Blutentnahme gegen den Willen des Kindes

  • Hier ging es auch nur mit Festhalten, als das Kind jünger war. Allerdings kann ich preschoolmum's Ausführungen, dass man die Helferin machen lassen soll, nur halb zustimmen. Hier hat es beim Dreijährigen Kind vier Erwachsene gebraucht zum Blutabnehmen. Drei zum Festhalten und eine zum Abnehmen. Die erfahrenen Fachpersonen haben sich danach herzlich für die tatkräftige Unterstützung bedankt.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Nägel schneiden, Haare bürsten, Zähne putzen, Füße waschen etc. machen wir hier nur, wenn das Kind freiwillig mitmacht. Da würde ich nicht festhalten.

    Wie ist das in eurem Fall praktikabel? Sohnemann kann Zähne putzen nicht leiden. Wenn es nur nach ihm ginge, würde es hier immer ausfallen. Aber es muss ja nun mal sein um Schäden an den Zähnen zu verhindern, einen Zahnarztbesuch würde er bestimmt auch nicht lustig finden. Natürlich versuche ich es so dramafrei wie möglich zu gestalten, mit viel ablenken, singen, selber vorher meine Zähne putzen und ihn dabei auf dem Arm halten, ihn selber die Bürste halten lassen... Aber ganz ohne Zwang funktioniert es nie. Mit Zwang meine ich jetzt so Sachen wie kurz seine Hand festhalten oder die Lippe hochziehen. Es ist nicht so, dass er das traumatisch zu finden scheint (er weint nie dabei oder wirkt verängstigt), er dreht halt den Kopf weg, presst den Mund zu, drückt die Bürste mit der Zunge raus... zeigt halt, dass er es blöd findet.

    Ich finde es auch blöd jeden Tag etwas gegen seinen Willen zu machen, aber was ist die Alternative? #confused

    Erklären warum es sein muss ist mit einem Jahr schwierig.


    Sorry für das off topic #schäm

  • Für mich käme es dabei auf Alter und Vernunft des Kindes an. Für mich ist aber auch klar: Ich bin die Erwachsene, ich habe Verantwortung fürs Kind. das Kind kann aus Altersgründen eben viele Sachen noch nicht überblicken und abschätzen (z.B.: wenn ich nie Zähne putze, kann ich evtl. Karies bekommen - für einen Einjährigen etwas viel verlangt). Ich würde auf jeden Fall Zähne putzen und es dem Kind zutrauen, damit klarzukommen, auchkurz mal eine unangenehme Situation auszuhalten, in der die Mutter etwas entscheidet, was das Kind blöd findet. Auch bei dieser Blutentnahme-Situation: Selbst wenn das Kind sich wehrt, sich erbricht, weint - Blut abnehmen dauert 2 Minuten, der Piks und das Festgehaltenwerden ist nicht schön, aber auch nicht so schrecklich, das Erbrochene kann man wegwischen oder halt frische Klamotten anziehen, danach kann man trösten, etwas Schönes machen; ich würde es auch einem hochsensiblen Sechsjährigen zutrauen, das zu schaffen. Und einem einjährigen Kind würde ich auch zutrauen, das Zähneputzen, Nägelschneiden usw. auszuhalten, älteren Kindern auch. Aber das ist mein Gefühl zu meinem Kind. Wenn ich als Mutter das Gefühl hätte: Mein Kind wird es absolut nicht schaffen, Zähneputzen zu ertragen, oder Nägel schneiden, oder die Blutabnahme, auch nicht mit Hilfestellung, Beistand und Trost meinerseits, würde ich schon überlegen, ob es rein theoretisch sein kann, dass ich meinem Kind zu wenig zutraue, aber wenn ich zud em Schluss käme, dass das nicht so ist, dann würde ich vermutlich anders entscheiden und als kleineres Übel dann eben das Risiko von Karies in Kauf nehmen, oder Kratzspuren von langen Nägeln, oder das Nichtabklären einer möglichen Krankheit. Aber wirklich vorstellen kann ich mir das nicht (das Kinder das so gar nicht schaffen können).

  • Wenn ich selbst der Meinung bin, dass mein Kind das nicht schafft, würde ich wohl wirklich über Lachgas nachdenken und jemanden suchen, der meinem Kind damit Blut abnimmt, das funktioniert ja auch bei Spritzenphobie.


    Mir hat mal jemand erzählt, dass die jugendliche Tochter als kleines Kind beim Blutabnehmen festgehalten werden musste von den Arzthelfern u.a., also nicht nur von der Mutter, und sie bis heute Probleme mit Spritzen und Blutabnehmen hat...


    Bei kleineren Kindern kann das ja immer wieder vorkommen, dass man das Kind mal festhalten muß, aber ein Sechsjähriger versteht doch eigentlich schon, was passieren muß.

    Da hätte ich zu sehr Sorge, dass da doch etwas zurückbleibt, wenn er damit so ein großes Problem hat.


    Mein Sohn war vor kurzem beim Blutabnehmen, er hat wohl nicht so gut sichtbare Venen, sie mussten an drei verschiedenen Stellen stechen, damit es überhaupt klappt. Und er hatte hinterher einen riesigen blauen Fleck in der Armbeuge.

    Wenn ich mir vorstelle, dass das jetzt so ohne Kooperation so abgelaufen wäre, halte ich das schon für schädlich.

  • Es ist ja jetzt nicht so, dass wir unserem Kind aus Jux und Tollerei Blut abnehmen liessen, da gab es durchaus einen berechtigten Verdacht auf eine Krankheit, die unbehandelt schwerwiegende Folgen hätte.


    Ich glaube, wer in der Beziehung halbwegs kooperative Kinder hatte, kann sich kaum vorstellen, was da abgeht - bei uns brauchte es übrigens 4 Personen für die Blutentnahme (das Kind wog knapp über 20 Kilo, war zu zweit aber nicht zu bändigen).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Meine Kinder sind da zum Glück recht kooperativ - Blutabnahme gehört aber (wie Medikamente, Sicherheitsgurt im Auto, Helm auf dem Fahrrad und Zähneputzen) zu den absolut nicht verhandelbaren Themen. Dies habe ich ab Geburt so kommuniziert und hätte es auch gegen den Willen des Kindes durchgesetzt.

    sushiba Hat denn dein Kind mit 6 Jahren vorher noch nie Blut abnehmen lassen müssen? Oder ist mal was schief gelaufen bei einer Blutabnahme? Ich glaube, ich würde die Prozedur daheim durchspielen, also den Ablauf, und dem Kind sagen, dass es zwei Wege gibt: den mit Kooperation, der schneller geht und weniger weh tut - und den mit Festhalten. Mit 6 Jahren kann ein Kind sowas schon entscheiden, denke ich.

  • Lachgas als Beruhigungsmedi funktioniert nur bei kooperierenden Kindern ... ausser man gibt es bis das Kind wirklich schläft, dann aber nur durch einen Anästhesisten, keinen Hausarzt oder Zahnarzt oder so ...

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose


    "Das Gras wird gebeten, über die Sache zu wachsen!" ... ... ... "Das Gras bitte!"

  • Ich habe keine Lösung, wünsche deiner Freundin aber, dass sie einen guten Weg finden und das Kind davon nicht traumatisiert wird.

    Hier ist das Kind jetzt 10 und wir haben durch einen übergriffigen Arzt nun eine extreme spritzenphobie. Blutabnehmen geht nur noch mit festhalten von mehreren Personen. Trotz Beruhigungsmittel vorher.

  • Nägel schneiden, Haare bürsten, Zähne putzen, Füße waschen etc. machen wir hier nur, wenn das Kind freiwillig mitmacht. Da würde ich nicht festhalten.

    Wie ist das in eurem Fall praktikabel?

    [...] Mit Zwang meine ich jetzt so Sachen wie kurz seine Hand festhalten oder die Lippe hochziehen.

    Das haben wir in dem Alter auch so gemacht. Mit "Festhalten" meinte ich jetzt wirklich so etwas, wie ich es beschrieben habe, wo das Kind sich massiv wehrt und in Raserei und Todesangst um sich schlägt.


    J. zum Beispiel hat sich die ersten drei oder vier Jahre kein Wasser über den Kopf schütten lassen, weder mit der Duschbrause noch mit einer Gießkanne oder mit einem Waschlappen. Und er hatte langes Haar! Haarewaschen war für ihn so schlimm und er konnte da nicht kooperieren, er war panisch. Das hätte ich dann nicht fertiggebracht, ihn jede Woche oder auch nur monatlich mit aller Kraft dazu zu zwingen. Wir haben viel gebürstet und sind oft ins Schwimmbad gegangen, das mußte dann reichen, Und hat es auch.


    Beim Zähneputzen ging es so wie Du beschreibst, also etwas unwillig, aber ohne Panik. Es gab bei beiden Kindern Phasen, wo sie mal zurückgezuckt sind und gesagt haben, es tut weh. Da haben wir dann aufgehört zu bürsten an der Stelle und es am nächsten Tag nochmal und sanfter versucht. Das kommt grade beim Zahndurchbruch und beim Zahnwechsel vor, daß das Zahnfleisch stellenweise geschwollen ist und keinen Druck aushält. Da wäre es mir verkehrt vorgekommen, das Kind festzuhalten und stur drei Minuten lang zu putzen. Eine Freundin von mir hat das so gemacht, ihr Mann hat das brüllende und sich windende Kind am Boden kniend eingeklemmt und sie hat geschrubbt... ein Albtraum morgens und abends,. Heute haben ihre beiden Kinder wunderbar gesunde Zähne, meine haben Karies. Ich zweifle manchmal, ob ich es nicht wie sie hätte machen sollen, aber ich hätte es irgendwie nicht gekonnt.

    dem Kind zutrauen, damit klarzukommen, auchkurz mal eine unangenehme Situation auszuhalten, in der die Mutter etwas entscheidet, was das Kind blöd findet.

    Das sehe ich auch so, beim Blutabnehmen hatten wir keine andere Wahl und da haben wir versucht, es so kurz und klar wie möglich zu machen.

  • Ich glaube, wer in der Beziehung halbwegs kooperative Kinder hatte, kann sich kaum vorstellen, was da abgeht - bei uns brauchte es übrigens 4 Personen für die Blutentnahme (das Kind wog knapp über 20 Kilo, war zu zweit aber nicht zu bändigen).

    Da hast du recht. Ich kann mir das nicht vorstellen.

    Maxi meinte eben, dass es hilft, dass ich so felsenfest überzeugt bin, dass es sein muß - das ich ausstrahle, dass es keine Alternative gibt. Und dass ich mir die Hand zerquetschen lasse#freu#kreischen. Aber Maxi ist 14 - nicht 6.

    Wenn kurz festhalten nicht funktioniert würde ich über eine medikamentöse Sedierung nachdenken. z. B. den berühmten "scheiß-egal-Saft" den es vor einer OP gibt (Ich dachte, es wäre Tranxilium, finde beim googeln aber nur Dormicum)

    Aber bevorzugen würde ich die Methode "Rein in die Praxis - kurz festhalten und Blut abnehmen - raus aus der Praxis" und das alles innerhalb von 5 Minuten. Und dann was schönes machen.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Wie gesagt, ich bin bei sowas echt die Ruhe selbst - an uns liegt es nicht (der Grosse verweigert schon seit Jahren grosskotzig die Emla-Pflaster, weil das sei ja nicht soooo schlimm).

    Die Kleine lässt sich alles erklären, vorführen, versteht, dass Zappeln viel schlimmer ist, versteht die Wirkweise von Emla-Salbe, bestätigt ihre betäubende Wirkung... und dreht dann schlicht durch beim Anblick der Nadel.


    Aber eben, zum Glück ist das Kind meistens pumperlgsund und so ein Zwang nur extrem selten nötig gewesen. Und sie wird draus raus wachsen, da bin ich sicher.

    Haare und Nägel gehen schon, sogar Warzen abschälen war möglich mit etwas Getue - das wird schon. ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich sehe es so ähnlich wie Hagendeel : Als Eltern entscheiden wir manchal Dinge, die das Kind nicht gut oder sogar schlimm findet. Aber wir sind erwachsen und können die Folgen von ausbleibender medizinischer Behandlung besser abschätzen.


    Wenn jetzt eine Behandlung aufgrund einer fehlenden Blutabnahme ausbleibt, obwohl diese notwendig ist, dann würde das Kind darüber später vermutlich auch sehr unglücklich sein. Dann mache ich es lieber jetzt unglücklich, und stelle aber langfristig seine Gesundheit sicher.


    Mit sechs würde ich auch vorher kindgerecht erklären wieso Blut abgenommen werden muss. Dann aber würde ich das Kind festhalten wenn das notwendig ist, und im Nachhinein trösten, noch mal erklären und ggf. etwas kleines schenken oder etwas besonderes zu essen holen - nicht im Sinne einer Belohnung (also nicht: "wenn Du mitmachst, dann bekommst Du...") sondern einfach um zu feiern, dass das Kind und ich diese wichtige Untersuchung nun gemeistert haben.

  • Wichtig wäre mir, in eine Praxis zu gehen, wo ich weiß, dass sie Routine mit verängstigten Kindern haben und wirklich oft und souverän Blut abnehmen. Keine Helferin in Ausbildung, die mal probiert, niemand, der zögert, niemand, der wenig Erfahrung hat.


    Wir lassen inzwischen nur noch beim Hausarzt Blut abnehmen, weil er das einfach gut kann und sonst nichts mit den Kindern zu tun hat. So können sie weiter (und die älteste: wieder) ohne das Schreckgespenst „Blutentnahme“ zur Kinderärztin gehen.


    Am besten fand mein damals 8-jähriger den Gastroenterologen, der sich mit ihm beim Pieksen angeregt darüber unterhalten hat, wie viel Blut er so im Körper hat und wieviel davon jetzt abgezapft wird. Da war das Kind mit Rechnen beschäftigt und erinnert sich fünf Jahre später noch gerne daran.

  • mini2 ist da extrem ängstlich, zum Glück musste er das est mit 11, ich hatte damals hier auch gefragt, wie wir klarkommen können.


    Wenn er sich so aufregt, "verschwinden" leider auch seine Venen und es ist trotz Kooperation echt schwer, Blut zu bekommen, mit Gegenwehr kann ich mir das kaum vorstellen.


    Wenn das mit Lachgas geht, würde ich in dem beschriebenen Fall diese Option wählen. Oder geht das vielleicht auch mit so einem "Scheißegalsaft"?

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Für mich wäre auch klar: Wenn das Kind Todesangst hätte beim Zähneputzen oder Haarewaschen, dann lieber Karies und fettige Hare. Beides ist nicht lebensbedrohlich. Blutabnehmen zum Ausschließen ernster Erkrankungen (wie z.B. Leukämie) wäre für mich was anderes - dann lieber mit Festhalten Blutabnehmen, wenn das Kind so gar nicht kooperieren kann, eine spätere Spritzenphobie des Kindes in Kauf nehmen (die ja auch nicht bis ans Lebensende bestehen bleiben muss, sondern sich je nach Erfahrung verändern kann).

  • Ich persönlich würde mein Kind wohl auch (mit Hilfe der Fachleute) festhalten, wenn es für die Untersuchung schlicht keine Alternative gibt. Einmal erklären, dass es sei muss und ich als Elternteil jetzt entscheide, dass es gemacht wird, festhalten, kein Drama draus machen, aber natürlich trösten.

    Aber um das durchzuziehen, ohne dass es dem Kind noch zusätzliche Angst macht, muss man halt selbst voll dahinterstehen und ruhig bleiben, egal wie sehr das Kind sich wehrt und wie verzweifelt es ist. Unsicherheit oder Mitleid ist an der Stelle vermutlich schwierig und ein Abbruch mittendrin fatal.

    Ich habe für sowas irgendwo einen "Schalter" - ich kann mir auch anschauen, wie mein Kind in Vollnarose operiert wird und das spannend finden, was da passiert. (Mein Mann findet das krank. :stupid:#gruebel)

    Daher würde ich das vermutlich nicht weiterempfehlen, es sei denn, ich kann die Eltern gut einschätzen.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ich wollte nur anmerken, dass selbst wenn es jetzt mal mit „Gewalt“ und Tränen abläuft, das nicht zwangsläufig zu einer für immer andauernden Phobie werden muss.


    Meine Tochter hatte lang ihre Ruhe vor Blutabnahmen, Spritzen und co. Mit 13 dann eine Blutabnahme mit viel Schreien, um sich schlagen, zu zweit festhalten und co. Arzt, Helferin, Kind und ich waren hinterher fertig mit den Nerven. 3 Wochen später die nächste Blutentnahme, wir hatten alle schon Angst, es war auch nicht entspannt, aber zumindest ohne Schlagen und co. Seitdem 1-2x pro Monat und inzwischen ist es so belanglos wie sonstwas. Gleiches mit Spritzen: Impfung mit viel Theater. Die ersten Spritzen zu Hause ein Riesen Ding, es dauerte eine Stunde bevor wir überhaupt spritzen konnten. Inzwischen ist die tägliche Spritze so Routine wie Zähneputzen und Händewaschen.


    Das nur zur Beruhigung, dass man nicht zwangsweise ein schlimmes Trauma herbeiführt, wenn es mal so läuft.

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • casa: puh. Ich glaube, ich nehme lieber Karies, als die erinnerung, 2x täglich von meinen Eltern so behandelt worden zu sein.


    sushiba: schon so viele Erfahrungen, noch eine mehr.

    Ich würde nicht das “ob“ diskutieren. Beim “wie“ kann das Kind mitreden. Ist es komplett in Verweigerung entscheide ich und informiere es darüber.

    Ins Krankenhaus wird es getragen.

    Ich würde dafür nicht das Risiko einer vollnarkose eingehen.

    Ich halte es selber fest (dann kommt nicht noch die Erfahrung dazu, von fremden festgehalten zu werden). - Aber das hängt sehr von der Person ab. Wenn man das nicht kann, dann besser outsourcen, als mittendrin loszulassen und in tränen auszubrechen.

    Evtl. den ganzen Besuch outsourcen an jemanden, den das Kind kennt.

    Und - egal was das Kind macht - es wird nicht geschimpft. Es gibt keine Belohnung für mitmachen.

    Wohl aber erkläre ich vorher, dass es schneller und problemloser geht, wenn es mitmacht.

    Und hinterher wird getröstet.

    Und nochmal erklärt, warum das wichtig war. So wichtig, dass ich es festgehalten habe, damit andere ihm wehtun können. (Natürlich unter der Voraussetzung, dass es so wichtig ist.)

  • Wir müssen heute auch zur ersten Blutabnahme mit dem 6 jährigen - es muss ein. Ich nehme die Kinder zu meinen Blutabnahmen schon immer mit. Heute gibt es direkt nach der Schule ein Pflaster auf die Armbeugen und danach eine schöne Belohnung. Ich habe ihm gestern und heute vorbereitet und werde ihm auf den Schoß nehmen.


    Er wird etwas meckern und Angst haben, das ist ok, darf er haben und darf auch jammern. Ich glaube dass er das auch schafft und kein Trauma davon trägt. Traumatisch wird es wenn die Bedingungen schlecht sind und das Kind schon vorher schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    Das hat dann leider lange Auswirkungen bis in das Erwachsenenalter, ich hoffe dass es heute gut läuft.