Rechte Ideologien in Bedürfnisorientierten Erziehungscommunities

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Täuscht mich mein Gefühl, dass hier in diesen Diskussionen (sind ja derzeit mehrere parallel in gewisser Weise) recht viel in einen Topf geworfen wird?

    Ist Rassistisch gleich rechtsextrem? Gibt es außerhalb des Rechtsextremen Rassismus? Ist rechts gleich rechtsextrem? Ist linksextrem gleich moralisch gut? Ist extrem in irgendeiner Richtung erst, wo Gewalt im Spiel ist? Oder es sich außerhalb des Grundgesetzes bewegt? Wäre ein solches Denken und Handeln dann in einer politischen Richtung akzeptabler als in der anderen? Falls ja, warum? Ist traditionelles Denken gleich rechts-verwerflich? Wer zieht wo die Grenze? Wer verdient Toleranz und Verständnis?

    Ich werf da einfach mal wild durcheinander ein paar Fragen ein, die mir in dieser Debatte kommen.

  • Wenn ich politische Überlegungen zu Grunde lege, ist links extrem das, was aus linken Ideologien die FDGO in Frage stellt.... Das geht so in Richtung linker Diktatur. Es muss nicht erst Gewalt im Spiel sein.

    So ganz einfach ist es nicht, wenn ich auch noch an das Paradoxon der Toleranz denke.....

    Ich erlebe aber in der Gegenüberstellung der Extremismus Strömungen, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden.

    Da muss man schon unterscheiden:

    Viele Gruppierungen die den Staat in Frage stellen, stellen eben nicht unsere Verfassung in Frage.

    Zumindest nicht, wenn du da mal ins Detail gehst und die jeweiligen Artikel anschaust, wie "Die Würde des Menschen ist unantastbar" oder auch das Asylrecht, das damals in den 90ern ja von Linken massiv verteidigt wurde, aber vom Parlament geändert wurde.


    Autoriätkommunistische Gruppen sind nun sicher nicht das gesamte linke Spektrum. Da gibt es einiges, was dem genau entgegensteht.

    Mir fallen da z.B. gewisse anarchistisch-pazifistische Gruppen ein, die zwar den Staat ablehnen, aber eben nicht die Verfassung oder die Menschenrechte.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Ist Rassistisch gleich rechtsextrem?

    Zumindest gehört zu rechtsextrem auch Rassismus, Rassismus ist ja eine Spielart des Ingroup-Outgroup denkens, dass ja rechts angesiedelt ist. Aber Rechtsextrem beinhaltet auch den Wunsch nach autoritären Strukturen und der Unterdrückung von Andersdenkenden. Rassismus geht auch ohne solche Strukturen.


    Gibt es außerhalb des Rechtsextremen Rassismus?

    Ja, schon, aber ich habe gerade kein Beispiel dafür.


    Ist rechts gleich rechtsextrem?

    Natürlich nicht.


    Ist linksextrem gleich moralisch gut?

    Da müssen wir erstmal klären, was man unter linksextrem versteht.

    Und auch, was bedeutet es links zu sein?

    Bin ich nur links, wenn ich alle linken Ideale perfekt erfülle?


    Also, die entsprechenden Werte sind ja schon moralisch gut. Das macht aber die Menschen nicht zu besseren Menschen, die sich in dem politischen Spektrum bewegen.


    Wobei ja eh es eine interessant Frage ist, was denn gut und was böse ist. Ist ein aufrechter Faschist, der wirklich glaubt was er da so von sich gibt böse?

    Da gibt es eine interessant Sequenz in der Serie "The man in the high castle".

    Deutschland hat den 2. Weltkrieg gewonnen und ihre Ideologie über die Welt gebracht. Dazu gehört auch, dass sie Menschen mit Erbkrankheiten einfach aussortieren.

    Der Sohn eines der höheren Tiere in diesem System hat nun eine solche Krankheit.

    Der Vater tut alles, um das zu vertuschen. Er tötet sogar den Arzt.

    Der Sohn liefert sich am Ende selbst aus - denn er glaubt wirklich und in letzter Konsequenz an die Ideologie.


    Ist OT, aber ich finde es unter dem Aspekt des moralisch gut-böse sehr interessant.



    Ist extrem in irgendeiner Richtung erst, wo Gewalt im Spiel ist?

    Ich finde den Begriff extrem ja extrem unklar.

    Also, was damit gemeint ist, ist irgendwie total schwammig und wischt einem ständig weg.

    In der Linken wird ja auch der Begriff linksradikal bevorzugt: Radikal von an die Wurzel gehend. Also linksradikale wären dann die, die nicht nur ein wenig am bestehenden System rumdoktorn wollen, sondern etwas erschaffen wollen, was von grundauf sozial und menschenfreundlich ist. Das richtet sich dann schon gegen diesen Staat, aber eben nicht gegen die Verfassung. (auch wenn das nicht unbedingt allen klar ist, aber ich lese nun mal schon von berufswegen regelmäßig unsere Verfassung, und das passt sehr gut zu linken Ideen).



    Oder es sich außerhalb des Grundgesetzes bewegt?

    Wie gesagt; Unser Grundgesetz ist mit linken Ideen wunderbar kompatibel. Wenn es darum geht, gibt es keine linksextremen Ansichten.



    Wäre ein solches Denken und Handeln dann in einer politischen Richtung akzeptabler als in der anderen?

    Welches meinst du?

    Grundsätzlich finde ich wichtig was Inhalt und Ziel des Denkens und Handelns ist.

    Also wenn es darum geht eine Gesellschaft zu schaffen, in der gesichert ist, dass alle Menschen ein gutes Leben haben und zumindest materiell abgesicht sind, finde ich das gut.

    Die Mittel sind dann nartürlich nicht beliebig.

    Ein paar kaputte Autos auf dem Weg dahin finde ich vertretbar, Körperverletzung oder gar Tote sind natürlich was anderes. Da müssen wir dann schon zur Nothilfe kommen: Den Nazi zu erschiessen, der gerade einen Ausländer anzünden will, finde ich schon ok.


    Rassismus und Sexismus, oder auch das Einschränken der Möglichkeiten von Menschen ihr Leben zu gestalten (natürlich immer im Rahmen dessen, dass sie andere nicht einschränken) lehne ich aber auch dann ab, wenn es ganz friedlich und ohne Gewalt daher kommt.

    Auch nach allen Regeln der Demokratie bin ich gegen jede Bestrebung z.B. Homosexualität zu verbieten oder Frauen den Besuch einer Universität zu erschweren.


    Also: Ja, es kommt schon auf den Zweg an.


    Ist traditionelles Denken gleich rechts-verwerflich?

    Wann ist denken traditionell?

    Ich kenne sehr traditionelle Linke, die total auf alle möglichen linken Traditionen abfahren.

    Die sind wohl kaum rechts.



    Wer zieht wo die Grenze?

    Jede/r erstmal für sich.

    Hier im Forum das Rabeneltern-Team (denke ich zumindest).



    Wer verdient Toleranz und Verständnis?

    Wer auch immer eine solche Haltung ermöglicht.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Dann müssten die Profilbilder mit extremen Links-Bezug hier bitte auch untersagt werden. Denn für mich steht die Antifa für Linksextremismus, die immer wieder mit Gewalt und Extremismus auffallen. Wer hier die eine Seite verbieten möchte, bitte auch dafür Sorge tragen, dass sich von JEGLICHEM Extremismus distanziert wird!!! Ansonsten seid ihr für mich dermaßen unglaubwürdig für ein Forum, dass sich Toleranz auf die Fahnen schreibt. Aber tja, hier wird ja immer nur in eine Richtung geschaut, näch?

    Ist halt auch nur die eine Richtung, die mordend durch die Republik zieht, näch?

    Was heißt das? Dass es okay ist, am 1. Mai Remmidemmi zu machen?

    Dass Linksextreme nicht morden?

    So lange ist die RAF noch nicht her und linke Diktaturen stehen den Rechten in Menschenrechtsverletzungen nicht nach.


    So unsympathisch mir die CSU ist, so muss ich mittlerweile eingestehen, dass mir sogar diese Partei, sozusagen als integrativer Faktor, lieber ist als die Existenz von Parteien rechts davon.


    Zugeben muss ich, dsss es mich schockiert, dass Claraluna hier in irgendeine (für mich noch recht diffuse) rechte Ecke gestellt wird. Für mein Empfinden sind ihre Beiträge oft unbequem, manchmal im Ton vielleicht etwas knapp, aber da gab es hier schon Userinnen mit einem deutlich raueren Ton. Da ist m. E. eher das schriftliche Medium das Problem als mangelnde Empathie bei Claraluna.


    Wünschen sich die, die hier mitschreiben echt, dass wir immer einer Meinung sind und uns die bestätigen? Das wäre doch eine erhebliche Verengung des Horizonts (so wie die Anpassung von Suchalgorithmen in Google und Co an frühere Suchen) und übertragen auf den gesamtgesellschaftlichen Bereich schon nahe an einer Gleichschaltung.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Auch wenn ich dafür zerrissen werde aber ich finde die Einstellung, dass weiße alte Männer das Grundproblem von vielem sind, durchaus auch rassistisch.

    China - inwiefern man die Regierung aber noch als links bezeichnen kann? - unterdrückt Minderheiten.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Ich persönlich empfinde es ja auch als ziemlich schockierend, wie schnell und gesellschaftlich akzeptiert sich rechte Positionen in die Mitte der Gesellschaft und zwar in ganz Europa katapultiert haben. Wirklich beängstigend dann aber auch wieder nicht, weil diese Menschen/Parteien ( solange ich zurückdenken kann) sich selbst demontieren Haben und damit irgendwann in einer bestimmten Bedeutungslosigkeit verschwinden. Es steckt ja selten ein gescheites Konzept dahinter.

    Um mal für mich einzuordnen - ist links für euch sozialistisch ? Sozialistische Staaten sind zwar in großen Teilen bereits gescheitert, aber wenn man da so an die ehemalige DDR und co denkt hatten die ja eher linke als rechte Ideologien und waren zur Durchsetzung dieser extrem unmenschlich,, grausam und weit entfernt von dem, was ich als „Gut“ bezeichnen würde.

    Daher

    Ich schließe mich denen an, die jede Form von extrem ablehnen.

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Shevek Zur Frage von Fliegfrosch ob Rassismus auch ohne rechtsextrem geht....


    Als Beispiel kann ich die DDR anführen.... Was ich in meiner Kindheit an rassistischen Überzeugungen erlebt habe, das geht auf keine Kuhhaut. Und der Rassismus hat sich dann in den Neunzigern in unrühmliche Katastrophen namentlich Mölln, Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen uvm. Bahngebrochen und es ist ja noch lange nicht überwunden.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Zugeben muss ich, dsss es mich schockiert, dass Claraluna hier in irgendeine (für mich noch recht diffuse) rechte Ecke gestellt wird.

    Die Leute stellen sich immer selbst in die Ecken.



    Wünschen sich die, die hier mitschreiben echt, dass wir immer einer Meinung sind und uns die bestätigen? Das wäre doch eine erhebliche Verengung des Horizonts (so wie die Anpassung von Suchalgorithmen in Google und Co an frühere Suchen) und übertragen auf den gesamtgesellschaftlichen Bereich schon nahe an einer Gleichschaltung.

    Es geht hier um Rassimus und Ideoligien die unser Leben massiv einschränken, nicht um die Frage ob wir CDU oder SPD oder liebe die Linke wählen.

    Wenn Menschen einfach dem Elend überlassen werden, Homosexulität kriminalisiert wird oder auch Mädchen nicht mehr studieren dürfen, dann ist bei mir tatsächlich Schluss mit Diskussion,



    Was heißt das? Dass es okay ist, am 1. Mai Remmidemmi zu machen?

    Dass Linksextreme nicht morden?

    So lange ist die RAF noch nicht her und linke Diktaturen stehen den Rechten in Menschenrechtsverletzungen nicht nach.

    Dann schauen wir uns doch mal eine Statistik dazu an:

    https://katapult-magazin.de/de…politisch-motivierter-gew

    In den letzten 30 Jahren; Links 4 Morde und rechts 198.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Auch wenn ich dafür zerrissen werde aber ich finde die Einstellung, dass weiße alte Männer das Grundproblem von vielem sind, durchaus auch rassistisch.

    China - inwiefern man die Regierung aber noch als links bezeichnen kann? - unterdrückt Minderheiten.

    Darum finde ich den Begriff der reichen alten Männer auch viel besser.

    Es stimmt nämlich, dass es keine Frage der Rasse ist sondern der Schicht.


    Es gibt sehr viele weiße, alte Männer die genauso wenig zu sagen haben, wie alle anderen.


    Allerdings sind die Auswirkungen dieser Zuschreibungen nicht sonderlich dramatisch. Mein Mann verdient immer noch mehr als ich und meinem Vater (der definitiv ein weißer alter Mann ist) geht es auch gut und er hat noch keine Dikreminierung erfahren.


    Um mal für mich einzuordnen - ist links für euch sozialistisch ? Sozialistische Staaten sind zwar in großen Teilen bereits gescheitert, aber wenn man da so an die ehemalige DDR und co denkt hatten die ja eher linke als rechte Ideologien und waren zur Durchsetzung dieser extrem unmenschlich,, grausam und weit entfernt von dem, was ich als „Gut“ bezeichnen würde.

    Ich kenne da den Begriff Staatskapitalismus.

    Nur weil sich etwas irgendwie nennt, ist es das noch lange nicht.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • "Männer" hast du behalten. Damit ist es ja immerhin noch sexistisch.

  • Shevek erst mal vielen Dank, dass du dir so ausführlich Zeit genommen hast.


    Interessant finde ich deinen Ansatz, dass die Verfassung bzw das Grundgesetz prima zu den Werten einer linken Richtung passt. Da steckt für mich nämlich etwas zum Weiterdenken drin:

    Werte und Grundannahmen über gutes und rechtes Leben sind eine sehr basale Ebene. Die Ansätze, wie diese Grundannahmen, auf denen die meisten Menschen aufbauen (ich nehme es mal an, der Anteil an Andersdenkenden dürfte im Gesamt des Staates eher gering sein, sonst wäre das System schon lange gekippt) umgesetzt und ausgelebt werden sollen und können, sind dennoch recht verschieden.

    Fände es hier Zustimmung, dass zB (bitte entschuldigt, aber ich nehme euch einfach mal als Beispiel, weil ihr hier doch recht unterschiedlich argumentiert) Elfchen und claraluna auf dem gleichen Wertekonkstrukt, wie dem Grundgesetz, aufbauen und dennoch teilweise zu ganz unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen?

    Falls ja: warum ist der Dialog so wertungsbehaftet? Falls nein, wer bewegt sich außerhalb dieses Rahmens und was wäre die Konsequenz daraus?

  • nee nicht sexistisch, es fasst die Statistik zusammen.

    Welche? Die Aussage war ja recht pauschal und bezog sich auf nichts konkretes.

    Zahlen und Statistiken sind erstmal Fakten, die können selbst ja eh nicht sexistisch oder rassistisch sein. Sie können aber für solche Aussagen verwendet werden (selbst wenn sie die Aussage garnicht stützen, man kennt das ja aus zahlreichen Zusammenhängen).

  • Täuscht mich mein Gefühl, dass hier in diesen Diskussionen (sind ja derzeit mehrere parallel in gewisser Weise) recht viel in einen Topf geworfen wird?

    Ist Rassistisch gleich rechtsextrem? Gibt es außerhalb des Rechtsextremen Rassismus? Ist rechts gleich rechtsextrem? Ist linksextrem gleich moralisch gut? Ist extrem in irgendeiner Richtung erst, wo Gewalt im Spiel ist? Oder es sich außerhalb des Grundgesetzes bewegt? Wäre ein solches Denken und Handeln dann in einer politischen Richtung akzeptabler als in der anderen? Falls ja, warum? Ist traditionelles Denken gleich rechts-verwerflich? Wer zieht wo die Grenze? Wer verdient Toleranz und Verständnis?

    Ich werf da einfach mal wild durcheinander ein paar Fragen ein, die mir in dieser Debatte kommen.

    Rechtsextrem ist nicht gleich rassistisch, aber häufig damit verbunden.


    Ja es gibt außerhalb des Rechtsextremen Rassismus, den findet man sogar bei manchen Linken.


    Rechts ist rechts, rechtsextrem ist rechtsextrem.


    Linksextrem ist nicht gleich moralisch gut.


    Extrem kann man auch in Äußerungen und Formulierungen sein, die sind oft mit Gewalt assoziiert, nicht notwendigerweise mit sofort mit physischer Gewalt, aber oft beinhaltet es das gut heißen von Gewalt. Und ja zumeist bewegt es sich außerhalb des Grundgesetzes, wobei die Übergänge da fließend sind.


    Es ist oftmals eine andere Form de Gewalt im Spiel ich empfinde Gewalt gegen Dinge als weniger schlimm als Gewalt gegen Menschen oder gar Mord, wie wir es derzeit in der rechtsextremen Szene finden. Das heißt nicht dass ich Gewalt gegen Dinge gut oder tolerierbar finde.


    Traditionelles Denken ist nicht notwendigerweise gleich rechts, rechtes Denken ist nicht notwendigerweise gleich verwerflich, es entspricht nicht dem Menschenbild und dem Bild von miteinander, das ich vertrete, ist aber keines falls gleich verwerflich.


    Rechtsradikales, rechtsextremes oder rassistisches Gedankengut finde ich allerdings durchaus verwerflich.


    Wer verdient Toleranz und wer verdient Verständnis ist eine schwierige Frage, und in meinen Augen nur individuell zu beantworten. Rechtsradikales, rechtsextremes oder rassistisches Gedankengut verdient meiner Ansicht nach kein Verständnis und keine Toleranz.


    zur Klarstellung, oben geschriebenes ist meine persönliche Meinung und hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

  • @Kiwi: Oh, das hast du schön zusammengefasst!

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Hier kann ich gut mit.


    Ich finde nichts gut, was zerstörerisch wirkt. Ich finde gut, was sich innerhalb eines respektvollen DIalogs bewegt. Respektvoller DIalog kann durchaus in klaren Worten geschehen. Was außerhalb dieses Rahmens passiert, ist in unserer gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation in meinen Augen schädlich. Ich halte es nicht für richtig, zerstörerische Tendenzen in einer bestimmten politischen Richtung zu tolerieren oder gut zu heißen, auch nicht mit der Begründung, dass sie sich gegen ein anderes politisches Extrem richtet. Ich denke nicht, dass wir gesamtgesellschaftlich in der Situation der „Notwehr“ sind. auf gesamtstaatlicher Ebene müssen sich meiner Meinung nach die Dinge ohne brennende Autos und Morde regeln lassen. brennende Autos und Morde stehen für mich nicht auf der gleichen Stufe, sind aber sehr wohl beide inakzeptabel. Siehe oben.

  • Was die reichen alte Männer angeht:


    Innerhalb der Oberschicht, also der Reichen, sind es nun mal die alten Männer die, bis auf wenige Ausnahmen, das sagen haben.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Fände es hier Zustimmung, dass zB (bitte entschuldigt, aber ich nehme euch einfach mal als Beispiel, weil ihr hier doch recht unterschiedlich argumentiert) Elfchen und claraluna auf dem gleichen Wertekonkstrukt, wie dem Grundgesetz, aufbauen und dennoch teilweise zu ganz unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen?

    Wir haben da ja schon einen sehr wesentlichen Unterschied herausgearbeitet:


    Auf der einen Seite wird eine Gruppe definiert, die bevorzugt wird und auf der anderen Seite nicht.

    Das ist nicht das gleiche Wertekonstrukt.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • So, jetzt klappt es auch mit den gespeicherten Zitaten. Warum auch immer erst jetzt...

    Also, die entsprechenden Werte sind ja schon moralisch gut. Das macht aber die Menschen nicht zu besseren Menschen, die sich in dem politischen Spektrum bewegen.

    Ein Hinweis für mich, genau zu schauen, wer warum was sagt und tut.

    Ich finde den Begriff extrem ja extrem unklar.

    Extrem ist schwammig, ich würde es als monoperspektivisch verstehen.

    Radikal von an die Wurzel gehend.

    Um im Bild zu bleiben: jede Wurzel muss sich an der Frischluft bewähren in Kontakt mit der Umwelt und den Wesen um sich herum. (Oder gibt es Wurzeln, die für sich unter der Erde bleiben und dort gut vor sich hin leben können? Ich weiß es grad wirklich nicht)

    Die Mittel sind dann nartürlich nicht beliebig.

    Ein paar kaputte Autos auf dem Weg dahin finde ich vertretbar, Körperverletzung oder gar Tote sind natürlich was anderes. Da müssen wir dann schon zur Nothilfe kommen: Den Nazi zu erschiessen, der gerade einen Ausländer anzünden will, finde ich schon ok.

    Mir ist klar, du sprichst bildlich, aber deinen letzten Satz würde ich übersetzen mit: Person A will Person B anzünden und meine einzige Möglichkeit, das zu verhindern, ist Schusswaffengebrauch. Klar, würd ich wahrscheinlich tun. Allerdings nur unter der prämisse, dass in unserer theoretischen Gleichung für die Personen A und B jede beliebige denkbare Person eingesetzt werden kann.