Rectusdiastase operieren ?

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  • Und noch eins.....


    Ich habe seit vielen Jahren einen Nabelbruch der mal operiert gehört. Und eine Rectusdiastase, die mich aber nie besonders gestört hat.

    Jetzt war ich heute bei einem Chirurgen, der die Rectusdiastase als 3.Grades diagnostiziert hat und die soll jetzt operiert werden.

    Er hat das als nicht so große Sache dargestellt, im netzt lese ich aber ganz anderes. Der Nabelbruch wäre kein Thema für mich, aber ein Netz im ganzen Bauch ?

    Er ist der erste Arzt, der da eine eindeutige OP-Indikation sieht.

    Hat das jemand machen lassen von Euch oder anderweitig Erfahrung damit ? Ich bin gerade sehr verunsichert ob ich einen so großen Eingriff jetzt tatsächlich machen soll.

    Beschwerden habe ich eigentlich nicht ( außer Blähbauch und ab und an Rückenschmerzen)

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Ich würde, bevor ich einen solchen Eingriff machen lasse, eine gute Cantienica-Trainerin aufsuchen und sehen, wie weit ich die Rectusdiastase mit ihr zusammen wegtrainieren kann.


    Ich hatte "nur" 1,5 Finger breit. Nach 5 Monaten Training war davon nichts mehr übrig. Und das Training ist zwar erstmal gedanklich etwas anspruchsvoll, aber seeeehr durchführbar. #ja

  • Ich hab es machen lassen, also rectusdiastase-Verschluss und Bauchdeckenstraffung

    Hauptgrund war für mich das ich immer aussah als wäre ich schwanger und der Wunsch endlich einen schönen Bauch zu haben. ( der hängte weit über den schambereich)


    Wirklich gut war das alles nicht

    Rückenschmerzen nach wie vor, dazu nach über 2 Jahren immer noch Schwellungen im Oberbauch. ( keine Ahnung ob das ohne die Bauchdenckenstraffung auch so wäre)


    Ob die Verwachsungsschmerzen dadurch schlimmer wurden kann ich nicht beurteilen da ich kurz zuvor einen Leistenbruch hatte und denke das die meisten Schmerzen vom Netz der Leistenbruchop ausgelöst werden.

    ( allerdings hab ich durch vielen op‘s vorher schon Beschwerden gehabt)


    Also alles in allem viel Aufwand für mäßiges Ergebnis.

    ( wenn ich zu viiiiel Geld komme würde ich aber noch eine fettabsaugung an den Hüften machen lassen in der Hoffnung das es dann zumindest optisch passt, dieses Problem wird aber ja bei „nur“. Rekutusdiastase1-Verschluss nicht entstehen)

  • Rectusdiastase kann man meines Wissens nicht wegtrainieren. Das sind überdehnte und beschädigte Bänder, keine Muskeln.


    Ob die bei dir so gravierend ist oder Gefahr besteht, dass Folgeschäden auftreten, dass sie operativ korrigiert werden sollte, würde ich mittels ärztlicher Zweitmeinung herauszufinden suchen.

    तत् त्वम् असि

  • Da gabs auch nen langen Thread dazu

    Genau. Auch zur Frage, ob was und wie sich da wegtrainieren oder wegbandagieren lässt.

    Da geht nämlich schon was, obwohl es nicht Muskeln sind, die da das Problem machen, sondern Bindegewebe.


    Bauch in Form bringen - wer macht mit?

  • Training hilft und es ändert sich einiges, aber wirklich weg bekommt man es nicht. so meine Erfahrung nach vielen Jahren Training. Aber es wird besser. Braucht halt wirklich Zeit, Geduld und gute Anleitung.

  • und der Nabelbruch?

    Mein Mann hatte einen und da wurde geraten so schnell wie möglich zu operieren, weil...#gruebel...der Darm? eingeklemmt werden könnte, was sehr gefährlich ist. Aber ich weiss nicht, ob es bei Nabelbruch verschiedene Schweregrade gibt.

    Mandragora
    mit Sonnenschein 07, Kuschelbär 10, Zwerglein 14, kleine Bohne 20

  • Bei Chirurgen, die eine OP vorschlagen denke ich immer: "Wenn mein einziges Werkzeug ein Hammer ist, sieht alles aus wie ein Nagel."


    Solange ich in der Radiologie war, habe ich auch gedacht, dass man immer überall reinschauen muss.......

    Jede OP hat Risiken, ich würde mir das sehr gut überlegen und auf jeden Fall noch andere Meinungen einholen.

  • Das Gefühl habe ich auch. habe irgendwie noch keinen Chirurgen getroffen, der nicht eine OP für die beste Option gehalten hat#hammer

    Aber liegt natürlich auch in der Natur seines Berufs und ich denke, der durchschnittliche Chirurg hat mit den „Problemchen“ danach eher weniger zu tun....

    Ich spreche nochmal mit meiner Hausärztin

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  • Das Gefühl habe ich auch. habe irgendwie noch keinen Chirurgen getroffen, der nicht eine OP für die beste Option gehalten hat#hammer

    Aber liegt natürlich auch in der Natur seines Berufs und ich denke, der durchschnittliche Chirurg hat mit den „Problemchen“ danach eher weniger zu tun....

    Ich spreche nochmal mit meiner Hausärztin

    Ja, ist irgendwie klar. Aber daher ist es für mich keine neutrale Meinung......

  • Das Gefühl habe ich auch. habe irgendwie noch keinen Chirurgen getroffen, der nicht eine OP für die beste Option gehalten hat#hammer

    Aber liegt natürlich auch in der Natur seines Berufs und ich denke, der durchschnittliche Chirurg hat mit den „Problemchen“ danach eher weniger zu tun....

    Ich spreche nochmal mit meiner Hausärztin

    Ja, ist irgendwie klar. Aber daher ist es für mich keine neutrale Meinung......

    ich hatte mal einen Arzt dazu befragt und dieser meinte. Man könnte operieren müsste es aber nicht. Er selber hat es bei sich auch nicht machen lassen. Je nachdem wie ausgeprägt es ist gibt es da wohl unterschiedliche Ansichten und kommt sehr auf den Einzelfall an.

  • Das Gefühl habe ich auch. habe irgendwie noch keinen Chirurgen getroffen, der nicht eine OP für die beste Option gehalten hat#hammer

    Aber liegt natürlich auch in der Natur seines Berufs und ich denke, der durchschnittliche Chirurg hat mit den „Problemchen“ danach eher weniger zu tun....

    Ich spreche nochmal mit meiner Hausärztin

    Ja, ist irgendwie klar. Aber daher ist es für mich keine neutrale Meinung......

    ich hatte mal einen Arzt dazu befragt und dieser meinte. Man könnte operieren müsste es aber nicht. Er selber hat es bei sich auch nicht machen lassen. Je nachdem wie ausgeprägt es ist gibt es da wohl unterschiedliche Ansichten und kommt sehr auf den Einzelfall an.

    Ich sprach nicht von einem Arzt, sondern von einem Chirurgen...klar treffen Verallgemeinerungen nicht auf jeden zu. Wäre ja auch zu einfach :-)

  • Ich habe ebenfalls eine Rektusdiastase dritten Grades. Sowohl meine Hebammen als auch mein Gynäkologe waren sehr erstaunt über die Ausprägung und haben die in dieser Form wohl bisher kaum bis gar nicht gesehen.


    Sowohl Hebamme als auch Arzt waren der Meinung, dass sich diese Rektusdiastase ohne OP nicht schließen lässt. Ich habe allerdings bisher aus verschiedenen Gründen zu wenige dafür getan, es auf konventionellem Weg zu versuchen. Das greife ich gerade erst an und hoffe auf eine Verbesserung.


    Eine OP in dieser Ausprägung kommt für mich ohne klare medizinische Indikation auf keinen Fall in Frage. Ich habe schon oft über diese OPs gelesen. Das ist ein langer und großer Eingriff und man ist danach sehr lange nicht körperlich belastbar. Das kommt für mich mit drei noch relativ kleinen Kindern nicht in Frage.


    Bisher halten sich die Probleme damit auch noch sehr im Rahmen, obwohl ich diese Ausprägung schon nach der ersten Schwangerschaft vor 8 Jahren hatte. Die beiden weiteren Schwangerschaften haben die Situation natürlich nicht verbessert.


    Das größte Problem ist derzeit, dass ich - sonst sehr schlank - damit permanent schwanger aussehe, wenn ich nicht wirklich gute (!) Shapeware trage. Ich werde regelmäßig gefragt, ob ich wieder schwanger bin. Sogar meine Tochter wurde im Kindergarten von der Erzieherin darauf angesprochen. Das ist nicht immer lustig für alle Beteiligten.


    Ich würde jedenfalls erstmal versuchen, die Lücke so gut wie möglich durch entsprechende Übungen zu schließen und zu überlegen, ob man mit dem Rest nicht auch gut leben kann. Die Schwierigkeit besteht wahrscheinlich darin, die richtigen Übungen zu finden, das über einen sehr langen Zeitraum durchzuhalten und/oder jemanden zu finden, der sich damit auskennt.

  • Natürlich wollen Chirurgen operieren ;).


    Ich bin auch für ein intensives entsprechendes Training.

    Sowas lässt sich wahrscheinlich so weit verbessern, dass nicht operiert werden muss.

    So war es zumindest bei mir.

    Das Mutigste, das man in der heutigen Zeit tun kann, ist eigenständiges Denken.

  • Natürlich wollen Chirurgen operieren ;).


    Ich bin auch für ein intensives entsprechendes Training.

    Sowas lässt sich wahrscheinlich so weit verbessern, dass nicht operiert werden muss.

    So war es zumindest bei mir.

    Wie breit war deine Rektusdiastase und wie hast du trainiert?


    Es gibt ja zum Glück mittlerweile immer Expertinnen, die sich damit beschäftigen. Zumindest online finde ich in den letzten Jahren viel mehr als noch in den Jahren zuvor. Mit ausgeprägten Rektusdiastasen kennen sich die üblichen Rückbildungshebammen, PhysiotherapeutInnen etc. leider häufig nicht aus. Und auch bei diversen Rückbildungs-DVDs oder Onlinekursen muss man vorsichtig sein, ob die Übungen dort helfen oder sogar schaden. Ich hoffe sehr, dass die Programme, die ich mittlerweile explizit dafür angeschafft habe, auch wirklich langfristig helfen. Ich habe aktuell aus diversen Gründen (Zeit, Corona, niemand in wirklich gut erreichbarer Nähe) keine Möglichkeit, mit jemanden persönlich zu trainieren. Das würde ich wirklich gerne irgendwann noch machen, weil das wahrscheinlich nochmal deutlich sinnvoller ist.

  • Ich hatte eine Rektusdiastase zweiten Grades (habe ich gerade nachgelesen, es waren immer so zwischen 3-5 Fingerbreit) und die habe ich über die letzten Jahre glücklicherweise fast ganz wegbekommen. Mittlerweile liege ich bei max 1 Fingerbreit, das ist bei mir auch zyklusabhängig. Den Ist-Zustand stufe ich als normal ein. Es hat ingesamt ca. drei Jahre gedauert, dabei habe ich phasenweise regelmäßig und intentsiv und phasenweise gar nicht trainiert.

    Ich habe mich damals intensiv in diverse Physiotherapie-Foren zum Thema eingelesen, weil ich von meinen Hebammen, Ärzt*innen bzw. Physiotherapeut*innen ständig unterschiedliche Aussagen zum richtigen Training erhalten hatte.

    Wichtig ist wohl, dass man jedes Trainingselement mit dem Bauch nach unten zum Boden zeigend durchführt.

    Also quasi viel aus der Liegestütz-Position heraus. Da gibts ganz viele Möglichkeiten, gibts mittlerweile viele Videos im Netz.


    Mittlerweile bin ich mir nicht so sicher, ob das "richtige Training" nicht vielleicht auch bei jedem Menschen unterschiedlich sein kann, je nach Ausprägung oder Vorbelastung bzw. Konstitution.

    Aber die Erklärungen aus dem Physio-Forum damals, die waren sehr logisch und einleuchtend. Leider krieg ich es nicht mehr zusammen.


    Zum Ausgangspost: Ich würde es erstmal mit Training versuchen und langfristig gedacht, also zb "in einem Jahr will ich 1-2 cm weniger haben" oder so.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das trainieren schon etwas bewirken kann.

  • Meine beste Freundin hatte eine nach Zwillingsschwangerschaft und bei der nächsten wurd die noch schlimmer.

    Sie hat operieren lassen nach dem in 4 Jahren gutem Training nichts passiert ist.

    Sie ist sehr zufrieden. Bei ihr war aber auch ein Stück Darm irgendwie dann verklemmt... alles nicht so witzig.


    Jetzt gehts ihr damit besser aber die OP war kein Pappenstiel.

    Wenn Dich nichts stört, würde ich es auch nicht machen lassen.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz