Rechte Ideologien in Bedürfnisorientierten Erziehungscommunities

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  • hallo zusammen.... ja das Wort mundtot machen.... hatte dann noch recherchiert, ob das irgendwie rechts behaftet ist - das Wort.

    Weil ich das auch als... mh... das kommt aggressiv. Das sehe ich ja auch so. Netter wäre gewesen... ich fühle mich hier nicht gehört oder so.

    Wenn Du aber im Kontext liest... ich habe das auch so wahrgenommen. Dass ich geschrieben und geschrieben habe, ich zusammenhanglos zitiert wurde .....nicht das gehört wurde, was ich ausgleichend gesagt habe.


    Wie gesagt ich habe nochmal nachgelesen. Und elfchen hatte den Linkspopulismus Strang mit einem Zitat von mir eröffnet, in dem ich geschrieben habe - vernünftige Stimmen fehlen und dann das mit Alusras Linkspopulismus kombiniert.

    Was ich da drum rum geschrieben habe - kam nicht mit. Das ist einfach schwierig. Weil mit Finger auf jemanden gezeigt. Statt zu sagen.. ich würde gerne mal mit euch diskutieren, was Linkspopulismus ausmacht, ob es das heutzutage braucht...


    Ich hätte mich dazu eventuell nochmal äußern sollen - aber ja.. ich stehe da nach wie vor zu den vernünftigen Stimmen. Ich hätte da vielleicht noch dazusetzen können - ausgleichende Stimmen fehlen. Es galt wohlgemerkt kein anderes Argument zur Sache........ es kam immer und immer wieder pauschal.. ihr von rechts... ihr ohne Empathie. Und dann sind wir halt wieder bei Alusras statement. Mein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat war dann wieder Anlass mich weiter zu diskutieren und mir entsprechend zu schreiben.


    Das Schöne für mich an der Sache ist hier ja - ich recherchiere im Hintergrund :-)..... und lerne noch mal dazu.

    Jetzt hätte der Linkspopulismus ja total spannend werden können. Auf Sachebene.


    Da hatte ich dann einen differenzierten Artikel zu Links-und Rechtspopulismus eingestellt und wurde auch halt wieder nicht Ernst genommen. Im Wikipedia Artikel kommt ja auch noch irgendwie... komplette Umverteilung oder so... Diese Frage hatte ich auch im strang gestellt und wieder keine Antwort erhalten.


    zu Alusras Abschlussstrang - ich bin nach wie vor traurig, dass eine userin, die seit 2009 dabei ist, sich aus diesem Grund abmeldet. Dass da ihr von niemand eine Hand gereicht wurde. Im Abschiedsstrang kam dann ein ... wir positionieren uns gegen Rechts.. oder so ähnlich... völlig zusammenhanglos.


    Ich hatte da dann nämlich noch geschrieben, ob man nicht mal den Abschiedsstrang so stehen lassen kann und auch Wahrnehmungen und Gefühle des anderen mal anerkannt werden. Und dann gings wieder hoch her.

    Seit heute kam kein statement vom Team. Der Strang wurde am Sonntag geschlossen.


    Staubflocke .. tja was heisst Problem - hier sind etliche sehr verletzte Userinnen ... ich denke auch bei elfchen habe ich das gelesen.... und das ist doch eigentlich total schade.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Danke für diesen Beitrag. Abgesehen davon, dass für mich damit 80% der Diskussionen in diesem Strang quasi erschlagen sind und mE der wichtigste Punkt festgehalten (alles andere dreht sich ja hier irgendwie als nur im Kreis), möchte ich deinen Post am liebsten ausdrucken, vervielfältigen und zahlreichen Menschen in die Hand drücken, damit sie endlich mal den Kopf aufmachen und mir nicht auf die Nerven gehen mit ihren Schubladen. Ich bin nämlich auch schwer einzuordnen und bin mich deswegen dauernd am erklären- dabei bin ich davon überzeugt, dass das im Grunde genommen ganz vielen denkenden Menschen so geht (und das sind sehr viele, leider wird immer so getan als wäre die Welt so einfach... wäre ja auch schön). Ich sehne mich nach einer Welt ohne "Filterblasen" und dazugehörigen Algorithmen, damit diese Feststellungen endlich mal wieder ins Bewusstsein der Menschen verrückt.


    Danke.

  • ich denke auch bei elfchen habe ich das gelesen.... und das ist doch eigentlich total schade.

    Verletzt ist eigentlich gar kein Ausdruck. Und das bin nicht nur ich.

    In Alusras Abschiedsstrang, den ich explizit gemieden habe, weil ich nicht nachtreten wollte, habe ich erst geschrieben, als ein Zitat von mir völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

    Nicht mal zu der "fiesen Mädelsclique" und dem "Kindergarten" hab ich was geschrieben, obwohl das für mich absolut unterste Schublade ist. Genau so könnte ich nämlich auch argumentieren, weil sich dort verschwestert wurde gegen anders Denkende.

    Wegen dem Linkspopulismusvorwurf und deinen unverschämten "vernünftigen Stimmen" hab ich den Rechts-Linkspopulismus Strang eröffnet.

    ICH im Gegensatz zu anderen hatte nämlich so viel Anstand, das nicht in einem Abschiedsstrang zu diskutieren.

  • hallo zusammen.... ja das Wort mundtot machen.... hatte dann noch recherchiert, ob das irgendwie rechts behaftet ist - das Wort.

    Weil ich das auch als... mh... das kommt aggressiv. Das sehe ich ja auch so. Netter wäre gewesen... ich fühle mich hier nicht gehört oder so.

    Wenn Du aber im Kontext liest... ich habe das auch so wahrgenommen. Dass ich geschrieben und geschrieben habe, ich zusammenhanglos zitiert wurde .....nicht das gehört wurde, was ich ausgleichend gesagt habe.

    Ich möchte mich - als Privatperson die wie einige Andere recht viel ehrenamtliches Herzblut in dieses Projekt steckt - mal etwas zu diesem Punkt sagen:

    Was Du da schreibst, sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Und ersteres, ja, das kam bei mir aggressiv an und da es schlichtweg falsch ist, empfinde ich solche Vorwürfe auch persönlich sehr verletzend.

    Schreibt eine Userin, sie "fühlt sich nicht gesehen", dann bin ich betroffen, versuche mich an der Nase zu nehmen und mehr für die Wahrnehmung zu machen.

    Schreibt eine Userin sinngemäss: "Hier wird man mundtot gemacht" - nach wohlgemerkt mehreren Seiten vielfältiger Kritik am Forum, dem Team und diversen Userinnen, die einfach stehen gelassen wurde und immer noch steht (!sic) - dann macht mich das fassungslos. Und ich weiss ganz ehrlich nicht, was ich da für mich mitnehmen soll und was für Konsequenzen ich daraus ziehen will.


    Talpa, nicht in Absprache mit dem Team

  • ich habe farbig im Beitrag kommentiert :)

  • Ich möchte mich ausdrücklich auf *beide* Beiträge beziehen und sie fett unterschreiben. Das war doch mal der Ausgangspunkt (also, nach meinem Empfinden und meiner Motivation, überhaupt etwas dazu zu schreiben: Dass man "Positionen in Sachfragen" und "rechte bzw. rechtsextreme Gesinnung" oder "linksextreme Gesinnung" nicht verkürzend gleichsetzen sollte, dass genau dies aber immer häufiger passiert (auch in den Medien), dass dadurch viele, die in einem Punkt eine nicht so populäre Meinung haben, dann vorschnell in eine ("rechte" oder "linke") Ecke geschoben werden. Dass das aber gefährlich ist, weil 1. der Eindruck entsteht, es ist nur eine Einheitsmeinung in diesen Sachfragen gewünscht 2. weil damit Radikalismus/Extremismus verharmlost wird, wenn man zu früh mit diesen rhetorischen Kanonen auf Spielarten verschiedener Meinungen innerhalb des demokratischen Konsens schießt.

    Ich konnte das leider nicht so gut ausdrücken wie ihr beide, bin aber froh, dass dieser Aspekt in Erinnerung gebracht wird.

    Selbstverständlich muss man sich verteidigen, wenn der demokratische Konsens verlassen wird, und sich abgrenzen.

    Sowohl kommunistische als auch wertkonservative Ansichten sind dabei noch (nach meinem Verständnis - und ich glaube mich damit auf dem Boden des Grundgesetzes zu befinden) Teil des demokratischen Konsens, sofern sie jeweils a) das Grundgesetz respektieren, b) die dort versicherten Rechte auch Andersdenkenden/Andersgläubigen/anderen Ethnien und Minderheiten zuerkennen und c) die Grenze zur Gewalt nicht überschreiten und auch rhetorisch nicht dahingehend mitwirken, dass die Schwelle zur Gewaltbereitschaft sinkt.

    Wer auch nur einen dieser Punkte missachtet, ist rechtsextrem oder radikal oder läuft jedenfalls Gefahr, diese Schwelle zu überschreiten.

    There is a crack in everything - That's how the light gets in...:rose:

    (Leonard Cohen)

  • Selbstverständlich muss man sich verteidigen, wenn der demokratische Konsens verlassen wird, und sich abgrenzen.

    Sowohl kommunistische als auch wertkonservative Ansichten sind dabei noch (nach meinem Verständnis - und ich glaube mich damit auf dem Boden des Grundgesetzes zu befinden) Teil des demokratischen Konsens, sofern sie jeweils a) das Grundgesetz respektieren, b) die dort versicherten Rechte auch Andersdenkenden/Andersgläubigen/anderen Ethnien und Minderheiten zuerkennen und c) die Grenze zur Gewalt nicht überschreiten und auch rhetorisch nicht dahingehend mitwirken, dass die Schwelle zur Gewaltbereitschaft sinkt.

    Wer auch nur einen dieser Punkte missachtet, ist rechtsextrem oder radikal oder läuft jedenfalls Gefahr, diese Schwelle zu überschreiten.

    Das sehe ich grundsätzlich anders, ich hielte es für fatal sich erst dann zu verteidigen, und deutlich ab zu grenzen wenn die Grenze bereits überschritten ist. Das ist gefährlich.


    Es MUSS in meinenAugen vorher diskutiert werden und es ist elementar wichtig das sich da die einzelnen Richtungen voneinander abgrenzen, dass nennt man politischen Diskurs und den finde ich elementar in einer Demokratie.


    Ich möchte da ein Zitat von Erich Kästner erwähnen:


    “Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.
    Das ist die Lehre, das ist das Fazit dessen, was uns 1933 widerfuhr. Das ist der Schluss, den wir aus unseren Erfahrungen ziehen müssen, und es ist der Schluss meiner Rede. Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben.”


    Wir können nicht warten bis der Boden des Grundgesetzes verlassen worden ist.

  • @Kiwi: Natürlich. Aber es muss auch was zu bekämpfen da sein. Wo möchtest du denn sonst die Grenze ziehen?


    X hat gesagt: "Ich finde Corona-Masken nicht effektiv" - also muss ich aufpassen, dass X mit seiner rechten Gesinnung keine anderen ansteckt?

    Y hat gesagt: "Ich bin gegen das Impfen, das ist alles Lobbypolitik der Pharmakonzerne" - das könnte eine zukünftige Linksradikale sein, von der ich mich jetzt abgrenzen muss, bevor sie sich demnächst radikalisiert und eine Brandbombe bei einem Pharmaunternehmen zündet?

    Z hat gesagt: "Auf die kleinen Leute wird gar nicht geachtet. Die Politiker da oben nehmen mich überhaupt nicht ernst." Z ist bestimmt übermorgen ein Pegida-Anhänger, dem ich am besten heute direkt über den Mund fahre, um mich von seiner rechten Gesindel abzugrenzen?


    Entschuldigung für meine satirische Überspitzung, unbekannterweise, ich mag dich wirklich gern und bin mir so 100ig sicher, dass wir politisch ungefähr ähnlich eingebunden sind, aber das ist doch das Selbstverständlichste der Welt, dass man Rechtsradikale nicht gewähren lassen darf. Das einfachste, das zu sagen, und dafür Lorbeeren zu kassieren.

    Das ist aber doch zwischen den Parteien auch gar nicht streitig! Auch nicht hier, finde ich.

    Es geht doch nur um folgendes: Wann geht es los? Wo zieht man die Grenze? Ab wann ist ein Forum rechtsradikal unterwandert? Wo muss ich Einhalt gebieten? Spinosa hat das doch schon vor drölfzig Seiten auf den Punkt gebracht.

    Man kann nicht "vorsorglich" Leute mit unliebsamen Meinungen "verdächtigen", man wird schon warten müssen, bis da was kommt. Und ein Forum ist nicht automatisch rechtsradikal unterwandert, weil da 10 Impfgegner sind und 10, die die allgemeine Maskenpflicht oder andere Teile der Maßnahmen gegen Corona anzweifeln. Man kann eben "Meinung in Sachfrage" und "Gesinnung" nicht gleichsetzen.

    Das ist für mich das Thema, alles andere ist selbstverständlich.

    Sorry, falls das jetzt so spontan formuliert hart rüberkommt: Ich verstehe nur einfach nicht, wie wir so aneinander vorbeireden können, obwohl wir ganz sicher im Kern dasselbe meinen. Oder auf welchem Schlauch stehe ich? Vielleicht habt ihr konkrete Beispiele vor Augen, die ich nicht sehe, weil ich nicht alle Stränge verfolge.

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    (Leonard Cohen)

  • Du vermischst da jetzt aber Äpfel mit Birnen.

    Dass Massnahmengegner automatisch rechts sind, sagt doch gar niemand. Am wenigsten Kiwi 🙈😁

    Wer sich nicht laut und deutlich abgrenzt, ist dagegen mindestens Mitläufer.

    Wenn ich am Rechner bin, schreibe ich mehr. Ich muss nebenher auch noch arbeiten 😁

  • Ich ziehe da die Grenze, wo de Jeanine der Corona-Masken für ineffektiv hält , brav hinter der Reichskriegsflagge marschiert.


    Kritik an Corona-Masnahmen oder Impfungen sind nicht rechts oder links, mit der AfD zu sympathisieren, mit PeGida zu marschieren, sich im Angesicht von Reichskriegsflaggen nicht deutlich abzugrenzen, die Rote Linie in der Sprache immer weiter nach hinten zuschieben, Rechten Politikern den Tod zu wünschen, Beifall zu klatschen wenn Menschen (egal welcher Gesinnung bedroht )werden, da müssen wir eine Linie ziehen, da wo Fake News verbreitet werden, wo Dinge verschwiegen werden, wo sie vertuscht werden, da müssen wir laut werden.

  • Du vermischst da jetzt aber Äpfel mit Birnen.

    Dass Massnahmengegner automatisch rechts sind, sagt doch gar niemand. Am wenigsten Kiwi 🙈😁

    Wer sich nicht laut und deutlich abgrenzt, ist dagegen mindestens Mitläufer.

    Wenn ich am Rechner bin, schreibe ich mehr. Ich muss nebenher auch noch arbeiten 😁

    Klar, aber nicht ich vermische das, sondern der gesellschaftliche Diskurs. Ich wollte nur versuchen, dafür zu sensibilisieren.

    Deswegen ist es ja eine satirische Zuspitzung.

    Wo ist hier schon jemand, der sich von rechts nicht abgrenzen will (wie gesagt, vielleicht habe ich in einem anderen STrang etwas nicht mitgekriegt?) #gruebel

    ES geht mir um die Frage, wo fängt "rechts" an - und seit wann ist rechts das gleiche wie "rechtsradikal"? Wie schnell verteilt man ein "Etikett", wenn sich der andere nicht "outet"? Wo ist denn das Geheimzeichen der Rechten, wenn die sich nicht durch rechte Positionen "outen", sondern "heimlich" unterwandern? Wie sieht das in der Praxis aus?

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  • Ich ziehe da die Grenze, wo de Jeanine der Corona-Masken für ineffektiv hält , brav hinter der Reichskriegsflagge marschiert.


    Kritik an Corona-Masnahmen oder Impfungen sind nicht rechts oder links, mit der AfD zu sympathisieren, mit PeGida zu marschieren, sich im Angesicht von Reichskriegsflaggen nicht deutlich abzugrenzen, die Rote Linie in der Sprache immer weiter nach hinten zuschieben, Rechten Politikern den Tod zu wünschen, Beifall zu klatschen wenn Menschen (egal welcher Gesinnung bedroht )werden, da müssen wir eine Linie ziehen, da wo Fake News verbreitet werden, wo Dinge verschwiegen werden, wo sie vertuscht werden, da müssen wir laut werden.

    Siehst Du, da ist doch der Konsens zwischen uns. Genau da wird dann der demokratische Konsens verlassen (Reichskriegsflagge, AfD, Radikalisierung der politischen Rhetorik). Genau das meine ich. Und das unterstrichene sagt eben noch nichts darüber aus. Man kann das als Meinung punktuell vertreten.

    Man darf aber nicht mit Neonazis marschieren oder Steine auf Polizisten werfen. Das muss der Diskurs eben trennen. Von letzterem abgrenzen! Die Trennlinie funktioniert durchaus.

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  • Das da

    Dann müssten die Profilbilder mit extremen Links-Bezug hier bitte auch untersagt werden. Denn für mich steht die Antifa für Linksextremismus, die immer wieder mit Gewalt und Extremismus auffallen. Wer hier die eine Seite verbieten möchte, bitte auch dafür Sorge tragen, dass sich von JEGLICHEM Extremismus distanziert wird!!! Ansonsten seid ihr für mich dermaßen unglaubwürdig für ein Forum, dass sich Toleranz auf die Fahnen schreibt. Aber tja, hier wird ja immer nur in eine Richtung geschaut, näch?

    kommt dabei raus, wenn man auf rechte Hetzer reinfällt.

  • Da hinkst Du jetzt tatsächlich hinterher Zeitmeisterin* , die Fragen haben wir schon besprochen...frag mich aber bloß nicht in welchem der Stränge, ich komm selbst schon durcheinander #schäm

  • Ich ziehe da die Grenze, wo de Jeanine der Corona-Masken für ineffektiv hält , brav hinter der Reichskriegsflagge marschiert.


    Kritik an Corona-Masnahmen oder Impfungen sind nicht rechts oder links, mit der AfD zu sympathisieren, mit PeGida zu marschieren, sich im Angesicht von Reichskriegsflaggen nicht deutlich abzugrenzen, die Rote Linie in der Sprache immer weiter nach hinten zuschieben, Rechten Politikern den Tod zu wünschen, Beifall zu klatschen wenn Menschen (egal welcher Gesinnung bedroht )werden, da müssen wir eine Linie ziehen, da wo Fake News verbreitet werden, wo Dinge verschwiegen werden, wo sie vertuscht werden, da müssen wir laut werden.

    Siehst Du, da ist doch der Konsens zwischen uns. Genau da wird dann der demokratische Konsens verlassen (Reichskriegsflagge, AfD, Radikalisierung der politischen Rhetorik). Genau das meine ich. Und das unterstrichene sagt eben noch nichts darüber aus. Man kann das als Meinung punktuell vertreten.

    Man darf aber nicht mit Neonazis marschieren oder Steine auf Polizisten werfen. Das muss der Diskurs eben trennen. Von letzterem abgrenzen! Die Trennlinie funktioniert durchaus.

    Ich freue mich, dass du das ähnlich siehst wie ich, aber gewöhn dich schonmal an eisigen Gegenwind wenn Du sagst die AfD verliesse den demokratischen Konsens, und wer sich da alles selbst und andere als „besorgter Bürger“ bezeichnet und nicht als das was er ist nämlich rechtsextrem oder ein Neonazi sieht man bei Pegida und AfDsehr deutlich...

  • Ich freue mich, dass du das ähnlich siehst wie ich, aber gewöhn dich schonmal an eisigen Gegenwind wenn Du sagst die AfD verliesse den demokratischen Konsens, und wer sich da alles selbst und andere als „besorgter Bürger“ bezeichnet und nicht als das was er ist nämlich rechtsextrem oder ein Neonazi sieht man bei Pegida und AfDsehr deutlich...

    Konsens. Ich wundere mich nachhaltig und vertrete als Juristin tatsächlich die (wahrscheinlich nicht haltbare) Auffassung, dass man nicht warten darf, bis das Grundgesetz mit Füßen getreten wird, sondern eine konkrete Gefährdung genügen muss, um Verfassungsschutzmaßnahmen zu erwägen, zumindest gegenüber gut aufgestellten Netzwerke, denen man nicht mehr rechtzeitig Einhalt gebieten könnte, wenn es später zu einer Überschreitung der Grenze kommt.

    Auf der anderen Seite - wird zu viel zu früh unterbunden, ist leider die organisierte Rechtsextreme Meisterin darin, in die Opferrolle zu gehen.

    Deswegen hoffe ich immer auf eine gute innere Abgrenzungsfähigkeit - dass eben auch X nicht vorschnell auf die Opferrolle reinfällt, sondern weiß, egal, wie unterdrückt die jetzt tun, wer Flüchtlinge an der Grenze abschießen möchte...die Reichskriegsflagge zeigt...etc. mit dem will ich nichts zu tun haben. Man wird aber von außen schlecht verhindern können, dass jemand, dem diese Wahrnehmung fehlt, da nicht einfach mitrennt bzw. wer schon in seiner Filterblase festgeklebt ist. Das ist ein echtes Problem.

    Achso, und:

    Da hinkst Du jetzt tatsächlich hinterher Zeitmeisterin* , die Fragen haben wir schon besprochen...frag mich aber bloß nicht in welchem der Stränge, ich komm selbst schon durcheinander #schäm

    Das ist bei mir ein Dauerproblem, auch in RL #hmpf. Es ist für mich auch gar nicht schlimm, wenn ihr mich darauf hinweist.

    Trotzdem bin ich froh, hier einfach mal ein paar der Gedanken loswerden zu können, die mich so umtreiben. Ich wüsste übrigens auch wirklich leider nicht wo sonst, da ich manchmal das Gefühl habe, allgemein würde die Bereitschaft, differenziert zu denken, in der Gesellschaft immer kleiner.

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  • Mist, zu spät zum editieren:

    wenn Du sagst die AfD verliesse den demokratischen Konsens, und wer sich da alles selbst und andere als „besorgter Bürger“ bezeichnet und nicht als das was er ist nämlich rechtsextrem oder ein Neonazi sieht man bei Pegida und AfDsehr deutlich...

    Ich wollte nur noch ergänzen: Diese Auffassung habe ich schon im Landtagswahl-Strang oder AfD-Strang (uralt) und auch hier schon mal irgendwo auf den ersten Seiten vertreten: Das sind keine verführten Schäfchen, da fehlt bereits die innere Kritik bzw. innere Übereinstimmung mit demokratischen Werten, wenn man da mitläuft. Deswegen ist für mich eben nicht nur die Abgrenzung gefragt, sondern immer auch die Bildung und das Bewusstsein für demokratische Werte und Strukturen und die Verinnerlichung dieser Werte (was nicht so leicht ist - und man sich als Jurist viel Unangenehmes anhören muss, wenn man darauf hinweist, warum auch für Sexualverbrecher die Todesstrafe nicht wieder eingeführt werden sollte oder warum auch Demonstrationen von Menschen, die man für Idioten hält, nicht von vorneherein grundsätzlich verboten werden können).

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  • Ich wundere mich nachhaltig und vertrete als Juristin tatsächlich die (wahrscheinlich nicht haltbare) Auffassung, dass man nicht warten darf, bis das Grundgesetz mit Füßen getreten wird, sondern eine konkrete Gefährdung genügen muss, um Verfassungsschutzmaßnahmen zu erwägen, zumindest gegenüber gut aufgestellten Netzwerke, denen man nicht mehr rechtzeitig Einhalt gebieten könnte, wenn es später zu einer Überschreitung der Grenze kommt.


    Das ist ein Punkt, der mich nachhaltig umtreibt, wenn es dann um die "Corona-Diskussion" geht. Absoluter Konsens zu dem, was ich zitiert habe. Daneben sehe ich den Verfassungsbruch und rechtswidrige Maßnahmen durch die Regierungen und ausführende Behörden und werde im Forum mit diesem Thema vollständig ignoriert oder massiv angefeindet. Dabei ist das nicht meine private Meinung sondern rechtswissenschaftlich und gerichtlich bestätigt und die Belege dazu gibt es ja öffentlich zugänglich. Aber an diesem Punkt ist es dann umgedreht: spreche ich den Verfassungsbruch an, werde ich in die rechte Ecke geschoben, weil von dort dieses Thema auch platziert wird.


    Ich grenze mich deutlich von rechts und VT ab, trotzdem ist dieses Thema per se als "rechts" abgestempelt und damit diskreditiert.


    Nicht hier im Forum aber im öffentlichen Diskurs geht das ja dann so weit, dass den Gerichten, die die Rechtswidrigkeit festgestellt haben, unterstellt wird, sie hätten staatsfeindliche Tendenzen oder gestandene Verfassungsrechtler geraten unter Druck, ihre geäußerte Rechtsmeinung zu revidieren und werden wegen ihrer Feststellungen als per se inkompetent dargestellt oder als "rechts" verdächtigt.


    Ebenso wie nicht-rechte Demonstranten gegen die Corona Maßnahmen in einer gefährlichen Allianz mit Rechtsaußen unterwegs sind (wobei es vielfältige Bemühungen gibt, sich deutlich abzugrenzen, aber die werden ausgeblendet) befindet sich "die Antifa", die auf den Demos dagegen schreit (wobei mir trotz vielem lesen immer noch unklar ist, wer sich da eigentlich organisiert, um dagegen zu halten, in der Berichterstattung heißt es halt "Antifa") in einer Allianz mit einem Staat der nun schon für eine lange Dauer sich offen und bewusst über die Rechtsordnung hinwegsetzt, was ich in vielerlei Hinsicht für brandgefährlich halte.


    Diese Antifa/ Staat Allianz ist ebenso abstrus wie die Maßnahmen-Kritiker/rechtsaußen Allianz, ich sehe aber schon deutlich nur bei der zweiten Paarung eine Gefahr in der Allianz selbst, weil dadurch zu viele nach rechts rutschen, weil sie alles durcheinander bekommen ( und das natürlich Kalkül des Rechtsaußen ist). Trotzdem sollte man die Zusammenhänge sehen und bei der eigenen Positionierung nicht Dinge ausblenden, nur weil es das Ganze komplizierter macht.

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • "Die Antifa" sieht sich da eher in Allianz mit der Mehrheit der Wissenschaft, den Staat an sich und seine Auswüchse finden die meisten noch immer scheisse. Siehe aktuelle Debatten über Polizeigewalt, es finden täglich irgendwo Demonstrationen für die Aufnahme von Flüchtlingen statt, etc.

  • Du vermischst da jetzt aber Äpfel mit Birnen.

    Dass Massnahmengegner automatisch rechts sind, sagt doch gar niemand. Am wenigsten Kiwi 🙈😁

    Kiwi sagt das nicht. Im Coronastrang wurde diese Auffassung aber durchaus lautstark vertreten. Bis hin zu der Aussage, dass ja ausschließlich die Kinder von Nazis Probleme damit haben, in der Schule durch eine Maske zu atmen, denn das sei ja nur eine Frage der richtigen inneren Einstellung, ob man problemlos mit Maske atmen kann oder nicht.


    Selbstverständlich sollte das Forum nicht erst abwarten, bis der Holocaust geleugnet wird oder sonstige strafrechtlich relevante Inhalte gepostet werden. Eine Aussage wie z.B. "das sind doch gar keine echten Flüchtlinge, die wollen doch in Wahrheit nur nach Deutschland, um die deutschen Frauen zu vergewaltigen" ist meines Erachtens zwar noch von der Meinungsfreiheit abgedeckt insofern, dass niemand wegen einer solchen Aussage ins Gefängnis kommt. Aber wir als Forum müssen sowas nicht dulden, und deshalb hat es zu Recht in der Vergangenheit (als eine bestimmte Userin vor mehreren Jahren sich öfters in dieser Weise äußerte) sehr deutliche Reaktionen und Abgrenzung daraufhin gegeben.


    Aber man sollte halt schon wirklich jedesmal hinterfragen: Diese Aussage und diese Meinung gefällt mir nicht - aber ist diese Meinung bzw. Aussage wirklich nur mit einer rechten/ rechtsextremen Gesinnung erklärbar? Falls die Antwort im Einzelfall "ja" lautet: Dann unbedingt deutlich abgrenzen und die betreffende Userin verwarnen. Falls "nein": Dann bitte weiter reden, diskutieren, ernst nehmen.

    Liebe Grüße von Spinosa


    "Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten." (Dietrich Bonhoeffer)