Journalist:innen und die Klimakrise

  • https://uebermedien.de/52582/j…klimakrise-endlich-ernst/


    Der ganze Brief ist lesenswert. Ich habe einfach mal zwei Zitate rausgefischt.

    Zitat

    Uns Journalist:innen scheinen sie keine Angst zu machen, diese ganzen Meldungen über immer neue Temperaturrekorde, stärkste Hurrikane, Dürrejahre in Deutschland, Überflutungen und aussterbende Tiere. Uns ist schon klar, dass diese Nachrichten nicht ganz unbedeutend sind, wir melden sie pflichtbewusst weg.


    Aber viele von uns scheinen das Gesamtbild gar nicht mehr zu sehen, das diese Meldungen ergeben. Wir machen uns – und anderen – gar nicht klar, was all diese Entwicklungen zusammengenommen für die Welt bedeuten, in der wir leben. Doch genau das wäre unser Job.


    Zitat

    Wissenschaftler:innen warnen, wir könnten erste Kipppunkte schon erreicht haben. Die tauenden Permafrostböden in Sibirien setzen noch mehr CO2 frei und heizen die Erderwärmung weiter an. Das Wasser der eisfreien Arktis erwärmt sich noch schneller und reflektiert die Sonnenstrahlen, anders als das Eis, nicht mehr zurück. Und wenn ein Kipppunkt erreicht ist, kommen wir noch schneller zum nächsten – und stoßen damit eine Kette an, die wir nicht mehr aufhalten können.


    Wir befinden uns am Kipppunkt einer Krise, deren Bedrohung so groß ist, dass es viele von uns nicht erfassen können. 2020 ist ein historisches Jahr, auch und vor allem für die Klimapolitik: Entweder wir als Gesellschaft begreifen das jetzt und sorgen dafür, dass Politik und Wirtschaft entscheidende Schritte für die nächsten Jahre einleiten, oder es wird zu spät sein.


    Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt handeln. Nicht in zehn Jahren, sondern heute. Auch wenn das unvorstellbar klingt: Es geht dabei um nichts weniger, als lebenswerte Bedingungen auf unserem Planeten zu erhalten, auch vor unserer Haustür.