Selbstorganisation im Beruf

  • Ich führe immer einen Papierkalender, zusätzlich zum digitalen im Geschäft. Anders habe ich schlicht nicht den Überblick, ich brauche das Haptische.


    Ich brauche die Planungs/Reflektionszeit extrem - ob fürs Private oder für die Arbeit Je ritualisierter dieser Termin ist, desto einfacher wird es. Ob täglich, wie das glückliche Spinnchen macht oder einmal wöchentlich wie bei mir ist abhängig von den Aufgaben (ich habe sehr viele Langzeitprojekte gleichzeitig) und vom eigenen Arbeitsstil (mein Tag besteht eh schon aus sovielen Häppchen, da tut mir die "Stunde" echt gut).


    Als Familie machen wir regelmässige "Terminsitzungen" ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich kann super organisieren. To do Listen, Kalendererinnerungen, alles im Kopf behalten, nie was vergessen, hochkonzentriert arbeiten und für die anderen mitdenken, dabei freundlich und wertschätzend... kann ich alles. DeswegEn hab ich ja ne Führungsposition und noch Tausend Extraposten und Aufgaben und Ehrenämter. was ich nicht hinkriege: meine eigenen Ressourcen vernünftig zu wuppen . Meine Lösung heißt immer, was die anderen nicht schaffen, mach ich eben schnell auch noch. echt jetzt, ich sitze seit März im Homeoffice, habe Gott weiß was Stunden reduziert und arbeite doch 16 Stunden am Tag amSchreibtisch. Das ist doch nicht gesund.... vielleicht kann ich hier den einen oder anderen anderen Tipp...


    Sorry, ich wollte den Fred nicht kapern, aber das ist genau mein Thema.

    तत् त्वम् असि

  • Naja, das ist so wichtig, aber auch so schwierig. Zu entscheiden, was man NICHT tut. Dafür muss man sich seine Werte angucken. Was einem wirklich wichtig ist und was eben nicht. Und entsprechend muss man dann priorisieren und vor allem großzügig Aufgaben wegstreichen. Vor allem die, für die man nicht verantwortlich ist.


    Mir hilft ja wie gesagt die Eisenhower-matrix. Alles was nicht wichtig oder dringend ist, fliegt raus. Aber was einem wichtig ist, ist eben unterschiedlich.

  • Mir hilft ja wie gesagt die Eisenhower-matrix. Alles was nicht wichtig oder dringend ist, fliegt raus. Aber was einem wichtig ist, ist eben unterschiedlich.

    Wobei wichtig nkcht gleich dringend ist und die eigentliche Kunst in meinen Augen ist, beides zu unterscheiden und sich erst um die wichtigen, nicht eiligen Sachen zu kümmern, und dann um die nicht wichtigen, eiligen.

  • Mir hilft ja wie gesagt die Eisenhower-matrix. Alles was nicht wichtig oder dringend ist, fliegt raus. Aber was einem wichtig ist, ist eben unterschiedlich.

    Wobei wichtig nkcht gleich dringend ist und die eigentliche Kunst in meinen Augen ist, beides zu unterscheiden und sich erst um die wichtigen, nicht eiligen Sachen zu kümmern, und dann um die nicht wichtigen, eiligen.

    Mein Haken dabei ist: Auch die nicht-eiligen Sachen müssen erledigt werden. Und dann denk ich mir, mach ich das jetzt, da ist gerade ein kleines Luftloch.... Und bringe mich so um meine Pausen, antizipierend, dass irgendwann wieder viel zu viel zu tun sein wird.


    So schaffe ich halt "immer" "alles". Auf meine Knochen. Liegenlassen ist nicht, das macht mich fertig. ICh übe jetzt seit ein paar Jahren Delegieren, aber das iost oft anstrengender als selbermachen.

    तत् त्वम् असि

  • Man muss echt viel weniger erledigen als man gemeinhin so glaubt #angst


    Der andere Punkt ist, ob Freizeit/Gesundheit unter dringend/ wichtig steht oder unter nicht dringend/nicht wichtig.

  • Man muss echt viel weniger erledigen als man gemeinhin so glaubt

    Das sagen mir viele. Allein mir fehlt der Glaube...

    Doch, das ist so.


    Ich könnte weder meinen Job noch mein Privatleben ohne einen gewissen "Mut zur Lücke" überleben.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hier stehen super Tipps drin! Da kann ich bei mir auch nochmal was verbessern. Danke euch!


    Beruflich ticke ich anders als privat: strukturiert.


    Das meiste was ich gemacht habe wurde schon erwähnt.


    Was ich eine Zeit lang getan habe als bei mir noch mehr freiberuflich anstand:

    - eine Liste mit Tätigkeiten anlegen, die für Leerläufe und Wartezeiten geeignet ist. Gut sichtbar deponieren! (PC oder Pinnwand) Was da alles weggeschaft werden kann, wow. (Ich glaub ich mach gleich mal eine solche Liste für private Zwecke)

    - Sonntag Abend Zeit einplanen für die Erstellung eines Stundenplanes für mich, --> Pausen mit eingeplant. An den Stundenplan dann halten. Das hilft auch dabei, den Zeitaufwand der einzelnen Tätigkeiten besser einschätzen zu lernen. Wenn etwas dazwischen kommt in der Wochenplanung habe ich mit die Planänderung schriftlich eingetragen, damit ich das weggefallene nicht vergesse nachzuholen.

    In die leere Felder "Leerlauftätigkeitenliste" reinschreiben.



    Wenn Projekte dran waren habe ich möglichst genau notiert was wann von wem erledigt sein sollte. Also Pläne, Pläne und nochmal Pläne. Auf den Plänen Verweise auf Listen, Listen und andere Listen.

    Waren bei mir zwar nur kleine/ Kleinstprojekte, aber selbst da drittelt sich der Zeitaufwand mit Sofortwirkung wenn ein gscheiter Plan da ist.

  • Liegenlassen ist nicht, das macht mich fertig. ICh übe jetzt seit ein paar Jahren Delegieren, aber das iost oft anstrengender als selbermachen.

    Das kenne ich. Das kenne ich nur zu gut.


    Und es klappt auch nur, wenn das unzureichend Erledigte/Liegengebliebene nicht auf einen selbst zurück fällt.


    Organisieren und strukturieren kann ich gut, ich bekomme nur immer vom Leben (und leider auch von Haushaltsmitgliedern) Knüppel vor die Füße.


    Fürs Homeoffice (seit 2010 mach ich sowas): ich habe mir feste "Arbeitszeiten" gegeben. Da geh ich auch nur ans Diensttelefon, nicht ans private und so. Und ich habe keine Schlumperklamotten an.

  • Bei mir gibt es Pläne, aber auch viel Ungewissheit, auf die ich spontan reagieren muss, und neue Entwicklungen, die die Planungen durcheinander bringen.


    Bei mir hat sich über die Jahre die Detailliertheit der Pläne reduziert. Zugegebenermassen auch, weil ich zwei Sekretärinnen habe (für mich und die Abteilung zusammen), und mental load auslagere, wo es nur geht. Aber auch vor den Sekretärinnen: ich fahre besser mit Zeit planen für die sehr wichtigen Sachen (Strategieentwicklung zB), wiederkehrenden Diskussionen, so dass es automatische Punkte gibt, an denen wir die Prioritäten besprechen, und ansonsten 'freier' Zeit, um mit den anfallenden Dingen klarzukommen. Das wegerledigen mache ich auch zu einem gewissen Grad - und, was mir auch sehr hilft, ich versuche mir zu überlegen, wie wichtig die Entscheidung ist, die ich treffen muss, und rationiere dann die Aufmerksamkeit/Zeit, die ich ihr schenke.


    Die Kleinkramlisten versuche ich auch, aber bis jetzt konnte ich noch nichts fest etablieren.