Unterschenkel taub - Erfahrungen?

  • Hallo liebe Raben,


    ich schreibe, weil mein Mann seit 1,5 Wochen ein gesundheitliches, nicht erklärbares Problem hat und (genderkacke, aber ich sage jetzt einfach typisch Mann) nicht zum Arzt gehen will. Vielleicht gibt es hier ja Tipps von dem ein oder anderen.


    Mein Mann hat vor 1,5 Wochen bei meinen Schwiegerleltern ein Kabel für den Mähroboter im Garten verlegt, kniete also stundenlang (in der prallen Sonne). Nach dem ersten Tag begann es: Sein Unterschenkel war bis zur Hälfte taub an der Haut, wie als wäre es eingeschlafen, nur ohne das Kribbeln, das beim Aufwachen entsteht. Einen Tag ging es sogar bis zum Knie, glücklicherweise wurde es jetzt aber wieder besser und ist wieder nur vom Mittelfuß bis zur Hälfte des Unterschenkels. Es könnte sich um Pflanzengift handeln, eingeklemmten Nerv oder einen Insektenstich - das sind derzeit unsere Ideen, aber nichts was uns jetzt sagt "das ist es!". Mein Mann vermutet einen Insektenstich, da letztens bei einer heißen Dusche am Fußknöchel eine Stelle rot wurde, die aussah wie ein Insektenstich. Da es allerdings bereits so lange vorliegt und ich auch kein Insekt kenne, das so ein Symptom auslöst, bin ich ratlos.


    Er arbeitet immer viel und kann Ärzte nicht leiden, daher hab ich es bisher nicht geschafft, ihn zum Arzt zu schleppen.


    Habt ihr schonmal ähnliches erlebt? Tipps?

  • Mit den Worten: "Uh... das könnte auch eine Embolie sein" und einem ernsten Gesicht zum Arzt schleppen, fällt mir da nur ein.


    Ich würde es abklären lassen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Klingt wie eine Peronäusläsion, die kommt vom Arbeiten mit langem Knien und geht nach ein paar Tagen bis Wochen weg. Hat er vielleicht auch noch eine leichte Lähmung der Zehen- oder Fußheber? Wenn dann auch noch das Gefühl zwischen dem ersten und zweiten Zeh erhalten ist, während ein großer Teil der Fußrückens taub ist passt es richtig gut, aber es kann auch immer nur ein Teil davon vorhanden sein.

  • Talpa das hört sich wirklich gar nicht gut an, das würde ihn tatsächlich zum Arzt schaffen!


    janos da müsste man dann ja doch nicht zum Arzt, oder? Gibt es irgendwas mit den man das testen könnte? Würde tatsächlich wie die Faust aufs Auge passen. Ich hab allerdings etwas Angst, dass es etwas anderes ist und er dann nicht zum Arzt geht... Ach Mensch, so unbekannte Sachen sind total blöde

  • Ich halte es auch - ganz laienhaft - für eher harmlos. Meinen auch eher arzt-ängstlichen Mann kann ich mit Horrorszenarien eher zum Doktor treiben...

  • Bei tauben Stellen an den Füßen denk ich immer an Polyneuropathie. Mein Papa hat das. Ich weiß aber nicht ob es dafür einen Auslöser gab, oder ob sich das so schleichend entwickelt hat.

  • Talpa das hört sich wirklich gar nicht gut an, das würde ihn tatsächlich zum Arzt schaffen!


    janos da müsste man dann ja doch nicht zum Arzt, oder? Gibt es irgendwas mit den man das testen könnte? Würde tatsächlich wie die Faust aufs Auge passen. Ich hab allerdings etwas Angst, dass es etwas anderes ist und er dann nicht zum Arzt geht... Ach Mensch, so unbekannte Sachen sind total blöde

    Ne, zum Arzt muss man nicht damit, der Neurologe könnte es messen und damit eine sichere Diagnose stellen. Eigentlich kann er damit zuwarten, wenn sich nach drei Wochen so gar nichts tut muss man neu überlegen. Aber es ist ja jetzt schon besser als am Anfang, also passt das schon


    Er soll gucken, dass er nicht umknickt, das sind so Kandidaten, die sich dann schnell mal den Knöchel brechen, weil der ein bisschen instabil ist. Also feste Schuhe tragen lassen und Tee trinken.

  • Danke für die Ideen! Ich glaube es handelt sich tatsächlich um eine Peronäusläsion. Mein Mann hat am gleichen Bein auch einen verwachsenen Knochensplitter aufgrund eines Autounfalls. Es könnte sein, dass der auf den Nerv drückt, gerade nach der langen Gartenarbeit. Wir werden es wohl weiter beobachten, aber sollte sich irgendetwas verschlechtern, scheuche ich ihn zum Arzt.


    Vielen Dank :)