Wenn Wechselmodell: tageweise oder wochenweise?

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Wie funktioniert für eure Familie das schulische Wechselmodell am besten (Erfahrungsgrundlage oder Vermutung) 83

    1. wöchentlicher Wechsel (48) 58%
    2. täglicher Wechsel (26) 31%
    3. Vormittag-Nachmittag (11) 13%
    4. wäre ich Schulleitung, hätte ich da noch eine ganz andere Idee ... (2) 2%

    Ihr Lieben,


    auch in meiner Schule überlegen wir (natürlich) bereits, wie ein Wechselbetrieb aussehen könnte. Was findet ihr für euch als Familie und für den Lernfortschritt der Kinder besser handhabbar? Die Kinder jeweils eine Woche in der Schule und dann eine zu Hause? Oder täglich wechselnd (Mo/Mi/Fr und Di/Do-Wochen)? Oder ein Nachmittags-Vormittags-Modell? (Wo auch immer die LuL-Stunden herkommen ...). Vielleicht habt ihr ja schon Erfahrungen gesammelt oder euch überlegt, wie es in euren Alltag/Beruf besser integrierbar wäre.

    Falls es Unterschiede gibt, (für das Kind ist das eine besser, für die Familie aber das andere), oder es euch egal ist, könnt ihr auch mehrere Antworten auswählen.


    Danke und lg

    roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Vor den Sommerferien hatten hier alle Kinder mit ihren jeweiligen Gruppen zwei Präsenztage pro Woche.


    Das war super und hat bei allen (2.-9. Klasse) sehr gut funktioniert.

  • Wir hatten nach dem Lockdown Vormittag - Nachmittag und es war gut für uns, so sind die Kinder jeden Tag aus dem Haus gekommen und wurden gelüftet.

    Es war so: Mo-Di vormittags, Do-Fr nachmittags für jeweils eine Gruppe, Mi jede zweite Woche vormittags (für die kleinen nicht, die haben sowieso immer mittwochs frei).

    Die Lehrerstunden mussten nicht angepasst werden, denke ich, hier ist ja sonst auch ganztags Schule.

  • Ich habe momentan ein Kind mit wöchentlichem Wechsel (Q1) und eins mit tageweise Wechse (10.)

    Ich finde Wöchentliche Wechsel besser, sowohl organisatorisch als auch so vom individuellen Arbeiten, da sind die häufigen wechsel eher störend.

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und #paket (12/21)

  • Ich weiß nicht, was ich wollen würde....


    Wochenweise wäre für weiterführende Schule mit vielen Fachlehrern vermutlich günstiger, davon ausgehend, dass alle Fächer unterrichtet werden sollen. Allerdings wird es doof, wenn auch Halbwochen dabei sind. So war es bei meinen Kindern in der Wechselphase vor den Sommerferien. Je nach Gruppenzugehörigkeit hatten sie 7 oder 8 Schultage: ein volle Woche plus je eine Halbwoche mit 2 oder 3 Tagen. Dummerweise wurde aufgrund der sich ändernden Lehrerverfügbarkeit dazwischen auch noch der Stundenplan geändert und so hatte die eine Gruppe in Tochters Klasse alle Englisch-Präsenzstunden und Tochters Gruppe keine einzige.


    Wenn man sagt, dass bestimmte Fächer gar nicht unterrichtet werden, ginge vermutlich auch eine tageweise Aufteilung. Oder Vormittag / Nachmittag, wobei der Vormittag dann schon umm 11:30 um sein könnte...


    Für jüngere Kinder wäre vermutlich tageweise besser.

  • Vor den Sommerferien hatten wir hier:

    - an der Realschule: wochenweiser Wechsel

    - An der Grundschule: Phasen mit wochenweisem Wechsel und Phasen mit Früh- und Spätschicht am Vormittag


    Jetzt im Herbst hatten wir:

    - an der Realschule tageweisen Wechsel

    - an der Grundschule zum Glück ganze Klassen


    Als Eltern finde ich wochenweisen Wechsel einfacher als tageweisen Wechsel. Da fiel es uns als Familie einfacher, uns für eine ganze Woche komplett auf ein Schema einzustellen. Wir hatten auch nie ein Problem damit, die Kinder für feste Zeiten zum Lernen zu bekommen. Der Kleine brauchte allerdings viel Unterstützung.


    Frühschicht / Spätschicht finde ich von der Arbeit her auch eher schwierig einzurichten. An der Realschule wäre es noch ok, weil Kind alleine klar kommt. An der Grundschule fand ich es doof und ist bei uns auch mit der Nachmittagsbetreuung im Hort schwieriger hinzubekommen.


    Die Lehrer fanden das Frühschicht/Spätschichtmodell bzw. den tageweisen Wechsel wohl besser weil sie dadurch die Kinder weniger "verlieren". An der Realschule muss es Kinder gegeben haben, die sich in der zu-Hause-Woche um nichts gekümmert haben, auch völlig aus dem Rhythmus gekommen sind. Auch die GS-Lehrerin fand das Frühschicht/Spätschicht-Modell angenehmer, weil sie dadurch jedes Kind jeden Tag sehen konnte.

  • Ich finde das eine schwierige Frage, die sicher recht individuell ist. Da ich im Homeoffice arbeite und unsere Kinder kurze Schulwege haben, die sie schnell und zu Fuß/mit dem Rad zurücklegen können, sind wir insgesamt sehr flexibel.

    Für die Grundschüler fände ich durchaus täglich 2-3 Stunden gut, um eine enge Begleitung sicherzustellen.

    Meine Mittlere, die gut und gerne zu Hause lernt, kommt mit wöchentlichem Wechsel gut zurecht. Problematisch ist da, dass sie schon normal durch Blockunterricht in A- und B-Wochen die Einstunden-Fächer nur 14-tägig haben. Die haben sie dann nur aller 4 Wochen.

    Mein Großer kann sich alleine nur sehr schwer motivieren und sich Aufgaben auch nicht gut einteilen. Für ihn wäre täglicher Wechsel besser.

  • Frühschicht/Spätschicht muss halt auch zu den Beförderungsmöglichkeiten passen. Die Landkreiskinder hier sind zwingend auf den Bus angewiesen. Das sind aber keine Schulbusse, das sind Linienbusse die den Fahrplan fix haben und nicht ändern.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Die Kinder hatten den tageweisen Wechsel (5., 7. und 10. Klasse), ich hatte den wochenweisen Wechsel.


    Und für die Kinder finde ich den tageweisen Wechsel besser:

    - mehr Struktur

    - Konzentration auf die Hauptfächer (war hier so und finde ich bei so wenig Präsenzunterricht sinnvoll) - dort war dann ein gute Lernfortschritt möglich

    - Schule bleibt präsenter, es ist eher ein Tagesrhythmus gegeben


    Aus Lehrersicht ist der tageweise Wechsel, glaube ich, anspruchsvoller. Und es fällt das Nebenfach tendenziell weg.


    Teilweise wurde der tageweise Wechsel unübersichtlich, wenn dann noch Stundenausfall dazukam, allerdings haben sie da inzwischen nachgerüstet und alle SuS auf Webuntis gepackt.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • ich bin bei älteren SuS für wöchentlichen Wechsel wegen der Ansteckungsgefahr, denn tageweiser Wechsel bedeutet, dass bei Syptombeginn Mittwoch bis Samstag definitiv ein Schultag davor lag, an dem verteilt werden konnte.

    Und die LuL können bei wochenweisem Wechsel auch nur 1 Gruppe anstecken, bei tageweisem Wechsel sinds beide Gruppen.

    Obwohl, Ansteckungen in der Schule gibts ja gar nicht, wie konnte ich das vergessen. #finger

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Nebelung auch bei täglichem Wechsel kann man die Stundenpläne beibehalten, denn am Ende kommen innerhalb von 2 Wochen alle SuS 1x am Montag, 1x am Dienstag, 1x am Mittwoch usw.


    Die LuL müssen noch besser notieren, was sie genau in welcher Klassenhälfte gemacht haben, ähnlich wie wenn eine Lehrkraft 2 Parallelklassen im gleichen Fach hat.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Nebelung auch bei täglichem Wechsel kann man die Stundenpläne beibehalten, denn am Ende kommen innerhalb von 2 Wochen alle SuS 1x am Montag, 1x am Dienstag, 1x am Mittwoch usw.


    Die LuL müssen noch besser notieren, was sie genau in welcher Klassenhälfte gemacht haben, ähnlich wie wenn eine Lehrkraft 2 Parallelklassen im gleichen Fach hat.

    Ja, ich finde das ganz schön verwirrend #angst

  • Nebelung auch bei täglichem Wechsel kann man die Stundenpläne beibehalten, denn am Ende kommen innerhalb von 2 Wochen alle SuS 1x am Montag, 1x am Dienstag, 1x am Mittwoch usw.


    Die LuL müssen noch besser notieren, was sie genau in welcher Klassenhälfte gemacht haben, ähnlich wie wenn eine Lehrkraft 2 Parallelklassen im gleichen Fach hat.

    Ja, ich finde das ganz schön verwirrend #angst

    ich hab regelmäßig 2-3 Klassen parallel. 2 in den gleichen 2 Wochen, die dritte mit 14 Tagen Verschiebung dazu hatte ich auch schon.

    Ist anstrengend und fordert noch mehr Organisation und Struktur, definitiv.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Ich plädiere für tageweisen Wechsel.


    Auf diese Weise können die Lehrer relativ engmaschig Arbeitsaufträge erteilen und kontrollieren, und die Schüler

    bekommen auch die Gelegenheit, selbständig zu arbeiten.

  • Mein Kind selbst fand das vor-Sommerferien gelebte Wechselmodell gut, das besagte, dass an 2/3 Tagen pro Woche Präsenzschule ist und an den anderen Tagen zuhause.

    Ich mag den Gedanken auch und er lässt sich sehr gut in meinen Alltag beruflich einbinden.


    Wochenweise Wechsel ginge auch.

    Vorteil: Kinder können mehr Zeit am Stück mit einem Thema verbringen

    Nachteil: "lange" Zeit zuhause (Energiestau, herausfordernder beruflich unter zu bringen)


    Vormittag-Nachmittag wäre subjektiv für uns als Familie doof, da ich Kinder auf 2 verschiedenen Schulen habe und irre würde, wenn das nicht im Gleichschritt ginge.


    RICHTIG blöd finde ich, wie es aktuell läuft vielerorts (u.a. hier Grundschule) läuft.

    Das ständige "bibbern", welche Klasse/welcher Jahrgang heute dicht gemacht wird für 2 Wochen, das Geschwisterkind aus dem Unterricht gezerrt wird (heute beim Tochterkind mit 2 Geschwisterkindern passiert), das weiter wachsende Ungleichgewicht zwischen den "zuhause-bleiben-müssenden" und den "zur-schule-gehen-müssenden".

    Mir wäre sehr viel lieber, wenn es allgemein klare Regeln, eine Freistellung der SCHUL(anwesenheits)Pflicht und vernünftiges Digital-Lernen (oder zumindest erstmal digital-Stoff/HA-abrufen) gäbe.

    (die Schule vom Sohnkind manövriert sich ja grandios durch die Zeit mit Moodle/Mahara)


    Schön, dass Ihr Euch darüber nachdenkt!

  • Wir hatten vor de Ferien tageweise Wechsel und für Grundschüler zumindest scheint mir das besser als wochenweise. Es ist zwar organisatorisch aufwändiger - und fast hätte ich das Kind auch mal am falschen Tag geschickt... - aber die sofortige Rückmeldung am nächsten Tag über die gemachten Aufgaben haben der Motivation sehr gut getan.

  • Ich glaube, ich fände täglichen Wechsel am besten, da da am ehsten auffällt, wenn ein Kind hängen bleibt und die Heimarbeit nicht macht.

    Bei wöchentlichem Wechsel klafft in dem Fall schon eine große Lücke, die dan aucherst mal wieder aufgeholt werden müsste.

    ... wartet auf: Impfung - Chip - Morgellon-Entwurmung.