Angst, dass man da was falsch macht und das Baby ..."kaputt macht" ;) Da kann so eine Expertin dabei einfach mehr Sicherheit geben.

    Zu Milchstaus kann ich nichts sagen, hatte aber auch in diesem Zeitraum immer Mal wieder Probleme mit Wunden Brustwarzen und denke im Nachhinein, dass es einfach Zeit brauchte sich einzupendeln. Ich drücke dir die Daumen, dass es sich noch reguliert.

  • Meinen ersten Milchstau hatte ich auch, weil ich mich maßlos übernommen hatte. Dabei ging es mir doch so gut, ich hatte einen Babysitter, Baby auch ca 2-3 Monate alt und war zum ersten Mal wieder alleine spazieren. (ich musste mich in der Schwangerschaft sehr schonen und hatte Nachholbedarf). Tja, das war dann doch zu viel geworden obwohl es mir gut getan hatte- auch so 90 Minuten werden es gewesen sein.

    Es wird sich bei Dir einpendeln, gute Besserung und gutes Tragen und stillen.

  • Außer Lecithin könntest du mal gucken, ob du evtl viele gesättigte Fettsäuren zu dir nimmst, zB in Form von Schokolade o.ä. ich habe dann Nüsse gegessen für den schnellen Energieschub. Geht natürlich nur, wenn keine Allergien vorhanden sind...

  • ich hatte auch immer Milchstaus wenn ich mir zu viel zugemutet habe. Körperlich und/ oder psychisch. Hat ganz schön lange gedauert bis ich das verstanden habe und ich arbeite auch jetzt, nach dem Abstillen, noch daran, die Signale meines Körpers besser wahrzunehmen. Geholfen hat bei mir immer absolute Bettruhe bis alle Symptome weg waren, und Bettruhe genießen und mich nicht mehr stressen.

  • Und dann eben fleißig stillen oder ggf pumpen.

    Kannst Du von Hand ausstreichen? Da gab es irgendeine Technik, mit der ich das ziemlich gut hinbekommen habe und sehr gezielt bestimmte Bereiche der Brust ausstreichen konnte. Ist aber lange her, ich komme so spontan nicht auf den Technik-Namen.

  • Jette


    Manchmal klappt das, aber auch nicht immer. Teilweise finde ich es auch einfach nur unangenehm.

    Wenn es akut ist, klappt aber auch pumpen nur begrenzt, am besten ist doch Stillen. Pumpen hilft, wenn der schlimmste Teil vorbei ist.