Verlängerung der Weihnachtsferien in NRW

  • Ja, so sehe ich das auch.

    Deshalb meine Befürchtung, dass die Schulen zwei Tage früher schließen werden, um genau DIESE Lockerung (Familienfeiern) möglich zu machen und Menschen ohne erweiterte Familie mal wieder weniger Kontaktmöglichkeiten zugesprochen werden.

    Ich ergänze: nicht nur Menschen ohne erweiterte Familie, sondern zum Beispiel auch ältere Kinder, Teenager, junge Erwachsene, für die ihre Peergroup ungleich wichtiger ist als die Herkunftsfamilie.


    Überspitzt gesagt: die Kinder müssen ihre freundschaftlichen Kontakte einschränken und dürfen nichtmal in der Schule miteinander Kekse essen und Lieder singen, damit sie fünf Tage später mit Tante Lieschen Weihnachten feiern können.

    Um wessen Bedürfnisse geht es denn hier.


    Versetzen wir uns doch mal ein paar Jahrzehnte zurück und stellen uns vor, wie es uns mit 11 oder 15 oder 20 Jahren damit gegangen wäre.

  • Die Kinder essen doch eh zusammen im Klassenraum und ja doch ich finde es wichtig! Gerade die Grundschüler:innen.

    Sie dürfen sowieso so vieles nicht.

    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Regeln sind.

    Hier weiterführende, ich hab keine Grundschulkinder mehr.

    Erst wurde maske in der Pause draussen getragen, gegessen/getrunken wurde mal im Klassenzimmer (getrunken auch im Unterricht, gegessen in der Pause draussen oder in bestimmten Aufenthaltsräumen), mal draussen.

    Jetzt haben sie seit 4 Wochen Maske durchgehend an - durchgehend heisst, teils bis nach 16 Uhr und das ohne AGs. Maskenpausen im Unterricht wurden abgeschafft. Essen/Trinken ausschließlich in der Pause und nur draußen - die 5. Und 6. Klassen dürfen für jeweils 30min in einer bestimmten Stunde mittags nacheinander in einen bestimmten Bereich drin rein, Rest konsequent nach draußen, jede Altersstufe hat einen eigenen Bereich und es ist komplett egal, wie das Wetter ist. Früher durfte die oberstufe (diese hat ein eigenes Gebäude und durch den Wechselunterricht im Moment ist jeweils nur ein jahrgang auch wirklich anwesend, das verteilt sich eigentlich sehr gut) die Freistunden drin verbringen (meistens haben viele dann gelernt, ha erledigt usw) . Jetzt nicht mehr, das heißt für den jahrgang meiner großen, dass sie ganz ohne entfall an mindestens 2 Tagen die Woche mittags 2:20h irgendwo draußen verbringen muss (früher haben sie sich auf einen Döner/reisbox/Pommes verabredet, geht so drin auch nimmer, nur vorm Dönerladen und das dürfen sie auch nicht, da keine Grüppchen und kalt ist es da genauso wie vor der Schule). Mit Entfall werden es da jedesmal mehr h und der entfall summiert sich inzwischen auf ganz ordentliche Stundenzahlen, weil Lehrer krank oder in Quarantäne.

    Sie versuchen jetzt, mit Lehrern/Schulleitung darüber zu reden, ob man nicht doch in den freistunden alle Räume frei gibt und sich max. So und so viele Schüler da aufhalten können, weil die Situation echt bescheiden ist. Mittags heimfahren scheitert nämlich an miesen Busfahrplänen. Alles in allem kenn ich im Bekanntenkreis keinen Betrieb, wo das ganze so gehandhabt wird, wie an dieser Schule, da gibt es immer noch Aufenthaltsräume usw...

    LG H. mit J. (16,5) und S. (bald 11)

  • Ja, der Laschet will Kanzler und er und seine Frau Gebauer machen mich auch weich. Diese Maßnahme folgt aber tatsächlich mal einer schon lange z.B. von Drosten empfohlenen Strategie der Vorquarantäne, die als sehr wirkungsvoll bewertet wird. Nun kann man natürlich sagen: Die Menschen werden es nicht raffen, die werden shoppen gehen, die sind alle doof und checken nicht, wie man Kontakte minimiert. Kann ich nichts zu sagen. Ich kann nur sagen, dass ich viele kenne, die da schon ein sehr gutes Verständnis entwickelt haben, die das nutzen werden und dass dort - also wo sich Menschen aktiv mit Infektions-Prävention auseinandersetzen um ihre Familien zu schützen, ein positiver Effekt eintreten wird.

    Und nein, dieser Effekt geht auch nicht flöten, wenn z.B. ein Elternteil noch ins Büro muss oder in den Supermarkt. Er wird nur einfach abgeschwächt.


    In der öffentlichen Diskussion werden häufig ganz oder gar nicht-Annahmen getroffen, die nicht hilfreich sind. Ein Kind steckt Oma und Opa einfach eher an, je näher der letzte Risiko-Kontakt liegt. Und gerade die Idee einer geselligen Weihnachtsfeier im Klassenzimmer am letzten Schultag vor Weihnachten, lässt mich schon etwas irritiert zurück.

    Weihnachtsfeier, am 22.12.? Echt? Ich gönnen den SuS echt von Herzen ein wenig weihnachtliches Beisammensein, aber das finde ich wirklich schwierig. Also vielleicht lässt sich das auch Corona-konform machen aber das heißt dann eben, kein Singen, keine Kekse, kein Kinderpunsch und auch sonst kein Verzehr... weil Maske auf uns so. Oder wollen wir das dann lockern?

    So ähnlich sehe ich das auch. Meine Einschätzung ist schon, dass es für die Ansteckungswahrscheinlichkeit günstiger ist, wenn nur ich arbeiten gehe und in meinem Fall vielleicht 10 Personen mit Maske und Abstand sehe und nochmal durch den Supermarkt flitze, als wenn zusätzlich noch meine drei Kinder in unterschiedlichen Kitagruppen und Schulklassen sitzen (bekanntlich ohne Maske oder Abstand).


    Außerdem muss ich zugeben, dass ich das Argument, das die klassische Kleinfamilie unangemessen bevorzugt wird, nicht ganz verstehe. Jedenfalls in NRW ist es doch völlig egal, ob ich meine Mutter oder meine beste Freundin zu Weihnachten einladen möchte? In meiner eigenen Wohnung ist das sowieso alles erlaubt, und auch in der Öffentlichkeit sind zwei Haushalte unabhängig vom Verwandtschaftsgrad erlaubt. Und gerade für viele, die nicht in einer idyllischen Kleinfamilie leben, ist es doch viel wichtiger, Menschen zu treffen, mit denen sie nicht zusammenleben.


    Mir persönlich ist Weihnachten schon sehr wichtig, und ich glaube, dass das für sehr viele (die weit überwiegende Mehrheit?) gilt. Ich bin deshalb froh, wenn Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen werden. Ganz ausschließen kann man das Risiko sicherlich nicht, allenfalls mit einem totalen lockdown, aber den wünschen sich ja auch nur die wenigsten. Ich glaube auch, dass totale Besuchsverbote an Weihnachten schlicht nicht durchsetzbar sein würden, weil die Akzeptanz dafür nicht da wäre (jedenfalls in der aktuellen Situation, das wäre vielleicht anders, wenn es noch viel schlimmer würde).

  • Ah, danke, genau das hatte ich nicht mehr in meinen Zitaten.


    Warum Schnappatmung? Ich sehe hier keine Schnappatmung. Warum wird so etwas geschrieben? Ich mach mal einen Thread dazu auf...

    Da ich nicht in den anderen Thread wandern will, und in dem Fall ja ich diejenige qar, mag ich einfach hier antworten:


    Ich hatte - als ich das geschrieben habe - den Eindruck es kam seitenweise (und tatsächlich hatte ich mich schon drei Seitenlänge mich bemüht nichts derartiges zu schreiben und zu argumentieren) "Wie kann der Laschet nur?" - "Dann können die Kinder ja keine Filme gucken" - "Schon wieder eine Schnappsidee" - "Dann gehen bestimmt alle shoppen" - "Das führt nur dazu, dass im Januar die Zahlen explodieren" - "Die zwei Tage bringen doch eh nichts"


    1.) bin ich natürlich nicht dieser Meinung, sondern hingegen sehr froh über diese Regelung, weil es uns hilft sich vorsichtiger verhalten zu können.

    2.) Hatte ich saß Gefühl, dass egal was ich schreibe es nicht gelesen wird

    3.) Hatte ich das Gefühl "alleine gegen alle zu sein "

    4.) und das hat dann das Faß zum überlaufen gebracht, war dann die häufig geäußerte Befürchtung, dass die Regelung zu erheblich erhöhten Infektionsgeschehen im Januar führt. Dann müsste man ja im Umkehrschluss den neun Bundesländern, deren Ferien sowieso am 21. beginnen, die Ferien auf den 23. zu verschieben.


    Trotzdem war meine Reaktion nicht angemessen

    Das tut mir leid.

  • :) .

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Trotzdem war meine Reaktion nicht angemessen

    Das tut mir leid.

    Diese blöde Pandemie begleitet uns alle nun schon einige Monate und die Nerven sind bei vielen runter. Insgesamt hilft es wahrscheinlich viel, wenn nicht jede jedes Wort anderer Userinnen auf die Goldwaage legt. Da nehm ich mich auch gar nicht aus.

  • Diese blöde Pandemie begleitet uns alle nun schon einige Monate und die Nerven sind bei vielen runter. Insgesamt hilft es wahrscheinlich viel, wenn nicht jede jedes Wort anderer Userinnen auf die Goldwaage legt. Da nehm ich mich auch gar nicht aus.

    Ja. Da sagst Du was Wahres. Und ich fasse mir auch an die eigene Nase. Gut, wenn man sich hinterher aber doch wieder irgendwie zusammenfindet.#blume#rabe

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Die Kinder essen doch eh zusammen im Klassenraum und ja doch ich finde es wichtig! Gerade die Grundschüler:innen.

    Sie dürfen sowieso so vieles nicht.

    Genau so funktioniert Infektionsschutz eben nicht. Einmal weniger Kontakt verringert das Risiko - das Essen & Trinken im Klassenraum (im Falle meines Sohnes sind das dann 30 Kinder die sehr eng sitzen) ist nicht erlaubt, weil das das RKI empfiehlt, sondern weil es eben nicht anders geht. Es gibt den gesellschaftlichen Konsens, dass Schule sehr wichtig ist und dass wir nur Präsenzunterricht so richtig können, und dieser Übereinkunft folgt dann, was eben darauf folgt. Z.B. das Kinder nicht ohne Essen und Trinken auskommen...

    Siehe oben + Warum liest du denn nicht, was ich schreibe? Das Risiko wird in Schulen in Kauf genommen, weil es scheinbar vielerorts nicht anders geht. Nicht weil es risikoarm ist. Somit würde ich annehmen, dass es wenig Sinn macht, das Risiko noch öfter als nötig in Kauf zu nehmen und nicht noch unnötig auszudehnen. Daher würde ich die Weihnachtsfeier einfach streichen.


    Das Essen und Trinken ohne MNS ein Risiko ist in einem voll besetzten Klassenzimmer ist auch keine Meinung sondern ein Fakt. Anhand dieser Tatsache muss dann eben eine Entscheidung getroffen werden. Meine MEINUNG ist, dass wir im Schulkontext schon deutlich mehr als genug Risiken in Kauf nehmen.


    Es gibt so viele gute Ansätze um Schulen sicherer zu machen, die allesamt nicht/kaum angewandt werden, da steht die Weihnachtsfeiert ganz hinten.

  • So, zu einem sind es bei meinen Sohn nur 17 Kinder und sie sitzen da den ganzen Schultag ohne Maske. Wo da jetzt so viel mehr Risiko sein soll, weil sie ein Keks essen ist für mich wirklich nicht klar.

    Und ja ich bleibe dabei, alles was den Zusammenhalt fördert ist dieses Jahr ausgefallen. Klassenausflug, Laternefest, etc.

    Ja, da finde ich es gut wenn es einen kleinen "Ausflug" aus dem Schulalltag gibt.

    Außerdem reden wir hier nicht von einer Woche Weihnachtsfeier (wobei ich das so auch nicht nennen würde - sie feiern ja gar nicht richtig), sondern maximal 2 Schulstunden. So ist es zumindest bei uns.

    Aber wir werden da wohl auch nicht zusammen kommen.

  • Arnoli74 Aktuell essen die Kinder 2x am Tag (1x in jeder Pause). Die Weihnachtsfeier müsste ja kein zusätzliches Essen sein sondern ein "anstatt in der Pause 1 oder 2".

    Ich bleibe bei meiner Meinung ;). Du musst mich aber auch gar nicht überzeugen und ich Dich auch nicht. Für Dich stellt eine corona-konforme Weihnachtsfeier, in der nichts mehr gemacht wird als das, was eh im täglichen Schulalltag gemacht wird, ein zu großes Risiko dar. Für mich nicht.

    Dabei können wir es auch belassen.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich fange mal von hinten an: ich glaube, ich habe deinen Punkt verstanden und gebe dir recht: vielleicht bin da dir gegenüber zu persönlich geworden und habe dir eine Haltung unterstellt, die du gar nicht vertrittst. Das tut mir leid!

    Mein ABER an der Stelle war, dass du diesen Begriff des unreifen Aktionismus gewählt hast, was ich in dem Moment als eine ziemlich persönliche Abwertung gegenüber alljenen gelesen habe, die vorher schrieben, dass sie es gut finden. Deswegen hab ich dir auch rückgemeldet, dass mir die Aussage sehr polarisierend scheint.

    Das führe ich auch gerne aus, denn in der aktuellen Lage gibt es halt für keinen der Beteiligten die eine, die richtige Geschwindigkeit zur Entscheidungsfindung. Die Lage ist halt volatil - das Virus wechselt das Tempo und noch jede bislang von wem auch immer getroffene Entscheidung kam entweder zu früh oder zu spät. Zumindest wird das immer so diskutiert.

    Nun habe ich verstanden, dass du gar nicht die Maßnahme selbst mit dem Ausdruck belegt hast, sondern eher was der Laschet so insgesamt treibt. Und da sind wir ganz nah zusammen - und da finde ich die Aussage auch angebracht, denn dem geht es - meiner Meinung nach - nicht darum das richtige zu tun sondern darum die beste Figur dabei zu machen. Das kotzt mich wahnsinnig an, weil er auch einfach schlecht beraten ist und bei mir damit das exakte Gegenteil erreicht. Dabei hätte er auch gute Leute, die richtig Dinge sagen - in seinem Kabinett und auch in der Wissenschaft. Aber irgendwie fehlt im da der richtige Instinkt.


    Was die Einschätzung der Maßnahme angeht bin ich tatsächlich ganz anderer Meinung - spätestens wenn ich es umdrehe wird es für mich ziemlich klar: Ausgerechnet diese Jahr den letzten Schultag so nah an die Weihnachtstage zu legen ist einfach eine sehr schlechte Idee.

  • Ich denke, hier geht es ja nicht um die Weihnachtsfeier ansich, sondern um normales Sozialverhalten von Kindern.

    Wenn wir Schulbildung priorisieren, dann müssen wir die Umsetzung so planen, dass die sozialen Einschränkungen nicht so extrem sind, dass sie für die Kinder zu Qual werden. Entweder wir erlauben einen altersentsprechenden sozialen Umgang in der Schule oder es müssen Einschränkungen im Regelbetrieb vorgenommen werden.

    Dazu gehört für mich natürlich, dass die Kinder während der Schulzeit essen dürfen. Dazu gehört, dass sie sich unterhalten können. Dazu gehört, dass sie miteinander interagieren können. Je nach Alter gehört da auch das freie Spiel dazu etc.

    Regelungen, die grundlegendes Sozialverhalten zu stark einschränken, sind meines Erachtens nicht haltbar.

  • So, zu einem sind es bei meinen Sohn nur 17 Kinder und sie sitzen da den ganzen Schultag ohne Maske. Wo da jetzt so viel mehr Risiko sein soll, weil sie ein Keks essen ist für mich wirklich nicht klar.

    Und ja ich bleibe dabei, alles was den Zusammenhalt fördert ist dieses Jahr ausgefallen. Klassenausflug, Laternefest, etc.

    Ja, da finde ich es gut wenn es einen kleinen "Ausflug" aus dem Schulalltag gibt.

    Außerdem reden wir hier nicht von einer Woche Weihnachtsfeier (wobei ich das so auch nicht nennen würde - sie feiern ja gar nicht richtig), sondern maximal 2 Schulstunden. So ist es zumindest bei uns.

    Aber wir werden da wohl auch nicht zusammen kommen.

    Na ja, ich dachte, alle Kinder würden auch im Unterricht MNS tragen. Wenn sie das eh nicht tun ist das zwar eigentlich viel schlimmer - aber dann können die tatsächlich Weihnachten feiern. Allerdings wenn die Entscheidung zwischen Schule bis Freitag vor Weihnachten OHNE Weihnachtsfeier und Schule bis Dienstag MIT Weihnachtsfeier ist, ist völlig klar, welche Wahl die aktuell angesagte ist. Das hat echt nichts mit meiner Meinung zu tun.


    Und nein, es braucht auch keine Woche... 2 Stunden reicht mit 18 Menschen in einem Raum ganz entspannt aus.


    Aber wo ist denn bitte noch keine Maskenpflicht im Unterricht?

  • Ich denke, hier geht es ja nicht um die Weihnachtsfeier ansich, sondern um normales Sozialverhalten von Kindern.

    Wenn wir Schulbildung priorisieren, dann müssen wir die Umsetzung so planen, dass die sozialen Einschränkungen nicht so extrem sind, dass sie für die Kinder zu Qual werden. Entweder wir erlauben einen altersentsprechenden sozialen Umgang in der Schule oder es müssen Einschränkungen im Regelbetrieb vorgenommen werden.

    Dazu gehört für mich natürlich, dass die Kinder während der Schulzeit essen dürfen. Dazu gehört, dass sie sich unterhalten können. Dazu gehört, dass sie miteinander interagieren können. Je nach Alter gehört da auch das freie Spiel dazu etc.

    Regelungen, die grundlegendes Sozialverhalten zu stark einschränken, sind meines Erachtens nicht haltbar.

    Das verstehe ich ehrlich gesagt irgendwie schon und dann auch wieder nicht. Also Kinder sind Kinder und natürlich müssen sie essen. Aber natürlich leben sie auch in dieser Situation und die ist halt für alle ein große Einschränkung. Das greift natürlich in grundlegendes Sozialverhalten auf - z.B. um mal ein Beispiel zu nennen gibt es keine Verabredungen und noch nicht mal einen gemeinsamen Schulweg für mehr als 2 Kinder. Sie dürfen nicht raufen, sie dürfen nicht kuscheln, sie dürfen sich nicht an den Händen nehmen. Sie dürfen keine Stifte teilen, nicht pfeifen, nicht reinrufen, nicht singen.

    Sie machen viel weniger in Kleingruppen - und wenn dann nachmittags über Zoom.

    Und das ist alles nicht schön. Aber das ist es doch für niemanden. Warum kann das Kindern nicht zugemutet werden? Die Kinder in meinem Umfeld machen das gut und betrachten das jetzt als ihren Beitrag. Sie merken auch, was fehlt werden sich dessen bewusst. Ich finde mein Job ist, das zu begleiten und auch zuzulassen. Aber ich finde es auch in Ordnung, das nicht ändern oder kompensieren zu können. Das ist jetzt halt so...

  • In BaWü tragen die Grundschüler auch keine Masken und halten keinen Abstand und deshalb gibt es bei uns auch nach derzeitigem Plan in jeder Klasse eine Weihnachtsfeier. Was ich dann so auch richtig finde. Ob die Ferien verlängert werden oder nicht, ist mir ganz gleich, aber ich werde meine Kinder nicht für die zwei Tage im Haus einsperren, weil andere das vielleicht machen. Dann nehme ich lieber noch Kinder von Eltern auf, die arbeiten müssen.


    Mein Weihnachten ist der schöne "Heilige Morgen" und der ist dieses Jahr eh nicht möglich. Ansonsten sind wir unter uns.


    Ich bin so konsterniert, das ertrage ich selbst kaum noch #heul

  • Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung Arnoli74 . Kinder brauchen auch in Pandemiezeiten grundlegende soziale Interaktion. Sie müssen sozialen Umgang lernen und können nicht längerfristig so strenge Maßnahmen durchhalten, ohne Schaden zu nehmen. Je jünger, desto wichtiger ist das. Zumal ihr Risiko schwer zu erkranken sehr klein ist.

    Ich finde es sehr beruhigend, dass Kinder in ihrer gewohnten Umgebung Kinder sein dürfen, auch in der Pandemie und die Maßnahmen nach Alter gestaffelt werden.