Kita-Erzieherin hält Kinder nicht auseinander

  • J. Hat in der Schule eine beste Freundin. Sie hat einen anderen Vornamen, ähnliche Haarfarbe, aber sonst - größer, anderer Körperbau, wenig Ähnlichkeit. Der Nachname ist aber sehr sehr ähnlich. Tja, die beiden werden von ungefähr 50% der Lehrer gern mal miteinander verwechselt. Auch nach Jahren noch.

    Gut, die Lehrer haben deutlich mehr als 6 Schüler, aber trotzdem 🤷‍♀️


    Ansonsten - wir haben auch eineiige Zwillinge in der Familie, ich sehe diese selten und war heilfroh, als e. Eine zahnspange hatte. Das hab ich dann wenigstens auf den ersten Blick gesehen. Ich hab mir ganz viele Sachen gemerkt, l.. Hat muttermale in Form von xyz, e. Hat eine kleine Narbe, wenn wir uns sehen, merk ich mir gleich die Klamotten - sonst kann ich sie von hinten niemals auseinander halten. Sie sehen sich bis heute schlicht total ähnlich und da ich Gesichter schlecht erkennen kann, hab ich echt Probleme damit. Wir hatten mal das Thema Lehrer (Kindergarten ist zu lange her) und sie meinten auch, die meisten Lehrer haben Probleme.

    Mit verschiedenen Haarschnitten hätte ich dann übrigens keine Probleme, weil deutlich - aber sie haben die gleichen langen Haare.

    Ich hätte wohl irgendwie versucht, der Erzieherin das Leben durch absolut eindeutige Sachen zu erleichtern, alle Klamotten deutlich beschriften, mit ihr reden, wenn das nicht hilft, dann doch mal eine Ebene höher, wenn es nicht wenigstens etwas besser wird und man das Gefühl hat, es liegt am nicht wollen und nicht am nicht können.

    LG H. mit J. (16,5) und S. (bald 11)

  • Oder die Erzieherin konsequent mit dem Namen einer ihrer Kolleg*innen ansprechen, weil ist dir nicht so wichtig, sind doch alles Erzieher*innen? #angst

    Ich fürchte nämlich, dass das Erzählen eigener Kindheitserlebnisse bei dieser Person nichts bringt, so wie du sie hier schilderst.

    Ich würde mich da an Stelle der Erzieherin ganz schön passiv-aggressiv angegangen fühlen #eek Und dann wäre das auch nicht sehr erfolgversprechend und man hat vielleicht über Jahre schlechte Stimmung. Und wenn die Gesprächsebene gerade die ist, dass die Erzieherin gesagt hat, das Auseinanderhalten halte sie für nicht so wichtig, dann wäre das erstmal der Punkt, an dem ich ansetzen würde. Das ist der offizielle "Verhandlungsstand", alles was die ggf. mangelnde Motivation der Erzieherin angeht ist ja erstmal spekulativ (auch wenn Muffelpuffels schreibt, dass sie aufgrund mehrerer Indizien zu diesem Schluss kommt).

  • Dem kann ich mich voll anschließen - und ich kenne genug Eltern, die bei mehreren Kindern die Kinder durchaus auch mal mit falschen Namen anreden und nicht immer wissen, welches Kleidungsstück zu welchem Kind gehört.

  • enfj-a : Den #angst hast du gesehen? Ja, klar wäre das ziemlich passiv-aggressiv, aber wenn die Erzieherin nach Gesprächen, Bitten usw. (so habe ich jetzt zum einen die TS verstanden), würde ich sie vermutlich zumindest mal fragen, wie sie das fände, in der Hoffnung, sie so zu erreichen.

    Aber ich bin da evtl. auch etwas gebranntes Kind, da ich zu oft mit Menschen zu tun habe, die nicht auf die Idee kommen, dem Gegenüber könnte der eigene Name wichtig sein und den irgendwie aussprechen und das mit "ist doch nicht so schlimm, oder?" garnieren.

    Und ja, ich arbeite auch mit Menschen, derzeit permanent mit ziemlich vielen, deren Namen ich auch nicht immer sofort parat habe oder weiß und da frage ich nach, entschuldige mich usw.

    ich hatte mal eine Gruppe Jugendlicher, davon ein Drillingspäärchen, zwei davon habe ich echt konsequent verwechselt, egal wie viel Mühe ich mir gegeben habe, ich lag immer daneben. Ich habe das offen thematisiert, mich entschuldigt und um Verständnis gebeten. nach 1,5 Jahren habe ich sie dann unter hoher Konzentration endlich auf Anhieb mit dem richtigen Namen angesprochen #banane

    Und noch etwas zu Zwillingen: zwei meiner Nichten sind Zwillinge. Als sie klein waren, konnte ich sie auch kaum unterscheiden. Ich hab halt gefragt. Und ja, man kann auch schon Kinder mit 20 Monaten fragen, ob sie x oder y sind.


    Edit: Mich würde halt diese Ignoranz der Erzieherin unglaublich wütend machen. Mal verwechseln usw. kommt alles vor, aber das als unwichtig abtun, finde ich respektlos/wenig wertschätzend den Kindern gegenüber.

    Murmel 12/05 Murmelini 12/07


    Es gibt eben so wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol. (Sigmund Freud)


    262 Beiträge im alten Forum – war ich so stolz drauf, deswegen steht's jetzt hier. #baden

  • Ich würde der Erzieherin keine Absicht unterstellen; ihre Bemerkungen sind vielleicht eine ungeschickte Reaktion darauf, dass sie weiß, dass sie sich mit Namen oder der Unterscheidung schwer tut. Das mit den Kleidern finde ich auch nicht schlimm, mein Mann z.B. zieht unseren beiden Jüngsten (zwei Jahre Altersunterschied) ständig Kleider an, die dem anderen Kind gehören, er hat da irgendwie keinen Blick dafür.

    Ich würde der Erzieherin und auch dir das Leben erleichtern und es z.B. mit Namenskettchen und / oder unterschiedlichen Haarschnitten versuchen. Und dann bei verwechselten Kleidern ein Auge zudrücken, bei Schuhen nochmal bitten, die richtigen anzuziehen :)

  • Ich glaube wirklich, dass man es sich das als Aussenstehender nur sehr schwer vorstellen kann, wie man sich fühlt, wenn man nicht als eigenständige Person wahrgenommen wird. Das ist kein "mal", das ist ein "immer und überall". Leider ist das wirklich eine ganz fiese Zwillingsschublade, die da aufgeht. Viele finden das lustig oder zucken mit den Schultern und sagen: die sind sich einfach zu ähnlich.

    Es mag Zwillinge geben, die das lustig finden und die es darauf noch anlegen, die Mehrzahl aber (die ich kenn) findet das wirklich schlimm und verletzend.

    Kleidung verwechseln - geschenkt. Das war mir herzlich egal und wäre es mir auch jetzt, wenn ich Zwillinge hätte. Aber Jedes Kind MUSS als eigenständige Person wahrgenommen werden, es kann doch nicht sein, dass eine Erzieherin sagt das Auseinanderhalten sei ihr nicht so wichtig.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich würde der Erzieherin keine Absicht unterstellen; ihre Bemerkungen sind vielleicht eine ungeschickte Reaktion darauf, dass sie weiß, dass sie sich mit Namen oder der Unterscheidung schwer tut. Das mit den Kleidern finde ich auch nicht schlimm, mein Mann z.B. zieht unseren beiden Jüngsten (zwei Jahre Altersunterschied) ständig Kleider an, die dem anderen Kind gehören, er hat da irgendwie keinen Blick dafür.

    Ich würde der Erzieherin und auch dir das Leben erleichtern und es z.B. mit Namenskettchen und / oder unterschiedlichen Haarschnitten versuchen. Und dann bei verwechselten Kleidern ein Auge zudrücken, bei Schuhen nochmal bitten, die richtigen anzuziehen :)

    Das war auch mein Gedanke.

  • enfj-a : Den #angst hast du gesehen?

    Ja, gerade deswegen habe ich mich dann doch entschlossen zu schreiben, wie ich das empfinden würde. Mir schien das so, als wärst du selbst am Zweifeln, wie das rüberkäme, deswegen wollte ich schreiben, wie das z. B. bei mir ankommen würde.

    Aber ich sehe, dass wir uns da auch grundsätzlich unterscheiden, mich würde das z. B. nicht wütend machen. Deswegen gehst du da sicher auch anders ran als ich. Ich geh halt einfach immer erstmal davon aus, dass solches Handeln mit Blindheit zu tun hat, statt mit Blödheit. Hätte ich das nicht vor ner ganzen Weile zu meiner Grundannahme gemacht, würde ich wahrscheinlich jeden Tag ausrasten #rolleyes

  • Ich kann mir vorstellen, dass sie es eben auch nur unter höchster Konzentration eventuell hinbekommen könnte und sie diese im Kita Alltag nicht aufbringen kann und ihr da andere Dinge wichtiger erscheinen.


    Eine kleine Sache fällt mir auf, du nennst deine Kinder auch mit einem Sammelbegriff(den ich übrigens sehr niedlich finde).

  • Ich habe das Gefühl, hier ist das "Verwechslungsszenario" nicht so 100%ig klar.


    Verwechselt die Frau die Klamotten?

    Geschenkt - kommt vor, so was drösele ich wieder auf (immerhin sind es nicht die Kleider einer ganz unbekannten Familie, das artet ggf in Arbeit aus).


    Verwechselt die Frau manchmal die Namen? Naja, war wohl'n wilder Tag.


    Verwechselt die Frau die Kinder? Die Menschen, die Persönlichkeiten?

    Das ist meiner Meinung nach ein wirklich übler Fehler der nicht passieren darf. Wenn sie das nicht auf die Kette kriegt, dann braucht sie eine Strategie, und wenn sie es nicht hinkriegen will, es ihr unwichtig erscheint, dann hat sie in ihrem Aufgabenverständnis ein Problem.

    Denn das führt dazu, dass die beiden sich ähnlich sehenden Individuen eben nicht individuell gesehen sind und auch in ihrerer Individualität gefördert werden, sondern über einen Kamm geschoren. Nicht A, die detailreiche Bilder malt, und B, die engagiert schwierige Puzzles legt,, sondern "die beiden die so schön ruhig spielen" oder so was.

  • vielleicht kaschiert sie ein "ich kann das nicht" mit "finde ich nicht wichtig?"


    Ich hatte früher im Freundeskreis Zwillinge. Ich habe mich immer bemüht, sie auseinander zu halten. Wenn sie nebeneinander standen, funktionierte das, weil ich die Unterscheidungsmerkmale "abgleichen" konnte. Länglicheres gegen rundlicheres Gesicht. Wenn sie alleine waren, lag die Quote vermutlich bei statistischen 50%, egal wie sehr ich mich bemühte.


    Eine andere Freundin (auch Zwilling) erzählte mal, dass sie dieses "beide gleich" furchtbar fand. Am Schlimmsten fand sie den Musiklehrer in der 10. Klasse, der sie fragte ob es okay ist, wenn sie eine 3 bekommt und ihre Zwillingschwester eine 2. Ich habe die Zwillingsschwester erst später kennengelernt, die beiden sahen sich ähnlich wie Geschwister, mehr nicht und waren auch charakterlich sehr verschieden. Ab der Oberstufe hat meine Freundin strikt darauf geachtet, in anderen Kursen als ihre Schwester zu sein um nicht immer in deren Schatten zu stehen.


    Ich kenne ein anderes Zwillingspärchen (10 Jahre alt), da kann man es eigentlich erkennen. Ich kenne die Kinder dazu allerdings zu flüchtig, ich kanns nicht. Seit 2 Jahren hab ich aber 100% Trefferquote #super, denn seitdem haben sie unterschiedliche Haarschnitte und eine nette Eselsbrücke lieferte meine Tochter dazu. Die Kinder heißen A und L. Die Eselsbrücke war "A hat die Haare ab (kinnlanger Bob), L hat die Haare lang"

    Die Mädels waren im Kiga in getrennten Gruppen, in der Grundschule ais organisatorischen Grpnden in einer Klasse und werden nach dem Sommer wieder in getrennte Klassen gehen.


    Aus einem anderen Forum erzählte eine Zwillingsmutter, dass sie ihren Zwillingsmädchen jeweils eine unterschiedliche Strähne gefärbt hat. Da haben die Mädels ihre Ähnlichkeit (auf Fotos waren die 2 zumindst für mich nicht unterscheidbar) ausgenutzt indem sie regelmäßig Plätze getauscht und die Lehrer veralbert haben. Das ging wohl bis zum Kleidungstausch in der Pause).

    Bis sie die Strähnen bekamen.




    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde die Forderung nach Unterscheidung mehr als legitim und absolut okay (Du stellst Dich nach meinem Gefühl nicht an!) und wichtig für die Kinder. Ich würde als Mutter probieren, eine Merkhilfe zu schaffen, die auch ohne "hat ein rundlicheres Gesicht" funktioniert (d.h. die nicht auf einem direkten Vergleich basiert). Und dann das Gespräch suchen "die Kinder sind nun gut unterscheidbar und ich möchte, dass sie als Individuen wahrgenommen und mit ihren eigenen Namen angesprochen werden!"

    Wenn Dir Schuhe wichtig sind, dann Namen reinschreiben? Klamotten wäre mir persönlich egal.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Eine kleine Sache fällt mir auf, du nennst deine Kinder auch mit einem Sammelbegriff.

    Das ist mir tatsächlich auch aufgefallen.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich würde Namensschilder anbringen an den Klamotten und jedes Kind mit einem farblich verschiedenen Armband mit Namen dran ausstatten.


    Bei uns im Kindergarten half es, daß die Kinder zwei unterschiedliche Farben bekamen. Das eine alles rot und grün, das andere alles blau und gelb.

    Und die Armbänder entsprechend.


    Manchen Menschen fällt das einfach zu schwer, denen muß man helfen, wenn es klappen soll.

    Und in der Schule würde ich die Kinder in verschiedene Klassen stecken.

  • Vielleicht könnt ihr als Familie schauen, ob ihr da optisch mehr Individualität zulassen könnt für die Kinder? Unterscheidungsmerkmale wie verschiedenfarbige Haargummis klingt für mich nach identischem Style nur in unterschiedlichen Farben. Das schreit doch sehr nach "Zwillinge".

  • Ich kann mir vorstellen, dass die Erzieherin es wirklich nicht gut sehen kann und da Hilfe braucht. Vielleicht schenkst du den beiden Armbänder mit Namen drauf, dann kann die Erzieherin sich immer wieder ma vergewissern. Und für Schuhe gibt es auch Aufkleber für innen. Vielleicht ist so was nett und jedes Kind bekommt ein anderes Symbol was es schon selsbt erkennen kann - irgendein Lieblingstier etc. Dann können die Mädchen da selbst drauf achten.



    edit: gelöscht weil es hier im öffentlichen Bereich steht (und jeder mitlesen kann).

  • Meine beiden haben in dem Alter das angezogen (bekommen), was grad da war, auch bei den Schuhen. Ich war schon froh, wenn sie überhaupt vollständig angezogen waren. #angst Das hat sich erst später geändert, als die eigenen Wünsche und die Fußformen sich mehr unterschieden haben. Also der Punkt, dass sie die falschen Sachen anhaben, wäre mir tatsächlich egal, ist auch so oft genug passiert in der Kita, dass das Kind mit einer falschen Hose (von einem völlig anderen Kind) heimgekommen ist. :D


    Aber wenn es der Erzieherin wirklich nicht wichtig ist, sie zu unterscheiden, das würde mich auch massiv stören. Selbst wenn es so sein sollte, dass sie damit nur überdecken will, dass sie es einfach nicht sieht - ne, find ich nicht okay. Ich würde da echt auch versuchen, irgendwas von den hier erwähnten Tipps auszuprobieren, irgendwelche Unterscheidungsmerkmale zu finden/hervorzuheben/etc., und der Erzieherin dazu freundlich sagen "uns ist das wirklich wichtig, dass die Kinder mit dem richtigen Namen angesprochen werden, vielleicht klappt es mit xy leichter? :)" oder sowas in der Art.

    Jeder spinnt auf seine Weise –
    der eine laut, der andere leise.
    (Joachim Ringelnatz)

  • Ich würde Namensschilder anbringen an den Klamotten und jedes Kind mit einem farblich verschiedenen Armband mit Namen dran ausstatten.

    Erste Teil okay, könnte ich noch mitgehen, auch wenn ich das unglaublich mühselig fände. zweiter Teil ginge für mich gar nicht, auch nicht Ideen, wie – quasi extra für diese Erzieherin optisch (Frisur o.ä.) am Kind verändern.

    Dabei verstehe ich sogar, dass es gar nicht unbedingt einfach ist, immer den korrekten Namen zu nehmen (ich habe 3 ältere Schwestern, meine Mutter hat immer alle vier Namen runtergerattert, bis sie beim passenden war und auch in der Schule wurde ich mit den Namen meiner älteren Schwester angesprochen und auch bei meinen eigenen Kindern fällt es mir nicht immer leicht, das richtige Kind mit dem richtigen Namen anzusprechen :D, aber die frage ist doch: Hat die Erzieherin überhaupt ein Problembewusstsein fürs Thema? Erst dann weiß ich doch, ob und welches Vorgehen, was bringen kann.

    Murmel 12/05 Murmelini 12/07


    Es gibt eben so wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol. (Sigmund Freud)


    262 Beiträge im alten Forum – war ich so stolz drauf, deswegen steht's jetzt hier. #baden

  • Mein Vater hat auch immer drei Anläufe gebraucht bis er den richtigen Namen erwischt hat (mein Bruder ist viel jünger als ich...), damals fand ich es nervig, heute bin ich froh, wenn ich selbst irgendwie flott auf den richtigen Kindernamen meiner Kinder komme... Meine Englischlehrerin hat mich konsequent mit dem Namen ihrer Tochter angesprochen, irgendwann hab ich sogar drauf gehört, half ja nix.


    Mein Sohn hat(te) Drillinge in der Klasse, ich hab es in 5 Jahren nicht geschafft mir zu merken, wer wer ist, dabei waren die oft genug hier - und das ärgert mich - also nicht, dass sie hier waren, sondern dass ich zu blöd war! Allerdings waren sie meist einzeln hier, man konnte sie sich also nicht mal in Ruhe angucken und sich irgendwas merken. Vorher hatte er Zwillinge in der Klasse, da war es einfach, eine hatte ein Muttermal im Gesicht. Aber die Situation ist ja bei euch anders und ich kann sehr gut verstehen, dass dich das ankekst. Es stört ja sogar meinen Sohn, wenn er von Lehrer:innen als "Bruder von xy" angesprochen wird. Und die sind gut 3 Jahre auseinander.

  • Aufgrund von Zeitmangel kann ich hier leider nicht jedem persönlich antworten, daher antworte ich hier allgemein. Falls das abgehackt klingt, liegt das nur am Zeitmangel. ;-)


    Ich nenne meine Kinder hier als Sammelbegriff, weil es mir an dieser Stelle beabsichtigt anonymer vorkommt. Wenn es um die einzelnen KInder geht, dann schreibe ich auch mit individuellen Namen von ihnen, hier im Forum. Außerdem empfinde ich es als ganz großen Unterschied, ob ich über sie rede, wenn sie nicht dabei sind, oder ob ich mit ihnen rede.


    Das Problem der Kleidung ist für mich bei weitem kein großes. Natürlich finde ich es nicht schön, wenn das KInd den womöglich schwitzigen Body oder die angeschwitzten Socken der Schwester trägt. Es geht hier nämlich ausschließlich um getragene Kleidung. Sie sind dankenswerter Weise aktuell die einzigen in dieser Größe, daher keine Kindergartenverwechslung ;-) Unsere Sachen sind außerdem alle markiert. Wie weiter oben beschrieben sind die Schuhe von innen auch mit Namen gekennzeichnet. Die Kinder haben unterschiedlich breite Füße, daher ist mir das auch (und gerade) in diesem Alter sehr wichtig.


    Ich habe mich nicht bei der Leitung über die Erzieherin beschwert, bevor ich sie kennengelernt habe. Ich habe lediglich in einem sowieso stattfindenden Gespräch meine Bauchschmerzen beschrieben.


    Die Kinder tragen immer komplett unterschiedlich farbige Klamotten. Ich weigere mich aber, jetzt nach Farben sortiert einkaufen zu gehen. Da werde ich arm, so viel Zeit hab ich außerdem nicht und - nö. Ich will das nicht.

    Ebenso werde ich niemandem die Haare abschneiden, damit eine Person sie auseinanderhalten kann, während es allen anderen gelingt. Das spricht an sich schon dafür, dass die Kinder durchaus zu unterscheiden sind. Und ehrlich - ich hab wirklich JEDES Verständnis dafür, wenn man sie nicht sofort auseinanderhält, die Namen verwechselt etc. Auch mir passiert das mal, ich vergucke mich auch mal.

    Bei einem Armband habe ich auch schon überlegt. Das Namensproblem löst es nicht wirklich, weil man das von etwas weiter weg nicht lesen kann. Und schon gar nicht das Folgende...


    Aber das Problem ist, wie viele hier auch angemerkt haben: es geht nicht um verwechselte Namen, verwechselte Klamotten etc. Es geht darum, dass nicht wahrgenommen wird, dass es zwei Kinder sind, zwei Individuen mit unterschiedlichen EIgenschaften, Verhaltensweisen, Wünschen, Nöten, .... (endlos fortsetzbar). Und es tut mir weh, dass das so ist. Sicher auch, weil ich das so verdammt gut kenne. Ich habe mich noch mit über 20 umgedreht, wenn man den Namen meiner Schwester hinter mir gerufen hat.


    Desto mehr ihr schreibt, desto mehr merke ich, dass ich das klären muss. Egal, ob und wieviele Gegenstimmen es hier gibt.

  • es ist gut, dass du weißt was dich gerade so stört und wie es dich an deine Kindheit erinnert. Das ist viel wert.


    Sind es die jüngsten Kinde in der Gruppe? (weil du schriebst, dass sie die einzige mit der Kleidergröße sind). Vielleicht fehlen auch nur Kinder genau in dem Alter und sie setzten sie deshalb gleich? Ich habe ja auch Zwillinge. Sie zogen sich oft gerne ähnlich an und die Erzieher verwechselten öfter mal die Namen - aber bei Elterngesprächen war ich überrascht wie gut sie jedes einzelne Kind kannten.

    Ich hatte das Armband vorgeschlagen, amit die Erzieher mal nachschauen können. Vielleicht fällt es ihnen auch einfach schwer und sie brauchen eine nette Hilfe. Ich habe schon so viele Kinder in meinem Leben verwechselt - auch meine eigenen... (mehrmals in der Woche).

    Ich wünsche dir eine gute Lösung und das du bei den Erziehern auf offen Ohren stößt.