Verlängerung der Weihnachtsferien in NRW

  • Ich finde die Idee gut. Die Tage sollen ja an Karneval nachgeholt werden.

    Also Weihnachtsfilme an Karneval? #nägel


    In einer Zeit mit unsicheren Präsenzunterrichtszeiten und nach längerer Zeit ohne eben diesen während des 1. Lockdown wo alle nach Bildung durch Frontalunterricht schreien sollten Weihnachtsfilme eher zuhause in unterrichtsfreier Zeit als in der Schule geschaut werden . So zumindest meine Meinung ;).

    Ich schreie sicher nicht nach Frontalunterricht.

    Ich wäre froh, die Schule hätte die Möglichkeit mehr andere Dinge zu tun, als Frontalunterricht...


    Meine Kinder und ich freuen uns über jeden einzelnen Ferientag zusätzlich und auch über Filme im Unterricht, Weihnachtsfeiern und einfach mal etwas schönes machen während der Schulzeit....

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Speziell Filme schauen ist für mich aber nix Soziales.

    Was das Durchdrücken von Stoff angeht, finde ich nicht, dass das was mit den2 Tagen vor Weihnachten zu tun hat. Allerdings bin ich an einer beruflichen Schule und da fällt durch die vielen Prüfungen eh schon viel aus. Und in manchen Klassen müssen wir Klassenarbeiten in der ganzen Stufe parallel legen. Für mich heißt das, dass mir in einer Klasse 4 Stunden kurz vor meiner eigenen Arbeit wegfallen. Da überlege ich schon, wofür ich die restlichen Stunden verwende oder nicht. FÜR irgendeinen Netflixfilm den ich sowieso vorher angesehen haben sollte, um zu wissen, ob der irgendwie problematisch ist, möchte ich keine Zeit opfern.


    Ein Phänomen ist auch gerne dass sich Schülerinnen beklagen, wenn man keinen Film schaut, andererseits aber sagen, dass ihnen Filmschauen auf den Keks geht.

    Dann sehe ich auch einen Unterschied, ob man Klassenlehrerin ist oder z. B. nur 2 bis 2 Stunden in der Klasse.

    Allerdings sind unsere Schülerinnen nicht mehr klein.

    Disclaimer: das heißt nicht dass ich nie was Nettes mache, aber nicht inflationär vor allen Ferien,also Weihnachten, Winter, Ostern, Pfingsten und Sommer.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Und die ganzen quarantänebedingten Nacharbeiten da hinlegen. Für alle Betroffenen wäre dss weniger Stress.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • In Hessen betrifft es uns nicht, da ohnehin früher Ferien, aber ich kann die Argumente dagegen von casa und Fiawin s Tochter schon gut nachvollziehen. Und sehe auch, dass die Urlaubstageplanung für viele Familien auch nicht mehr einfach umgeschmissen werden kann, viele haben auch gar keine Tage mehr übrig. Es ist eh schon alles unabwägbar genug, da muss man doch nicht mutwillig noch mehr umschmeißen. Ob es sinnvoll ist, an Weihnachten durch die Republik zu reisen, um Verwandte zu besuchen, kann ja jetzt auch noch keiner sagen. Man könnte ja die Schulpflicht für diese beiden Tage auch aussetzen auf Antrag, wenn Familien diese "Vorquarantäne" nutzen müssen. Und für die anderen Kinder zwei schöne Tage mit Filmegucken, Vorlesen und dergleichen machen (die Tage vor den Ferien waren doch immer super, fand ich früher;)). Und nirgendwann anders diese Tage abziehen...

    Ich will nicht nörgeln, aber ich fände es echt bitter zum Fimeschauen kommen zu müssen. Auch ich würde gerne ältere Familienmitglieder treffen. Da stimmt für mich die Verhältnismäßigkeit nicht mehr.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Nochmal, ich verstehe das nicht. Ich schU keine Filme, das kommt immer als Wunsch von den Klassen und mich nervt das weil ich keine Lust habe, damit Zeit zu verplempern, es sei denn, ich kann das thematisch einbinden. Ist das anderswo echt so krass?

    Ja, hier auch.

    Wirklich!

    Da snd die Tage vor den Ferien oft nur noch hocken und einen Film nach dem nächsten und das nicht, um was schönes gemeinsam zu machen, sondern als Beschäftigungstherapie.

    Was schönes machen wäre ja schön! aber es ist ungelogen ein Film nach dem Nächsten und am 2. tag haben die Schüler:innen dann verständlicherweise keinen Bock mehr.

    Das erzählen meine Schüler:innen allesamt. Es fühlt sich für sie total nutzlos an. War Tatschächlich bei mir damals auch schon so.

    (Und in meinem speziellen Fall kommt hinzu: Ich hasse Filme.)

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz


  • Na ja, Fiawin wenn ihr eh keinen Familienbesuch plant, tun die Zusatzferien halt nichts für euch 🤷‍♀️ - das ist halt dafür gedacht, dass die geplanten Familienbesuche sicherer sind. Und das sind ne ganze Menge. Alternativ könnte man natürlich verfügen, dass sich zu Weihnachten keine Haushalte mischen dürfen. Das wäre dann besser für euch, oder?

    Ich mag die Haltung dahinter nicht so gerne

    Liebe Arnoli74 ,


    das ist ja schon eine Unterstellung, die Du da schreibst, also da sei eine "Haltung" hinter. Kannst Du bitte sagen, was das für eine Haltung sein soll, Deiner Meinung nach, und wie Du dazu kommst?


    Ich wollte mit meinem Beitrag ausdrücken, dass:


    1. meine Tochter nicht glücklich ist damit und warum

    2. ich mich über mehr freie Tage freue, aber das nun eingeschränkt, weil meine Tochter nicht glücklich ist

    3. ich das mit den zwei Tagen, sollte es denn wirklich so sein, wie durch die Medien mitgeteilt, nicht für durchdacht halte und nicht glaube, dass damit erreicht wird, was erreicht werden soll, dass also nicht mehr Sicherheit für Besuche hergestellt werden kann, dass es aber Nachteile gibt

    4. wir unabhängig davon entschieden haben, dieses Jahr nicht zu meinen Eltern zu fahren, sodass es für uns irrelevant ist, ob diese Regelung mehr Sicherheit bringt oder nicht

    5. ich die Thematik abwartend betrachte, da noch gar nicht sicher ist, was überhaupt in den nächsten Wochen kommt


    Wie kommst Du dazu zu sagen, wir wollten nicht, dass andere Haushalte sich durchmischen, und dass das dann für uns besser sei?


    iawin hätten sie denn eine Weihnachtsfeier gemacht?

    Ja, am Dienstag.


    Aber gibt es bei euch wirklich eine Weihnachtsfeier in der Schule?

    In der Klasse. Mit Wichteln. Sie hatten eine Gruppe gebildet, um diese Feier zu planen.

    Manchmal werden Gesellschaftsspiele gemacht oder sowas. Einen Film haben sie auch schon mal zusammen geschaut, und es wurde als eine gemeinschaftliche Aktion erfahren, weil sie was zu Knabbern mitgebracht haben, es sich zusammen gemütlich gemacht haben, zusammen über den Film gelacht und geredet haben.

    In einer Zeit mit unsicheren Präsenzunterrichtszeiten und nach längerer Zeit ohne eben diesen während des 1. Lockdown wo alle nach Bildung durch Frontalunterricht schreien sollten Weihnachtsfilme eher zuhause in unterrichtsfreier Zeit als in der Schule geschaut werden . So zumindest meine Meinung ;) .

    Und deswegen mag ich hier widersprechen. Auch die Seele will gebildet werden, nicht nur der Geist.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Fiawin wenn die Tage also tatsaechlich ausfallen werden - vielleicht könnten sie die Feier am ersten Tag nach den Ferien nachholen, also Neujahrs-willkommen Zurück-Feier?

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ach, das glaube ich eher nicht. Dann sind sie mit dem Kopf schon wieder weg davon.


    Es ist ja auch kein Weltuntergang. Nur schade. Vielleicht finden sie auch noch eine kreative Lösung, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auf alle Fälle wichteln werden, auch wenn es keine komplette Feier geben wird.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Da steht ja auch schöne, soziale und besondere Dinge kommen zu Kurz.


    Filme ist halt schön oder besonders oder cool.

    Auf jeden Fall etwas anderes.


    Ich weiß noch wie toll es war, wenn der Lehrer früher mit dem Videowagen rein kam und wieviel toller, wenn dann einfach nur ein Film geschaut würde, der schön war.


    Natürlich gab es auch tolle Filme, die gut zum Unterricht passten.


    Aber manchmal war es halt einfach nur gemütlich mit den Klassenkameraden im abgedunkelten Klassenzimmer sitzen und sich über Kevin allein zu Haus kaputt zu lachen....


    Und zu den Klassenarbeiten zum Zeitpunkt dieser zwei Tage werden meine Kinder alle Klassenarbeiten für das Halbjahr bereits geschrieben haben.

    Sofern jetzt keine Schließungen oder Quarantäne kommt....

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Danke, frau Mahlzahn, Du hast es aus meiner Sicht optimal zusammengefasst!

  • Nur schade. Vielleicht finden sie auch noch eine kreative Lösung,

    Das wuensche ich deiner Tochter sehr. Es sind halt echt schwierige Zeiten was das soziale Miteinander angeht.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Statt jetzt die Kinder 2 Tage vorher nach Hause zu schicken und damit vorzutäuschen, damit ist Weihnachten mit Oma und Opa dann sicher, sollte man dafür werben, auch an Weihnachten (inkl. Vorbereitungen/Einkäufe/Weihnachtsfeiern ...) sich wirklich auf die sozial wichtigen Kernkontakte zu konzentrieren.

    Oma und Opa sind jetzt keine wichtige sozialen Kernkontakte mehr?

  • Kommt auf Oma und Opa an, würde ich sagen..... aber das Frühstück an Heilig abend bei IKEA mit dem Nähtreff, dem Kegelverein oder der Fußballmannschaft muss vielleicht nicht sein. Ich gebe zu, das haben wir schon gerne gemacht, und mit Freunden getroffen vor, an und nach Weihnachten - da haben nämlich die meisten endlich mal Zeit...

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    Wenn ich mir einen Krankenwagen im Ballettröckchen tätowieren lasse, habe ich Tatütatatütütattoo! #blume
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  • Ich hab das eher so verstanden, dass man mehr den Fokus auf Kontaktreduzierung legen sollte, damit man eben dann an Weihnachten sicher ist, ich habe nicht gelesen, dass Oma und Opa keine Kernkontakte sind.


    Edit: So wie @gaagi sagt.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Kommt auf Oma und Opa an, würde ich sagen..... aber das Frühstück an Heilig abend bei IKEA mit dem Nähtreff, dem Kegelverein oder der Fußballmannschaft muss vielleicht nicht sein. Ich gebe zu, das haben wir schon gerne gemacht, und mit Freunden getroffen vor, an und nach Weihnachten - da haben nämlich die meisten endlich mal Zeit...

    Genau. Natürlich sind Oma und Opa Kernkontakte. Mir ging es genau darum, dass es viel mehr braucht, als ein paar schulfreie Tage, um Oma und Opa sicher zu treffen. Nämlich sich insgesamt auf die Kernkontakte zu konzentrieren.

  • Ich hab das eher so verstanden, dass man mehr den Fokus auf Kontaktreduzierung legen sollte, damit man eben dann an Weihnachten sicher ist,

    So verstehe ich das auch.


    Wobei ich das auch ziemlich christlich-zentristisch finde (sagt man das so?). In der Klasse, in der mein Mann ein autistisches Kind begleitet, ist eben dieses Kind eines von dreien ohne Migrationshintergrund und eines von vier christlich getauften Kindern. Für die Familien der anderen hat Weihnachten kaum eine Bedeutung (das ist jetzt nicht meine Interpretation, sondern die Lehrerin hat mit den Kindern darüber gesprochen). In manchen Kulturkreisen sind z.B. vielmehr Hochzeiten der Anlaß dafür, daß die erweiterte Familie zusammenkommt. Solche Hochzeiten waren in diesem Jahr zeitweise verboten, zumeist stark verpönt. Und jetzt geht man davon aus, es sei im Sinne "aller", im November fast dicht zu machen, damit im Dezember Weihnachten gefeiert (und vorher kräftig dafür geshoppt) werden kann, und man streicht die beiden letzten Schultage, um noch mehr Sicherheit zu erreichen (oder zu suggerieren).


    An das Filmeschauen vor den Ferien habe ich auch gute Erinnerungen und finde es ja fast schade, daß das an der Schule meiner Kinder nicht üblich ist. Das ist schon arg toll, mit Gleichaltrigen über Witze zu lachen oder irgendwo mitzufiebern, was daheim in der Kernfamilie die Eltern wahrscheinlich nicht soooo packend finden. Und grade jetzt - Kino geht ja auch nicht, die Kinder sind doch derzeit kaum noch irgendwo in Gruppen beisammen außer in der Schule. Für Teens finde ich das nochmal tragischer als für die jüngeren Kinder. Als 14jährige hätte ich echt gelitten unter solchen Bedingungen und jede Stunde mit meinen Freundinnen genossen, und sei es in der Schule-

  • Ach, ich glaub, so christlich-zentristisch ist das gar nicht. Weihnachten ist doch mittlerweile ein Wir-treffen-die-Leute-die-wir-mögen-und-machen-es-uns-tagelang-schön-Fest für alle geworden. Und es ist eine Gelegenheit, bei der eben durch dei äußeren Umstände (also Ferien/Feiertage) alle gleichzeitig dazu Gelegenheit haben. Aber vielleicht schätze ich das auch falsch ein.

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    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • In Hessen betrifft es uns nicht, da ohnehin früher Ferien, aber ich kann die Argumente dagegen von casa und Fiawin s Tochter schon gut nachvollziehen. Und sehe auch, dass die Urlaubstageplanung für viele Familien auch nicht mehr einfach umgeschmissen werden kann, viele haben auch gar keine Tage mehr übrig. Es ist eh schon alles unabwägbar genug, da muss man doch nicht mutwillig noch mehr umschmeißen. Ob es sinnvoll ist, an Weihnachten durch die Republik zu reisen, um Verwandte zu besuchen, kann ja jetzt auch noch keiner sagen. Man könnte ja die Schulpflicht für diese beiden Tage auch aussetzen auf Antrag, wenn Familien diese "Vorquarantäne" nutzen müssen. Und für die anderen Kinder zwei schöne Tage mit Filmegucken, Vorlesen und dergleichen machen (die Tage vor den Ferien waren doch immer super, fand ich früher;)). Und nirgendwann anders diese Tage abziehen...

    Ich will nicht nörgeln, aber ich fände es echt bitter zum Fimeschauen kommen zu müssen. Auch ich würde gerne ältere Familienmitglieder treffen. Da stimmt für mich die Verhältnismäßigkeit nicht mehr.

    Hm, das sind ja zwei verschiedene Dinge. DIe Tage waren nun mal eingeplant als Schultage und das fände ich im Sinne verlässlicher Planung auch wichtig. Es ist ja nicht so, als würden Lehrer jetzt außer der Reihe in ihren definierten Ferien plötzlich zum Filmgucken verpflichtet werden. Ihr seid ja frei, das auch völlig anders zu gestalten oder was auch immer mit den Schüler*innen zu machen.

    Was ich nur sagen wollte: ich finde, es ist schön so einen Ausklang zu haben vor den Ferien und es gibt auch wirklich schöne Filme und schöne Bücher zum Vorlesen. Auch Wichteln etc. ist was Schönes für viele. Aus meiner Sicht ist es daher gleich doppelt gesehen kein Argument, zu sagen, es fände ja eh nichts mehr statt: m.E. sollte die vorher so geplante und kommunizierte Betreuung/ Beschulung gewährleistet sein und wenn dann zusätzlich noch Zeit für "Chilliges" ist, fände ich das auch nicht verkehrt.

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Ich hab das eher so verstanden, dass man mehr den Fokus auf Kontaktreduzierung legen sollte, damit man eben dann an Weihnachten sicher ist,

    So verstehe ich das auch.


    Wobei ich das auch ziemlich christlich-zentristisch finde (sagt man das so?). In der Klasse, in der mein Mann ein autistisches Kind begleitet, ist eben dieses Kind eines von dreien ohne Migrationshintergrund und eines von vier christlich getauften Kindern. Für die Familien der anderen hat Weihnachten kaum eine Bedeutung (das ist jetzt nicht meine Interpretation, sondern die Lehrerin hat mit den Kindern darüber gesprochen). In manchen Kulturkreisen sind z.B. vielmehr Hochzeiten der Anlaß dafür, daß die erweiterte Familie zusammenkommt. Solche Hochzeiten waren in diesem Jahr zeitweise verboten, zumeist stark verpönt. Und jetzt geht man davon aus, es sei im Sinne "aller", im November fast dicht zu machen, damit im Dezember Weihnachten gefeiert (und vorher kräftig dafür geshoppt) werden kann, und man streicht die beiden letzten Schultage, um noch mehr Sicherheit zu erreichen (oder zu suggerieren).

    DAS! Möchte ich einfach dick unterstreichen - und ergänzen darum, dass es -wieder mal- eine sehr familienzentrierte Sichtweise ist. Für Menschen, die nämlich vielleicht keine Herkunftsfamillie haben oder keinen Kontakt haben, für die Weihnachten vielleicht ohnehin ein sehr einsames Fest ist und die sich fragen, wie sie die verdammten Feiertage rumbekommen, bis endlich wieder ihre Freunde Zeit für Freunde und nicht Eltern, Geschwister etc. haben, für die sind es zwei Tage länger Einsamkeit.


    Während der ganzen Corona Maßnahmen empfand ich es extrem diskriminierend, wie zwischen Bluts- und Wahlfamilie unterschieden wurde. So war es während des 1. Lockdowns die ganze Zeit erlaubt, sich mit einer unbegrenzten Zahl Verwandten in gerader Linie zu treffen und recht schnell nach dem Lockdown, als es generell hieß max. ein weiterer Haushalt waren Geschwister plus deren Familien in unbegrenzter Zahl in privatem Rahmen auch erlaubt. Es wäre einer 4-köpfigen Familie also erlaubt gewesen, sich mit Eltern (2 Pers.), Schwiegereltern (2P) und 4 Geschwisterfamilen mit jeweils 4 Personen, zusammen also 24 Personen zu treffen, wohin gegen 3 Familien ohne Herkunftsfamilie, die vielleicht nur aus jeweils 2 Personen bestanden, und die sich als "Wahlfamilie" definieren, sich nicht treffen durften.

  • Ich habe doch den Eindruck, dass man versucht, immer mal irgendwem gerecht zu werden. Irgendjemand muss sich immer einschränken. Weil jemand anderes im Zentrum steht.


    Mir ist auch nicht klar, warum zwei Tage ohne Schule für Menschen ohne Familie mehr Einsamkeit sein soll?


    Ich glaub, ich hab den Beitrag nicht verstanden.#gruebel

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.