Wie viel spielt ihr mit euren 3jährigen Kindern?

  • Wenig.


    Also ich helfe. Was aufbauen, Knete anreichen, usw.

    Wir spielen Spiele ( mal 2 Std, mal lange nicht)

    Ich lese vor.


    Sonst bin ich da und binde ein, wir gehen raus, machen Haushalt usw. Das Kind räumt dann Socken weg, kocht mit oder so.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Da bin ich beruhigt, dass ich nicht die Einzige bin, die nicht gerne Rollenspiele mitspielt. Als die Kita geschlossen hatte, fand ich das echt schlimm. Da war ja tatsächlich sonst kein Spielpartner da, und es wurden ständig Rollenspiele gefordert.


    Anderes spiele ich aber gerne. Ich liebe Brett-Kartenspiele und Lego bauen.


    Das allein spielen würde langsam mehr, und jetzt mit 5 spielt sie auch manchmal so eine halbe Stunde vor sich hin. Aber ich muss währenddessen dann z.B. was im Haushalt machen, sonst klappt es nicht.

  • Ich hab ja fast ein schlechtes Gewissen, weil ich gerade mit 3 echt viel mit dem Kind gespielt hab. Auch Rollenspiele, auch wenn ich nicht immer besonders viel Lust hatte. #angst

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Julchen86: warum? Hier ist eins, dass für Rollenspiele lebt.

    Ich habe nicht immer Lust, aber wenn ich es schaffe, dann wieder die Tätigkeit an sich auszublenden, und zu sehen, wie detailverliebt, geschickt und kreativ sie Dinge nutzt, umdeutet und dazu Geschichten entwickelt, dann ist es einfach nur schön.

    Und es ist das, was sie glücklich macht. Genug anderes ist “ok“ für sie, sie macht es mit, weil ich es mache.

  • Ich weiss auch nicht, Möwe

    Ich hab öfter das Gefühl zu viel mit dem Kind zu spielen und dabei leider ganz schön unproduktiv zu sein. Und hier war leider nichts mit "alleine spielen" Ob mit Uhr, Vereinbarung oder was auch immer. Nicht mal ein Buch alleine anschauen. Sie brauchte einfach immer ein Gegenüber. Und mit 3 gings dann langsam auch los, dass sie nicht mehr bei "meinen" Sachen mitmachen wollte. Bis dahin war gemeinsam Einkaufen, Wäsche zusammenlegen, Kochen, etc. toll. Dann nicht mehr. Und ich kam oft genug nicht mal zum nötigsten im Haushalt.

    Und da hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich eben oft höre, dass das Kind das alleine spielen eben mal "lernen" muss.#angst


    Meine Rettung war oft auch die Oma, die einfach unendlich geduldig Rollenspiele spielt.


    Und wir haben die Rollenspiele auch ins Leben eingebaut, wenn es ging. Und dann konnte ich doch das eine oder andere nebenher machen.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Möwe klar hängt's vom Kind ab, wie bei allem. Und natürlich sind unsere Kinder allesamt keine Automaten, die nach dem Schema "Tue x, dann passiert y" funktionieren. Aber ich finde es auch wichtig zu unterscheiden zwischen "Hat sofort einen positiven Effekt" und "Man redet gefühlt gegen eine Wand, aber langfristig macht es vielleicht doch was mit dem Kind".

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Früher.... Also bis duracellmädchen im Grundschulalter war, wären solche Absprachen, wie luxa-rosenburg schildert von Erfolg gekrönt, im Sinne von, dass ich die Zeit für meine Dinge kam.

    Das hörte auf, als duracellmädchen mit dem "spielend durchs Leben gehen" aufhörte.

    Die Absprachen "lass mich das noch zu Ende machen, dann bin ich für dich da..." Funktionieren jetzt besser in die andere Richtung.... Also dass sie Zeit für sich einfordert... Andersherum nicht immer. Und immer schlechter, wenn sie einfach reden will. Dann kann sie einfach nicht warten.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • lso Rollenspiele spiele ich auch nicht gerne. Duplo/Playmo/Lego dagegen gerne. Brettspiele auch gerne. Dafür basteln wir kaum. Inzwischen spielen die Kinder ganz viel ohne uns. Aber oft hilft es, etwas mit zu starten und sich dann rauszuziehen wenn zB die halbe Legostadt aufgebaut ist. Die Kinder sind aber auch schon 3 und 6. Wie viel wir am Tag zusammen spielen, kann ich gar nicht sagen. Gefühlt zu wenig

  • Mir faellt auf, das sich doch auch Rollenspiele spielte, gerade als sie kleiner waren - gerade in der Natur und draussen. Manchmal auch mit Schleichtieren Geschichten nacherzählen. Was ich nie gemacht habe, ist das klassische Puppenspielen oder Vater, Mutter Kind, oder Arzt/Patient. Haben meine Kinder auch nie gespielt oder eingefordert.#weissnicht

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich hab öfter das Gefühl zu viel mit dem Kind zu spielen und dabei leider ganz schön unproduktiv zu sein. Und hier war leider nichts mit "alleine spielen" Ob mit Uhr, Vereinbarung oder was auch immer. Nicht mal ein Buch alleine anschauen. Sie brauchte einfach immer ein Gegenüber. Und mit 3 gings dann langsam auch los, dass sie nicht mehr bei "meinen" Sachen mitmachen wollte. Bis dahin war gemeinsam Einkaufen, Wäsche zusammenlegen, Kochen, etc. toll. Dann nicht mehr. Und ich kam oft genug nicht mal zum nötigsten im Haushalt.

    Und da hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich eben oft höre, dass das Kind das alleine spielen eben mal "lernen" muss.#angst

    Das trifft mein „Problem“ ziemlich genau. Ich arbeite nicht soooo viele Stunden, habe eigentlich viel Zeit, aber ich komme zu nichts. Irgendwann muss der Haushalt aber gemacht werden. Das passiert dann am Wochenende, aber ich will mein Wochenende eigentlich nicht mit Wäsche und Badputzen verbringen, sondern lieber was schönes zu unternehmen. Deshalb versuch ich gerade, mehr unter der Woche zu erledigen, aber das Kind findet einkaufen gehen und Boden fegen leider nicht mehr so aufregend wie noch vor einem Jahr, da denken ich mir oft, es wäre so schön, wenn er auch mal 20 min allein spielen würde. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass sich das zeitnah etwas entwickelt...

  • Das war bei uns einfach das Zeichen, dass jetzt Zeit für Kindergarten ist. #weissnicht

    Und der Moment, in dem ich mich auf den Kindergartenstart gefreut habe. Vorher dachte ich nämlich auch, dass es ja ganz gemütlich ist, mit dem Kleinkind.

    Tja, sie werden grösser #kreischen#taetschel


    Aber das ist kein echter Tipp. Ich mach mir vielleicht nochmal Gedanken. Aber es ist eben immer dieses schlechte Gewissen dabei. Das macht es mir schwer hier alles zu lesen #angst

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Nee, ich finde man sollte kein schlechtes Gewissen haben, weil man mit dem Kind spielt. Das ist doch eigentlich schön. Wie man dann den Haushalt geregelt bekommt ist dann eher eine andere Frage. Da sind wir halt wieder bei dem Problem, dass eine Person mit Kind(ern) und Haushalt alleine eigentlich überlastet ist.

  • Ich bin nach 20 Jahren Berufserfahrung davon überzeugt: Der allein spielende Mensch ist eine Mär!!!!

    Entweder er spielt mit anderen Menschen oder Tieren, oder nimmt virtuelle Spielpartner (Computer, Konsolen, Handys) zu Hilfe oder spielt dann einfach nicht.


    Ich finde, kein Kind muss lernen, allein zu spielen.

    Es muss lernen, dass die anderen Menschen nicht jederzeit als Spielpartner zur Verfügung stehen... Es sollte auch lernen, sich allein zu beschäftigen... Aber allein spielen, wenn es daran keine Freude findet muss es nicht lernen.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Hm, also ich meinte auch nicht, dass meine Kinder alleine spielen gelernt haben. Aber phantasievoll spielen sie einfach viel besser ohne mich. Sie haben aber Spielpartner, wirklich immer gehabt. Da ist doch auch jeder in ner anderen Situation!

  • Naja, meine beiden jüngeren Kinder haben das sicher nicht gelernt, aber schon sehr früh trotzdem gekonnt, das alleine spielen. Und nein, da war kein Spielpartner dabei. So mit zwei oder etwas älter haben sie mich (also das jeweils eine Kind, dass dann mit mir vormitags zu Hause war) gerne sogar aus dem Zimmer geschickt und die Tür zu gemacht, weil sie alleine spielen wollten. An diesen Tagen habe ich immer viel geschafft. Aber wie und warum sie das gelernt haben? Keine Ahnung, war einfach so. Vielleicht, weil ich so wenig Lust zu spielen habe, die Armen? Oder weil sie einfach so sind? Auf jeden Fall war da kein echter oder virtueller Spielpartner dabei, wenn man Puppen/ Kuscheltiere/ Schleichfiguren nicht zählt.

  • Also ich meinte auch: sie haben es nicht gelernt, sie können es einfach. Beim phantasievollen Spiel werden Erwachsene hier nicht gebraucht. Warum auch immer, denke auch, dass das einfach Charakter ist.

  • Julchen86 ich weiß gar nicht, ob zu viel geht? Wenn man es auch gerne macht. - hier ging alleine auch lange Zeit gar nicht, mit keiner Abmachung, keinem Wecker, ... es wurde protestiert. Lautstark und heftig. Wäschekiste mit einem Kind auf dem arm und einem am Bein geht, ist aber nicht schön.

    Ich klaube ja durchaus gerne Worte, Leslie Winkle, aber ob jetzt alleine Spielen oder beschäftigen ist doch letztendlich egal. - irgendwann müssen sie irgendwie lernen, auch Zeiten ohne andere Menschen zu verbringen. Und das im Idealfall zufrieden und nicht leidend. - ging hier aber nicht mit drei.


    luxa-rosenburg: ja, steter tropfen und so. Bei manchem habe ich aber auch das Gefühl, das es auf einmal geht, weil dann die Fähigkeit dazu da ist. - völlig unabhängig davon, ob man vorher schon geredet und erklärt hat oder nicht.

  • Naja, meine beiden jüngeren Kinder haben das sicher nicht gelernt, aber schon sehr früh trotzdem gekonnt, das alleine spielen. Und nein, da war kein Spielpartner dabei. So mit zwei oder etwas älter haben sie mich (also das jeweils eine Kind, dass dann mit mir vormitags zu Hause war) gerne sogar aus dem Zimmer geschickt und die Tür zu gemacht, weil sie alleine spielen wollten. An diesen Tagen habe ich immer viel geschafft. Aber wie und warum sie das gelernt haben? Keine Ahnung, war einfach so. Vielleicht, weil ich so wenig Lust zu spielen habe, die Armen? Oder weil sie einfach so sind? Auf jeden Fall war da kein echter oder virtueller Spielpartner dabei, wenn man Puppen/ Kuscheltiere/ Schleichfiguren nicht zählt.

    Das finde ich echt total faszinierend, weil es hier so unvorstellbar ist bisher 8o

    Ich habe aber noch ein wenig nachgedacht und mir ist eine Veränderung aufgefallen. Ich hole das Grinsekaterchen jeden Tag mit dem Fahrradanhänger ab. Bis vor ein paar Wochen musste er immer unbedingt etwas zu Essen haben, wenn er im Anhänger saß. Dann hat er plötzlich aufgehört danach zu fragen und stattdessen sitzt er nun hinten drin und spielt mit den Strippen vom Gurt oder erzählt so vor sich hin. Neulich hat er ziemlich laut „Das war lecker!“ gerufen und weil ich mich angesprochen gefühlt hab, hab ich angehalten und gefragt, was lecker war. Da hat er mich echt bitterböse angeguckt, weil ich ihn offensichtlich im Spiel unterbrochen habe, das kenne ich so noch nicht von ihm. Vielleicht überträgt sich das ja noch aufs Kinderzimmer.