Spielzeug vom Baby ausmisten

  • Wir haben im ersten Jahr Unmengen an Spielzeug geschenkt bekommen und mittlerweile eine gute größere Kiste voll. So weit, so schön. Wir versuchen eigentlich unseren Haushalt recht minimalistisch zu halten, was mit Kind quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist. Dennoch denken wir, dass das Kind keine 5 "Rasseln", 4 Greifringe o.ä. braucht.


    Wir haben aber keine Ahnung, wie wir das aussortieren sollen. Bei den eigenen Sachen ist das immer einfach, weil man schnell weiß ob man das jemals noch brauchen wird oder nicht. Aber das Kind kann sich dazu ja nicht äußern bzw. äußert sich sehr divers: Am einen Tag ist Greifring 1 super und 2-4 langweilig, an einem anderen Tag ist Greifring 2 und 3 super toll und 1 und 4 langweilig. Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich dem Kind irgendwie "Lieblingsspielzeuge" plötzlich wegnehme, weil ich ausmisten möchte. Oder habt ihr einfach gewartet, bis das Kind komplett aus Spielsachenkategorien rausgewachsen war? (z.B. Rassel-Sachen o.ä.) ).

    Mich würde da eure Meinung mal interessieren, wie ihr das gelöst habt.

  • Wir hatten ne Spielzeugkiste fürn Großteil und haben immer nur etwa 1 - 3 Teile gesamt in Baby-Reichweite gelegt. Das immer wieder ausgetauscht wenns langweilig wurde.

    Sachen, die nie groß beachtet wurden kamen gleich weg. Der Rest erst, als er aus der Phase draussen war.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • ja, ähnlich wie bei Preschoolmum - mehrere beißringe zum durchwechseln, waschen, ...

    Dinge, die nie interessant waren, durften weg.

    Mit Kleinkindern muss man eine ganz neue Art minimalismus lernen ...

  • Ich habe meist erst aussortiert, wenn die Phase vorbei war. Und Beißringe können auch für die kommenden Milchzähne toll sein. ;)


    Ich habe auch jetzt noch eine Kleine Kiste mit Baby Spielzeug da. Wenn Besuch mit Baby oder Kleinkind kommt , war das immer gut. So werde ich auch eine Duplo Kiste packen und dann bei Besuch mit Kindern in dem alter etwas altersgerechte a zum spielen da haben.


    Ich bin aber auch kein dan von extremem Minimalismus.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ganz ähnlich wie bei den vorschreiberinnen. Tatsächlich bekommt Minimalismus mit Kind eine andere Dimension... Wenn ich geahnt hätte, dass die Beissringe nur die Vorhut sind ... danach kam dann die Phase, wo sie anfingen zu sammeln ( Stöcke, Steine, Kastanien .... Kiste vor der Wohnung hat sich bewährt ;)), danach Playmobil und Lego....


    Das wolltest Du jetzt wahrscheinlich nicht hören #angst

    Aber miste ruhig beherzt aus, ich musste das erst lernen. Meist ist Babyspielzeug eh nur kurz interessant. Babys und Kleinkinder spielen ja auch gern mit Naturmaterialien oder Haushaltsgegenständen ( Tupperdosen ein- und ausräumen, Wasser, Linsen schütten...) Du wirst eigentlich nie zu wenige Spielsachen haben ;)

    Doubt kills more dreams than failure ever will #sonne

  • Stöcke, Steine, Kastanien .... Kiste vor der Wohnung hat sich bewährt ;) ),

    Wir haben bisher bei jedem Umzug 1-2 Kofferräume voll mit Stöcke , Steinen und co in den Wald gefahren. #angst

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Es kommt sicher aufs Kind an, aber unsere ist jetzt 7 und sie kann sich ganz prima noch mit der Kiste Babyspielsachen beschäftigen, die alle paar Monate für ein paar Tage vom Schrank geholt wird. Das Spielzeug wird dann an die Kuscheltiere und Puppen verteilt, sie entwickelt ganz viele Geschichten damit... ich bin also ganz froh, dass ich das ganze Zeug nicht aussortiert habe, denn es bietet heute noch einige Spielanlässe.

    Also daher keine Aussortier-Tips von mir, eher das Gegenteil :)

  • Mein Minimalismus musste Pause machen, solange die Kinder sich nicht aktiv und reflektiert dazu äußern konnten.


    Die Spielsachen gehören mir nicht, deshalb habe ich keine letztgültige Entscheidungshoheit. Okay, da kann man im Detail diskutieren, weil ich ja in einigen Belangen fürs Baby und Kleinkind Entscheidungen treffen muss, die ebenso übergriffig wären bei jemandem, der sich selbstbestimmt äußern könnte.


    Wichtiger noch aber finde ich, dass ich ja in den nächsten Jahren nicht im Dauerclinch mit meinem Kind liegen will, das jeden Besitz mit Zähnen und Klauen verteidigt, weil es die Erfahrung gemacht hat, dass Mama ihm das in einem unbemerkten Moment wegnimmt.


    Wir haben vielmehr (und mit Schnüppchen tu ich das noch) zu regelmäßigen Terminen gemeinsam durchgeräumt und verschenkt oder verkauft, was nicht gebraucht wurde, sobald das gemeinsam möglich war. Manches durfte auch in Bedenkzeit im Keller eingelagert werden. Und, am allerwichtigsten, die Kinder haben immer wieder erlebt, dass ich das mit meinen Sachen ebenso mache.

    तत् त्वम् असि

  • Wir haben nicht so viele Spielsachen in der Babyzeit gehabt, da ich das wenn alles selber kaufen musste. Damit gab es auch meist nur eins pro Sorte. Das einzige was es hier mehrfach gab, waren Schnuffeltücher (grundsätzlich uninteressant) und Stapelspielzeuge (same here). Trotzdem hab ich da mit manchem daneben gegriffen oder der Spielwert war sehr kurz. Prinz Kalaf hatte bei allem Favoriten. Ich habe diese dann für ein evtl. Geschwister zur Seite getan bzw. im Mütterfreundeskreis zum Ringtausch freigegeben. Irgendwann kommt es dann zurück. Ich habe den Luxus, mein kostenloses Kinderklamotten und Spielzeuglager bei der Oma im Keller aufschlagen zu dürfen.

    Silberner Mond du am Himmelszelt, strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld, blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe, sage mir doch, wo mein Schatz weile.

    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum, ich würde seiner gedenken: mög' er,

    verzaubert vom Morgentraum, seine Gedanken mir schenken.



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  • Ich würde nicht aussortieren.

    Das braucht man doch alles #angst


    Ich habe eine große Sammlung verschiedener Rasseln und Babyspielzeuge die ich immer wieder durchwechsele. Sich wer weiß wie lang mit einer Rassel zu beschäftigen ist doch langweilig.


    Ich kaufe sogar noch zu #angst wenn ich was besonders niedlich finde oder mir vorstellen kann das P. begeistert sein könnte.

    Momentaner Liebling ist eine Holzrassel mit Häkelstoff, vorher war es ein Glühwürmchen von Lamaze, davor eine Plastikflasche mit Nudeln....das wechselt immer.

    Sie krabbelt jetzt und nutzt die Dinge auch ganz anders als in den ersten Monaten. Knallt sie aneinander, wirft sie usw....ich finde nicht das das schnell langweilig wird.

         

    Midna2 ist Midna nur in schusselig #rolleyes

    Schon länger dabei

  • Hier wechseln die Vorlieben auch dauernd. Hätte ich vor einem Monat ausgemistet, hätte ich das jetzige Lieblingsspielzeug vom Sohnemann entsorgt weil es damals noch völlig uninteressant war. Und umgekehrt, das damals heiß geliebte Stofftier wird jetzt ignoriert. Dafür ist ein anderes toll.

    Ich miste gerade gar nicht groß aus, was irgendwie kaputt ist kommt weg, ansonsten bleibt der Kram bis auf weiteres. Ich sehe das auch so, dass es ja nicht mein Spielzeug ist, und ich deswegen auch nicht eigenmächtig darüber entscheiden will. Sohn kann sich mit seinen 12 Monaten dazu ja noch nicht wirklich äußern und wechselt seine Vorlieben wie die Windeln.

    Dazu muss ich aber sagen, dass er nicht sooo viel Spielzeug hat. Eine kleine Kiste voll, inklusive ein paar größere Stofftiere. Das ist also auch unter Minimalismus Gesichtspunkten noch verschmerzbar :D

  • Wir haben vielmehr (und mit Schnüppchen tu ich das noch) zu regelmäßigen Terminen gemeinsam durchgeräumt und verschenkt oder verkauft, was nicht gebraucht wurde, sobald das gemeinsam möglich war.

    Das geht einfach nicht mit allen Kindern. Und wenn man wirklich zuviel Kram bekommt, finde ich es auch eine Überforderung der Kinder.

    Hier funktioniert es ganz gut, sie bei vielen, aber eben nicht allen, Dingen mit einzubeziehen. Sie wissen, dass ich Lieblingsdinge nie ungefragt weggeben würde. Aber Dinge, die unwichtig sind (über einen langen Zeitraum) dürfen weg, das darf ich alleine machen. Das ist ihnen sogar lieber, weil sie wissen, dass sie sich da sehr schwer tun.