Wollt ihr mal abstimmen bitte? Distanzunterricht, wechselweiser Unterricht oder normale Klassen?

  • Naja, in dem Moment in dem Schule geschlossen auf auf Hybrid umgestellt werden würden, um LuL zu schützen, würden die (psychischen) Gesundheitsgefährdungen für berufstätige Eltern größer werden.

    Das erschließt sich mir nicht.

    Rammelvolle Klassen und Superspreader-Lehrkräfte (die in vielen Lerngruppen unterwegs sind) führen unweigerlich dazu, dass irgendwann die Schulen tatsächlich wieder dicht sind. Und das verkleinert dann die psychischen Gesundheitsgefährdungen berufstätiger Eltern? (Übrigens können auch Lehrkräfte schulpflichtige Kinder haben).

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Naja, in dem Moment in dem Schule geschlossen auf auf Hybrid umgestellt werden würden, um LuL zu schützen, würden die (psychischen) Gesundheitsgefährdungen für berufstätige Eltern größer werden.

    Das erschließt sich mir nicht.

    Rammelvolle Klassen und Superspreader-Lehrkräfte (die in vielen Lerngruppen unterwegs sind) führen unweigerlich dazu, dass irgendwann die Schulen tatsächlich wieder dicht sind. Und das verkleinert dann die psychischen Gesundheitsgefährdungen berufstätiger Eltern? (Übrigens können auch Lehrkräfte schulpflichtige Kinder haben).

    Naja, genau an dem Punkt scheiden sich ja die Geister... Für mich ist gerade im betreungsnotwendigen Bereich bis Klasse 7 nicht klar, inwieweit diese jüngeren Kinder ins Infektionsgeschehen involviert sind. Ich gehe momentan eher davon aus, dass sie es nicht sind.

  • Naja, in dem Moment in dem Schule geschlossen auf auf Hybrid umgestellt werden würden, um LuL zu schützen, würden die (psychischen) Gesundheitsgefährdungen für berufstätige Eltern größer werden.

    Das erschließt sich mir nicht.

    Rammelvolle Klassen und Superspreader-Lehrkräfte (die in vielen Lerngruppen unterwegs sind) führen unweigerlich dazu, dass irgendwann die Schulen tatsächlich wieder dicht sind. Und das verkleinert dann die psychischen Gesundheitsgefährdungen berufstätiger Eltern? (Übrigens können auch Lehrkräfte schulpflichtige Kinder haben).

    Das hatten wir gerade im anderen Thread- jeder Tag, an dem Kinder präsenzbeschult werden ist kostbar für die, die an der Fernbeschulung zugrunde gehen.


    So klar ist es auch gar nicht, dass die Schulen als Superspreader anzusehen sind. Wissen tut das keiner.


    Ich habe jede Woche engen Kontakt zu 300 Menschen. Jede Woche 300 andere. Sehr nah, mal mit und mal ohne Maske. Und erkältet sind die auch gerne mal. Dennoch ist mein Arbeitsplatz noch nie als potentieller Superspreader-Ort benannt worden.

  • Hier bei uns steigt schon auch der Druck von Eltern- und SuS-Seite, zum Wechselmodell überzugehen. Es sind ja nicht nur die Lehrkräfte, die sich mit der Situation unwohl fühlen. SuS und Eltern ebenso, meines Erachtens die Mehrheit. Ich finde das Wechselmodell einen guten Kompromiss zwischen "ganz zu" zwecks Gesundheitsschutz und "ganz offen" zwecks optimaler Betreuung. Mit Notbetreuung z.B. durch Studierende und ansonsten halbe Klassen im wöchentlichem Wechsel könnte ich ganz prima Unterricht machen. Es wäre auf meiner Seite mehr Arbeit, aber im Rahmen und auch für längere Zeit leistbar.


    Zur Einordnung: Ich spreche von einer weiterführenden Schule und speziell aktuell von meinen SuS, die in Klasse 8 und höher sind.

  • Ich habe mir gewünscht, dass seitens der Verantwortlichen jenseits der Möglichkeiten Regelunterricht / Hybridunterricht im Wechselmodell / Heimunterricht kreative Lösungen angestrebt worden wären.


    Also zb im Grundschülbereich Verkleinerung der Klassen bei gleichzeitiger Nutzung weiterer Räume und Einstellung von pädagogischen Personal (auch Studierende und Ehemalige) und dann Wechsel zwischen Unterricht bei Lehrkräften und Betreuung durch pädagogisches Personal mit Möglichkeit und Anleitung zum selbständigen Arbeiten.


    Bei älteren SuS kann dann wiederum das Hybridmodell sinnvoll sein.

  • Naja, wenn Du jeweils mit 30 auf einmal für 90 min in einem engen Raum sitzt, können wir weiterreden.

  • Hier bei uns steigt schon auch der Druck von Eltern- und SuS-Seite, zum Wechselmodell überzugehen. Es sind ja nicht nur die Lehrkräfte, die sich mit der Situation unwohl fühlen. SuS und Eltern ebenso, meines Erachtens die Mehrheit. Ich finde das Wechselmodell einen guten Kompromiss zwischen "ganz zu" zwecks Gesundheitsschutz und "ganz offen" zwecks optimaler Betreuung. Mit Notbetreuung z.B. durch Studierende und ansonsten halbe Klassen im wöchentlichem Wechsel könnte ich ganz prima Unterricht machen. Es wäre auf meiner Seite mehr Arbeit, aber im Rahmen und auch für längere Zeit leistbar.


    Zur Einordnung: Ich spreche von einer weiterführenden Schule und speziell aktuell von meinen SuS, die in Klasse 8 und höher sind.

    Schau, ich spreche von SuS bis Klasse 7.

  • Es sind die SuS dieser einen Schule, immer dieselben. Und eigentlich gesund. Wenn jemand positiv wird, erfährt es die Schule mit als erstes.


    Ich halte es für Unsinn, das Risiko beziffern zu wollen. Ob hustende alte Menschen schlimmer sind als gesunde junge oder eine wiederkehrende Kontaktgruppe schlimmer als ständig andere - das weiß niemand. Ich wollte nur verdeutlichen, dass es in anderen Berufen auch viele enge Kontakte gibt und es keine Überlegungen gibt, diese zu beschränken.

  • Hier bei uns steigt schon auch der Druck von Eltern- und SuS-Seite, zum Wechselmodell überzugehen. Es sind ja nicht nur die Lehrkräfte, die sich mit der Situation unwohl fühlen. SuS und Eltern ebenso, meines Erachtens die Mehrheit. Ich finde das Wechselmodell einen guten Kompromiss zwischen "ganz zu" zwecks Gesundheitsschutz und "ganz offen" zwecks optimaler Betreuung. Mit Notbetreuung z.B. durch Studierende und ansonsten halbe Klassen im wöchentlichem Wechsel könnte ich ganz prima Unterricht machen. Es wäre auf meiner Seite mehr Arbeit, aber im Rahmen und auch für längere Zeit leistbar.


    Zur Einordnung: Ich spreche von einer weiterführenden Schule und speziell aktuell von meinen SuS, die in Klasse 8 und höher sind.

    Schau, ich spreche von SuS bis Klasse 7.

    Ich finde eine Unterscheidung nach Alter sehr wichtig. 1. Klasse und Abiturjahrgang haben nicht mehr viel gemeinsam. Wo man dann wie genau wie vorgeht, muss man halt schauen.

  • Ich sehe ein bisschen die Gefahr, dass, wenn jetzt an den Schulen "Kompromisse gemacht werden" und die Beschulung (teilweise) auf Homeschooling umgestellt wird, dass unabhängig davon sehr bald andere Branchen nach Öffnungen krähen werden, z.B. Bars oder Bundesliga mit Zuschauern. Falls dem so kommen sollte und das Infektionsgeschehen dadurch wieder (leicht) steigen sollte, hat man ein gewichtiges Argument die Schulen im Status Quo mit (teilweise) homeschooling zu belassen, weil man sich keine weiteren Öffnungen erlauben kann.

    Unabhängig davon möchte ich in diesen Zeiten nicht mit Lehrern, Kita- und Hortpersonal tauschen.

  • Ganz allgemein finde ich die Klassengrößen heftig. Sohn hat knapp über 30, die introvertierten Kinder fallen da komplett hinten runter. In der Gesamtschule hier um die Ecke (Deutschlands größte...) sind es einige über 30 im Gymnasial-Zweig. Das ist für niemanden schön. Auch ohne COVID-19.


    Nebelung, wie schon geschrieben, schon ein paar wenige Kilometer weiter östlich von dir gibt es keine Lehramtsstudenten für die Notbetreuung. Die ist auch nicht mehr vorgesehen. Ich bin mir sicher dass deswegen erst ab Klasse 7 gestartet wird. Nicht aus pädagogischen Überlegungen sondern um das einzusparen.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Ich finde eine Unterscheidung nach Alter sehr wichtig. 1. Klasse und Abiturjahrgang haben nicht mehr viel gemeinsam. Wo man dann wie genau wie vorgeht, muss man halt schauen.

    Ich finde das auch super wichtig, dass man da sauber unterscheidet. Ich sehe da sowohl vom Betreuungsbedarf als auch bei den gesundheitlichen Aspekten Unterschiede.

  • Nebelung, wie schon geschrieben, schon ein paar wenige Kilometer weiter östlich von dir gibt es keine Lehramtsstudenten für die Notbetreuung. Die ist auch nicht mehr vorgesehen. Ich bin mir sicher dass deswegen erst ab Klasse 7 gestartet wird. Nicht aus pädagogischen Überlegungen sondern um das einzusparen.

    Ich spreche ja ohnehin nicht von den kleineren, weil ich mich da einfach viel weniger auskenne.


    Zumindest für meinen Unterricht könnte man jede beliebige Person schicken, die gerne mit jungen Menschen arbeitet. Ich würde ja die Materialien für die zuahuse-Woche so zusammenstellen, dass sie ohne Hilfen bearbeitet werden können. Was mir echt fehlt, ist W-Lan an der Schule. Haben wir leider nicht und somit kann ich digitale Medien nicht so einsetzen, wie ich das gerne hätte...

  • Wieso? Im ersten ‚Lockdown‘ haben die KM doch auch für jedes Fach festgelegt, welcher Stoff komplett entfallen kann und Nebenfächer wurden gar nicht unterrichtet hier.

    Ist das wieder so ein Ding was in jedem Bundesland anders war. Wurde in BaWü was vom Stoff gestrichen?? Das war zwar mal irgendwie im Gespräch, aber ich kann mich an keine Meldung erinnern, dass das wirklich umgesetzt wurde. Auch für das laufende Schuljahr nicht.



    Es arbeiten aber nicht alle Eltern meiner Kids in Arztpraxen, Pflegeheimen, Fleischfabriken etc. pp., dennoch beschule ich gerade gigantische Mengen davon. DAS ist doch der springende Punkt.

    Und Kinder von nicht systemrelevanten Eltern haben keinen Anspruch auf Bildung?

  • Ich verstehe das nicht, warum die Schulen kein Wlan haben. Unsere hat (eigentlich) welches aber es funktioniert schlecht laut Sohn. Und eigentlich bräuchten die Schüler auch zuhause “umsonst WLAN”.


    Hier waren die Materialien für die Zuhause-Wochen leider nicht so zusammen gestellt dass die Kinder die ohne Hilfe bearbeiten konnten, meistens. Ich glaube da sind SuS sehr im Vorteil die das Selbstständige (Er-)arbeiten gewohnt sind.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Ich habe jede Woche engen Kontakt zu 300 Menschen. Jede Woche 300 andere. Sehr nah, mal mit und mal ohne Maske. Und erkältet sind die auch gerne mal. Dennoch ist mein Arbeitsplatz noch nie als potentieller Superspreader-Ort benannt worden.


    da hier ja gerade so schön aufgewogen und auf gerechnet wird.

    Wie lange siehst Du diese 300 Personen in der Woche? Wenn ich mal davon ausgehe, dass das meist ein 1:1-Kontakt ist und Du 40 Stunden insgesamt mit diesen Personen verbringst, dann sind das 8 Minuten pro Person.

    War da nicht was, dass Kontaktzeiten <15 Minuten mit Maske nicht als kritisch angesehen werden?


    Eine Lehrkraft, die an meiner Schule Vollzeit arbeitet, hat jede Woche idealerweise nur Kontakt zu ca. 180 SuS, die alle vom Alter und dem Ansteckungsrisiko her zur Gruppe der Erwachsenen zu zählen sind.

    Diese 180 SuS kommen immer 14 Tage, in 6 Wochen sind das also 540 unterschiedliche Personen. Idealerweise.

    (Ich kam im letzten Schuljahr mit einer nicht-mal-halben Stelle auf 390 (!) SuS.)

    Erst dann kommen die ersten 180 wieder, die in der Zwischenzeit in ihren Betrieben waren und mit verschiedenen Leuten ggf. ohne Abstand gearbeitet haben. Sollte einer dieser kurz nach seinem Schulblock positiv getestet werden, bin ich nicht sicher, dass die Schule sofort informiert wird. Unsere SuS haben teilweise weite Schulwege und verbringen pro Tag mehrere Stunden im ÖPNV.

    Und mit diesen 540 Personen verbringt die Lehrkraft jeweils 90 Minuten am Stück. Auf einer Fläche, die als eher knapp zu bezeichnen ist und (um mal den nächsten Vergleich ranzuziehen: im Einzelhandel sind es derzeit soweit ich weiß 10qm/Kunde) auf der sich in einem Laden gerade mal 5-6 Personen befinden dürften, in der Schule befinden sich auf dieser Fläche über 30 Personen.


    ich kann Vukodlacri gut verstehen, dass sie sich als Kanonenfutter empfindet.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • okay, Du hast es deutlich kürzer geschafft zu schreiben. #freu

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Ich hab den Thread nur überflogen, aber unter unseren SchülerInnen und KollegInnen und auch bei mir ist das Wechselmodell ganz vorn. Allerdings lieber wochenweise, denn so tageweise kamen viele SchülerInnen damit nicht gut klar.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    In meinem Waldland geht ein Monster um...

  • Ohne alle Antworten gelesen zu haben - für unsere Familie wäre Aussetzen der Schulpflicht optimal. Klar hätte ich ein Betreuungsproblem, aber wenigstens nicht den Stress mit Homeschooling. Wenn die Kinder nicht pünktlich ihre Aufgaben hochladen müssten, könnte ich im HO arbeiten und sie bis mittags pennen lassen. Alle wären entspannt. Bildung könnte später kommen, jetzt ist erstmal Pandemie Durchstehen angesagt.