Ultraschall alle 2 Wochen ab 32. Woche

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ich hatte gerade Feindiagnostik bei 20 Wochen und alles war okay, inklusive Doppler der Uterus-Arterien so dass Plazentaprobleme bis mindestnes 34 Wochen auszuschliessen sind (O-Ton Hochrisikoperinatologin). Es war so dass mein Screening im ersten Trimester zeitunguenstig lag - Papp-A and Beta HCG bei knapp ueber 10 Wochen gemessen, allerdings mit einer SSL beim Ultraschall 1.5 Wochen spaeter korreliert wurde (also 10+3 Blutwert mit Mittelwerten von 12+2 berechnet = natuerlich katastrophales Ergebnis)... Aufgrund des Ergbnisses wurde mir Diagnose niedriges Papp-A verpasst und ich sollte erst mal taeglich Aspirin nehmen, was bald abgesetzt wurde weil es starkes Nasenbluten und Magenblutungen hervorrief (in 81mg Dosis)... Mit Haemoglobin und Haematrokrit Abfall ins Bedenkliche.


    Nun gut, es wurde nun ein dritter Ultraschall fuer 32 Wochen empfohlen, und das ist auch ok, allerdings meinte dann die Spezialistin dass es keine Richtlinie gaebe, was danach passiert. Standard sei keine weiteren Untersuchungen wenn das Wachstum unauffaellig ist. Das waere meine Praeferenze. Mehrere Praxen in meiner Gegend empfehlen alle 2 Wochen einen Ultraschall mit Wachstumsmessung, Fruchtwassermessung und Belastungsstest CTG fuer das Baby ("biophsyical profile"), andere Praxen empfehlen es jede Woche. Ich habe nun schon genug gelesen, wie solche Fruchtwassermengen und CTGs variieren koennen und auch vom Beobachter abhaengig sind, und dadurch Gefahr besteht, ungewollt eine Einleitung verpasst zu bekommen... Natuerlich will ich das Beste fuers Baby, aber die woechentlichen oder alle 2 Wochen Tests scheinen mir ab 32 Wochen trotz unauffaelligen Ultraschalls bei 32 Wochen viel zu invasiv. Ich lebe in den USA, hier sind sie eh sehr invasiv und man muss schon arg aufpassen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Diagnose oder aehnlichen Umstand und wie lief das bei Euch? Ich konnte bei Google nix finden, ausser den australischen Standards und die meinen auch, wenn alles prima ist, Schwangere in Ruhe lassen und keine weiteren Tests (hier: https://www.sahealth.sa.gov.au/wps/wcm/connect/067b598044c1bda7b0a5fd3f59363f11/Management+women+with+low+PAPP+A+and+normal+chromosomes_21062016.pdf?MOD=AJPERES&CACHEID=ROOTWORKSPACE-067b598044c1bda7b0a5fd3f59363f11-n5hPWov).


    Vielen Dank!

  • Meine Kinder wurden in den USA geboren und ich hatte 1 bis zwei Ultraschall pro Kind. Manchmal einen im ersten Trimester; aber bei zweien nur das organ screening zwischen18-22. Woche. Einer Freundin zur Folge, die I’m Frühjahr ihr Kind gebar, war das auch da immer noch so: ein Ultraschall. So Lange es keine Probleme gibt, war es das.


    Das mit dem Geburtsdatum bestimmen ist ja eh so ne Sache, so genau sind die nicht und dann werden eh nur 5% aller Babies am Termin geboren.


    Vor der Geburt hatte ich auch nie ein ctg, ich dachte immer das wäre was deutsches, die so häufig zu machen?


    Mein Eindruck ist, dass du da an ein sehr invasives Team geraten bist. Hast du ein midwife oder doula an der hand? Wo bist du denn? Was sagt dein Bauchgefühl?

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  • Ich finde die auch sehr invasiv! Mein letztes Kind wurde im Geburtshaus mit Hebammen geboren - da wurde ich mit 38 Wochen zum Ultraschall geschickt weil der Fundusstand nicht wuchs, aber es war nur dass das Baby engaged war, und deren Backup Gyn war auch total relaxed. CTG hatte ich nie (und das ist mein 3. Kind nun :) ). Geburtstermin wird wenigstens nicht bestritten, (ist auch Eisprung basierend), wurde nur beim ETS halt nicht beruecksichtigt. Das Problem ist, ETS und Feindiagnositik machen hier nicht die normalen obgyns, sondern nur perinatologists...


    Lebe nun in einem anderen Staat. Ich habe diese Schwangerschaft mit obgyn begonnen, aber nach zwei Terminen habe ich zu Hebammen gewechselt. Die Dame hat mir arg aufgestossen aus mehreren Gruenden (obwohl ihre Praxis pro natural birth ist): mein erster TSH Wert war GANZ LEICHT erhoeht, mit normalen T4, da sollte ich Euthyrox nehmen. Da habe ich erst mal die deutschen als auch die Ami Richtlinien durchforstet und Medis werden ueberhaupt nicht empfohlen, sondern repeat Messung mit Schildduresenantikoerpern. Rauskam: TSH normal, T4 optimal und nix mit Antikoerpern, worauf sie meinte "I am okay with you not taking meds." (fand schon die Formulierung fragwuerdig). Das naechste Ding war eben der verfuschte Erst Trimester Screen, worauf sie wollte, dass ich 182mg Aspirin nehme (obwohl ACOG 81mg empfiehlt, es wurde keine Studie und nix genannt), und sie gleich meinte ab 32 Wochen woechentliche Checks ("I will have you come in weekly!"). Das war fuer mich der Sargnagel und hab nur red flags gesehen... Ich bin super konservativ mit Medis in der Schwaschaft, und wuensche mir eine Hebi/Arzt die meine Wuensche respektiert, auch wenn es nicht mit ihren uebereinstimmt.


    Die Hebis sind ganz cool und arbeiten mit backup obgyns im KKH die nur im Notfall hinzugezogen werden. Ich hab jetzt erst wieder Termin am Telefon, und erst persoenlich wieder bei 28 Wochen wegen Corona. Ich werde das da anbringen und diesen flow chart der Australier hinzuziehen. Die Perinatologin fuers 20 Wochen Screen war wenigstens respektvoll und meinte das sind die drei Vorgehensweisen, und als Kompromiss mit meinem Mann (er ist selber Arzt) ist ein 32 Wochen US von mir aus ok, aber wenn da alles klar ist, weigere ich mich, weitere US und dann CTGs ohne Grund zu machen.... Ich find alle extra Tests extrem belastend - less is more.... Deshalb wollte ich mal checken, was in Dland so Sache ist und wie das andere erlebt haben - in den USA selber gibt es eben keine Richtilinie zum Thema.

  • Ich würde wohl versuchen zu wechseln. Denn meine Bedenken sind, dass sie dann auch unter der Geburt so sind und dich eben schnell überweisen, wenn auch nur irgendwas nicht ganz perfekt ist und nach Plan.


    Als guideline kenne ich zb nur, dass die Krankenkassen planmäßig nie mehr als 1-2 Ultraschalls gezahlt hätten. Das sagt auch die AA of ob gyn https://www.acog.org/patient-r…ocedures/ultrasound-exams

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  • Die Hebammen wissen noch nix davon, der Termin fuer 20 Wochen war noch mit der alten Gyn gemacht worden... DIe Hebis haben auch in-house Aerzte, und mal schauen, was wir besprechen werden.... Ihre Statistiken sind ganz beruhigend, nicht so gut wie Hausgeburt, aber die niedrigste Csection/Epi rate im ganzen Umkreis. Froh bin ich nicht darueber, ich wuerde lieber ins Geburtshaus, aber da hat mein Mann Angst davor (Anmerkung: das ist mein zweiter Ehemann, und selber als Arzt halt in diesem System "entstanden"). Ich hab schon meine Sorgen wegen Geburt, aber habe einen guten Birth Plan und werde so spaet wie moeglich dorthin fahren, es ist das beste, was ich in dieser Situation machen kann leider. Die obgyns hier in meiner Gegend schmeissen mit Ultraschall nur so um sich, und die meisten Patientinnen erwarten das auch noch regelrecht. Die Hebamme bot bei 16 Wochen eins an weil ich ja neue Patientin dort war, aber ihr war es schnuppe als ich meinte nein danke so wenig wie moeglich bitte.


    Ich wollte gern hoeren, ob Ihr sonst Erfahrungen mit management von niedrigen Papp-A habt? Ich fuehle mich besser gewappnet, die Diskussion beim 32 Wochen US (wenn er gut ausfaellt, was ich annehme) mit Daten zu handhaben. Da ich quasi gegen zwei Aerzte argumentieren muss dann... Wuerde gerne Erfahrungen aus Deutschland hoeren oder falls jemand vom Fach ist, was Ihr darueber denkt.

  • Der PAPP-A Test ist in Deutschland IGEL Leistung und muss selbst gezahlt werden. Die Nacken Falten Messung wird ab 35 gezahlt, meine ich. Beides sind halt nur Hinweise und keine eindeutigen Indizien für mögliche trisonomie. Aber das ist ja nicht das einzige, was ein niedriger papp-a besagt. Er korreliert mit Wachstums Problemen beim Kind, Blutdruck Problemen bei der Mama. Deshalb wohl auch des Scan um 32 Wochen und dann guckt man da weiter, wie das ergebnis dannn ist.


    Der Teamwechsel klingt doch erstmal gut.


    JooBoo kann vielleicht noch was dazu schreiben? Ich meine, sie wäre vom

    Fach?

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  • Genau - das wuerde ich gern wissen. Chromosomal ist alles okay, wir hatten einen NIPT Test und alles normal im Feinultraschall inklusive uterine artery pulsatility... Ich denke eben der Test war nicht perfekt gelaufen und ich moechte nun ungern extausend Ultraschalle und CTGs ohne Grund haben - in Australien scheint da ein Standard zu sein, und mal schauen, was er in Deutschland ist!


    Nachtkerze: Ich bin heilfroh um den Teamwechsel. Habe mich mega unwohl bei der anderen Dame gefuehlt - sie hat mir den ETS und Panorama aufgeschwatzt, obwohl Panorama ja echt gereicht haette und ich jetzt nicht den Aerger haette. Bin ueber 35, und meine KKV hat Panorama gezahlt, aber den quad screen musste ich mit $200 selber bezuschussen. Schoen in den Fuss geschossen #blink#confused#blink

  • nica82 ,ich kenne es auch nur so, dass - wenn das Baby sich gut entwickelt - nicht so häufig untersucht wird.

    Daher würde _ich_ nicht noch mehr US machen lassen.


    Allerdings würde ich mur nochmal den TSH ansehen. Denn wenn dieser über 2,8 mU/I ist, kann davon ausgegangen werden, dass er zu hoch ist.

    Und dann sollte spätestens etwas nach der Entbindung alle Schilddrüse Werte überprüft werden.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Bin ich. Aber nicht mehr aktiv in der schwangerenvorsorge tätig.


    Wenn in der 32. Ssw Wachstum, doppler und fruchtwassermenge ok sind, sind keine weiteren engmaschigen Kontrollen notwendig.

    So kenne ich es.


    Alles Gute für den nächsten Termin.

  • Danke! Da bin ich erst mal gewappnet.... Ich denke, in den USA wird Schwaschaft direkt als Krankheit behandelt, und viele Tests bringen einfach Kohle ein und Sicherheit gegen die wirklich frivolen Klagen.... Allein mein 10 Minuten US beim ETS fuer die Nackenfalte (sonst wurde nix gross gemessen, nur quickie check fuer SSL, Herz da, Gehirn da, ok) wurde meiner KKV mit $1,350 berechnet (plus noch extra fuer die Bluttests, von denen ich ja noch Zuzahlung hatte, also weit ueber $1,500 bloss fuer den Ersttrimestertest).... Ich werde halt die australischen guidelines parat haben als auch das, was in Dland normal ist, und auch dankend bei der Perinatologin einen weiteren Termin ablehnen und die letzten zwei Monate in Frieden geniessen.... Auch wenn mein Mann der Amimeinung ist lieber alles moegliche so viel und oft wie moeglich testen - das ist aber mein Koerper und diese unnoetige Testerei verursacht nur Stress und Unbehagen und ist bisher immer mit falsch positiv Ergebnissen daher gekommen.... #haare


    @ Martina: TSH war 2.8, 5 Tage spaeter 2.1, vier Wochen spaeter 1.34. Die Gyn wollte nicht noch mal messen, aber meine Hausaerztin schon. Sie hat gemeint, die Gyns sind so untrainiert was das angeht, TST und FT4 reichen ja gar nicht aus, Antikoerperstatus und FT3 muss auch ermittelt werden. FT4 is im oberen Drittel, also da wo es sein sollte, und FT3 ebenfalls, so dass da kein Handlungsbedarf ist. Sie hat dem Labor monatliche Orders gegeben so dass ich alle 4 Wochen testen kann wenn ich es moechte. Seit dem ersten Wert nehme ich ein Multivitamin mit Jod. Ich koche nur mit Natursalz und esse nix aus dem Meer oder Wasser- sie hat sogar einen latenten Jodmangel vermutet, aber nun da ich ein gutes prenatal Vitamin habe, scheint alles okay zu sein. Mein Haematokrit und Haemoglobin ein Monat nach Absetzen von Aspirin sind auch wieder im Mittelfeld, zum Glueck!

  • Falls jemand Erfahrungen selber gemacht hat, bitte melden :)


    Ich denke, ich habe mich zum Basis Ultraschall bei 32 Wochen entschieden. Es geht lediglich um Wachstum hier, und die Perinatogin will bei 32 Wochen einen erneuten, kompletten Feinultraschall machen von 45 Minuten. Es ist mir einfach zu viel. Ich werde stattdessen in der Hebammenpraxis einem Basisultraschall zustimmen (die Aerzte der Praxis machen das), das reicht aus finde ich, und Wachstumsprobleme waeren offensichtlich anhand von Roehrenknochen, Kopf- und Bauchumfang. Und wenn da alles okay ist, werde ich keinen weiteren US zustimmen, so lange Fundusstand schoen waechst.